Surface Book: Aufgeblähte Akkus bei der ersten Generation

Surface Book: Aufgeblähte Akkus bei der ersten Generation

Leidet die erste Generation des Surface Book unter einer „Alterskrankheit“? Mehrere Berichte von Kunden lassen das vermuten. Bei vielen Geräten beginnen sich die Akkus aufzublähen, was entsprechende Verformungen zur Folge hat.

Man muss mit solchen Rückschlüssen zwar immer vorsichtig sein, weil man nie weiß, wie hoch die Anzahl der betroffenen Kunden tatsächlich ist, allerdings hat die Seite TheWindowsClub zu diesem Thema bereits recherchiert und im offiziellen Microsoft-Forum mehrere gleichartige Themen entdeckt, zum Beispiel hierhierhierhierhier und hier. Von ganz wenigen Einzelfällen kann man da definitiv nicht mehr sprechen, zumal sich in diesen Threads teilweise noch weitere Betroffene geäußert und auch Bilder veröffentlicht haben.

Aufgeblaehter Akku beim Surface Book

Die meisten dieser Surface Books der ersten Generation sind bereits aus der Garantie. Für den Austausch von defekten Geräten berechnet Microsoft in diesem Fall 600 Dollar. Noch gibt es dazu keine offizielle Reaktion. Sollte das tatsächlich ein „Serienfehler“ sein, dann darf man gespannt sein, ob Microsoft betroffene Geräte auf Kulanz tauscht. Als das Surface Pro mal ein Problem mit defekten Displays hatte, versuchte Microsoft das zunächst herunterzuspielen, tauschte die Geräte aber letztlich dann doch kostenlos aus.

Über den Autor
Martin Geuß
  • Martin Geuß auf Facebook
  • Martin Geuß auf Twitter
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Kommentare
  1. Ich für meinen Teil hatte ein solches Gerät und bekam im Dr. Windows Telegram Chat den Hinweis das eine Reklamation wohl problemlos möglich sei (auch außerhalb der Garantie).
    Das ganze hat sich auch bewahrheitet der Fall wurde aufgenommen und dann zu einer Zentralen Abteilung in den USA weitergeleitet (Englischkenntnisse sind also notwendig)
    Ich sollte dann aus diversen Positionen Fotos machen damit der Schaden nachvollziehbar ist.
    Kurz danach wurde tatsächlich ein Gerät versandt, leider hatte dies exakt das gleiche Problem, also gleiche runde nochmal nur mit dem Unterschied das ich nun eine Nummer auf einen Zettel schreiben musste und mit in die Bilder legen.
    Nach diversem hin und her bekam ich ein weiteres Ersatzgerät.
    Leider hatte auch dieses den gleichen Schaden, also das ganze nochmal.
    Inzwischen warden die extrem Misstrauisch und wollten Fotos mit jeweils einer anderen Handschriftlichen Nummer im Bild.
    Also das ganze gemacht und Fotos wieder per Mail zugesendet.
    Als Antwort kam es könne kein Support mehr geleistet werden, weswegen das ganze dann ziemlich Eskalierte und ich kurz davor war einen Anwalt einzuschalten (zwei Nachbesserungsversuche und so waren halt abegolten).
    Letzendlich wurde der Fall für mich zufriedenstellend geklärt (und nein ich habe kein Surface mehr)
    Bin stolzer Besitzer eines Surface Book der ersten Generation. Kann aber diesbezüglich noch nichts feststellen. Mal sehen ob da noch kommt.
    Leider sieht meines auch so ähnlich aus. Es hat mittlerweile einen ca. 5 mm Spalt, Deckel schließt nicht mehr. Auch das Tastaturteil steht nicht mehr auf den Gummileisten, sondern kippelt aufgrund einer Ausbeulung in der Mitte. Hat irgendwann nach dem 3 Jahr angefangen und scheint stetig schlimmer zu werden. Bin gespannt, wann das Display springt.
