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Surface Go: Firmware-Update macht Modell mit eMMC-Speicher unbrauchbar

Surface Go: Firmware-Update macht Modell mit eMMC-Speicher unbrauchbar

Im Februar sorgte ein Firmware-Update für das Surface Book 3 dafür, dass zahlreiche Geräte gebricked wurden und nicht mehr funktionierten. Nun ereilt Besitzer der ersten Generation des Surface Go das gleiche Schicksal. Die Symptomatik ist ähnlich, allerdings möglicherweise nicht ganz so fatal.

Betroffen ist nach bisherigen Erkenntnissen die Variante des Surface Go mit dem 64 GB großen eMMC-Speichermodul, also das Einstiegsmodell. Nach dem Update, dessen Rollout am 4. Mai begann, erscheint auf den betroffenen Geräten beim Systemstart die Fehlermeldung „No Bootable Device“. In einem Thread im Microsoft Answers Forum haben sich inzwischen über 250 Betroffene versammelt, deren Surface Go nun nicht mehr funktionsfähig ist.

Alle Versuche der Selbsthilfe schlugen fehl. Ein Betroffener beschreibt, wie er das Surface Go mit einem Recovery Medium starten konnte, seine Daten via Kommandozeile sicherte und den eMMC-Speicher formatierte, nur um nach der Neuinstallation wieder mit der Meldung „No Bootable Device“ konfrontiert zu werden.

Im Unterschied zum Surface Book 3, wo die Betroffenen mit ihren defekten Geräten bis heute im Stich gelassen werden und Microsoft nie einen Fehler in der Firmware eingestanden hat, obwohl diese zurückgezogen und neu veröffentlicht wurde, gibt es im Fall des Surface Go wohl ein wenig Hoffnung. Auf Seite 8 des oben verlinkten Themas schreibt jemand, vom Support die Information erhalten zu haben, dass man das Problem untersuche und an einer Lösung arbeite.

Unklar ist, warum Microsoft die Verteilung des Updates nicht gestoppt hat. Spannend dürfte auch sein, wie besagte Lösung aussehen soll, ein nicht startfähiges Gerät kann schließlich keine fehlerbereinigte Firmware laden. Viele Betroffene werden womöglich davon ausgehen, dass ihr Gerät kaputt gegangen ist und das Surface Go entweder entsorgen oder den kostenpflichtigen Reparaturdienst in Anspruch nehmen und Microsoft als Dankeschön für die fehlerhafte Firmware 244 Euro überweisen, denn die Garantie ist längst abgelaufen.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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