Surface Neo und Duo: Microsofts bisher riskanteste Hardware-Wette

Surface Neo und Duo: Microsofts bisher riskanteste Hardware-Wette

Mit der Vorstellung der beiden Surface-Geräte Neo und Duo hat Microsoft in der letzten Woche überrascht und damit nicht nur die Fans entzückt. Auch die neutrale Presse abseits der typischen Microsoft-Blogs zeigte sich durchaus beeindruckt. Mir selbst ging es wie vielen Microsoft-Fans, es stellte sich dieses „will ich sofort haben“-Gefühl ein. Diese besondere Form der Begeisterung, die erstmal keine weiteren Fragen stellen will.

Mir war daher sofort klar: Wenn ich diese Geräte analysieren möchte, dann muss ich mir dafür ein paar Tage Zeit geben und sozusagen erst wieder „nüchtern“ werden. Ich denke, jetzt kann ich mich trauen.

Ich halte das Surface Neo und Duo für die bisher riskantesten Hardware-Wetten von Microsoft (die Smartphones klammern wir dabei aus, dieses Geschäft hat nie wirklich zu Microsoft gehört, es wurde nach der Übernahme ja nur noch abgewickelt). Da „riskant“ einen leicht negativen Touch hat, können wir uns auch gerne auf den Begriff „mutig“ einigen.

Warum ich so denke, will ich gerne erklären. Selbstverständlich waren das Surface Pro, das Surface Book und auch das Surface Studio neue Formfaktoren, es waren letztlich aber „nur“ Interpretationen bereits existierender Geräteklassen. Vor allen Dingen aber adressierten sie real existierende Bedürfnisse: Die Nachfrage nach flexibleren 2in1-Geräten war zweifellos bereits vorhanden, als Microsoft das erste Surface vorgestellt hat. Das soll die erbrachte Leistung nicht schmälern: Die gesamte Geräteklasse zu prägen und selbst Apple zu inspirieren, dieses Konzept zu übernehmen, muss man ja dennoch erstmal schaffen.

Mit dem Surface Duo und Neo geht Microsoft nun „all in“, was Dual Display Geräte angeht. Mich muss man von dem Potenzial, welches hierin steckt, nicht überzeugen, eine ganz wichtige Zielgruppe allerdings schon: Die Entwickler. Tatsächlich steht Microsoft auch mit dem Surface Duo, obwohl es mit Android läuft und den Play Store an Bord hat, vor einem altbekannten Problem: Die Apps müssen kommen.

Google ist beim Duo zwar so etwas wie der Senior-Partner, da Microsoft nach eigener Aussage einen Standard-OEM-Kontrakt für Android unterschrieben hat. Gleichzeitig ist Google aber auch ein Leidensgenosse, denn trotz vieler Jahre Marktführerschaft mit Android ist es Google bislang nicht gelungen seine Entwickler zu motivieren, ihre Apps vernünftig auf Tablets anzupassen. Die meisten Android-Apps sind auf Tablets einfach nur aufgeblasen und bieten nicht den Mehrwert, den sie bieten könnten.

Da Dual Display nicht nur für Microsoft, sondern unabhängig davon auch für Google ein großes Thema ist, sind beide Unternehmen auf einer gemeinsamen Mission, die Entwickler für diese Idee zu begeistern. Microsoft geht mit dem Surface Neo ins doppelte Risiko, genau aus diesem Grund bin ich mir aber sicher, dass die beiden Geräte ein neues Kapitel der plattformübergreifenden Entwicklung aufschlagen werden. Es ist ganz sicher kein Zufall, dass beide Geräte bei der Präsentation das gleiche Hintergrundbild zeigten. Dass hier zwei verschiedene Betriebssysteme zum Einsatz kommen, soll auf den ersten Blick überhaupt nicht auffallen.

Ich halte es für völlig ausgeschlossen, dass man die Entwickler davon überzeugen kann, die gleiche Arbeit zweimal zu machen. Die Entwicklerstory kann und darf daher nur so aussehen: Wer Apps für das Duo schreibt, schreibt sie auch fürs Neo – und umgekehrt. Wie das realisiert wird, bleibt abzuwarten. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Microsoft seiner Universal Windows Platform eine weitere Technologie hinzufügt und somit anschließend die Idee von „plattformunabhängigen UWPs“ vermarkten kann.

Wie auch immer: Nur weil die Geräte sexy aussehen und zwei hochwertige Displays haben, verkaufen sie sich noch nicht automatisch. Was benötigt wird, sind Apps, die das Potenzial dieser neuen Kategorie ausschöpfen und uns pfiffige Lösungen servieren, die dazu führen, dass wir eben nicht nur die Hardware, sondern auch die Software unbedingt haben wollen.

Die Entwickler dafür an Bord zu bekommen, wird eine anstrengende Aufgabe. Microsoft ist darüber hinaus noch in einem weiteren Punkt gefordert: Sie müssen es endlich schaffen, voran zu gehen. Microsofts Apps für Surface Neo und Duo müssen echte Referenzwerke werden, die zum Nacheifern animieren. Die jüngere Geschichte macht es schwer, in diesem Punkt optimistisch zu sein, denn Microsofts erste UWP-Apps wirkten, als fingen sie selbst gerade erst an, ein bisschen mit der Plattform herumzuspielen. Das darf sich nicht wiederholen: Wenn die Hardware serienreif ist, müssen es auch die Apps sein.

Abgesehen von den Apps ist noch eine weitere Frage extrem spannend: Wo platzieren sich diese Geräte? Das Surface Neo stellt laut Microsoft eine völlig neue Kategorie dar, da mag man ihnen nicht widersprechen. Am ehesten ähnelt es einem Laptop, weshalb  ich mir zwei Fragen stelle:

  • Wer kauft das Surface Neo als Ersatz für sein Laptop?
  • Wer kauft das Surface Neo zusätzlich zu einem Laptop?