    Mit aufgeblähten Akkus ist wirklich nicht zu spaßen. Wie diese "Alterskrankheit" entsteht und wie man damit verfahren sollte:
    https://de.ifixit.com/Wiki/What_to_do_with_a_swollen_battery#main
    bei solchen Verformungen muss der Akku ja schon ordentlich gebläht haben und da ist höchste Vorsicht geboten. Die LiPo Akkus haben nur eine äußere Folie. Wird die durch etwa scharfkantige Bauteile durchstoßen ist ein Brand, der üblicherweise auch nur im Sandkasten zu löschen ist, unausweichlich.
    Ein solches Gerät würde ich maximal noch beobachtet vollständig entladen und dann den Akku tauschen(lassen). Solch ein Gerät in seiner Wohnung weiter zu betreiben halte ich für fahrlässig.
    Moin
    "Erste Generation" sagt mal wieder alles. Getestet wird beim Kunden und auf dessen Rücken. Das ist aber firmenübergreifend und nicht erst seit heute so.
    Bei Akku besteht immerhin noch die Möglichkeit einer falschen Nutzung über 3-4 Jahre. Akku blähen sich nur auf wenn sie einer dauerhaften Übertemperatur ausgesetzt sind.
    Nebu
    Kaufe niemals die erste Generation. Alte Technik Weisheit. ;)

    Manchmal ist die Werbung aber so was von erfolgreich ..., da kann man nicht widerstehen. :eek:
    Womöglich wurde versucht soviel Akku wie möglich auf kleinen Raum zu verbauen und dabei wurde hier und da etwas "getrickst". Samsung soll diesbezüglich auch schon seine Erfahrung gemacht haben.
    Hab eben nochmal ein Adlerauge auf mein Book geworfen... keine Wölbungen o.ä. zu erkennen. ;)
    Mich würde ja interessieren, ob das quer durch alle Varianten streut, oder vielleicht eher Nutzer ohne PerformanceBase trifft? Vom ersten Link abgesehen (der aber auch schon älter ist), haben ja alle das Probleme nur am Screen.
    @Pixelschubse: Akkus haben eine begrenzte Lebensdauer. Bei MacBooks (Pros) ist es "ueblich" das es erst Probleme mit dem Trackpad gibt weil der Akku von unten dagegen drueckt... .
    Allerdings erscheint mir der Zeitraum doch um 2-3 Jahre zu kurz zu sein das sich ein Akku unter normaler Benutzung so aufblaeht.
    Evtl. sollte Microsoft mal ein paar Leute aus der Uhrenbranche einstellen - die wissen wie man Sachen auf kleinsten Raum verschrauben und somit das verkleben ueberfluessig machen kann ohne Stabilitaet oder handlichkeit zu opfern.
    @Setter: wenn man sich den Austausch bei iFxit anschaut ( https://www.ifixit.com/Guide/Microsoft+Surface+Book+Battery+Replacement/87615 ) dann verkauft Microsoft einem da aber viel "Luft".
    Mal abgesehen davon: wenn man das Book (bzw. 2) eh aufmachen laesst, dann kann man auch gleich eine groessere SSD einbauen lassen...
    Ich finde bei den Preisen für diese Geräte ist der Zeitraum nicht okay. Das ist nicht Premiumqualität.
    @Miine:
    Ich wage zu bezweifeln, dass das mit dem Verkleben statt Verschrauben (nur) auf mangelndes technisches Wissen zurückzuführen ist.
    Es ist halt (auch) ein Mittel um sicherzustellen, dass Kunde, die ein Gerät reparieren lassen wollen, sich an den Hersteller oder eine autorisierte Fachwerkstatt wenden (müssen).
    Ob man das nun gut oder schlecht findet. Die Hersteller begründen es mit der Sicherheit, die eine Reparatur durch autorisiertes Fachpersonal bedeutet. Die Kritiker bezeichnen es als (unnötige) Beutelschneiderei. Meiner Meinung nach liegt die Wahrheit, wie so oft, in der Mitte.
