Stellenanzeige: Apple sucht neuen Senior Software Engineer für kommende UWP-Apps

Stellenanzeige: Apple sucht neuen Senior Software Engineer für kommende UWP-Apps

Apple hatte in den vergangenen Jahren keine besonders großen Anstrengungen unternommen, um Windows als Plattform besser zu unterstützen. Einerseits wurden eigene Produkte wie Safari oder das – für Windows – veraltete Quicktime irgendwann abgezogen, andererseits fehlt bis heute ein offizieller Port von Apples neuer Programmiersprache Swift, die nativ unter Windows läuft. In diesem Jahr folgte der vorerst letzte Bruch, als iTunes unter macOS 10.15 Catalina in die neuen Apps Apple Podcasts, Apple Music und Apple TV sowie eine verbesserte iBooks-App aufgeteilt wurde. iTunes für Windows befindet sich seitdem im Wartungsmodus und bekommt nur noch kleine Updates mit Sicherheitsverbesserungen und Kompatibilität zu neuen Versionen von iOS und iPadOS.

In den kommenden Monaten könnte jetzt aber Bewegung in die Sache kommen. Laut einer Stellenanzeige, die Apple vor drei Wochen auf LinkedIn veröffentlicht hat, sucht man in Cupertino einen neuen Senior Software Engineer für sein Media Apps Team, um die nächste Generation an Windows Media Apps zu entwickeln. Gefragt sind dabei ausdrücklich Kenntnisse in C++ sowie im Umgang mit der Universal Windows Platform. Im weiteren Verlauf wird vor allem Musik als Betätigungsfeld angesprochen. Heißt also: Zumindest eine neue Universal App für Apple Music dürfte in den kommenden Monaten auf den Weg gebracht werden, die dann neben Windows 10 theoretisch auch auf der Xbox lauffähig wäre.

Noch bleiben aber viele Fragen offen, ob zum Beispiel auch neue Apps für Apple Podcasts und Apple TV geplant sind, um iTunes dann auch unter Windows langfristig in Rente zu schicken. Außerdem bleibt auch die Frage, wie Apple künftig iOS/iPadOS-Geräte unter Windows synchronisieren will, dann noch zu klären. Insgesamt wäre das aber ein positiveres Zeichen als das, was ich bisher vermutet habe. Das einzige Zugeständnis, mit dem Apple sein Engagement unter Windows 10 bisher ausgebaut hatte, war die verbesserte iCloud-App im Microsoft Store, die in Zusammenarbeit mit Microsoft auch ein Files on Demand-ähnliches Features brachte.

Quelle: Thurrott.com via: Neowin

Über den Autor
Kevin Kozuszek
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Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.

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Kommentare
  1. Das ist für mich ein ganz logischer und konsequenter Schritt, da mittel- bis längerfristig ja iTunes auch auf Windows abgeschafft werden muss. Finde ich gut.
    Sie könnten ja auf den kurzen "Dienstweg" bei Microsoft sicher eine Handvoll ausleihen. Dort dürften sicher genügend Ressourcen ungenutzt zur Verfügung stehen.
    Die Hölle friert eh zu, seitdem es die Apple TV-App selbst für Amazon-Fire-Geräte gibt. Da ist der Schritt, die auf dem Mac gemachte Trennung auch für Windows umzusetzen, nur konsequent.
    Auch bei Apple wird die Temperatur in der zugefrorenen Hölle noch weiter absinken.
    Die haben jetzt über ein Jahrzehnt lang mit dem iPhone Gold geschürft und das wird auch noch ein paar Jahre funktionieren, aber der Umbau zum Service-Anbieter ist bereits in vollem Gang. Auch Apple lernt so langsam, dass es völlig egal ist, von welchem Gerät aus ich Geld auf deren Konto einzahle.
    Wobei ja Musik und TV die einzigen nennenswerten Dienste sind und ein iTunes "Ersatz" ist quasi Pflicht*. Ansonsten wüsste ich keinen Dienst.....iCloud ist preislich nicht attraktiv und die WebAPPs überzeugen mich nicht sonderlich. Der Mailsservice hebt sich auch nicht ab und Bücher sind auf 5 Geräte beschränkt.
    Facetime hat seinen eigenen Zenit überschritten. Hier wird eher keine Öffnung zu erwarten sein. Lieber pflegt man die Anwendung für seine Hardwarekunden anstatt sie dem "Pöbel" zum Fraß vor zu werfen.
    *Bei Musik bin ich gespannt wie sich das entwickelt. Denn wenn die Musik im Container gefangen bleibt, werden die Karten neu gemischt. Und hier traue ich Apple ein radikales Handeln zu.
    Da bin ich ja froh. Ich nutze Apple Music auf meinem Android und per iTunes unter Windows. Über die Gründe möchte ich nur so viel sagen: Es ist der einzige Dienst, der all meine Bedürfnisse befriedigt.
    Was mir sehr wichtig wäre, ist die Offlineunterstützung mit der möglichen neuen App so wie sie unter iTunes umgesetzt ist. Aber wenn ich mir die Android App so anschaue, und die finde ich von der Usability und Funktionsweise wirklich Spitze, dann sollte die Windows App ähnlich gut werden. Apple hat funktionstechnisch, meiner Meinung nach, keine halben Sachen gemacht (mal von ein paar kleinen Bugs abgesehen, aber es geht mir ja hier um die Funktionen). Ich denke, dass sie bei der Windows App nicht damit anfangen werden.
    Interessant... wird's dann vielleicht sogar den Safari-Browser wieder für Windows geben. :) Ich meine... nicht dass jemand den wirklich brauchen würde...
    chakko
    Interessant... wird's dann vielleicht sogar den Safari-Browser wieder für Windows geben. :)