Diese konkrete Fragestellung ist vermutlich zu schwarz/weiß gedacht, denn jede neue Gerätekategorie, die sich letztlich erfolgreich etabliert hat, sah sich der Frage „wer braucht sowas“ ausgesetzt. Ich benutze diese provokativen Fragen daher eher dazu, meine eigenen und auch eure Gedanken anzuregen. Ich bin oft unterwegs und empfinde es manchmal als lästig, das Laptop mitschleifen zu müssen. Aber ich muss das tun, weil es unterwegs oft Arbeit gibt, die ich nicht am kleinen Smartphone erledigen kann und will. Bei solchen Gelegenheiten habe ich heute oft das Surface Go dabei und könnte mir künftig das Surface Neo an seiner Stelle vorstellen. Ich bin also Teil der Antwort auf die zweite Frage, ich kann mir gut vorstellen, ein Surface Neo zusätzlich zu einem Laptop zu besitzen (Die Frage, inwieweit das in finanzieller Hinsicht sinnvoll ist, klären wir dann an einem anderen Tag).

Beim Surface Duo liegt der Fall ganz ähnlich. Microsoft möchte nicht, dass wir es Smartphone nennen, weil es für sie in erster Linie ein Produktivitäts-Gerät ist. Die beiden Fragen von oben können wir also im übertragenen Sinne wiederholen:

  • Wer kauft das Surface Duo als Ersatz für sein Smartphone?
  • Wer kauft das Surface Duo zusätzlich zu einem Smartphone?

Es ist riskant, von der eigenen Meinung auf die Allgemeinheit zu schließen, auf die zweite Frage möchte ich aber trotzdem antworten: Niemand. Außer, er ist ein Fan und kauft sich das Gerät, weil er es einfach haben möchte. Das wird dann wohl wieder die Kategorie für mich sein…

Aber im Ernst, auch wenn sich das Surface Duo nicht für ein Smartphone hält, es wird sich mit genau dieser Geräteklasse messen müssen. Eine gute Kamera gehört dann zur Pflichtausstattung, und Panos Panay macht uns in einem Interview mit Wired keine allzu große Hoffnung, dass eine solche noch eingebaut wird (ich will weiterhin fest daran glauben, dass es ein Bluff ist).

Nun kann man sagen, eine gute Kamera ist was für Consumer. Das ist korrekt. Ebenso korrekt dürfte die Annahme sein, dass es Microsoft vollkommen egal ist, ob sich Consumer das Surface Duo kaufen oder nicht, obwohl es natürlich auch ein fantastisches Handheld für Project xCloud ist. Wenn wir aber nun mal davon ausgehen, dass Microsoft nicht der einzige Hersteller eines Android-Smartphones mit zwei Bildschirmen bleiben wird und andere wie z.B. Samsung eine erstklassige Kamera mitliefern – wofür wird sich dann der Business-Kunde entscheiden, der das Gerät natürlich auch in der Freizeit bei sich trägt?

