Steiler Zahn: Logitech MX Vertical im Test

Steiler Zahn: Logitech MX Vertical im Test

Mit der MX Vertical hat Logitech zum ersten Mal eine vertikale Maus im Programm. Schon lange hatte ich darüber nachgedacht, eine solche Maus zu testen, darum habe ich mich sofort entschlossen, die MX Vertical auszuprobieren. Lange Geschichte kurz erzählt: Ich bin konvertiert, die Surface Precision Maus hat sich auf unbestimmte Zeit in die Schublade verabschiedet. Allerdings war dieser Wechsel weit weniger spektakulär, als ich das selbst erwartet hatte.

Logitech MX Vertical

Warum gibt es überhaupt vertikale Mäuse?

Bei der Nutzung einer „herkömmlichen“ Maus liegt die Hand flach auf dem Tisch, sie muss also gegenüber der natürlichen Haltung um 90 Grad nach links gedreht werden (oder bei Linkshändern nach rechts, die MX Vertical ist allerdings nur für Rechtshänder erhältlich). Eine vertikale Maus dagegen passt sich der natürlichen Haltung an, wie ich im folgenden Foto festzuhalten versucht habe.

Logitech MX Vertical

Da könnte man jetzt ganz spontan auf die Frage kommen, warum nicht von Anfang an alle Mäuse so konzipiert waren? Exakt diese Frage habe ich mir auch gestellt, denn das wirklich Spektakuläre an dieser Umstellung war, dass ich sie überhaupt nicht bemerkt habe. Ich habe die konventionelle Maus zur Seite gelegt, die MX Vertical in die Hand genommen, und angefangen zu arbeiten. Ich musste mich nicht eine Sekunde umgewöhnen. Das wird für viele Leser sicher komisch klingen, wenn sie die Bilder anschauen und denken „was ist das denn für ein seltsames Teil.“

Beschwerden oder Schmerzen hatte ich vorher nicht, trotzdem fühlt sich die Arbeit mit der MX Vertical einfach besser an.

Logitech MX Vertical

Neben den Standard-Maustasten hat die MX Vertical noch eine im Scrollrad, eine an der Oberseite sowie zwei Navigations-Buttons in Daumen-Nähe. Das ist Standard-Ausstattung bei höherwertigen Mäusen, benutzt habe ich diese Zusatztasten bisher dennoch so gut wie nie. Bei der MX Vertical sind die beiden Daumen-Tasten aber derart bequem zu erreichen, dass ich sie nun auch tatsächlich verwende. Über die Software „Logitech Options“ kann jeder Taste eine individuelle Funktion zugewiesen werden.

Via USB-C kann die Maus auch per Kabel am PC angeschlossen werden, ansonsten geht das per Bluetooth und/oder den bekannten Logitech Unifying-Receiver. Es werden drei Bluetooth-Profile unterstützt, mit der Software „Logitech Flow“ kann man sogar zwischen mehreren verbunden Geräten wechseln, ohne umschalten zu müssen.

Die Akkulaufzeit (fest verbaut) gibt Logitech mit vier Monaten an. Ich habe sie noch nicht so lange, daher kann ich nicht sagen, ob das stimmt. Ich habe sie vor einem Monat geladen und seither nutze ich sie regelmäßig mehrere Stunden täglich – aufladen musste ich sie seit der Inbetriebnahme nicht mehr.

