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Shadow – Cloud-Gaming startet in Kürze auch in Deutschland

Shadow - Cloud-Gaming startet in Kürze auch in Deutschland

Das Streaming wird offenbar in naher Zukunft allgegenwärtig sein und ist bereits in der Gegenwart dabei, die Medien- und Game-Industrie auf den Kopf zu stellen. Neu ist das Thema des Spiele-Streaming aus der Cloud nicht, so gibt es bereits einige Firmen (wie z.B. Vortex), die dies als Geschäftsmodell für sich entdeckt haben, aber der „große“ flächendeckende Erfolg steht noch aus. Analysten gehen spätestens nach der Ankündigung von Microsoft Plänen mit der nächsten Konsolengeneration davon aus, dass physische Medien ab dann gänzlich als ein Relikt vergangener Zeiten gelten.

Das größte Problem stellt nach wie vor die Bandbreite der verfügbaren Internetleitung beim Verbraucher dar. Wo die Anbindung nicht schnell genug ist, stellt sich dank der starken Latenz sowie den hohen Ping-Werten kein zufriedenstellendes Spielerlebnis ein. Vor allem in Deutschland ist dies ein großes Problem, wo selbst im Jahr 2018 noch immer nicht alle Regionen mit schnellen Internetverbindungen versorgt werden, weil es sich für die Internetanbieter nicht rechnet.

Shadow – Cloud-Streaming aus Frankreich

Die französische Firma Blade hat ihren Cloud-Streaming-Dienst „Shadow“ nun soweit zur Reife gebracht, dass man ihn auch außerhalb Frankreichs anbieten wird. Um deutsche Kunden zu gewinnen, haben die Franzosen ein Rechenzentrum in Amsterdam aufgebaut, wodurch die Latenzzeiten sehr niedrig gehalten werden sollen. Bei dem von „Shadow“ angebotenen Cloud-Streaming-Dienst konzentriert man sich nicht zwingend auf Spiele, denn das angebotene Abo-Modell enthält auch Hardware. Jeder Abonnent mietet einen leistungsstarken Windows-PC, welcher mit der notwendigen Rechenleistung (System besteht aus Xeon-E5-Prozessoren von Intel mit vier Kernen und acht Threads, 12 Gigabyte DDR4 RAM, Nvidia GeForce GTX 1080 und einer 256 GB SSD) ausgestattet ist. Die Hardware wird jedem Kunden dediziert zur Verfügung gestellt, und niemand anderes als der Kunde selbst hat darauf Zugriff.

https://www.youtube.com/watch?v=IgorrGDixXM

Shadow-App für viele Systeme

Shadow setzt eine stabile Internetleitung von 15 Mbit/s voraus, um aktuelle Spiele mit einer Auflösung von 1920 × 1080 mit bis zu 144 Hertz oder mit einer Auflösung in 4K mit 60 Hertz, auf dem PC oder Mac empfangen zu können. Bei geringerer Bandbreite der Internetleitung wird die Auflösung heruntergeschraubt, sodass die Darstellung nicht ruckelt und der Spielablauf nicht unterbrochen wird. Um Shadow nutzen zu können, benötigt man die „Shadow-App“, welche sich Abo-Kunden zum Start des Dienstes für Windows 10, MacOS, Linux und Android herunterladen können. In den nächsten Wochen wird eine iOS-App für Shadow folgen. Wer seinen eigenen Rechner nicht nutzen möchte, dem bietet Shadow zukünftig mit „Shadow Ghost“ auch eine neue Set-Top-Box an.

https://www.youtube.com/watch?v=VELrEDsN4xc

Shadow Ghost – kleine Maße, viele Anschlussmöglichkeiten

Die o.g. Set-Top-Box „Shadow Ghost“ kommt ohne Lüfter und bietet trotz ihrer platzsparenden Maße (L: 190 mm x B: 185 mm x T: 110 mm) sowie ihrem geringen Gewicht von 661 Gramm eine Menge Anschlussmöglichkeiten. Dazu gehören Zwei USB-3.0-Anschlüsse, Zwei USB-2.0-Anschlüsse, 2 x DisplayPort (inkl. HDMI-Adapter), ein Mikrofoneingang sowie ein Kopfhörerausgang und der Ethernet-Anschluss. Somit kann jegliche benötigte Peripherie bequem angeschlossen und genutzt werden.

Shadow startet Anfang September in Deutschland

Am 4. September geht „Shadow“ mit seinem Cloud-Streaming-Dienst in Deutschland an den Start. Der Dienst kostet ab 29,95 € im Monat und die Vertragslaufzeit beträgt 12 Monate. Weitere Informationen zu „Shadow“ und der „Shadow Ghost“ findet ihr hier auf der firmeneigenen Website

Die Frage, die sich bei solchen Diensten oftmals stellt: Für wen sind solche Angebote interessant? Sicherlich nicht für Pro-Gamer, denn obwohl die Latenz geringer ausfallen wird, so ist diese noch immer größer, als wenn vom heimischen Rechner aus gespielt wird. Interessant dürfte es vielleicht für Leute sein, die nicht unbedingt das Geld für einen teuren Gaming-PC ausgeben möchten, oder ihr System ständig aufrüsten wollen, um alles perfekt spielen zu können. Eine kleine Box im Wohnzimmer, welche auf die Cloud zugreift und PC Spiele auf den großen Flachbild-TV bringt, hat durchaus ihren Reiz. „Shadow Ghost“ könnte vielleicht mehr Anklang finden als Nvidia, die mit ihrer Nvidia Shield einen ähnlichen Weg gegangen sind.

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Über den Autor

Dirk Ruhl

Dirk Ruhl

Microsofts Fliesenwelt ist mein Zuhause, egal ob Windows 10 auf Desktop, Tablet, Phone oder Xbox One...es muss kacheln. Der schönste Urlaubsort für mich wären die Microsoft Research Labs. Ich danke meiner Familie und meinem Arbeitgeber, ohne deren Unterstützung könnte ich mein Hobby nicht leben!