Surface Book 3 Review: Der Altrocker unter den Notebooks

Surface Book 3 Review: Der Altrocker unter den Notebooks

Als das „ultimative Laptop“ stellte Microsoft das erste Surface Book im Jahr 2015 vor. Ganz schön mutig für einen Newcomer in diesem Segment, aber durchaus auch berechtigt. Das Surface Book war ein Notebook, wie man es bis dato noch nicht kannte, in einigen Bereichen setzte es durchaus Maßstäbe.

Inzwischen ist es in der dritten Generation angekommen. Mitgenommen hat es alle Stärken, aber auch alle Schwächen, und so wirkt es ein wenig wie der Altrocker unter den Notebooks: Es zeigt den jungen Konkurrenten in einigen Disziplinen noch immer, wo der Hammer hängt. An anderen Stellen bröckelt der Lack aber unübersehbar ab.

Technische Daten des Testgeräts

  • Display: 13,5 Zoll, 3.000 x 2.000 Pixel (267 PPI), Seitenverhältnis: 3:2, Kontrast 1.600:1
  • CPU: Intel Core i7-1065G7
  • Grafik: NVIDIA GeForce GTX 1650 Max-Q Design, 4GB GDDR5-Grafikspeicher
  • RAM: 32 GB, 3733Mhz, LPDDR4x
  • SSD: 512 GB PCIe
  • Anschlüsse: 2x USB-A 3.1, 1xUSB-C 3.1, SDXC-Slot, 3,5mm Audio, Surface Connector
  • Konnektivität: WiFi 6, Bluetooth 5.0
  • Kameras: 5 MP Front mit FullHD-Video, 8 MP hinten mit FullHD-Video, IR-Kamera für Windows Hello
  • Akkulaufzeit: bis zu 15,5 Stunden
  • Sonstiges: TPM 2.0, Dolby Atmos, 2 Fernfeld-Mikrofone
  • Betriebssystem: Windows 10 Home
  • Maße: 312 mm x 232 mm x 15 mm-23 mm
  • Gewicht: 1.642 Gramm
  • Preis in dieser Ausstattung: 2.799 Euro

Surface Book 3 alle Modi

Was ist neu beim Surface Book 3?

Die Geschichte der Neuerungen beim Surface Book 3 ist schnell erzählt: Es kommen die Intel-CPUs der zehnten Generation zum Einsatz, bei den Grafikkarten gab es ein Update auf Nvidia GTX 1650 Max Q bei der 13,5 Zoll Variante und GTX 1660 bei der 15 Zoll Version. Letztere gibt es für Business-Kunden auch noch mit Nvidia Quadro für noch mehr Grafikleistung. In der Maximalausstattung gibt es jetzt 32 statt 16 GB Arbeitsspeicher.

Außerdem neu sind Dolby Atmos, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.0 und die doppelten Fernfeld-Mikrofone, die in allen aktuellen Surface-Modellen verbaut werden.

Altbewährtes – mit allen Vor- und Nachteilen

Alle anderen Ausstattungsmerkmale des Surface Book 3 entsprechen dem Vorgängermodell, was bei den identischen Abmessungen beginnt. Ein Surface Book 2 und 3 sind, nebeneinander auf dem Tisch liegend, nicht voneinander zu unterscheiden.

Die Auflösung bleibt mit 3.000 x 2.000 Pixel (13,5) Zoll und 3.240 x 2.160 Pixel (15 Zoll) unverändert. Bei den Anschlüssen bleibt ebenfalls alles beim Alten: 2x USB Type A, ein SD-Kartenleser, USB-C und je ein Surface Connector an der Basis sowie an der Tablet-Einheit. Der 3,5mm Audio-Anschluss ist ebenfalls wieder mit von der Partie.

Die 15-Zoll-Version unterstützt außerdem wieder Xbox Wireless, also den drahtlosen Anschluss von Xbox-Zubehör ohne entsprechenden Adapter. Beinahe überflüssig zu erwähnen: Das Surface Book 3 unterstützt erneut die Anmeldung per Gesichtserkennung mit Windows Hello. Auch die technischen Daten der beiden Kameras bleiben gleich: 5 MP vorne, 8 MP hinten, jeweils mit 1080p-Video.