Logitech MX Vertical

Ein Schnäppchen ist die MX Vertical nicht, bei Amazon kostet sie 109 Euro, günstigere Angebote sind kaum zu finden. Wer vom Konzept der vertikalen Maus bereits überzeugt ist, ein hochwertiges Produkt sucht und bereit ist, dafür etwas mehr Geld auszugeben, dem kann ich die MX Vertical mit gutem Gewissen ans Herz legen. Wer sich unsicher ist und es vielleicht einfach nur mal testen möchte, der findet für kleines Geld Alternativen – die vertikale Maus von CSL kostet beispielsweise nur etwas über 20 Euro.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Hallo Martin wie immer ein sehr guter Beitrag. Ich werde mir diese Maus mal zulegen. Also weiter so und Danke
    Klasse, dass du ihn geschrieben hast .... Auch wenn ich jetzt nicht schlafen kann: WIESO gab es sie nicht von Beginn an. :D
    Eignet sie sich auch zum zocken? Ruckel artiges hin und her?
    "mit der Software "Logitech Flow" kann man sogar zwischen mehreren verbunden Geräten wechseln, ohne umschalten zu müssen."
    Nicht nur das, so einfach kann auch Copy&Paste zwischen den Rechner sein, bzw. so lassen sich auch auf einfachste Art und Weise Dateien zwischen den Rechner hin und her schieben. Immer vorausgesetzt man befindet sich im gleichen Netzwerk, und das ohne eine "blöde" Cloud. Habe mir die MX Anywhere 2S (eigentlich für mein mobiles Gerät) gerade erst zugelegt und auch sofort die gute alte Microsoft am Hauptrechner zur Seite gelegt, sprich benutze diese jetzt für beide Geräte.
    @gucknichtso gibt es bereits: sitz-art.de ? Vertikal Tastatur Freestyle2
    Tob dich aus ;) Vertikale Monitore hast du vermutlich bereits ;)

    hey cool, danke. Die Tastatur scheint man tatsächlicher höher stellen zu können, als normale ergonomische. Ich hab nämlich seit 'nem Unfall ne Platte im Handgelenk und Schreiben auf 'ner normalen Tastatur schmerzt ziemlich schnell.
    Einen vertikalen Monitor habe ich tatsächlich schon. Finde ich aber albern. Da muss man den Kopf ständig schief halten. ;) :D
    Nach meinem unverschuldetem Motorradunfall in 2005 habe ich ebenfalls auf eine vertikale Maus umgestellt.... weil ich musste. Ich habe seitdem eine 30 %ige Behinderung am rechten Arm. Im Gegensatz zu Martin hatte ich nach dem Unfall mit einer normalen Maus Schmerzen. Die Maus ist seit 13 Jahren arbeitstäglich im Einsatz und funktioniert immer noch tadellos. Nur der Softlack löst sich so langsam auf.
    Ich habe an der Arbeit folgende Maus im Einsatz:
    https://www.amazon.de/Evoluent-Vertical-Mouse-Maus-Rechtsh%C3%A4nder/dp/B00427TAIK/ref=mp_s_a_1_2?__mk_de_DE=ÅMÅZÕÑ&qid=1538064011&sr=8-2&pi=AC_SX236_SY340_QL65&keywords=evoluent+vertical+mouse&dpPl=1&dpID=4174SwH5qKL&ref=plSrch
    Wesentlich günstiger (15 €) nutze ich privat diese:
    https://www.amazon.de/Anker-Vertikale-Vertical-Ergonomic-Optical/dp/B009D9CZ5C/ref=mp_s_a_1_2?__mk_de_DE=ÅMÅZÕÑ&qid=1538064144&sr=8-2&pi=AC_SX236_SY340_QL65&keywords=anker+vertikale+maus&dpPl=1&dpID=41o87QiPFiL&ref=plSrch
    Warum eine PC Maus nicht grundsätzlich vertikal ist, verstehe ich nicht. Eigentlich ist das nur logisch.
    Ich hatte diese vertikale Maus von Logitech kürzlich mal eine Woche zur Probe in Verwendung.
    Ein Kumpel von mir hatte sie mir für lau überlassen, nachdem er nach ein paar Tagen entnervt wieder zur gewöhnlichen Maus zurückkehrte.
    Er konnte sich einfach nicht daran gewöhnen.
    Mir ging es genauso. Man bedient die Maus eigentlich ausschließlich mit dem Arm und nicht mehr, wie gewohnt, mit der Hand bzw. mit dem Handgelenk. An dieses "Armschieben" kann ich mich einfach nicht gewöhnen. Deshalb ging die wieder zurück an den edlen Spender.
    Verarbeitung und Funktion von diesem Teil ist absolut top und das Material ist hochwertig. Keine Frage.
    Naja, nur der Preis ... knapp über 100 Euronen für ne Maus ist auch gewöhnungsbedürftig. Ich würde nicht so viel Geld dafür ausgeben.
    Danke für den Artikel. Da wäre ich nie drauf gekommen. Probiere ich auch aus. Anatomisch betrachtet die bessere Mausart.
    "Anatomisch betrachtet die bessere Mausart."
    Naja... wenn ich die Hände auf den Tisch lege, dann liegen die automatisch so wie auf einer herkömmlichen Maus. ;) Ich halte das, genauso wie diese komischen verbogenen Tastaturen, eher für einen experimentellen Ansatz, als wirklich eine logische Konsequenz. Nicht umsonst gibt es die "normale" Maus in der Form bereits seit zig jahrzehnten.
    "Anatomisch betrachtet die bessere Mausart."
    Naja... wenn ich die Hände auf den Tisch lege, dann liegen die automatisch so wie auf einer herkömmlichen Maus. ;) Ich halte das, genauso wie diese komischen verbogenen Tastaturen, eher für einen experimentellen Ansatz, als wirklich eine logische Konsequenz. Nicht umsonst gibt es die "normale" Maus in der Form bereits seit zig jahrzehnten.