    Würden vielleicht Webentwickler begrüßen, die mit Safari ihre Websites testen wollen und keinen Mac verwenden möchten, aber ich denke, den Gedanken können wir knicken. Wenn Apple eine UWP-basierte Anwendung für Apple Music in den Microsoft Store stellen will, dann schmeißen sie bewusst eigene Technologien über den Jordan und entsprechend würden interne Webinhalte dann mit EdgeHTML gerendert, solange Microsoft nicht in irgendeiner Form Chromium fest in Windows integriert. Der neue Edge ist ja losgelöst vom Betriebssystem und für eine eigene Umsetzung hätte Apple vorher Swift und SwiftUI auf Windows portieren müssen. Es gibt dafür zwar inoffizielle Projekte, aber die werden von Apple nicht unterstützt.
    Der große Knackpunkt wäre außerdem Webkit 2 als Rendering Engine. Klar, würde Apple eine klassische Desktop-Version umsetzen, so wie das bei iTunes verwendet wird (iTunes ist beim Store auch nix anderes als ein zu groß geratener Safari-Browser), würde das mit Apples eigenen Technologien gehen. Alle anderen Browser sind aber in der Vergangenheit von Webkit- zu Chromium-basierten Varianten gewechselt, weil das klassische Webkit unter Windows immer problematischer Wurde. Mal als Beispiel: Es gibt im FOSS-Umfeld den Abkömmling Webkit2GTK, der neben Epiphany vom Gnome-Projekt (existiert nicht für Windows) auch von Midori und dem Dooble Web Browser verwendet wurden. Dooble ist schon lange zur QtWebEngine abgedampft (wie alle Qt-basierten Vertreter) und Midori existiert zwar schon lange in neueren Versionen, die Windows-Version wurde aber eingestellt. Nicht, weil man es nicht kompilieren könnte, Webkit2GTK war bei der entsprechenden Distribution MSYS2 dabei. Das Problem ist, dass Webkit2GTK unter Windows extrem zu Crashen neigt und auch das neue BUILD-System Meson zwar für Windows existiert, aber ebenfalls für ordentlich Probleme sorgt(e).
    Apple müsste also wesentlich mehr Arbeit für Windows in Legacy-Technologien reinstecken und gleichzeitig seine modernere Swift-Plattform für Windows öffnen. Machen sie aber, wie du siehst, nicht. Sonst würden sie sich für die neuen Apps nicht für eine ganz neue Basis entscheiden und iTunes damit praktisch abbauen.
    Ich denke auch, dass das eher die Apps betreffen wird, mit denen Apple mit den angebundenen Diensten Geld verdient. Was anderes würde für mich auch keinen Sinn machen, denn, Apple buhlt sicher nicht um Marktanteile ihres Mac OS exklusiven Browsers.
    Cryx
    @Setter: was meinst Du mit "Musik im Container gefangen bleibt"?

    Aktuell lädt iTunes gekaufte Musik herunter und diese kann beliebig kopiert und/oder verschoben werden. Sie ist quasi als Download frei verfügbar. Ich traue Apple zu, das gekaufte Musik nur in den Apps zur Verfügung stehen. Also im Container gefangen bleibt und nicht frei zur Verfügung steht. Ich glaube es zwar nicht- aber ich kann mir vorstellen das mit diesem Gedanken gespielt wird. Ich kann mir auch vorstellen, das erworbene Titel eher umständlich heruntergeladen werden können. Siehe Google Musik - begrenzter Download via Web.
    Worüber ich mich maßlos ärgere ist der Umgang mit Hörbüchern. Die kaufe ich nicht mehr im iTunes Store
    Ich kann mir auch vorstellen, das erworbene Titel eher umständlich heruntergeladen werden können. Siehe Google Musik - begrenzter Download via Web.

    Dat is so nicht ganz richtig. ;) Wenn du das Play Music Addon verwendest, kannst du die Musik so oft herunterladen wie du willst.
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