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Surface Book 3: Sorgt ein fehlerhaftes Firmware-Update für gebrickte Geräte?

Surface Book 3: Sorgt ein fehlerhaftes Firmware-Update für gebrickte Geräte?

Vor rund zwei Wochen hat Microsoft ein Firmware Update für das Surface Book 3 veröffentlicht, das auf den ersten Blick unspektakulär und nach normaler Wartung aussieht. Wie es scheint, hat dieses Update aber bei einigen Leuten dazu geführt, dass sich die Geräte anschließend nicht mehr starten ließen, weil kein Laufwerk mehr gefunden wurde.

Günter Born hat den Fall aufbereitet, es gibt dazu einen Artikel bei AskWoody sowie diverse Threads in den Microsoft Answers Foren. In einem davon hat sich am 7. Februar dann auch ein Microsoft-Mitarbeiter zu Wort gemeldet und angegeben, dass man dabei sei, das Problem „aktiv zu untersuchen“.

Ein möglicherweise pikantes Detail: Das Firmware-Update wurde am 2. Februar veröffentlicht, wie man auf der Supportseite nachlesen kann. Microsoft liefert die Firmware Updates aber nicht nur über Windows Update aus, sondern bietet auch einen manuellen Download an. Die dort zur Verfügung gestellten Dateien wurden am 9. Februar aktualisiert, also eine Woche nach dem offiziellen Release und zwei Tage, nachdem eine offizielle Untersuchung bestätigt wurde.

Ich habe mich ein wenig durch die Threads gelesen. Wie es scheint, sind ausschließlich bzw. in der Hauptsache die Modelle des Surface Book 3 betroffen, in denen eine SSD des Herstellers Hynix steckt, während Modelle mit einer SSD von Toshiba oder Samsung das Update unbeschadet zu überstehen scheinen. In einem Beitrag meldet sich ein Nutzer, der in seiner Firma 45 Surface Books 3 aktualisiert hat, von denen 7 ausgefallen sind.

Der Fehler äußert sich dahingehend, dass Windows die Fehlermeldung 0x80300024 auswirft und keine Partitionen mehr findet. Tools wie diskpart melden einen Hardwarefehler, auch alle Versuche, die Geräte mittels der Wiederherstellungsmedien wiederzubeleben, schlugen fehl. Einige Betroffene haben angegeben, den Surface-Kundendienst kontaktiert zu haben, wo man ihnen aber lediglich eine kostenpflichtige Reparatur anbot, weil die Garantie abgelaufen war.

Das Problem scheint nicht sehr verbreitet zu sein, es sind aber definitiv zu viele Betroffene, als dass man von einem dummen Zufall sprechen könnte, bei dem die SSD parallel zum durchgeführten Update einen Defekt erleidet. Sollte es unter unseren Lesern ebenfalls Betroffene geben, bitte melden.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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