Ich hoffe, dieser Beitrag kommt nun nicht zu kritisch oder gar negativ rüber. Vielleicht versuche ich tatsächlich, mich vor meiner eigenen Euphorie zu schützen, die nach wie vor vorhanden ist. Könnte man die beiden Geräte heute schon vorbestellen, ich würde vermutlich keine Sekunde zögern. Ich versuche aber dennoch, die Herausforderungen zu sehen und zu benennen, vor denen Microsoft mit dieser großen Dual-Display-Wette steht.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Ich habe mir als unterwegsersatz zum Laptop ein Tablet gekauft. (Der Laptop steht meist zu Hause am Dock). Und wenn ich die Leistung des Laptops unterwegs brauche und Internet habe, dann arbeite ich per Remote Desktop / TeamViewer. Das Konzept hat sich für mich sehr bewährt. Mein Tablet würde ich dabei schon gegen das Neo eintauschen. Aber mein Smartphone (noch) nicht. Das wäre dann aber der nächste Schritt. Kann aber nur in Kombination mit der Cloud wirklich funktionieren.
    Ich bin überzeugt, dass das Neo auch Win32 Anwendungen darstellen können wird. Hinzu glaube ich auch an eine neue Technologie für UWP, mit der man zugleich auch Android Apps entwickeln können wird. Man darf auch nicht vergessen, dass MS sich ChromeOS entgegen stellen muss, insbesondere im Bildungsbereich. Dort ist das Neo, für Kinder und Jugendliche, optimal geeignet.
    Bis MS das Surface Duo auf dem Markt hat, wage ich die Prognose, gibt es bereits drei bis vier Geräte dieser Bauform auf dem Markt.
    Alle mit Android. (Xiaomi wird dieser Hype nach der Keynote sicher nicht entgangen sein...)
    Diese werden auch (sehr gute) Kameras haben.
    Ich sehe 2020 kaum Potential zur Alleinstellung für Microsoft in diesem Segment.
    Und erst muss MS liefern. Vollmundige Ankündigen und dann klammheimliche Abkündigungen gab es zuletzt genug.
    Spannend ist es absolut und ich würde es sofort kaufen.
    Ein wirklich guter Beitrag mit mehr als berechtigten Fragen! Ich selbst schwebe immer noch auf der Wolke 7 von Microsoft, weswegen mir ein nüchterner Blick noch immer schwer fällt.
    Beim Surface Neo muss Microsoft es schaffen, auch alle gängigen Apps zu Social Media und Streaming anbieten zu können. Wenn sie mich im "Flow" behalten wollen, dann gehört es meiner Meinung nach auch dazu von der Arbeitswelt ins Private überzugehen und zurück. Da wird es noch einige Baustellen geben.
    Beim Surface Duo hoffe ich, dass die Kamera ausreichend gut ist, damit Schnappschüsse damit möglich sind. Es ist ja auch die erste Generation und da ist es ja mehr oder minder normal, dass nich nicht alles passt. Für mich ist da der Mehrwert in den anderen Bereichen wesentlich entscheidender. Ich habe durch den zweiten Bildschirm einfach mehr Möglichkeiten und bin dadurch flexibler. Und wenn ich den Bildschirm nicht benötige, klapp ich ihn einfach rum.
    Als ehemaliger "Fan" brauche ich mich mit den Fragen noch nichtmal zu beschäftigen. Zu hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass nichts kommt. Wäre nichts neues von MS, gerade bei diesen "neuen Formfaktoren".
    Ich halte solche klapp Geräte für reine Nischenprodukte mit dehnen sich wohl kaum Geld verdienen lässt. Mag einige wenige geben dehnen die Geräte einen Mehrnutzen bieten, ich halte die für völlig überflüssig. Ein Smartphone z.B. via USB Kabel an jedes beliebige System anzustecken und dann am Monitor produktiv auf dem Smartphone zu schaffen das hat echten Mehrwert. Wird aber wohl auch nee Nische bleiben.
    Das Surface Neo kann ich mir bestens an Universitäten vorstellen. Schon lange verwenden viele Studenten ein Surface. Das Neo wird es noch wesentlich einfacher machen getippte Notizen mit handschriftlichen Skizzen o.ä. zu kombinieren. Insbesondere OneNote könnte hier mit einer speziellen Anpassung an den Formfaktor super funktionieren.
    Ich bin noch nicht darüber hinweg dass ich auch in Zukunft Android verwenden muss deshalb sage ich zu dem anderen Gerät an dieser Stelle nichts.
    Hier gibt es übrigens eine Petition um Windows 10X auf das Surface Duo zu bringen. Ich habe natürlich schon unterschrieben. ?
    https://www.change.org/p/panos-panay-satya-nadella-panos-satya-give-us-a-microsoft-surface-duo-running-windows-10x
    Ich verstehe den Sinn beider Geräte nicht und sehr für mich überhaupt kei en Nutzen darin.
    (Habe gerade heute auch mein Lumia 950 mal wieder kurz genutzt - warum nur musste Windows 10 Mobile sterben...)
    Auf die Zielgruppe, die am Ende zugreift / so eine Hardware langfristig nutzen wird, bin ich durchaus gespannt. Ein wirklich sinnvoller Einsatzzweck abseits irgendwelcher Nischen sehe ich da auch nicht. Aber zumindest scheinen sich einige MS-Fans über neue HW zu freuen. Ist ja immerhin ein netter Anfang.
    Das Duo wird es schwer haben wenn es kein Smartphone ersetzen kann. Diesen Klopper will dann ja auch keiner in der Hosentasche haben.
    Das Neo ist aktuell mein Favorit und wird voraussichtlich mein 10" Huawei Tablet ablösen. Hier besteht für mich erstmal der Vorteil das ich dann auch den Pen nutzen kann, den das fehlt mir gelegentlich auf dem kleinen Tablet. Der Mehrwert könnte darin bestehen das man doch zunehmend häufiger 2 Bildschirme braucht, da sich nun doch das Papierlosebüro durchzusetzen scheint und ich es hasse mit Android zwischen 2 Apps zu wechseln.
    Für die breite Masse wird es jedoch keinen Mehrwert bieten.
    Es wäre mal interessant zu erfahren, wieviel Geld Microsoft für die Marktforschung zu den beiden Geräten ausgegeben hat.
    So etwas entsteht nicht ohne eine ganz breit angelegte Studie zu Wünschen und Bedürfnissen der Kunden.
    Und ich bin sicher, daß das weltweit erforscht wurde ...
    @PeteM92:
    Ich kenne eine ganze Menge Firmen, die horrendes Geld in Marktforschungen für neue Produkte oder Dienstleistungen investierten, dann aber wurde doch nach dem Bauchgefühl eines Hauptabteilungsdirektors oder eines Vorstandsmitgliedes entschieden. Merke: Marktforschungen dienen nur zum Arbeitsplatzschutz eines Managers. Wird ihm die Entscheidung entzogen, ist das Forschungsergebnis nicht das Papier wert, auf dem es gedruckt ist.
    Schau Dir mal externe feasibility studies von Microsoft zur Übernahme von Nokia an und vergleiche dann, wie man sich schlussendlich bei MSFT entschieden hat. Ergebnis: Mehr als 8 MRD. USD vernichtet.
    @Alle
    Der perfekte Ersatz für einen Laptop waren die Netbooks. Habe hier noch ein Samsung NC10 rumliegen, auf dem tatsächlich W10x86 installiert ist. Öffnet man nur eine Anwendung, geht alles trotz der 1-Kern Atömchen CPU flott von statten. Solche Teile mit heutigen CPUs ausgerüstet, das wäre mal was. Passt in jede Damen-Handtasche und in jede Aktentasche und wiegt keine 600 Gramm.
    Das vorgestellte DUO hat den Nachteil, auf Android zu basieren und damit von die Sicherheitsproblematiken dieses Systems abhängig zu sein. Wie lange wird es Sicherheitsupdates geben und vor allem was wird das Teil kosten. bei täglichem Gebrauch wird das Akku nach 3 Jahren rasant schwächer. Un nun mal den Kaufpreis durch 36 Monate teilen und dann entscheiden, ob es sich lohnt.
    G.-J.
    Abgesehen davon, dass es mir mittlerweile egal geworden ist, was Microsoft so bastelt, finde ich die Annäherung an Alphabet fatal, Nadellas Aussagen diesbezüglich kommen ja fast einer Kapitulation gleich. Ich hoffe, dass sich dem immer mehr entgegen stellen. Mikrobet oder Alphasoft - nein Danke. Es ist wichtig, das der Kunde aus mehr als 1,5 Möglichkeiten auswählen kann.
    Ansonsten diktieren die uns nämlich ihre Vorstellungen von Internet und Co. und wir haben chinesische Verhältnisse. Diese Entwicklungen, ausgelöst durch Nadallas Entscheidungen, bereiten mir große Sorge.
    Guter Beitrag dem ich in weiten Teilen zustimmen kann.
    Allerdings stimmt in meinen Augen diese Aussage überhaupt nicht:
    "Nun kann man sagen, eine gute Kamera ist was für Consumer. Das ist korrekt. "
    Ich kenne inzwischen einige Bereiche in denen eine gute Kamera auch im Business Sektor immer wichtiger wird und deshalb rückt diese dort auch immer mehr in den Vordergrund.
    Der Formfactor wird kommen. Und damit auch die Apps dafür. Es bereiten einfach zu viele andere Hersteller entsprechende Geräte für einen Marktstart vor.
    Spannend für mich ist die Frage nach dem Alleinstellungsmerkmal von Microsoft.
    Oder wollen Sie am Ende gar keines?
    Wollen Sie "nur" die Softwareseite pushen. Im ureigensten Interesse? Die bisherigen surface Geräte sollten ja auch gezielt den OEMs in den Hintern treten und ihnen zeigen wie es besser könnte.
    @Droda: Die Wirklichkeit heute ist doch schon weiter, als Deine Befürchtungen. Als Otto-Normalkunde hast Du nur noch die Wahl, an wen Du Deine persönlichen Daten verkaufst. Derzeit gibt es da weniger als eine Handvoll Player, die um Deine Daten buhlen. Und am Ende des Tages werden dann alle Player ihre externen Daten austauschen und ergänzen. Den Marketingabteilungen wird schon die richtige Argumentationskette dazu einfallen.
    G.-J.
    "Chinesische Verhältnisse"
    Den Ausdruck finde ich jetzt etwas übertrieben.
    Natürlich ist es immer gut verschiedene Möglichkeiten zu haben. Allerdings möchten das die Smartphone Nutzer nicht.
    Microsoft Referenz-Apps? Meine Rede!
    Hoffentlich kann man Microsofts "Begeisterung" in Sachen UWP so interpretieren das man die letzten Jahre an einen Nachfolger "gebastelt" hat. Ohoh - meine Wortwahl...
    Das Problem dabei ist aber auf einer ganz anderen Seite: XML/UWP funktioniert bereits wunderbar fuer Tablets. Die benoetigten Anpassungen fuer Neo/Duo sind vergleichsweise trivial zu dem was wirklich fehlt - das die Informations- und Funktionsdichte in Richtung Desktop skalieren kann!
    Solange Desktop-Apps und Programme Brot&Butter fuer die ueberwiegende Mehrheit der Entwickler darstellen und Microsoft da eine "portierung" nach UWP vom GUI bereits unmoeglich macht - die Vergangenheit hat gezeigt was dann passiert...
    Davon abgesehen: ich bin insbesondere vom Neo 110%ig ueberzeugt. Was den Surfaces allgemein fehlt ist die "Killer-App" jenseits von OneNote. Evtl. kommt die ja fuer Neo/Duo, von wem auch immer...
    Es gibt zwei Smartphone Betriebssysteme, Android und iOS. Es gibt drei Betriebssysteme für Computer, Windows, Mac und Linux. Es gibt gefühlte tausend Versuche seit dem ersten PC,, den User vom PC weg zu locken. Ein paar funktionieren auch einigermaßen, Laptop, Tablet, Smartphone. Aber für mich und viele andere User ist nun mal der PC das Gerät, mit dem man im Grunde dann alles vernünftig machen kann, auch telefonieren.
    Ich gebe dem Surface Neo eine Überlebenszeit von maximal 12 Monaten, dann ist es wieder "tot", das Surface Duo wird es nicht einmal bis dahin schaffen, wenn es überhaupt auf den Markt kommt.
    Grund: Man hat mit einem doppelten Bildschirm im Grunde die Entwicklung und den Kaufpreis von zwei Smartphones. Bringt man nun die Kameras noch mit rein, die den Standard von heute erfüllen, zwei Monitore mit heutigem Standard, Standartprozessoren und einen endsprechenden Akku, der einen ganzen Tag schafft, ist damit das Duo schon tot, bevor man das erste Gerät an den Mann bringt, weil es nur ein weiteres Standardgerät auf dem Markt ist. Microsoft müsste somit ein Duo entwickeln, das deutlich von einem Smartphone abweicht und die heutigen in den Schatten stellt. Huawei mit seinen drei Kameras in einem Gerät und einer Auflösung von 40 MP muss dagegen alt aussehen. die Auflösung beider Monitore sollten schon mal je 4K mindestens haben. Die Prozessoren, mindestens 4 Kern, müssen auffallend schnell sein und das ganze muss ein Akku schaffen, der nach 30 Stunden nicht aufgibt. Somit wären wir bei einem Kaufpreis jenseits der 2.400,- Euro für ein, seien wir ehrlich, Smartphone. Sicher wird es Kunden geben, die das trotzdem haben wollen. Ich schätze, weltweit ca. 1000.
    Als ich hier bei Dr. Windows das erste mal von Microsofts Patent für einen klappbaren Monitor gelesen hab, war ich begeistert und fasziniert. Jedoch hab ich mich, und das Internet, schon am nächsten Tag nach dem wirklichen nutzbaren und alltagstauglichen Nutzwert gefragt. Bis heute habe ich keine realistische und brauchbare Antwort bekommen. Und nur, damit ich zwei geöffnete Apps gleichzeitig sehen kann, wäre das Preis-Leistungsverhältnis jenseits von Gut und Böse.
    Bemerkung zu Surface Duo:
    Wenn du deinen Feind nicht besiegen kannst, dann mach ihn zu deinem Freund!
    Ich wüsste nicht wieso die Displays vom Duo oder Neo 4K haben sollten.