    @WindowsPhoenix: das mit der authorisierten "Fachwerkstatt" ist/war ja so nur bei Apple der Fall weil dort ueber den Sicherheitschip die anderen internen Komponenten "gebunden" sind.
    Interessant waere zu wissen ob Microsoft ebenfalls bei einem Akkutausch das Display mit tauscht - sprich ob die eine Methode entwickelt haben die Geraete wiederholbar zerstoerungsfrei zu oeffnen oder nicht...
    Da scheint der Akku in diesen Geräten aber lange nicht so Premium zu sein wie der Preis.
    In meinen Augen ist das in dieser Preisklasse nicht akzeptabel.
    Sollte MS da nicht kulant reagieren wäre das für mich ein Grund auch in Zukunft kein Surface Gerät zu kaufen. Bei den Preisen erwarte ich eine entsprechende Langlebigkeit.
    Wir haben in der Firma ca. 30 Surface - die meisten Surface Pro 4.
    Da hatten wir bei 3 von denen auch schon das ,,aufgeblähter Akku" Problem - immer so nach etwas mehr als 3 Jahren.
    Bei 3 oder 4 anderen ist das Display ausgefallen - ,,wackelndes" Bild - entweder die gesamte Fläche oder nur die untere Hälfte.
    Defekte Touch-Einheiten hatten wir auch noch - da ist es dann immer als ob man mit dem Finger den Bildschirm berührt- es erscheinen von selbst die ,,Touch-Kreise" auf dem Schirm.
    Bei neuen Geräten sind wir seit ca. 1 Jahr wieder komplett zurück zu Lenovo Thinkpads. Als guter Surface Ersatz haben wir hier Thinkpad X1 Tablet (2. und 3. Generation) im Einsatz - die haben auch wenigstens ohne Aufpreis gleich 3 Jahre Garantie.
    Was ich aber viel besser finde: man kann sie selber öffnen um z.B. den Akku selber zu tauschen.
    Die Surface sind zwar schick und toll verarbeitet aber bei einem Fehler nach der Garantie wird es halt extrem teuer.
    Ist ja nicht so, als ob andere Hersteller noch keine Probleme mit Akkus gehabt hätten... aber dann muss man halt auch dazu stehen. Bei meinem Fujitsu bekam ich im Februar 2019 noch einen kostenlosen nagelneuen Akku, da der verbaute Akku zu einer bestimmten Serie gehörte, bei der es sogar zu Bränden gekommen war. Dabei habe ich den Laptop gebraucht gekauft, das Modell stammt aus 2012 und die Umtauschaktion für die Akkus läuft bereits seit 2015. Aber Fujitsus Lifebooks sind ja kein Premiumprodukt, weil der Akku nicht fest verbaut ist und überall so hässliche Schrauben das Design stören...
    @Alexeus: Genau so wird es bei uns im Konzern gehalten. Aus aufsichtsamtlichen Gründen dürfen PCs und Computer gar nicht zum Service, solange in den Geräten noch Datenträger verbaut sind. Festplatten müssen vorher von der IT entfernt werden. Wenn man aber schon die HDs entfernen kann, gelangt man normalerweise auch an verbaute Akkus. Auch diese müssen einfach austauschbar sein. Für alle im Einsatz befindlichen mobilen Geräte liegen übrigens im Hause Ersatzakkus auf Lager, da Akkus nun mal sehr empfindlich sind.
    Problem sind Smartphones. Nachdem hier kein vernünftiges Gerät mehr auf dem Markt ist, welches auswechselbare Akkus bietet, sind 90% unserer Handys Einfach-Handys nur zum Telefonieren und -old fashioned- SMS empfangen bzw. versenden. Firmenanschluss nur noch über ein Leicht-Notebook mit wechselbaren Akkus.
