Suchanbieter-Auswahl für Android: Microsoft hat offenbar nicht mitgesteigert

Suchanbieter-Auswahl für Android: Microsoft hat offenbar nicht mitgesteigert

Die EU hatte Google zu einer Strafe von 4,3 Milliarden Euro verdonnert, weil Google als Suchmaschine unter Android voreingestellt ist. Die Nutzer konnten das zwar schon immer ändern, wie im Falle der Browserauswahl für Windows war das den Wettbewerbshütern aber zu wenig.

Eine solche Browserauswahl gibt es inzwischen auch für Android, ab dem 1. März wird es auf Android-Geräten, die im europäischen Raum ausgeliefert werden, außerdem auch die Möglichkeit geben, während des Setups einen anderen Suchanbieter auszuwählen. Der entsprechende Dialog sieht so aus:

Alternative Suchanbieter unter Android

Die Reihenfolge ist nicht etwa willkürlich, die Art und Weise, wie diese entstand, birgt allerdings Zündstoff: Google hat diese Plätze versteigert. Wer am meisten zahlt, steht ganz oben. „Fair und transparent“ nennt Google diese Methode und erntet dafür Kritik. Es hat in der Tat einen gewissen Geschmack, wenn man wegen Benachteiligung der Konkurrenz zu einer Strafe verurteilt wird und sich die Umsetzung der notwendigen Maßnahme auch noch von eben dieser Konkurrenz vergolden lässt.

Fair kann man das ganz sicher nicht nennen, denn nur wer die notwendigen Mittel hat, kann sich einen Platz in der Liste kaufen. Transparent ist es aber in der Tat, denn würde Google die alternativen Anbieter nach eigenem Ermessen festlegen, gäbe es sicher ebenfalls genug Leute, die hinterfragen würde, ob hier bestimmte Anbieter bevorzugt oder benachteiligt werden.

Die Ergebnisse besagter Auktion, die regelmäßig neu durchgeführt wird, hat Google öffentlich gemacht. In fast allen Ländern ist DuckDuckGo an erster Stelle gelandet, außerdem ist info.com in allen Ländern unter den Top 3. Microsofts Suchmaschine Bing taucht nirgends auf, außer in Großbritannien, dort allerdings dann auch direkt auf dem ersten Platz.

Auf den ersten Blick sieht es also so aus, als hätte Microsoft an dieser Versteigerung nicht teilgenommen und die Chance versäumt, sich prominent in Stellung zu bringen. Allerdings greifen sowohl DuckDuckGo als auch info.com in erheblichem Umfang auf die Daten von Bing zu, die Ergebnisse der News-Suche bei info.com entspricht in vielen Fällen 1:1 den Ergebnissen bei Bing.

So gesehen ist Bing indirekt der große Gewinner dieser Auktion, und man wird sich auch fragen dürfen, woher die vergleichsweise kleinen Suchmaschinen die Mittel hatten, ihre Wettbewerber zu überbieten. Keine Ahnung, ob Microsoft da ein bisschen mitgeholfen hat, aber wenn dem so wäre, dann wäre das ein, wie man neudeutsch so schön sagt, „smarter Move“ gewesen. Hätte Microsoft überall die ersten Plätze gekauft, was sie sich problemlos hätten leisten können, dann wäre das sicher nicht gut angekommen. So aber steht mit DuckDuckGo nun fast überall eine Suchmaschine ganz vorne, die ihren Nutzern ausdrücklich verspricht, sie nicht zu tracken.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Die Reihenfolge ist nicht etwa willkürlich, die Art und Weise, wie diese entstand, birgt allerdings Zündstoff: Google hat diese Plätze versteigert. Wer am meisten zahlt, steht ganz oben.