    Natürlich sollte MS die eigenen Apps perfekt hinbekommen und davon geh ich aus das sie das in der Zeit schaffen
    Was Thomas62 sagt!
    Es fehlt ein echtes Problem, das ein Duo lösen würde. Mir fällt auch kein Szenario ein, bei dem das Duo der herbeigesehnte Heilsbringer wäre. Somit: Unnötig herausgeworfenes Geld.
    Und da es sich auch noch um Microsoft handelt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich wieder (wie bei der letzten Generation WindowsPhones) am Ende um verbranntes Geld handelt.
    @Blacker: das Problem was Duo und Neo loesen ist die verfuegbare Displayflaeche im Vergleich zur (eingeklappten) Geraetegroesse.
    Mehr ist das "mehr" - selbst Apple hat sich von Steve Jobs max. 3,x Zoll Mantra verabschiedet.
    Nur: ab einer bestimmten Groesse macht ein Formfaktor ala Duo wesentlich mehr Sinn da damit die Eingabemethoden/modi erweitert werden (z.B. virtuelle Tastatur wenn man es wie ein Notebook klappt).
    Neben dem Businessbereich duerften vor allem Smartphone-Zocker begeistert sein wenn sie so ein Teil erstmal "angespielt" haben...
    Samsung und Co. sind was das angeht auf dem Holzweg: solange bei einem durchgehenden Display kein Pen-Input moeglich ist bleiben deren Geraete in der Kategorie Statussymbole.
    Aber Zocker sind nicht Microsofts Zielgruppe. Wenn das Surface Pro X eine Telefonapp bekommt, wäre es dann nicht das bessere Duo?
    Ich weiß nicht.
    Ich habe gerade eben Notizen zu einer Email gemacht um diese bei einem Eingabeformular auf einer Website zu nutzen. Dazu habe ich mir ein Blatt Papier und einen Stift genommen. Dann dachte ich mir, hey wie cool wäre es jetzt gewesen die Notizen direkt in einem zweiten Display zu machen. Dann dachte ich mir hey, zwei Displays nebeneinander lösen das Problem ganz ohne Notizen. Email links. Formular rechts. Fertig. Das einzige was ich noch nicht verstehe ist wie ich auf dem rechten Display tippen soll während ich vom linken was ablese? Geht ja eigentlich nur per 1 Finger System. :-/
    @Nordlicht2112: man muesste mal definieren was eine "gute Kamera" eigentlich ist. Ab Mittelklasse-Smartphones ist alles "brauchbar".
    Ich wuerde es mal so sagen: wer das Geld fuer ein Duo hat und photographieren statt knipsen will - da hat wahrscheinlich eh schon eine richtige Kamera oder holt sich halt eine.
    @Smidgy: Swipe? Pen-Input? Spracheingabe? Fehlt nur noch Gedankenlesen...
    Denkbar waere aber auch: die rotierst das Duo und hast im unteren Display links und rechts eine gesplittete Tastatur. Das App-Fenster wird in den Bereich dazwischen "gepresst"...
    Oder noch "abgefahrener": einen Teil der virtuellen Tastatur unten, denn anderen auf der gegenueberliegenden Seite oben - ergibt gleichviel Platz fuer beide (!) App-Fenster.
    Du darfst davon ausgehen das dies moeglich sein wird. Ansonsten haette Microsoft was falsch gemacht.
    @Thomas62 selten sowas Realitätsfernes gelesen. Mag ja sein, dass du immer noch alles per PC erledigst, aber die Welt um dich herum ändert sich nun mal. Nur mal nebenbei. Zu Beginn der Geschichte wurde auch alles auf Rollen geschrieben, bis die Buchbindung erfunden wurde und man plötzlich 2 Seiten nebeneinander mit einer Trennung in der Mitte hatte. Und jetzt übertrag das mal auf die Dual-Display-Geräte von Microsoft. Auch auf der Arbeit nutzen viele Menschen 2 oder mehrere Monitore. Auch hier gibt es eine sichtbare Trennung der Bildschirme und trotzdem sind sie produktiver als Leute mit nur einem herkömmlichen Bildschirm, obwohl sie die identische Software verwenden. Verrückt oder?
    wie man sieht, bewegt das Duo doch sehr (mein Eindruck, noch ein bisschen mehr als das Neo). Viele haben hierzu auch interessante Standpunkte.
    Ich bin mittlerweile wieder etwas unschlüssig, weil mir beim Duo einfach die Investitionssicherheit fehlt. 3 Jahre Androidupdates sind mir einfach zu wenig, um mehr als 1500 Taler auszugeben. Wenn es ohnehin kein Smartphone sein soll, könnte man das Duo auch als so eine Art doppelten iPod touch bauen und ein Dumphone, welches gut telefonieren und knipsen kann und deswegen etwas dicker sein muss (wie ein Nokia 8800 etc) und einen 4/5G hotspot bereitstellt. Das würde ich in dieser Kombi wesentlich besser finden. Richtig hot wäre ein elektronischer Sucher wie bei meiner echten Kamera. Für viele Fälle würde ich dann nur das kleine Phone mitnehmen, und das doppelte Duo Display nur wenn ich es brauche. Zwei Smartphones, eines davon noch mit Doppelbildschirm, machen aus meiner Sicht keinen Sinn für unterwegs.
    ps: das Neo kann ich gar nicht gebrauchen. Wenn ich etwas arbeiten muss, brauche ich mindestens das präzise Touchpad des Surface Go.
    Ich denke es geht nicht ausschließlich um ein Szenario für Duo oder Neo. Geräte werden häufig gekauft weil sie einfach geil sind. Sry :)
    Wenn nächstes Jahr auf der Bühne vom Surface Event die fertigen Neo und Duo gezeigt werden wird sie kaum jemand bestellen um Outlook auf zwei Displays anschauen zu können....
    Sie werden gekauft weil sie anders sind. Weil Surface dran steht. Weil sie klasse aussehen. Und weil ich das Duo auspacken möchte wenn mein Kollege sein hässliches IPhone anglotzt :)
    Naja, als Ego-/Poser-Phush kann Microsoft selbst mit Surface in der Szene eh nicht herhalten. Ein leuchtender angebissener Apfel schlägt immer die vier Spiegelkacheln.
    Ein IPhone kauft man schon lange nicht mehr wegen einem Wow Effekt. Ich glaube das Duo hat ihn. Zumindest für mich:)
    @bx33: Duo Android-Updates fuer mehr als 3 Jahre. Waere ein echtes Argument pro Microsoft... .
    Erst wollte ich ja "Windows-like-Updates" schreiben - aber das waere zuviel "des Guten" :-)
    Ich glaube es gibt nur wenige, die sich ein Gerät wegen des Wow!-Effekts kaufen - größtenteils innerhalb unserer Blase hier ;-) iPhone-Poser gibt es noch genügend, es überrascht mich immer wieder.
    Ansonsten kristallisieren sich hier nur wenige Vorteile des Duos und Neos heraus, dass ich immer skeptischer werde. 2 Apps für 2 Monitore? Wozu, wenn es auch mit Splitscreen auf einem geht - und das jetzt schon. Auf Smartphones und Tablets; unter Windows und Android. 2 Monitore am Desktop sind auch nur eine Lösung, weil es billiger ist. Mit 40" 4k Monitor oder Ultra-Ultrawide Monitor wäre jeder zufriedener, aber hier bezahlt man das 2-4 fache. Dazu hat man hier die beiden Monitore meist an der kurzen Seite nebeneinander, also explizit für 2 Programme - nur die wenigsten haben ein Programm auf Vollbild über alle Monitore.
    Also DER Vorteil ist, dass man 13" auf 2x9" zusammengeklappt hat, dafür aber einen erheblichen Aufpreis hat. Davon ab, dass die Idee auch keineswegs neu ist. Prinzipiell kann man ja ein Acer Iconia 6120 nehmen und mal Windows 10 drauf testen, wenn es auch vom Stand der Technik gnadelnos überholt wurde.
    @MWP: das Acer haette sogar ein Erfolg werden koennen. Wenn es (a) kleiner gewesen waere und (b) es eine "magische" Magnettastatur ala Neo gehabt haette. Und den noetigen Support fuer zwei Screens innerhalb von Windows fuer die Apps...
    Andersrum wird auch ein Schuh draus: das Windows so unflexibel ist (fehlende APIs) zeigt das ein Geraet das deswegen "floppt" die Weiterentwicklung eines Formfaktors defakto verhindert.
    Das mit der Größe verstehe ich, wenn ich auch nciht glaube, dass es daran unbedingt lag, aber das mit den zwei Screens nicht - was meinst du?
    @MWP: einfach mal das Neo Video von Microsoft ansehen. Die Apps "wissen" wie sie z.B. den Fensterinhalt auf zwei Bildschirmen "verteilen" muessen.
    Oder wenn neue Fenster aufgehen wird das ebenfalls intelligent gehandhabt.
    Es wurde aber auch viel nicht gezeigt was "rein muss": z.B. wenn eine virtuelle Tastatur ueber die volle Breite aufgeht waere es ja mal schoen wenn die nicht den Fensterinhalt ueberlagern wuerde (wie zur Zeit) sondern das Fenster entsprechend anpasst. Oder was passiert wenn man den Screen anfasst um das Geraet zu halten - dann sollten keine Touch-Eingaben registriert werden etc. .
    Das gute daran ist: das kommt ja wohl hoffentlich dann auch dem "normalen" W10 zugute. Ich und mein Surface Pro koennens kaum erwarten :-)
    Für mich bietet das Duo keinen Mehrwert.
    Abgesehen davon, dass es wegen Android nicht infrage kommt, habe ich keine Verwendung, die einen Kauf rechtfertigt.
    Als Smartphone ist es definitiv zu groß und als Tablet zu aufwendig. In beiden Fällen obendrein zu teuer.
    Als Ersatz für den Laptop ist es unterwegs auch nicht geeignet. Hier käme allenfalls das Neo infrage, was aber nur ein Test klären könnte.
    Nun ist bis zum eventuellen Marktstart noch ein Jahr Zeit. Ich schätze, dass der ein oder andere Konkurrent, die Idee aufgreifen wird und bis dahin ein Produkt am Markt platziert.
    Da diese ebenfalls Android verwenden werden, ist dem Duo kein Alleinstellungsmerkmal gegeben.
    Ich gehe also davon aus, dass das Duo entweder gar nicht erst kommt, oder die nächste Totgeburt von Microsoft sein wird.
    Das Neo jedoch könnte durchaus Erfolgreich sein. Da hier Windows drauf läuft, ist das Konzept nicht einfach kopierst und spricht, meiner Meinung nach, derzeitige Nutzer von Tablets oder Netbooks durchaus an.
    "Da "riskant" einen leicht negativen Touch hat, können wir uns auch gerne auf den Begriff "mutig" einigen."... ja, warum nach dieser Einsicht nicht den Titel entsprechend geändert, anstatt ihn so zu veröffentlichen?
    Die Reaktionen hier zeigen, dass es vielen Leuten offenbar ganz ähnlich geht wie mir, das finde ich spannend. Gefühlt wird in meinem Kopf die Frage nach dem Warum bzw. Wofür jeden Tag lauter. Aber das ist natürlich auch das Risiko, wenn man die Geräte so früh zeigt, ohne wirklich viel zu zeigen.
    Vielleicht werden wir in Zukunft mit weiteren Teasern angefixt. Es ergibt ja eigentlich keinen Sinn, die Geräte zu präsentieren und sie dann wieder für ein Jahr in der Schublade verschwinden zu lassen. Jetzt sollte man auch im Gespräch bleiben.
    Und ja, wenn die Geräte floppen, dann wird Microsoft sie mitsamt der Kunden wie eine heiße Kartoffel fallen lassen, wie sie das immer getan haben. Volles Verständnis, wenn jemand aus genau diesem Grund nichts von Neo und Duo wissen möchte. Wer eines der beiden Geräte kauft, geht ebenfalls eine Wette ein.
    @Miine: ja mehr als 3 Jahre, wäre schön, aber wird nicht kommen. Selbst 3 Jahre sind -abhängig vom Kaufdatum- schon optimistisch.
    Ich glaube, die Branche wäre wesentlich beeindruckter, wenn MS das DUO mit Win für ARM angekündigt hätte, Android emuliert. Und z.B. dabei gleich einen längeren Supportzeitraum angegeben hätte (das würde nebenbei auch Vertrauen in Winfür ARM geben, also auch für's Surface-X)
    Warum sollte nur ein "Consumer" Device eine Kamera haben? Ein Business Device benötigt für Skype erst recht eine Kamera. Daher wird das Teil auf jeden Fall eine Kamera haben und aufgrund der Möglichkeit, das Display mit der Kamera umzuklappen, kann man sowohl Selfies wie auch normale Fotos machen. Daher wird das Duo auch nur EINE Kamera haben und nicht 2 !!!
    Meines Erachtens wird die Challenge sein, wie MS die unterschiedlichen Welten (Windows 10, Windows X, Windows on ARM und Android) unter einem Hut bringen wird.Wenn es gelingt, dass die Apps auf beiden Welten ohne Neukompilierung oder gar Anpassungen, dann wird es m.E. ein Erfolg.
    Und ja, ich habe bewußt die Windows10 (32bit und 64Bit) Anwendungen mit aufgeführt. Wenn auf dem Neo auch die Windows10 Anwendungen ohne Probleme laufen, dann wird das für Business-Leute das Tool werden. Denn heute nutzen sehr viele ein Notebook für die Legacy Anwendungen und das Tablet meistens in Meetings und unterwegs. Der Surface Pro war da schon ein erster richtiger Schritt, diese zwei Welten zu vereinen, aber für unterwegs im Zug oder im Flugzeug ist es immer noch zu "groß", zu "schwer" und zu "unhandlich". Selbst das Surface GO ist noch nicht optimal (hab es erst gestern im Zug während 2,5h erfahren müssen).
    Daher, verstehe ich echt nicht, warum MS nicht ein OS für beide Geräte anbietet!
    Denn als Entwickler habe ich jetzt schon viele Probleme, eine App für Windows, iOS und Android anbieten zu müssen. Und wenn da dann noch Windows X hinzukommt, dann wird das mit großer Wahrscheinlichkeit ein Flop.
    Wie auch schon mehrfach genannt wurde, wird es auch spannend werden, was die Konkurrenz bis Weihnachten 2020 anbieten wird.
    Ich habe auf jeden Fall mal die geplante Anschaffung eines neuen Smartphones diesen Herbst auf nächstes Jahr verschoben ;-)
    Hedonist
    Warum sollte nur ein "Consumer" Device eine Kamera haben?