    In 2020 und 2021 werden größere Anschaffungen dieser Geräte von Europas Banken und Versicherer stattfinden. Die aufsichtsrechtlichen Bestimmungen sind fast überall gleich. Mal sehen, wie dann die Hersteller reagieren!
    G.-J.
    Pixelschubse
    @chakko
    wenn es dein Geld wäre, würdest du dann nach 3 oder 4? Jahren Gebrauch auch so denken?

    Versteh mich nicht falsch... ich kann verstehen, dass man, vor allem bei so einem Anschaffungspreis, schon erwartet, dass sich das Teil nicht so aufbläht, dass es aus den Nähten platzt. Dennoch ist der Akku nicht von Microsoft produziert worden. Aber, dennoch haben die natürlich die Verantwortung für die Komponenten in ihren Geräten.
    Ganz ehrlich? Ich finde die Teile hoffnungslos überteuert, vor allem für die Qualität, die sie bieten. Microsoft versucht halt den Apple-Weg zu bestreiten. Gut, ich mache ihnen da keinen Vorwurf, sowas zieht halt heutzutage, weil viele nur noch Premium kaufen möchten. Aber, dann sollten sie sich solche Dinger nicht leisten, keine Frage.
    Es wundert mich allerdings. Diese aufgeblähten Akkus kenne ich noch aus der Zeit, in denen in unseren Handy noch Ni-Mh Akkus drin waren. Bei modernen Li-Ionen oder Polymer Akkus kenne ich sowas eigentlich nicht.
    genauso ist es bei mir leider auch. Zum Anfang hatte ich gelbe Flecken am linken und rechten Bildschirmrand und der ganze Bildschirm war gebogen. Inzwischen hat sich rechts der Bildschirm gelöst und man hat einen freien Blick ins innere. Funktionieren tut zum Glück noch alles. Der support stellt sich leider noch quer und will ne Menge Geld für ein Ersatzgerät. Ich bleibe aber dran.
    @Gajus-Julius: verschluesselt wird nicht? Kein Schluessel, keine Daten... . Das man fuer ein paar Baenker andere Smartphones baut? Wohl eher nicht.
    Schon sehr sinnvoll diese Vorschriften - gibt ja keine andere Probleme im Bankensektor...
    Die ersten Einträge sind von Anfang 2018, gut 2 Jahre nach Release. Ob das Zufall ist? ;)
    Gerade bei Preisen von bis zu 3000 Euro ein absolutes No-Go.
    Nichtsdestotrotz ist ein aufgeblähter Akku ein enormes Sicherheitsrisiko und sollte sofort ausgetauscht und fachgerecht entsorgt werden.
    Ich habe mal mit jemandem in der Verwandtschaft geredet, der sich ziemlich gut mit Akkus auskennt. Seiner Meinung nach ist bei solchen aufgeblähten Akkus das Problem die Ladeelektronik. Sprich, die Akkus werden zu hoch aufgeladen, und der Elektrolyt wird zersetzt, und durch das entstehende Gas blähen sich die Akkus auf. Leider unterscheiden sich da die Akkus relativ stark in diesem Verhalten.
    D.h. im Umkehrschluss natürlich auch, dass das nur bei Geräten auftritt, deren Akkus ein solches Verhalten an den Tag legen. Sprich: Das ist nicht der Normalfall, sondern betrifft, wenn dann, eher wenige Geräte. Ist natürlich für diejenigen, bei denen es auftritt, kein Trost, aber, man sollte das schon sachlich betrachten.
    Interessant...
    Wir haben bei uns auf Arbeit das Thema aktuell bei einigen Dell Laptops, die so zwischen 1-2 Jahre alt sind. Hier kam dann auch irgendwann die Aussage, dass Akkus ja nicht so lange Garantie haben, man bei den aufgeblähten Varianten aber ggf. eine Ausnahme macht.