    Wenn du mal eine Sehnenscheidentzündung hast, wirst du den unterschied merken.
    Verstehe die Hersteller nicht, wieso es fast ausschließlich ergonomische Mäuse nur für Rechtshänder gibt. Für die nicht geringe Nutzerzahl von Linkshänder muss man ganz schön suchen.
    Wenn du mal eine Sehnenscheidentzündung hast, wirst du den unterschied merken.

    Oder mal der Karpaltunnel hinüber ist.
    Solche Mäuse gabs doch schon immer, oder?
    Ich hatte früher in den 90ern so eine weiße Haifischflosse von Microsoft. Die hatte links einen oder zwei Knöpfe für den Daumen und rechts die dicken Taster... komm aber nicht mehr drauf wie das Teil als Produkt genannt wurde. Vielleicht war es ein Vorgänger der Microsoft Natural Mouse. Auch die hatte ja die Taste(n) für den Daumen links, war aber deutlicher dicker und optisch näher an gewöhnlichen Mäusen als meine alte Haiflosse... mmm... na egal. Fand das Model vor 20 Jahren jedenfalls nicht besser als normale Mäuse, lag aber evt. daran weil die auch irgendwie größer war als die 08/15 Mäuse. :)
    Ziemliche Totschlag-Argumentation. Dem kann ich nur entgegnen, dass sicher nicht jeder eine Sehnenscheidenentzündung, oder Probleme mit dem Karpaltunnel bekommt (ich kenne sowas z.B. nur vom Hörensagen, und ich sitze täglich 10 Stunden vorm Computer). Genausowenig wie jeder Probleme mit der Nacken- oder Schultermuskulator bekommen, nur weil er lange vorm PC arbeiten.
    Darüber hinaus wage ich zu bezweifeln, dass das "Rühren" mit so einer vertikalen Maus völlig vor ähnlichen Beschwerden bewahrt. Ich schätze, irgendetwas kann man immer finden.
    ...
    Darüber hinaus wage ich zu bezweifeln, dass das "Rühren" mit so einer vertikalen Maus völlig vor ähnlichen Beschwerden bewahrt. Ich schätze, irgendetwas kann man immer finden.