    Genau diese Frage stellt doch der entsprechende Absatz in meinem Beitrag :).
    Ich hab das Consumer-Argument aufgegriffen, um es direkt im nächsten Satz zu entkräften, als ich gefragt habe, wofür sich der Business-Kunde wohl entscheiden wird, wenn er die Wahl zwischen einem Gerät mit und einem ohne Kamera hat.
    Ich hätte auch schreiben können: Microsoft kann das Duo nennen, wie es will, es ist und bleibt ein Smartphone und ein Smartphone ohne Kamera kauft niemand. Ich wollte aber die Leute einfangen, die darauf antworten würden, das wäre zu consumerlastig gedacht.
    die 4,8mm Dicke einer jeden Hälfte sind wahrscheinlich ein Problem für eine gute Kamera. Wobei ich kein Problem damit hätte, wenn die Kamera auf der einen Seite herausgucken würde, und auf der Gegenseite auf eine Einbuchtung in dieser Grösse träfe.
    Miine
    @Nordlicht2112: man muesste mal definieren was eine "gute Kamera" eigentlich ist. Ab Mittelklasse-Smartphones ist alles "brauchbar".
    Ich wuerde es mal so sagen: wer das Geld fuer ein Duo hat und photographieren statt knipsen will - da hat wahrscheinlich eh schon eine richtige Kamera oder holt sich halt eine.

