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Surface Pro 10 for Business: Im Innern runderneuert und mit Weltrekord-Webcam

Surface Pro 10 for Business: Im Innern runderneuert und mit Weltrekord-Webcam

Der Bestseller geht in die zehnte Runde: Microsoft hat das Surface Pro 10 for Business vorgestellt. Äußerlich gegenüber dem Vorgänger unverändert, hat sich unter der Haube viel getan, vor allem beim Display. Außerdem verfügt das Surface Pro 10 laut Microsoft über die beste Webcam, die es derzeit in einem PC gibt.

Für alle, die sich einen schnellen Überblick über die technischen Spezifikationen und alle wichtigen Daten verschaffen wollen, kommt hier zunächst der Steckbrief:

Technische Daten des Surface Pro 10 for Business

Display 13 Zoll PixelSense Flow Display
2.880×1.920 Pixel (13,5 Zoll)
Bildwiederholrate max. 120 Hz
Seitenverhältnis 3:2
10-Punkt-Multi-Touch
Entspiegelt
Dolby Vision IQ
max. Helligkeit 600 Nits
Gorilla Glas 5
Kompatibel mit Microsoft Pen Protocol
CPU Intel Core Ultra 5 135U oder
Intel Core Ultra 7 165U
Intel AI Boost NPU
Grafik Intel Grafik
RAM 8/16/32/64 GB DDR5
Speicher 256/512 GB, 1 TB
Anschlüsse 2xUSB-C mit Thunderbolt 4
(DisplayPort 2.1 mit 8k via USB-C)
Surface Connect
NFC-Reader
Audio Dolby Atmos Lautsprecher
Duale Fernfeld-Mikrofone
Drahtlos Wi-Fi 6E
Bluetooth 5.3
Kameras 1440p Webcam mit Windows Studio Effects
10,5 MP Kamera auf der Rückseite
Sicherheit TPM 2.0
Windows Hello per IR Kamera
Erfüllt die Microsoft Secure PC Spezifikation
Akkulaufzeit bis zu 19 Stunden
Betriebssystem Windows 11 Pro oder Windows 10 Pro
Maße 287 x 208,6 x 9,3mm
Gewicht 879 Gramm (ohne Tastatur)
Preis (UVP) ab 1.399 €

Äußere Abmessungen, Gewicht und die Art und Anzahl der Anschlüsse sind mit dem Surface Pro 9 identisch. Das bedeutet auch: Sämtliches Zubehör wie Type Cover, Stifte, Docks etc. bleibt kompatibel. Neu dabei ist ein NFC-Reader.

Im Surface Pro 10 stecken die aktuellen Core-CPUs von Intel, man macht also gegenüber dem Surface Pro 9 einen Sprung von zwei Generationen und kommt in der Gegenwart an. Zudem ist im Surface Pro 10 ein KI-Coprozessor (NPU) von Intel verbaut. Dieser ermöglicht lokale KI-Funktionen, die es abgesehen von den Windows Studio Effects (siehe weiter unten) derzeit allerdings bisher nicht gibt.

Ein großes Upgrade erfährt auch das Display im Surface Pro 10. Die Auflösung ändert sich nicht, aber (endlich!) verfügt der Bildschirm über eine Anti-Reflex-Beschichtung für deutlich weniger Spiegelungen. Eine spezielle Farbkalibrierung und adaptive Farbanpassung sollen dafür sorgen, dass die Bildqualität darunter nicht leidet. Last but not least wurde die maximale Helligkeit um ein Drittel gesteigert, sodass man mit dem Surface Pro 10 auch im Freien arbeiten kann.

Surface Pro 10 mit entspiegeltem Display

Der maximal verfügbare Arbeitsspeicher wurde gegenüber dem Surface Pro 9 verdoppelt, es gibt jetzt maximal 64 GB, beim Nutzspeicher ist weiterhin bei 1 TB Schluss.

Die Webcam im Surface Pro 10 bezeichnete Microsoft in einem Medienbriefing als die derzeit weltbeste. Die Auflösung steigt von 1080p auf 1440p, außerdem erfasst der Kamerasensor einen Winkel von maximal 114 Grad. Mit der integrierten NPU ist die Nutzung der Windows Studio Effects möglich, diese bieten Porträtunschärfe, automatische Verfolgung der Person vor der Kamera sowie den “virtuellen Blickkontakt”, bei dem man für das Gegenüber scheinbar auch dann direkt in die Kamera schaut, wenn man kurz zur Seite blickt.

Kamera des Surface Pro 10

Die theoretische Akkulaufzeit steigt beim Surface Pro 10 auf “bis zu 19 Stunden”, beim Surface Pro 9 waren es 15,5 Stunden gewesen. Wie immer werden die praktischen Tests zeigen müssen, was in der Realität wirklich zu erreichen ist.

Kommen wir zur Wartungsfreundlichkeit. Hier bessert Microsoft noch einmal nach und erlaubt den Austausch zusätzlicher Komponenten.

Bisher konnte man bereits die folgenden Teile tauschen:

  • Surface Connector
  • Kühleinheit
  • Batterie
  • Kameras
  • Lautsprecher
  • Tasten
  • WLAN-Modul
  • Rückseitige Gehäuseabdeckung
  • SSD
  • Kickstand
  • Mainboard

Beim Surface Pro 10 kommen diese austauschbaren Komponenten neu hinzu:

  • Display
  • Prozessor-Modul
  • RAM-Modul
  • Mikrofon

Besonders pfiffig und lobenswert: Im Inneren finden sich an diversen Stellen QR Codes. Wenn man diese scannt, gelangt man direkt zu den offiziellen Reparaturanleitungen. Kleine Icons zeigen außerdem an, welches Werkzeug man zum Tausch der jeweiligen Teile benötigt.

Das Surface Pro 10 for Business ist in den Farben Schwarz und Platin erhältlich. Hier ändert sich nichts, zusätzliche Farben gibt es nur bei den Consumer-Varianten der Surface-Geräte.

Eine Intel-basierte 5G-Version des Surface Pro 10 wurde heute ebenfalls angekündigt, diese wird allerdings erst später im Jahr erscheinen.

Das Surface Pro 10 for Business kann ab sofort im Microsoft Store vorbestellt werden. Die Preise beginnen bei 1.399 € und die Auslieferung startet ab dem 9. April.

Für den 20. Mai hat Microsoft bereits zum nächsten Surface-Event geladen. Dann werden mutmaßlich die Privatkunden-Versionen von Surface Laptop 6 und Surface Pro 10 vorgestellt. Gerüchte besagen, dass mindestens die ARM-Versionen dieser Geräte auch ein neues Design haben werden.

P.S.: Weil wir wussten, dass diese Frage heute ganz sicher wieder gestellt wird, haben wir sie bereits im Vorfeld beantwortet: Surface for Business: Was bedeutet das eigentlich?

 

Disclaimer: Die Informationen in diesem Beitrag haben wir von Microsoft vorab unter NDA erhalten.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 16 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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