    Genauso habe ich vor einigen Jahren auch noch gedacht. Aber jetzt, mit Anfang 50, fangen die Beschwerden an und ich bin sogar zu einem Trackball gewechselt, weil ich mit einer getesteten Vertikalmaus nicht klar kam. Die Beschwerden sind weg und inzwischen kann ich in allen Programmen (auch Grafiktools, wo es auf punktgenaue Steuerung ankommt) wunderbar arbeiten. Die Hand ist viel entspannter, das Mausschubsen fällt auch weg.
    Bezüglich der Ergonomie erkenne ich jetzt auch keinen wesentlichen Unterschied. Auf deinem Bild sehe ich die Handkante steiler zum Tisch. Dies dürfte meiner Ansicht nach auch nicht ergonomischer sein, wenn die Maus auf herkömmliche weise geschubst wird. Ergonomisch ist eine Winkelung, aber nicht von nahezu 90°. Schaut auf dem Bild nämlich so aus.
    Die einzig wahre Ergonomie heißt Abwechslung und Bewegungsausgleich, alles andere ist auf Dauer einseitige Belastung und wird immer zu Beschwerden führen. Jeden Tag zehn Stunden lang eine ergonomische Maus oder Tastatur zu verwenden, ist garantiert ungesund :).
    Genauso habe ich vor einigen Jahren auch noch gedacht. Aber jetzt, mit Anfang 50, fangen die Beschwerden an und ich bin sogar zu einem Trackball gewechselt, weil ich mit einer getesteten Vertikalmaus nicht klar kam. Die Beschwerden sind weg und inzwischen kann ich in allen Programmen (auch Grafiktools, wo es auf punktgenaue Steuerung ankommt) wunderbar arbeiten. Die Hand ist viel entspannter, das Mausschubsen fällt auch weg.