    Ehrlich gesagt kann ich Google kaum dafür verurteilen. Wenn sich die EU die Taschen vollmacht, und sie zu 4,3 Milliarden € Strafe verdonnern, wegen etwas, was immer änderbar war, bloß, dass die Leute es nicht checken, dann sollen sie auch dafür bezahlt werden, dass sie einen Dialog zum Auswählen der Fremdanbieter, die mit dem Betriebssystem eigentlich rein gar nichts zu tun haben, anbieten.
    Ich finde, demnächst sollten Händler, die auf dem regionalen Markt ihren Fisch anbieten, auch dazu verdonnert werden, dass sie die Kunden darüber informieren, dass gleich neben ihrem Stand ein weiterer Fischhändler seinen Fisch anbietet, der sich bloß nicht traut, seine Ware lauthals anzubieten. Das ist dann "fair", oder was auch immer die EU und die Deutschen da für komische Vorstellungen haben. ;)
    Übrigens will ich persönlich gar nichts anderes als die Google-Suche. Die anderen sind eh hoffnungslos unterlegen, was gerade an der Personalisierung, und den schlauen Algorithmen liegt, die bei der Google-Suche zu finden sind.
    Ach, die greifen nicht einmal zu, die kassieren da alle vier Monate erneut ab? Also, das ist ja Mal echt krass. Ich nehme an, die EU kann da nicht einmal groß etwas dagegen machen. Die können denen ja nicht vorschreiben, dass sie den Mitbewerb zur Auswahl anzeigen müssen und dafür aber kein Geld verlangen dürfen. Oder doch? Die Rechtslage dazu wäre interessant.
    Ich denke, dass die Rechtslage da sicher nicht ganz eindeutig ist. Google ist ja nicht doof, und setzt sich nach so einem Urteil gleich wieder so einem Risiko aus. Aber, die EU (die durch solche Urteile eine gute Publicity bekommt, und gleichzeitig noch behaupten kann, dass sie etwas "für die Leute" tut), und Rechtsanwälte (die von solchen Sachen maßgeblich profitieren, weil sie durch solche Klagen Millionen kassieren, und von daher auch vermehrt klagen) werden sicherlich versuchen, daraus wieder etwas zu drehen. Kein Zweifel.
    Bin mal gespannt, wie Google das dann auf ihren Pixel-Geräten umsetzen wird. Momentan ist im Standard-Launcher die Google-Suchleiste als nicht entfernbarer und auch nicht konfigurierbarer Bestandteil fest auf dem primären Homescreen verankert. Die geht nicht mal dann weg, wenn man die Google-App deaktiviert, sondern leitet dann bei Berührung in den Playstore zur Google-App.
    Von einem alternativen Suchanbieter kann man lediglich zusätzlich noch das Suchwidget dazu packen, hat dann also zwei Leisten auf dem Homescreen.
    Interessant zu wissen wäre, ob sie das dann ab März ändern und dann auch wirklich den Austausch der bislang fest integrierten Google-Suchleiste gegen den vom Nutzer ausgewählten Suchanbieter ermöglichen müssen.
    Irgendwie finde ich es leicht grotesk, dass wir darüber diskutieren, dass ein Hersteller etwas in sein Betriebssystem einbaut. What's next? Dass wir uns darüber aufregen, dass der Homescreen von Google designt wurde, oder der App-Launcher, oder der Einstellungsdialog? Soll das alles auch von Microsoft installierbar sein?
    Keine Ahnung, warum wir meinen, das müsste bei Software alles möglich sein. Habe noch nie gehört, dass sich jemand darüber aufregt, dass bei seinem Auto der Bordcomputer direkt vom Hersteller kommt, oder dieser einen Vertrag mit einem Navigations-Karten-Dienst abgeschlossen hat, und diesen nicht optional wählbar macht.
    Demnächst kommt ein Android-Smartphone von Microsoft. Mit böser Anbindung an die eigenen Dienste, und vielen vorinstallierten Microsoft-Apps. Hoffentlich ist das alles deinstallierbar, für die Leute, die sich sinnfreier Weise etwas kaufen, was sie gar nicht haben wollen.
    chakko
