Surface Go 2 zeigt im iFixit-Teardown viele Detailverbesserungen bei der Reparierbarkeit

Surface Go 2 zeigt im iFixit-Teardown viele Detailverbesserungen bei der Reparierbarkeit

Viel besser, aber immer noch schlecht – so könnte man ein wenig süffisant zusammenfassen, wie iFixit die Reparierbarkeit des neuen Surface Go 2 beschreibt. Das neue Microsoft-Tablet erhält drei von zehn Punkten, ist also weiterhin nicht wirklich wartungsfreundlich. Dennoch hat iFixit viele positive Detailverbesserungen entdeckt, die auch deshalb überraschend sind, weil das Surface Go 2 auf den ersten Blick identisch mit seinem Vorgänger ist.

Es ist beispielsweise sehr viel einfacher geworden, das Display zu lösen, weil Microsoft nicht mehr Unmengen von Klebstoff, sondern stattdessen ein Klebeband verwendet. Nach wie vor ist es allerdings eine heikle Angelegenheit, die mit dem Risiko verbunden ist, das Display zu beschädigen.

Im Inneren setzt Microsoft weiterhin zahlreiche schwarze Metallabdeckungen zum Schutz der einzelnen Komponenten ein, die man beim Herauslösen zwangsläufig verbiegt und daher nicht wiederverwenden kann. Beim Surface Go 2 sind diese aber zumindest teilweise verschraubt, sodass man sie problemlos entfernen und wieder einsetzen kann.

Die Spannungszufuhr vom Akku zum Motherboard zu unterbrechen, ist nun ebenfalls durch das Lösen von zwei Schrauben möglich. Auch der integrierte microSD-Reader ist verschraubt und wechselbar.

RAM und SSD aber sind weiterhin fest verlötet, weshalb iFixit es auch ausdrücklich bedauert, dass man das Konzept der wechselbaren SSD nicht vom Surface Pro X übernommen hat.

Den Akku zu entfernen, versucht iFixit beim Zerlegen des Surface Go 2 gar nicht erst. „Wir wissen, wie das endet, es ist den Kampf nicht wert“ heißt es im Video im Hinblick auf die Tatsache, dass der Akku vollflächig verklebt ist.

Unter dem Strich ist es ein Video für technisch Neugierige, verbunden mit der Erkenntnis, dass eine „Do it yourself“-Reparatur beim Surface Go 2 nur etwas für Leute ist, die gleichermaßen mutig wie handwerklich begabt sind. Positiv mitnehmen kann man in jedem Fall, dass Microsoft beständig daran arbeitet, die Wartungsfreundlichkeit der Surface-Geräte zu verbessern.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare

  1. Eine bessere Reparierbarkeit sollte ja auch ein Interesse von Microsoft sein.
    Je leichter ich defekte Rückläufer reparieren kann, desto besser für MS. Oder sehe ich das falsch?
    Da bislang der Aufschrei der Kunden diesbezüglich ausgeblieben ist, ist es in der Tat ein gewaltiger Fortschritt. Aber insgesamt immer noch sehr bedauerlich - wie der Artikel schon sagt.
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