    Egal welche Maus. Für präzises Arbeiten sind sie alle Mist (Trackball habe ich keine Erfahrung) weil irgendwann die Bewegungen aus der Schulter kommen. Ich bevorzuge relativ kleine leichte Mäuse, die leicht gleiten. Die kann ich dann in der Hand - quasi mit der Fingern und teilweise Handgelenk bedienen. Das heißt die letzten genauen Millimeter. Hilft die grob motorische Schulter zu entlasten. Früher, in der Pre-Windows-Ära bediente ich mein CAD mit Grafik Tablett. Die "Bleistift-Haltung" und Feinstbewegung aus den Fingern heraus war wesentlich angenehmer. Die dem Bildschirm entsprechende Grafik Area erreichte ich zu etwa 80% nur mit den Fingern ohne Armbewegung. Lediglich für das Erreichen der um den Grafikbereich platzierten Menüs musste man den Arm doch bewegen. Aber die Bewegungen mussten nicht extrem genau sein, weil die "Icons" recht groß waren.
    Für mich sieht es auf dem Foto so aus, als wenn die Maus zu klein für Deine Hand wäre. Zum scrollen wirst Du die Finger schön anwinckeln müssen.
    Auch sollten die Daumentasten besser unten als oben sein. Denn so wie sie angebracht sind sind sie gegensätzlich zu den Haupttasten angeordnet, was zu Klicksauslösern bei den Hauptasten führen kann. Ferner hat sie keine MX-Funktionalität, sondern hat nur Standardfunktionen.
    ...und wenn Logitech schon auf der Ergonomiewelle schwimmen möchte, dann auch bitte anständig: 2 verschiedene Größen und wenn sie das dann haben, dann bitte auch für Linkshänder.
    -volker-
    Letztendlich muss jeder für sich entscheiden, was für eine Art von Maus eingesetzt werden soll. Ich hatte um die Jahrtausendwende auch das Problem, das die Verwendung der Maus schon nach ca. 15 Minuten sehr schmerzhaft wurde. Auf der Suche nach Alternativen zur Maus entdeckte ich Ende 2001 bei Microsoft den Trackball Explorer. Dieser wurde 2004 vom Logitech Marble Trackball ersetzt. 2010 kam dann von Logitech der M570 Trackball. Die eigentliche Maus war aber nicht vergessen. Logitech hat in Richtung MX das Design der Mäuse stark verändert, so das ich seit 2011 zusätzlich die MX Performance im Einsatz hatte. Aktuell ist es die MX Master. Die MX Vertical habe ich bestellt und bekomme sie am 05.10.18 geliefert. Gespannt bin ich, ob es mit Logitech Flow gelingt, die MX-Funktionalität bereitzustellen.
    Logitech ist seit ein paar Jahren unten durch die letzte Logitech Maus die ich käuflich erworben hatte war die G600 (unter einer Ergonomisch angepassten Maus verstehe ich eigentlich etwas anderes) bis der Cursor nach 2 Jahren von alleine über das Display zuckelte, hab dann mal versucht die Maus zu reinigen (Die Maus ist komplett zusammen geklebt und nicht zum Öffnen gedacht), seit dem gibts bei mir keine Logitech Mäuse mehr, ich zahl doch keine 80,- €uro für eine Maus die ich nach 2 Jahren in die Mülltonne werfen kann, so dicke habe ich es auch nicht.
    Gibt jetzt nur noch günstige Mäuse zb. Sharkoon Shark Force 14,99 Euro Funktioniert seit 4 Jahren ohne zu murren.
    Tatsächlich entstehen die Probleme bei viel Arbeit am PC in der Schulter, ob die Maus da senkrecht steht oder nicht macht absolut keinen Unterschied. Somit ist es also ein rein subjektive Geschichte und hat mit Gesundheit nichts zu tun.
    Ich weiß das so genau, weil ich jemanden kenne, der diese Probleme schon hatte.
    Schulter, Nacken, Lendenwirbel etc, sind Sache des Stuhls, Tisch und dessen Neigung. (Anordnung und Erreichbarkeit vom Arbeitsgerät natürlich auch....)
    Beim Arbeitsgerät Maus und Tastatur geht es um Handgelenke und Bänder/Sehnen im Unterarm. Tastaturen sind nach innen geneigt, Mäuse gewinkelt.
    P.S. und da der PC-Arbeitsplatz eine Vielzahl an Krankheitsbilder mitbringt weiss man es nicht besser wenn man jemanden kennt. ;-)
    Sitzen ist sowieso Tödlich, viel Gesünder Arbeitet man im Stehen am besten an einem Pult und dann ist es egal ob man einen Trackball oder eine herkömmliche Maus Benutzt.
    Wenn man erst in ein alter jenseits der 40 Jahre kommt wird jedem mehr oder weniger bewusst das langes Sitzen zur Gefahr wird, der Menschliche Körper ist einfach nicht dazu gedacht 2 oder mehr Stunden an ein und der selben Stelle vor der Tastatur zu sitzen.
    PeterK
    Sitzen ist sowieso Tödlich, viel Gesünder Arbeitet man im Stehen am besten an einem Pult