    Wenn sich die EU die Taschen vollmacht, und sie zu 4,3 Milliarden € Strafe verdonnern, wegen etwas, was immer änderbar war, bloß, dass die Leute es nicht checken, dann sollen sie auch dafür bezahlt werden, dass sie einen Dialog zum Auswählen der Fremdanbieter, die mit dem Betriebssystem eigentlich rein gar nichts zu tun haben, anbieten.
    Wie kann ich denn einstellen, dass die Suche auf dem Android-Startbildschirm oder der Sprachsuche auf DuckDuckGo zugreift? Als bei mir die Suchanbieterwahl erschien und ich DDG ausgewählt habe, wurde eigentlich nur die App installiert - an der gängigen Suche unter Android hat sich leider nichts geändert.
    Ohne es genau zu wissen, sage ich mal, dass die Apps von Google dafür überhaupt nicht vorgesehen sind (wozu auch?). Was die ganze Sache noch grotesker macht. Genauso wie die Geschichte damals bei Microsoft und dem Internet Explorer.
    Mit änderbar meinte ich eher, dass du auch im Chrome oder anderen Apps mit anderen Suchanbietern suchen kannst. Was sich wirklich durch die nun eingebaute Funktion ändert, keine Ahnung.
    Auch wenn das Bild oben andeutet, dass es sich auf die Chrome-Suche und eben die Suche in der Suchleiste auf dem Homescreen bezieht.
    Ist es nicht so, dass wer am meisten bot, auch irgendwie am dringendsten auf Platz 1 wollte, weil man ihn sonst nicht wahrgenommen/gewählt hätte? Wer es hingegen nicht nötig hat auf Platz 1 zu sitzen, weil er weiß, die Leute wählen mich aus, weil ich einfach besser bin, ist eigentlich der Erstplatzierte, denn er wird 'trotzdem' gewählt und musste noch nicht einmal dafür bezahlen; nüchtern betrachtet ist MS also cleverer als der Artikel vermuten lässt. Das ist so, als würde AstroTV Millionen zahlen, damit es auf den Receivern noch vor der ARD standardeingestellt wird, wohl wissend, dass diesen Sender ansonsten gar niemand unter den ersten 300 Plätzen einprogrammiert hätte. Und der Witz ist nun: Viel bezahlt und trotzdem schaut niemand rein ... Faszinierend, dass DuckDuck anscheinend mitgeboten hat ... bedeutet doch irgendwie, dass die zwar einen auf Transparent tun, aber dann doch lieber aufs Geld vertrauen, statt auf den gemeinen Suchmaschinen-Benutzer ...
    SweetFalke
    Ist es nicht so bedeutet doch irgendwie
    Nicht unbedingt. Wer weiß, was geboten / bezahlt wurde. Eine gewisser Betrag wird ja überall für Werbung ausgegeben und mehr ist das ja nicht. Werbung im Setup, die es aber gleichzeitig ermöglicht, dass der unbedarfte User mit nur einer Auswahl auch alles entsprechend eingerichtet bekommt. (Das leistet kein Werbebanner oder Bericht / Empfehlung im Netz.) Auch ein DuckDuck wird nichts dagegen haben mehr Leute zu erreichen.
    chakko
    Keine Ahnung, warum wir meinen, das müsste bei Software alles möglich sein.
    Weil es möglich ist und für den Kunden / Käufer / User einen Mehrwert darstellt. Zusätzliche Optionen / eine möglichst geringe Bindung an Anbieter ist eine fantastische Sache. Gut, lediglich der Anbieter selbst möchte möglichst auf alles ein Monopol haben und keine Wahlmöglichkeit anbieten.
    Dann möchte ich doch vorschlagen, dass gleich eine neue Klage formuliert wird. Diese monopolistische Ausnutzung bezüglich des App-Stores ist ja fatal. Und das sowohl für die Nutzer, als auch für die Programmierer. Schließlich haben die in den Jahren des PlayStore-Monopols verlernt, selbst zu programmieren weil sie ständig auf die Google-Dienste zurückgreifen müssen...
    Clever sind sie ja die goole-evils. Mal sehen ob die EU-Wettbewerbskommisarin in dieser Suppe ein Haar findet.
    Wettbewerbsrecht.;-)
    Das Google mit 4.3 Mrd € gebüsst wurde, ist mehr als richtig und gut. Da sollte man sie öfter dran kriegen.
    Persönlich bin ich da ein Freund der Besteuerung der US-INet-Konzerne.
    Übrigens die EU steckt sich das Geld nicht in die Tasche.
    Es fließt in den EU-Haushalt und kommt allen EU-Bürgern zu Gute. ;-)
    _Sabine_