    Die Definition ist doch ganz simple.
    "Brauchbar" ist damit sicherlich nicht gemeint, sondern vergleichbar mit Kameras anderer Top Modelle.
    Warum bei diesem Diskussionen dann immer eine "richtige Kamera" ins Spiel gebracht wird ist nicht nur völlig unsinnig sondern auch überhaupt nicht zielführend.
    @Miine: da kann ich dir nicht ganz zustimmen. Auf der Blogseite von Windows 10X sehe ich Powerpoint, was einfach nur über die volle Breite geht, die Apps im Video sind allesamt mit normalen Splitscreen oder einzeln im Porträtmodus.
    Ausnahme ist die Mail-App, diese hat links die Übersicht und rechts die Detailansicht der Mail - also so wie es jetzt schon gehen könnte, wenn man eine Mail im Extrafenster öffnet. Ich vermute, hier müssen sich die Entwickler ins Zeug legen, diese Besonderheit zu programmieren. Und gerade da sehe ich auch noch ein Problem: Windows 10X MUSS sich etablieren und bei UWP-Entwicklern wieder ankommen. Der Tod von W10M hilft da vielleicht sogar. PWAs die auf multiple Side-by-Side Monitore optimiert werden - daran glaub ich kaum, man siehts ja bei Tabletoptimierung.
    Aber letztendlich will ich auch mal sagen, dass ich die Entwicklung dennoch interessant finde und vielleicht sogar eine Chance gebe, wenn es mal da ist. Allerdings muss da noch etwas kommen. Auf Hardware- und Softwareseite. Und der Preis darf nicht allzu weit oben angesiedelt sein.
    @Martin:
    Warum soll sich der Business-Kunde für ein Gerät ohne Kamera entscheiden? Für den Business-Kunden ist eine Kamera genauso entscheidend (Skype; Fotografieren von Flipcharts/BraunPaper/Whiteboards etc.; Scannen von Dokumenten/Visitenkarten etc.; und noch viele weitere Fälle, wo eine Kamera notwendig ist).
    Und wenn ich an die Präsentation von Panos zurückblicke, hat er doch das Duo damit "rechtfertigt", dass man bei den herkömmlichen Devices bei Videocalls ja quasi den Call verlassen muss, um z.B. den Kalender zu verifizieren oder eine andere Information abzurufen und damit - aus seiner Sicht - das wichtigste zwischenmenschliche Interaktion (den direkten Kontakt) verlieren würde. Wenn er nach diesem Plädoyer ein Dual-Display-Device ohne Kamera auf den Markt bringt, dann nimmt ihn doch niemand mehr ernst. Daher stellt sich für mich die Frage ob mit oder ohne Kamera gar nicht.
    Worüber man sich streiten kann, ist, ob es eine Kamera mit Weitwinkel, 4K/8K, Stabilisator etc. sein muss. Für die geschäftlichen Zwecke reicht auch eine halbwegs gute "Single-Lense" Kamera.
    Daher, ohne Kamera ist das "Duo Smartphone" auch für Business-Kunden nicht interessant.
    Was aber das entscheidendste für Business-Kunden sein wird, ist die Kontinuität der Arbeit über mehrere Devices. Und auch das hat Panos in seiner Präsentation als einen wichtigen Punkt hervorgehoben und daran werde ich ihn jedenfalls messen.
    Die Wichtigkeit einer guten Kamera kann ich jederzeit unterstreichen. Es wäre nachgerade ein Witz dieses Hardwarefeature wegzulassen.
    Für Fotografie im klassischen Sinn sind die Smartphone-Kameras noch auf lange Zeit hin zweite oder dritte Wahl.
    Für die Scan-Ersatzfotografie mit der entsprechenden App, Office Lens und so, allerdings unverzichtbar.
    Hedonist
    @Martin:
    Warum soll sich der Business-Kunde für ein Gerät ohne Kamera entscheiden?