    Mittlerweile haben wir sogar gaaanz offiziell aus Sicherheitsgründen ne Box mit einem Spezialgranulat, damit hier die Bude nicht abbrennt, sollte eins der Dinger in Flammen aufgehen.
    Stellt sich damit nur die Frage liegt´s an schlechter Qualität, zu hoher Energiedichte auf engstem Raum, sind die bei Laden zu heiß geworden oder oder oder oder..
    OK, ich habe ein Surface Book 2, das gerade mal ein Jahr alt ist und mein Display sieht genauso aus, wie auf dem Bild im Artikel.
    PixelSpielkind

    Stellt sich damit nur die Frage liegt´s an schlechter Qualität, zu hoher Energiedichte auf engstem Raum, sind die bei Laden zu heiß geworden oder oder oder oder..

    Das Problem betrifft auf jeden Fall "nur" das Laden über 100%. Aber, ich hatte ja bereits oben geschrieben, dass das nur Geräte mit Akkus betrifft, deren Ladeelektronik nicht hunderprozentig in Ordnung ist.
    Nach Aussage vom Microsoft Support gibt Microsoft auf dieses Problem zusätzlich 1 Jahr Garantie. Da bin ich allerdings auch schon drüber.
    @chakko: ist dies ausschlieslich von der Ladeelektronik (Endspannung) abhaengig? Oder spielt der Akkuchip - sprich das "tracking" das Ladekapazitaet auch eine Rolle (oder dieses eben nur was die Restlaufzeit angeht)?
    Kann die Ladeelektronik durch Hitze "verwirrt" werden? Und ist die wahrscheinlichkeit das aufblaehens geringer wenn der Akku ab- und zu durch entladen bis selbstausschaltung "rekalibriert" wird?
    Vielleicht kannst Du da mal nachfragen - ich hatte nach einem Semester Elektrotechnik gemerkt das man da besser Mathe koennen sollte ;-)
    -
    @NucleusZ: Frage - hauptsaechlich am Netzteil betrieben oder hauptsaechlich Mobil und dann geladen?
    @Miine: Kann ich dir leider so nicht beantworten. Der Verwandte kennt sich zwar recht gut mit Akkus aus, aber, zur Ladeelektronik selber kann er wahrscheinlich nicht viel sagen, das geschieht ja alles durch Mikroprozessoren.
    Hoffentlich bereue ich den Kauf des SB2 15" nicht ... ich bekomme solche Geräte nämlich nicht kostenlos.
    Wenn die Akkus wechselbar wären...
    In der Preisklasse sind solche Mängel nicht akzeptabel. Hier wird es wirklich gefährlich.
    Wenn ein Akkumulator sich nach außen hin aufbläht, dann kontrahiert er entsprechend seiner permittiven Eigenschaft von innen heraus. Das bedeutet, dass er unter hohem Druck steht und dafür ist sinngemäß die Temperatur der erste Indikator. Die Überhitzung des Akkus spricht den Konsumenten von seiner Mitschuld nicht frei: Für eine angemessene Luftzufuhr und für eine ausgewogene Belastung ist einzig er in der Verantwortung.
    Sorry, aber solche Mängel sind generell nicht tolerierbar, egal in welcher Preisklasse. Die Gefahr, dass so ein Akku einen Wohnungsbrand auslöst ist gar nicht so gering.
    ... also ich habe inzwischen ca 6 DELL Notebooks 5550 5400 Latitude die einen aufgebähten Akku haben, der auch das Gehäuse sprengt. 1 NB war noch in Garantie, die anderen nicht. Bei Dell ist das Problem bekannt und die Hotline hat mir gesagt, dass die Akkus nicht explodieren ... das einzige ist das die den Notebook "sprengen", wie beim SB.
    Meine SBs sind noch alle ok ...