    Weil es möglich ist und für den Kunden / Käufer / User einen Mehrwert darstellt. Zusätzliche Optionen / eine möglichst geringe Bindung an Anbieter ist eine fantastische Sache. Gut, lediglich der Anbieter selbst möchte möglichst auf alles ein Monopol haben und keine Wahlmöglichkeit anbieten.

    Kommt drauf an. Was wenn ich als Kunde gar keine weiteren Wahlmöglichkeiten wünsche? Ich bin mir sicher, dass kein Unternehmen der Welt weitere Wahlmöglichkeiten einbauen würde, wenn es nicht manche Kunden wünschten. Wie viele das sind, das ist fraglich. Nicht jeder der laut schreit stellt automatisch die Mehrheit da.
    Ein allgemeines Problem in unserer Gesellschaft. Die Mehrheit legt auch keinen Wert auf Datenschutz. Trotzdem ist es ein Riesenthema, wegen einigen wenigen Großschreiern im Internet und anderswo. Das ist auch in der Regel das Problem, wenn Menschen für "unsere" Rechte demonstrieren. Das sind dann oft ein paar tausend, oder ein paar hundert. Und die stehen dann für "unsere" Rechte? Mitnichten.
    Wenn ich einen anderen Suchanbieter möchte, dann weiß ich, wie ich an ihn ran komme. Ich brauche keine Automatismus. Ich brauche auch keinen deinstallierbaren Internet Explorer, nur weil ich einen anderen Browser verwende.
    wori

    Übrigens die EU steckt sich das Geld nicht in die Tasche.
    Es fließt in den EU-Haushalt und kommt allen EU-Bürgern zu Gute. ;-)

    Ooh... die sind aber lieb. :) Dass die vor allem von Zöllen und den Konsumsteuern der Mitgliedsstaaten leben ist dir aber hoffentlich klar. Sprich: von uns. Wie jeder Staat auch.
    Mal abgesehen davon, wenn die EU sowas macht, dann tut sie das im Konsens mit dem Volk (sprich: Wir tragen diese Entscheidungen alle mit, egal ob sie uns passen oder nicht). Und, wenn Google so eine Strafe zahlt, dann ist doch auch klar, was die als Wirtschaftsunternehmen tun müssen: Die Kosten an den Kunden weiter leiten. Insofern bedanke ich mich dann bei den großartigen Menschen, die für meine Rechte eintreten, und der EU, wenn ich demnächst für alles noch mehr zahlen muss. :daumen+
    In diesem Fall holt sich Google vielleicht einen kleinen Teil des Geldes von den anderen Suchanbietern, aber, du kannst dir sicher sein, dass, wenn das so weiter geht, die Lizensierung von Android einfach für die Hersteller teurer wird. Sprich: Die Smartphones werden für die Kunden teurer. Denn... nochmals... die Kosten werden weiter geleitet. Müssen sie. Denn kein Unternehmen der Welt hat eine eigenen Geldpresse.
    Die EU wird finanziert über die Mitgliedsbeiträge der Staaten. Leben tut sie davon nicht, den das Geld ist der EU-Etat und wird dem entsprechend ausgegeben.
    Der "bürokratische Wasserkopf" in Brüssel hat übrigens weniger Mitarbeiter als die Münchener Stadtverwaltung.
    Steuer ist ein Thema aber hier ging es ja um Wettbewerbsrecht.
    Die Weiterleitung der Kosten trifft nur die Kunden von Android? Na dann wechselt man auf ein andere Betriebssystem :D
    Den Dank an die gewissen Leute und die EU empfinde ich als kindisch.
    Wie ich geschrieben habe, dadurch, dass die die Lizensierung von Android teurer machen. In diesem Fall. Oder, generell, ihre Produkte teuer machen. Das geht gar nicht anders.
    Und, zur Finanzierung des EU-Haushaltes kannst du dich gern informieren: https://de.wikipedia.org/wiki/Haushalt_der_Europ%C3%A4ischen_Union#Einnahmen
    "Beiträge der Mitgliedsstaaten" bedeutet natürlich auch das nationale Geldsäckle, welches aus Steuermitteln kommt. Woher auch sonst. So finanziert sich jeder Staat. Außer Nordkorea, die finanzieren sich von dem Anbau von Drogen in anderen Ländern. :p
    Der "bürokratische Wasserkopf" in Brüssel hat übrigens weniger Mitarbeiter als die Münchener Stadtverwaltung.