Surface Book 3 von der Seite

Ich habe neulich in einem Artikel kritisiert, dass bei der Surface-Familie ein wenig Stillstand eingekehrt ist, mich gleichzeitig aber auch gefragt, wo denn Raum für Verbesserung besteht. Bezogen auf das Surface Book 3 kann ich das nun in vielen einzelnen Punkten beantworten. Schwächen der Vorgängerversion wurden nicht ausgemerzt, Gelegenheiten zur Weiterentwicklung ausgelassen, dadurch wirkt es insgesamt uninspiriert.

Versäumt wurde beispielsweise die Gelegenheit, das Touchpad größer und die Ränder um den Bildschirm schmaler zu machen, sie lassen das Surface Book 3 zunehmend altbacken aussehen. Die unausgewogene Tastenbeleuchtung böte ebenfalls Raum für Optimierung, die automatische Regelungen von Helligkeit und Kontrast agieren nach wie vor langsam und bisweilen willkürlich – man muss beides abschalten, wenn man mit dem Surface Book in Ruhe arbeiten will.

In anderen Reviews habe ich als Kritikpunkte gelesen, dass die Gesamtkonstruktion immer noch sehr kopflastig und das Scharnier bisweilen „wabbelig“ ist. Das ist korrekt, aber dem Konzept des Surface Book geschuldet und damit letztlich simple Physik. Insofern sind das Punkte, die man bewusst in Kauf nimmt, wenn man sich für ein Surface Book entscheidet.

Die gleiche Feststellung trifft auch auf den Umstand zu, dass es sich beim Surface Book im Grunde um ein Hochleistungs-Tablet mit externem Grafik- und Tastaturdock handelt. Da der gesamte PC im Tablet-Teil steckt, kann Microsoft gar nicht an die Leistungsgrenze gehen und muss beispielsweise auf 15 Watt CPUs setzen. Auch das weiß man selbstverständlich. In Zeiten der „Creator-Notebooks“ mit kompromissloser Leistung muss man sich allerdings fragen, ob dieses Konzept noch sinnvoll ist.

Wo das Surface Book 3 immer noch sticht

Wenn wir über die Nachteile des Konzepts sprechen, dann dürfen auch dessen Vorteile nicht unerwähnt bleiben. Das Surface Book 3 ist nach wie vor einzigartig. Wer ein vollwertiges Notebook sucht und trotzdem ab und zu nur ein Tablet nutzen will, der findet am Markt kein anderes Gerät.

Das Surface Book 3 mag nicht so schlank und leicht wie andere moderne Notebooks sein, sein Design ist aber immer noch unverwechselbar und man kann es nach wie vor dafür lieben, dass es genau so ist, wie es ist. Dem Scharnier bei der „Arbeit“ zuzusehen, hat auch nach Jahren nichts von seinem Reiz eingebüßt. Design und Verarbeitung sind ein Statement.

Eine weitere Stärke des Surface Book 3 ist ebenfalls in der dritten Generation erhalten geblieben: Es ist für mich nach wie vor Tastatur-Weltmeister. Andere Hersteller wie HP haben aufgeholt und sind beinahe ebenbürtig, die Krone gehört aber immer noch dem Surface Book.

Surface Book 3 Tastatur

Was mir noch auffiel

Das Surface Book 3 arbeitet ausgesprochen leise. Auch beim Betrieb über das Surface Dock 2 mit permanent aktivem zweiten Bildschirm habe ich beim normalen Arbeiten nicht ein einziges Mal den Lüfter gehört. Selbst unter Last, beispielsweise bei einer Runde Forza Horizon 4, das auf einem 4k-Display mit vollen Details immerhin mit 30 FPS läuft, war der Lüfter angenehm leise und wurde vom Spiel-Sound locker übertönt. Nicht, dass der Lüfter beim Book 2 ein Problem gewesen wäre, trotzdem fällt die Verbesserung positiv auf.

