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Spotify: Bei Highspeed-Aufnahme droht Kontosperre

Spotify: Bei Highspeed-Aufnahme droht Kontosperre

Wer eine Aufnahmesoftware benutzt, um Musik aus Spotify herunterzuladen, riskiert den Verlust seines Spotify-Kontos. Der Hersteller des für diesen Zweck gern genutzte Programms Audials warnt nun davor, den Hochgeschwindigkeitsmodus zu verwenden.

In der letzten Woche kam es bei einem Familienmitglied eines Teamkollegen zu diesem Fall, da habe ich dem noch keine besondere Bedeutung beigemessen. Anscheinend zieht die Sache aber doch weitere Kreise – heise berichtet heute, dass es wohl zahlreiche Betroffene gibt.

Musik von Spotify herunterzuladen ist nach deutschem Urheberrecht nicht illegal, so lange es rein privaten Zwecken dient und die Dateien nicht Dritten zugänglich gemacht oder anderweitig verbreitet werden. Gleichwohl aber ist der Download ein Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen von Spotify.

Grundsätzlich kann Spotify nicht erkennen, wenn ein Stream aufgezeichnet wird. Das Programm Audials aber besitzt einen Hochgeschwindigkeitsmodus für die Aufnahme. Wenn ein Nutzer also binnen kurzer Zeit deutlich mehr Musik abspielt, als das gemäß der Spieldauer eigentlich möglich ist, so ergibt sich daraus ein eindeutiges Indiz auf die missbräuchliche Verwendung.

Betroffene Nutzer erhalten von Spotify eine E-Mail mit dem Grund für die Sperre:

„Spotify hat festgestellt, dass dein Konto an einer unzulässigen Nutzung des Spotify Dienstes beteiligt war, die die Nutzungsbedingungen verletzt, darunter möglicherweise unzulässige Downloads.“

Angeblich zeigt sich Spotify kulant: Wer beteuert, keine entsprechende Software mehr zu benutzen, bekommt sein Konto wieder zurück. Verständlich, am Ende des Tages will der Dienst ja keine zahlenden Kunden verlieren. Das Entsperren verläuft nach Kontaktaufnahme über den Kundendienst offenbar weitgehend problemlos, wie man im Audials-Forum nachlesen kann.

Auf der Produktseite von Audials warnt der Hersteller inzwischen vor der Verwendung des Highspeed-Modus. Man sollte stattdessen lieber ausschließlich in Echtzeit aufnehmen, das sei für Spotify nicht nachvollziehbar und demnach drohe auch keine Sperre des Kontos.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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