    Keine Ahnung. Wird er auch nicht. Das sag ich doch die ganze Zeit :).
    @MWP: wahrscheinlich war Mail/Kalender und Kontakte das was man am einfachsten vorfuehrbereit machen konnte.
    UWP-XAML war ja fuer sowas auch von Anfang an ausgelegt - der Fensterinhalt ist ja bereits dynamisch. Wenn auch UWP an sich da in Richtung "Designverbrechen" geht (weil man z.B. nicht die Grundlinie des Text eines Buttons automatisch an der von Text neben dem Button angleichen lassen kann)...
    -
    Ich hoffe das Microsoft mal Informationen rausrueckt welche Technologie denn nun die resourcenschonenste ist (UWP? WinForms? C#? C++? Oder gar Electron/Javascript bzw. Webassembly - ich hoffe doch nicht :-) ).
    Insbesondere bei supermobilen Devices entscheidet ja die Software ueber die Benutzbarkeit. Da wird im Endeffekt Entwicklerzeit gegen Laufzeit getauscht.
    Martin
    Keine Ahnung. Wird er auch nicht. Das sag ich doch die ganze Zeit :).

    Dann haben wir ja Konsens :hallo
    Für mich wird es langsam echt etwas unübersichtlich im MS-Ökosystem. So schön das Neo und Duo auch sind. Aber warum wieder diese Verwirrung? Warum stellt Microsoft auf dem selben Event ein Surface Pro X und ein Windows 10X vor. Auf dem Pro X läut aber Windows 10 Arm, auf dem Surface Neo Windows 10 X. Zumal das X gerade erst durch die Apple-Welt als „10“ gepeitscht wurde. Das X ist bei Microsoft mal wieder genauso nichtssagend, wie das S oder auch RT – wie soll man das den Endkunden erklären? Im Zweifel mündet es immer in ein: Das X/S/RT steht für: Es ist eben nicht die „Vollversion“, hier machst du Abstriche (in Leistung/Umfang/…)
    Hedonist
    @Martin:
    Warum soll sich der Business-Kunde für ein Gerät ohne Kamera entscheiden? Für den Business-Kunden ist eine Kamera genauso entscheidend (Skype; Fotografieren von Flipcharts/BraunPaper/Whiteboards etc.; Scannen von Dokumenten/Visitenkarten etc.; und noch viele weitere Fälle, wo eine Kamera notwendig ist)..