Ebenfalls optimiert wurde das Abdocken der Tablet-Einheit, es funktioniert jetzt wesentlich schneller. Beim Andocken dauert es aber nach wie vor ein paar Sekunden, ehe man die Tastatur wieder nutzen kann. Der Übersetzungsfehler der begleitenden Meldung („Eingesetztes“) ist beinahe schon ein Klassiker. Ich wäre irritiert, würde er nach fünf Jahren einfach so behoben.

Das Display des Surface Book 3 spiegelt noch immer sehr stark, für den Außeneinsatz bei schönem Wetter ist es nicht empfehlenswert. Ein entspiegeltes Display hätte sich mutmaßlich nicht mit der exzellenten Stiftunterstützung vereinbaren lassen, insofern ist das wohl ein Umstand, den man einfach hinnehmen muss.

Mit dem Surface Book 2 kam ich auf eine Akkulaufzeit von 8-9 Stunden. Das ist gut, aber nicht überragend. Vom Surface Book 3 habe ich mir eine Steigerung erhofft, sie fällt allerdings moderat aus – etwa eine Stunde länger hält das neue Modell im Schnitt durch. Das Tablet alleine allerdings ist noch immer kurzatmig, nach rund drei Stunden Netflix war der Akku leer.

Fazit

Das Fazit habe ich mehr oder weniger schon in der Einleitung geschrieben. Das Surface Book 3 liefert immer noch viele gute Gründe, die erste Wahl zu sein. Für mich wird es das wohl auch bleiben, schon alleine wegen der nach wie vor unübertroffenen Tastatur, und weil es in Summe das beste Gesamtpaket für mich ist. Nichtsdestotrotz haben Design und Konzept ihr Mindesthaltbarkeitsdatum mit der dritten Generation erreicht, das Surface Book 4 darf definitiv kein „weiter so“-Modell mehr werden.

Disclaimer: Das Testmuster wurde mir von Microsoft leihweise überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare

  1. Bezüglich der dicken Ränder, diese stören mich nicht. Ganz im Gegenteil finde ich diese sogar echt gut, wenn es darum geht, das SB als Tablet zu benutzten.
    Wegen Ica Lake (15W Chip) kann man eigentlich sagen, das DeLL dafür gelobt wurde, das sie auf die Community gehört haben und das 13 Zoll von Comet Lake 6 Kerner auf Ice Lake umgestellt haben. Im Surface Reddit hat man auch vorweg überwiegend Stimmen gelesen, die die Ice Lake Plattform bevorzugt hätten. Zuzüglich mit den technischen Details (wie DP 1.4) bleibt ja schon fast keine andere Möglichkeit mehr.
    In den Windows HD Color Einstellungen wird angezeigt, dass das Display HDR für Filme unterstützt. War dies beim SB2 auch schon so? Und kann jemand was genaueres dazu sagen was genau das für ne HDR-Technik ist?
    Ich habe Anfang 2019 das Book 2 gekauft und werde entspannt auf die 4. Generation warten. Ich schätze das Book 2 wegen dem herausnehmbaren Bildschirm (Tablet), weil ich täglich damit auch im Tabletmodus/ Stift arbeite. Die Ränder könnten schmaler sein, jedoch nicht zu schmal, um beim herausnehmen des Bildschirm keine unerwünschten Funktionen zu betätigen.
    Bei der Akkulaufzeit komme ich mit meinen Stromspareinstellungen bis auf 13 Stunden, im Laptopmodus!
    Als Besitzer des Surfacebook 2 mit 15 Zoll, wären meine Wünsche (nun für die vierte Generation):
    -Großes Trackpad. Wenn man gefühlt 5 Anläufe braucht um Diagonal von einer Ecke zur anderen zu gelangen, dann ist es einfach zu klein.
    -Kleine Ränder am Display, aber weiterhin mit 4:3: Bei den Rändern des 15 Zoll-Books könnte man bestimmt 16 Zoll locker unterkriegen
    -Thunderbolt: Wenn es sein muss, halt mit einer Warnung, dass es nicht sicher ist....
    -Eine Aussparung im Scharnier um dort den flachen Stift zu parken: Ist einfach optisch schöner und sicherer als den Stift außen zu platzieren. Platz wäre ja da in der großen Lücke :)
    Mehr muss man am Design gar nicht ändern finde ich. Bin sonst zufrieden :)
    Als Besitzer eines Surface Book 1 mein Senf dazu:
    Den Einwand mit der Trackpadgröße verstehe ich nicht - ich finde es so für mich in Ordnung und möchte es nicht größer.
    Der Kopfhöreranschluss ist wichtig - und oben am rechten Displayrand ist er immer an der dämlichsten Stelle, die man nach oder Oberkante des Tablets nehmen kann. Ein normal langes Kopfhörerkabel bammelt einem da immer vor dem Display, über der Tastatur usw. rum und ist mir als Rechtshänder ständig im Weg.
    Das Fehlen von Thunderbolt (damals eigentlich eher sogar das von FireWire) war am Book 1 doof. Dass es nun immer noch nicht dabei ist ist auch doof.
    Fazit: Ich hätte gerne ein Book 3, aber mein Book 1 tuts noch. Sollte das Book 4 mir dann mal nicht gefallen werde ich mir vermutlich in den Abverkäufen dann noch ein 3er holen.
    Und mal ne blöde Frage: Kann man die Taststureinheiten eigentlich an jedes Book ankoppeln? Eigentlich schreit das Konzept des Book ja förmlich danach, hier Modular zu sein...
    Den Einwand mit der Trackpadgröße verstehe ich nicht - ich finde es so für mich in Ordnung und möchte es nicht größer.

