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Surface Go offiziell vorgestellt: Surface Pro bekommt ein kleines Brüderchen – Update 2

Surface Go offiziell vorgestellt: Surface Pro bekommt ein kleines Brüderchen - Update 2

Nachdem das Geheimnis wieder einmal keines mehr war und am Montagabend auch die letzten Details bekannt wurden, hat Microsoft die eigentlich für heute vorgesehene Vorstellung des Surface Go kurzerhand vorgezogen. Wie erwartet, handelt es sich um eine verkleinerte Version des Surface Pro mit 10-Zoll-Display. Während das Surface Go in den USA zu einem echten Kampfpreis ab 399 Dollar gegen iPad und Chromebooks in den Ring steigt, muss man hierzulande etwas tiefer in die Tasche greifen. Die deutschen Preise starten bei 449,99 Euro, dazu kommen noch optional 99 Euro für das Type Cover (in schwarz, die Signature-Versionen in Rot, Blau oder Grau mit Alcantara kosten 129 Euro). Der Surface Pen ist ebenfalls separat erhältlich.

Update um 10:20 Uhr: Microsoft teilt mit, dass die deutschen Preise bei 449 Euro starten, vorab war von 499 Euro die Rede. Das wurde also kurzfristig noch angepasst.

Update 13:30 Uhr: Zum Start werden diese beiden Modelle verfügbar sein:

  • Intel Pentium Gold 4415Y, 64 GB eMMC Speicher, 4 GB RAM: 449 Euro
  • Intel Pentium Gold 4415Y, 128 GB SSD Speicher, 8 GB RAM: 599 Euro

In den USA beginnt die Auslieferung am 2. August, in Deutschland wird das Surface Go nach meinen Infos ab dem 28. August ausgeliefert. Die Vorbestellung über den Microsoft Store wird heute im Lauf des Tages möglich sein. Ein LTE-Modell ist ebenfalls geplant, es soll aber erst im weiteren Verlauf des Jahres erscheinen.

https://www.youtube.com/watch?v=krRRskzHWFE

Mit seinem 10 Zoll-Display ist das Surface Go nochmals etwas kleiner als sein Vorgänger, wenn man das Surface 3 als diesen bezeichnen darf – ich denke, das passt, denn die Ähnlichkeiten sind ja offensichtlich. Bezüglich des Designs ist es vom Surface Pro praktisch nicht zu unterscheiden, so lange man keinen Anhaltspunkt für die deutlich kleineren Abmessungen hat: 244x175x8,3mm misst das kleine Surface, es bringt knapp 520 Gramm auf die Waage (nur das Tablet).

Beim Display hält man am Bewährten 3:2 Format fest, es löst mit 1.800 mal 1.200 Pixel auf. Natürlich bietet es Touch- und Pen-Unterstützung, in Verbindung mit dem aktuellen Surface Pen werden dessen 4.096 Druckstufen voll unterstützt.

Microsoft Surface Go

Angetrieben wird das Surface Go von einem Intel Pentium 4415Y, dieser entstammt der Kaby Lake Familie (7. Generation) und taktet mit 1,5 Ghz. Wie sich das Surface Go damit in der Praxis schlägt, muss man abwarten. Der 4415Y bietet deutlich mehr Leistung als die Atom-CPUs, liegt aber natürlich auch weit hinter den Desktop-Prozessoren – von einem Gerät dieser Größe wird der Käufer aber ohnehin grundsätzlich keine Wunder erwarten.

Neben 4 oder 8 GB RAM stehen den Käufern 64, 128 oder 256 GB Speicher zur Verfügung. Um den Preis niedrig zu halten, wird bei der 64 GB-Variante eMMC-Speicher verwendet. Dieser hat einen schlechten Ruf, weil er deutlich langsamer ist als SSDs, aber auch in diesem Punkt rate ich dazu, erst mal die Eindrücke aus der Praxis abzuwarten.

Microsoft Surface Go

Neben dem Surface Connector, mit dem natürlich auch das Surface Go ausgestattet ist, gibt es noch einen USB-C Port, dazu gibt es noch einen microSD-Cardreader und zwei Kameras (5 MP vorne mit Windows Hello, 8MP hinten). Ein NFC-Sensor ist ebenfalls verbaut, auf einen vollwertigen USB-Anschluss wurde dagegen verzichtet. Die Laufzeit ist mit „bis zu 9 Stunden angegeben“, das mitgelieferte Netzteil soll das Surface Go in rund zwei Stunden voll aufladen. Als Betriebssystem kommt Windows 10 Home im S Modus zum Einsatz, ein kostenloser Umstieg auf Windows 10 Home ist jederzeit möglich.

In einer „Vorschau“ hatte ich letzte Woche die Frage aufgeworfen, für wen ein kleines Surface denn letztlich sein soll. In den Kommentaren zeigte sich reges Interesse, hauptsächlich von Leuten, die ein Surface 3 hatten oder noch haben und gerne einen Nachfolger dafür sehen würden. Ich erinnere mich spontan an mein Review des Surface 3, welches ich damals als „leicht zu mögen, aber muss man wollen“ überschrieben hatte. Ich denke, genau so wird das auch beim Surface Go wieder sein. Mit besserer Ausstattung, Type Cover und Stift wird man fast 800 Euro investieren müssen, dafür bekommt man schon „richtige Computer“. Aber genau das wollen die Käufer des Surface Go ja gar nicht.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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