    Ja, dass Akkus "explodieren" ist völliger Unsinn. Dass die wegen fehlerhafter Ladeelektronik Feuer fangen können nicht. Aber, auch das passiert äußerst selten. Insofern solltest du dir besser gar kein Batterie-betriebenes Gerät anschaffen, wenn du davor Angst hast. Wenn ich's mir recht überlege, am besten gar kein Elektrogerät, denn die können alle anfangen zu brennen.
    Das ist übrigens auch das große Problem mit dem Elektroautos, dass die abfackeln können. Stell dir mal vor, die würden explodieren, bei der Energie, die in den Akkus ist. Na das gäbe einen schönen Feuerball. ;)
    Ob jetzt Explosion oder "nur" Feuer fangen, man sollte in jedem Fall aufgeblähte Akkus nicht mehr nutzen, das Risiko steigt erheblich an. Also zumindest in dem Video sieht es nicht nur nach Feuer fangen aus, da fliegen doch schon die Fetzen ... wenn das Sicherheitsventil im Akku einwandfrei funktioniert, kann der Überdruck im Akku ausgeglichen werden, aber ein aufgeblähter Akku ist zumindest ein Anzeichen dafür, dass der Überdruck eben nicht entweichen konnte.
    Spätestens wenn die Hülle dem Druck nicht mehr standhält, scheppert es, mal mehr, mal weniger... die Gase sind nicht unbedingt der Gesundheit zuträglich und das anschließende "Feuerchen" macht die Sache nicht besser. Da wir überall von Akkugeräten umgeben sind, sollte man zumindest das Problem im Hinterkopf behalten.
    Häufig sind ja leider auch minderwertige Billigakkus in den Geräten verbaut, aber selbst Markenakkus können defekt sein, ein paar Verunreinigungen bei der Produktion, ein defekter Separator, oder eben Defekte im gesamten Bereich der Ladeelektronik, wobei viele besonders preisgünstige Ladegeräte aus Fernost über praktisch keinerlei Sicherheit verfügen und man sich schon fragen muss, wie da ein CE-Zeichen drauf kommen konnte...
    Und die immer mehr um sich greifende Unart, Geräte mit fest verbauten Akkus auf den Markt zu bringen macht die Situation nicht besser...
    @1960Tommy: Muss meine Aussagen etwas revidieren. Hab mir einiges im Netz duchgelesen, und, den Prozess, der durch die Überladung der einzelnen Zellen geschieht kann man sicherlich "explodieren" nennen. Allerdings mit einer wichtigen Einschränkung: Es explodieren nicht alle Zellen gleichzeitig. D.h., auch der Akku explodiert nicht in einem Feuerball, oder wie auch immer man sich das vorstellen sollte. Einzelne Zellen explodieren, und dadurch fängt natürlich auch der Akku an sich an zu brennen.
    Hatte ja oben das Beispiel mit dem Elektroauto genannt. Wenn da der ganze Akku, sprich alle Zellen in dem Akku gleichzeitig hochgehen würden, dann gute Nacht lieber Autofahrer. Ist so schon schlimm genug, dass da Brände entstehen können, die man beim Verbrennungsauto mittlerweile fast ausschließen kann.
    Also ich muss gestehen, ich mache mir da eher weniger Gedanken. Meine Laptops sitzen zumeist in der Dockingstation und die hängt am Netz, das Handy hängt auch schon mal über Nacht am Ladegerät. Nur wenn ich unsere diversen 18650er Akkus auflade, dann immer nur unter Aufsicht, weil ich den originalen Ladegeräten, die im Lieferumfang der mit den Akkus betriebenen Geräten waren, nicht so wirklich traue, erstens habe ich schon ein paar 18650er Akkus ausrangiert, wenn über die Sicherheitsventile Elektrolyt ausgetreten war (Überhitzung beim Laden, für mich heißt das EOL) und zweitens hat sich auch schon mal so ein Ladegerät mit Rauchzeichen verabschiedet (da sitzt wirklich nur wenig Elektronik drin)...
Nach oben