    Ich denke, am Trackpad kann man sehr viel einstellen, je nach persönlichen Vorlieben.
    Habe Ende 2019 beim Black Friday zugeschlagen und mir ein Book2 gegönnt. Deshalb bin ich auch nicht traurig, dass sich beim 3er nicht soviel geändert hat.
    Für die Zukunft würde ich mir v.a. wünschen:
    - bessere Reparierbarkeit, v.a. Akkutausch
    - längere Laufzeit im Tablet-Modus
    - zumindest ein USB-Anschluss am Tablet
    BTW: Das Book ist vom Konzept her nicht so einzigartig wie hier immer behauptet. Eines der ersten Konvertibles überhaupt auf dem Markt, das Medion Akoya 2212T war schon 2013 bei Aldi verfügbar. Ist zwar eine "Primitiv-Spar-Version" im Vergleich zum Book, aber das Konzept ist das gleiche - und war damals als Netbook gar nicht mal so schlecht.
    Gibt es auch schon länger im Business / Premium Segment z.B. mit dem ThinkPad Helix von 2013
    Cryx
    Der Kopfhöreranschluss ist wichtig - und oben am rechten Displayrand ist er immer an der dämlichsten Stelle, die man nach oder Oberkante des Tablets nehmen kann. Ein normal langes Kopfhörerkabel bammelt einem da immer vor dem Display, über der Tastatur usw. rum und ist mir als Rechtshänder ständig im Weg.
    Das Fehlen von Thunderbolt (damals eigentlich eher sogar das von FireWire) war am Book 1 doof. Dass es nun immer noch nicht dabei ist ist auch doof.
    Und mal ne blöde Frage: Kann man die Taststureinheiten eigentlich an jedes Book ankoppeln? Eigentlich schreit das Konzept des Book ja förmlich danach, hier Modular zu sein...

    Du wirst lachen, die Position des Kopfhöreranschlusses hatte ich ebenso wie "kein LTE" und "kein Thunderbolt" auch auf meiner Liste der Kritikpunkte. Ich wollte in meinem Review aber irgendwie die Balance halten, unterm Strich ist mein Urteil über das Book 3 nämlich positiv und das sollte daher auch der Tenor des Beitrags sein.
    Zu der Frage Tastatureinheit und Tablet: Laut Microsoft wird das offiziell nicht unterstützt. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass es geht. Da man aber die Teile ohnehin nicht einzeln kaufen kann, spielt es letztlich keine Rolle.
    skalar
    Bei der Akkulaufzeit komme ich mit meinen Stromspareinstellungen bis auf 13 Stunden, im Laptopmodus!