    Und wenn er Blumenhändler ist?
    Hört doch mal bitte auf Business so eng zu sehen.
    Office Lens und so, allerdings unverzichtbar

    Ich habe jetzt schon einige gute Geräte kennen lernen dürfen. Aber Office Lens und Co sind m.E. nur zweite Wahl.
    P.S natürlich spricht nichts gegen gute Hardware.......es gibt nur keinen Grund in der rosa Marketingblase zu schwimmen. Die Realität schaut oftmals doch anders aus.
    Smidgy
    Dann dachte ich mir hey, zwei Displays nebeneinander lösen das Problem ganz ohne Notizen.

    Das Blöde hierbei ist, dieser Anwendungsfall ist nur dann effektiv, wenn die Displays eine gewissen Größe mitbringen. Die Sache ist die, Windows, TabletOS und Adroid sind Spittscreenfähig /Multifensterfähig. Oder einfach gesagt der Anwendungsfall ist für mich Standard auf dem iPad, PC, Surface4 und Androidtab. Kann man halt nur nicht knicken und das ist der eigentliche Vorteil! Nämlich die kompakte Bauweise. Aber, zwei Anwendungen offen zu haben und bearbeiten zu können - ist ein alter Hut.
    Das einzige was ich noch nicht verstehe ist wie ich auf dem rechten Display tippen soll während ich vom linken was ablese?

    Dazu müsste man sich Anschauen wie das OS optimiert wurde.
    Setter
    Und wenn er Blumenhändler ist?
    Hört doch mal bitte auf Business so eng zu sehen.
    Ich habe jetzt schon einige gute Geräte kennen lernen dürfen. Aber Office Lens und Co sind m.E. nur zweite Wahl.
    P.S natürlich spricht nichts gegen gute Hardware.......es gibt nur keinen Grund in der rosa Marketingblase zu schwimmen. Die Realität schaut oftmals doch anders aus.

    Wenn er Blumenhändler ist, dann wird eine Kamera erst recht ein wichtiges Hilfsmittel sein. Denn wenn man unterwegs ist und ein gutes Blumenarrangement, eine Dekoidee oder auch nur schöne Blumen sieht, die man auch anbieten kann, dann hilft ein Bild mehr als jede Erinnerung. Daher wird auch ein Blumenhändler ein Smartphone mit einer (guten) Kamera gut nutzen können; und wenn es dann nur um ein Foto einer guten Arbeit für die Homepage als Referenz geht.
    Zugegeben, die Beispiele oben waren etwas zu einseitig auf sogenannte "Business-Men" im Anzug ausgerichtet. Aber in (fast) allen Branchen und Berufen kann man Szenarien finden, indem eine Kamera sinnvoll eingesetzt werden kann.
    Daher sieht hier Business niemand so eng. Aber ob für alle "Business-Kunden" ein Device wie das Duo sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Das muss jeder für sich selbst entscheiden; und dabei spielt das "Will-Haben" oder die rosa Marketingblase (wie du es nennst) halt auch eine wichtige Rolle.
    Zum einen kann man das Teil so wie ein Buch (also links und rechts des Knicks die Displays) halten.
    Oder aber ihr dreht es einfach um und haltet es wie ein klassiches Notebook (also ein Display oben und eines unten). Auf dem oberen Display kann man was ablesen und auf dem unteren Display sich eine Soft-Tastatur einblenden lassen und eintippen. Da man dann das Gerät mit beiden Händen am unteren Displan halten kann, kann man quasie beide Hände nutzen, um zu tippen.
    Hierzu muss nichts extra optimiert werden, denn die Funktion ein Smartphone 360° um die Y-Achse zu drehen, gibt es ja schon.
    Am Ende des Tages ist jeder Business-Nutzer auch ein Consumer.
    Wenn der Bankmanager am Samstag seine E-Mails bearbeitet, während er dem Töchterchen beim Handball zuschaut, wird er vielleicht mal ein Foto machen wollen. Und auch wenn das vielleicht selten passiert, wird er sich halt im Zweifel für ein Gerät mit Kamera entscheiden.
    Bestimmt wird es auch Leute geben, die sich sogar ganz bewusst für ein Gerät ohne Kamera entscheiden würden, es gibt ja auch genügend Unternehmen, in denen fotografieren verboten ist. Das lässt sich am leichtesten umsetzen, wenn die Geräte erst gar keine Kamera haben. Vielleicht reicht das in Summe ja sogar, um mit dem Duo in die Gewinnzone zu kommen. Ganz sicher kalkuliert Microsoft nicht mit allzu hohen Stückzahlen.
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