    Im zunehmenden Alter kann es da aber auch passieren, dass man sich dem Strumpf und Schuhthema* zuwenden muss. Viel Stehen ist nämlich auch nicht wirklich gesünder. Was man eigentlich benötigt ist umfangreiche Bewegung.
    Die Sneakergeneration wird ob der billigen Latschen eh Probleme bekommen.
    Aus PC-Spieler-Perspektive ist das Problem dieser Mäuse gerade dass sie "zu bequem" sind. In der natürlichen gewinkelten Ruhehaltung der Hand ist diese nicht agil genug und man kann keine schnellen und gleichzeitig präzisen Bewegungen mit der Maus machen :)
    Vor allem auch weil eine gerade Bewegung hoch/runter damit nicht aus dem Handgelenk geht, sondern eine Bewegung des Arms involviert!
    @mh0001,
    gute einleuchtende Argumente, deshalb bleibt meine MX Master hier auch neben meinem PC-Tisch (abgeschaltet) liegen. Zur alltäglichen privaten PC-Arbeit (meist surfen) ist eine vertikale Maus eine gute Abwechslung. Allerdings achte ich bei diesen Mäusen darauf, dass man sie wirklich vertikal anfassen muss. Auch in der Ruheposition der Hand (also nix zu tun) darf der Daumen nicht abrutschen.
    Wenn das geschieht, fasst man diese pseudo Vertikalmäuse irgendwann nicht mehr richtig an. Man kann so eine Ankermaus auch von 'oben' steuern.
    Außerdem ist eine richtige Daumenablage erholsamer, als den Daumen in dieser Position halten zu müssen.
    Ich habe selber seit 3 Tagen die Evoluent VM4RW. Um das 'hoch & runter' nicht mit dem Arm zu vollführen habe ich die Empfindlichkeit (dpi) der Maus auf die höchste Stufe gestellt. Jetzt reicht das bei einem 24"-Monitor so gerade aus, dass ich die Höhenunterschied meist mit dem Strecken der Finger erreiche.
    Mal sehen wie sich alles so einspielt. Das 'nach oben' und 'nach unten' führen ist schon ein Manko. Man will einfach den Arm nicht dazu bewegen.
    Schulter, Nacken, Lendenwirbel etc, sind Sache des Stuhls, Tisch und dessen Neigung. (Anordnung und Erreichbarkeit vom Arbeitsgerät natürlich auch....)
    Beim Arbeitsgerät Maus und Tastatur geht es um Handgelenke und Bänder/Sehnen im Unterarm. Tastaturen sind nach innen geneigt, Mäuse gewinkelt.
    P.S. und da der PC-Arbeitsplatz eine Vielzahl an Krankheitsbilder mitbringt weiss man es nicht besser wenn man jemanden kennt. ;-)

    Nur dumm das, die Aussage von dem Arzt des jenigen kommt und deswegen weiß man es besser wenn man jemanden kennt.
    Erst denken, dann schreiben!
    Außerdem ist es für die Sehnen kein Problem, solange sie nicht die ganze Zeit angespannt sind oder werden.
    Nein, die Mäuse helfen mir wenig, der Arm liegt vollends unruhig balancierend, weil er nicht ganz vertikal ist und nicht ganz horizontal; das ist nicht meine normale Haltung von Unterarm und Hand.
    Ich kann auch eine normale Maus so bedienen, dass die Hand halbwegs vertikal liegt; ich hoffte jetzt, dass es die passende Maus dafür ist, aber nein, das hat für mich die Bequemlichkeit eines Fahrradgriffs.
    yellow.leines
    ...
    Warum eine PC Maus nicht grundsätzlich vertikal ist, verstehe ich nicht. Eigentlich ist das nur logisch.

    Nach dem Eigentest würde ich vermuten: das hat praktische Gründe.
    Die Haltung der Hand ist nicht vertikal, sieht man selbst auf Martins Bild, wer den Unterarm so weit gedreht bekommt, bis er vertikal ist, der hat eben Glück gehabt.
    Wenn durch einen Unfall diese Mäuse Wunder wirken, dann ist es so, aber noch kein Grund, den Leuten so was aufs Auge zu drücken.
    Da ich langsam Verspannungen bei meiner MX Master gemerkt habe (noch keine Schmerzen) konnte ich einfach selber merken, was für mich gut ist. Habe einfach mal die Hand soweit gedreht bis keine Verspannungen mehr festzustellen waren. Und das war tatsächlich eine vertikale Haltung (und keine 57°). Außerdem vertraute ich dem Neuling in Sachen vertikale Mäuse eben noch nicht so sehr wie Evoluent (welche wirklich annähernd vertikal ist). Allerdings scheint Evoluent seinen Schwachpunkt in der inneren verbauten Hardware zu haben. Ein Mausrad mittels relativ offenen Poti anzusteuern scheint mir eher billig zu sein (für eine Maus die > 100€ kostet).
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