    Gott sei Dank. Mehr könnte ich auch vor meinem Gewissen nicht rechtfertigen. :D
    Fällt mir übrigens schwer das zu glauben, bei 50.000 Angestellten bei der Verwaltung der EU.
    Nichts anderes habe ich über die Finanzierung gesagt. Danke das Du das mit dem Wikipedia-Link nochmal bestätigt hast. Die Mitgliedsländern zahlen Beiträge in cash oder in Abtretung gewisser Steuerleistungen.
    Das dies natürlich aus dem nationalen Steuereinkommen aufgebracht wird, sollte klar sein.
    Momment für Luxemburg ist das anders, die haben einen 'money tree' und die EU darf die untersten 2 Astreihen in Richtung Frankreich abernten :D
    Ansonsten will man die Kosten nicht haben nutzt man keine Google-Produkte
    Richtig. Und das halte ich auch für wesentlich sinnvoller, als Stimmung gegen Google zu machen... mit einem Android-Smartphone in der Tasche. ;) Dann braucht's nämlich auch keine Millardenklagen "für das Volk", denn, dann gäbe es natürlicherweise mehr Konkurrenz. Wenn die denn ihren Job machen würden, den Google immer besser gemacht hat als alle anderen. Letzteres ist meine persönliche Meinung, allerdings bestätigt durch deren Marktpräsenz. Und nein, das liegt nicht nur daran, dass die "total evil" sind, wie sich der gemeine Deutsche das so hinstellt.
    So recht verstehe ich zumindest die Kritik an dem Urteil wirklich nicht. Hier wird argumentiert, dass jeder - wie damals beim Internet Explorer - einfach wechseln soll, der es will. Die Suchmaschine, die da auf meinem Startbildschirm erscheint, kann ich aber ohne deutlich weitreichendere Eingriffe im Gegensatz zum Internet Explorer auf dem Desktop überhaupt nicht wechseln. Selbst wenn ich eine andere Suchleiste nehmen würde (bspw. DuckDuckGo), so kann ich dabei ja nicht einmal die von Google entfernen. Und das ist der Grund, weshalb ich noch immer gegen meinen Willen die Google-Suche als Standard auf dem Android-Smartphone habe. Der Platz für wichtige Verknüpfungen/Widgets ist dank des bescheidenen Aufbaus im Gegensatz zu Windows Mobile ohnehin schon knapp genug - da stört eigentlich schon die eine Suchleiste viel zu sehr.
    Ein Unternehmen gibt alle Kosten für Produktentwicklung und -fertigung, incl. Lohnkosten, an den Kunden weiter..
    Der Bürger wiederum finanziert sich durch seinen Lohn, den er vom Unternehmen bekommt, sein Leben und hält nebenbei auch den Staat am Leben. Er refinanziert mit seinem Einkommen nicht nur die Unternehmen, sondern auch noch den Staat, in dem er lebt.
    Der Staat ermöglicht mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln die Daseinsgrundlage aller Bürger, Kunden und Unternehmen.
    Das Unternehmen bekommt all sein Geld, welches es zur Kostendeckung benötigt, durch den Verkauf seiner Produkte an den Kunden.
    Klingt erstmal wie ein Kreislauf.
    Allerdings werden die Unternehmen und vor allem die Unternehmer immer reicher. Sie entnehmen dem Geld-Kreislauf also das Geld.
    Wo kommt das Geld her, das Menschen auf die hohe Kante legen? Wo kommt der Gewinn her, wenn das Geld angeblich durch Abgaben und Inflation immer weniger wird, je weiter es sich im Kreislauf bewegt? Oder anders gefragt: An welchen Stellen im Geld-Kreislauf wird das Geld, das als Gewinn abgeschöpft wurde, abgezwackt? An welchen Stellen fehlt das Geld, welches sich manche Menschen aus dem Kreislauf entnehmen? Wem wird das weggenommen?
    Und wir fragen uns hier, ob 4,3 Milliarden Euro fair oder unfair sind. Die sind mir scheißegal. Sie sind letztlich doch nur eine Ausrede, um eine neue Preiserhöhung zu rechtfertigen,die, nachdem die 4,3 Mrd € wieder eingenommen wurden, garantiert nicht zurückgenommen wird.
    Dieses Wirtschaftssystem verarscht uns alle!
    So 'n Kindergarten.
    Natürlich hat Google der Standard unter Android zu sein. Android ist Google und alles drumherum ebenso. Da hat etwas Fremdes nichts zu suchen und so etwas Schlechtes wie die Konkurrenz benutzt sowieso keiner mit freien Sachverstand.
    Und als nächstes bitte gegen die Autohersteller! Finde es nämlich überhaupt nicht in Ordnung das in meinem Ford das Armaturenbrett von Ford ist. Ich möchte beim Kauf die Möglichkeit haben auch Armaturenbretter von anderen Herstellern aussuchen zu können!
    *Ironie off*
    Ich finde ja, dass die Autos voll-modular sein sollten. Karosserie von VW, Motor von Porsche, Innenausstattung von IKEA, Lenkrad von Ferrari, Bordcomputer von der NASA. Verdammte pöse monopolistische Autokonzerne. :p
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