    Wie sehen die Einstellungen denn bei dir aus? Ich habe damit auch schon experimentiert, aber alles, was ich eingestellt habe, um die Akkulaufzeit zu verbessern, hat mich dann irgendwie eingeschränkt und ich habs dann wieder rückgängig gemacht.
    Ziemlich wenig Neuerungen die MS seit einiger Zeit in Sachen Hardware bietet.
    Außer Surface Pro X und Surface Go 2 alles ziemlich bescheiden in den letzten Jahren und das bei weiterhin hohen Preisen.
    Der Umsatz von MS läuft eben über die Cloud, und das Pro X hat dem Markt neue Möglichkeiten aufgezeigt, vielleicht reicht das MS.
    Was mir dazu noch einfällt: Warum ist der Slot für die SD-Karte eigentlich in der Tastatureinheit?
    Als ich mir die erste Generation gegönnt habe, war ich sehr zufrieden, jedoch gab es viele Stellen die Verbessert werden konnten. Leider hat sich das bis zu dritten Generationen hingezogen. Vom Book 1 zu Book 2 gab es genau so wenig Veränderung, wie vom 2 zu 3.
    Da mein Surface Book 1 nach vier Jahren kaputt gegangen ist, kam mir das Angebot von Amazon für das i7 16gb ram 265gb Speicher in 13,5 Zoll ( für mich die beste Größe) für 1600€ gerade recht.
    Zitat von Martin:
    ,,Ich wollte in meinem Review aber irgendwie die Balance halten, unterm Strich ist mein Urteil über das Book 3 nämlich positiv"
    Das macht eher den Eindruck des schönredend.
    Klar kann man über solche Mängel, die über Generationen nicht behoben werden hinwegsehen, wenn man das Konzept an sich gut findet und es erhalten will.
    Aber sehr objektiv ist es nun mal nicht so richtig.
    Ein wenig konstruktive und durchaus begründete Kritik, kann auch gutes bewirken.
    Der Einwand ist grundsätzlich korrekt. "Schönreden" trifft es aber irgendwie doch nicht so richtig, das wäre der Fall, wenn ich schreiben würde, das Surface Book 3 sei ein tolles Gerät, obwohl ich davon eigentlich selbst nicht überzeugt bin. Bei den Punkten, die ich weggelassen habe, war ich für mich persönlich der Meinung, dass man sie auch weglassen kann, zumal ich den Kopfhöreranschluss am Book noch nie benutzt habe. Das ist natürlich rein subjektiv - wie jeder Testbericht, überall, im Übrigen :).
    Und Kritik kommt ja dennoch im Test vor.
    Hab das Book 2 und würde mir vermutlich kein Book mehr kaufen. Nicht, weil mir das Book 2 nicht gefällt, aber ich finde es einfach nicht mehr zeitgemäß. Dann doch lieber die Kombi aus Laptop 3 und Pro X, Pro 7 oder Go 2. Da hat man meiner Meinung nach mehr davon, weil man deutlich flexibler ist.
    Ich bin auch nicht der Meinung, dass die Tastatur des Book 2 so hervorragend ist. Sie ist gut, zweifelsohne, aber ich schreibe z.B. deutlich lieber auf meiner Logitech MX Keys. Und auch die Tastaturen der Lenovo Thinkpads finde ich persönlich angenehmer vom Schreibgefühl. Was das Book so besonders macht, ist in erster Linie sein Design. Quasi ein MacBook Pro für den Windows-User, wobei das MacBook Pro hier doch an einigen Stellen seine Vor- aber eben auch Nachteile hat.
    Kurzum, für mich war's das wohl mit dem Book. Mir ist es für ein Convertible einfach zu sperrig und zu schwer. Ich hoffe da eher auf einen Pro-7-Nachfolger mit dem äußeren Erscheinungsbild des Pro X. Für so ein Gerät würde ich mein Book 2 und mein Pro 6 sofort verkaufen.
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