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Teure KI-Assistenten: Google ruft für Duet AI den gleichen Preis auf wie Microsoft

Teure KI-Assistenten: Google ruft für Duet AI den gleichen Preis auf wie Microsoft

Google stellt seinen allumfassenden KI-Assistenten “Google Duet AI” offiziell an den Start – für 30 Dollar pro Nutzer und Monat. Das ist exakt der gleiche Tarif, den Geschäftskunden für den Microsoft 365 Copilot bezahlen müssen.

Als Microsoft diesen Preis im Juli verkündete, habe nicht nur ich geschluckt und mich gefragt: “Wer bezahlt das?” Ich musste mir daraufhin das Gegenargument anhören, dass sich der Microsoft Copilot doppelt und dreifach bezahlt macht, wenn er einen entsprechenden Zugewinn an Produktivität bringt und man viele Aufgaben deutlich schneller erledigen kann als bisher. Das ist ein valider Punkt, mit dem gleichen Argument könnte man aber auch den Preis des Microsoft 365 Abonnements vervielfachen, denn ohne digitale Werkzeuge geht heute bekanntermaßen gar nichts mehr.

In der Ankündigung von Google Duet AI schreibt Googles Cloud-Chef Thomas Kurian:

Duet AI ist ein ständig verfügbarer KI-Kollaborateur, der tief in Google Workspace und Google Cloud integriert ist. Duet AI in Workspace bietet jedem Benutzer einen Schreibhelfer, einen Tabellenkalkulationsexperten, einen Projektmanager, einen Notizenschreiber für Besprechungen und einen kreativen visuellen Designer. Duet AI in Google Cloud arbeitet wie ein erfahrener Programmierer, ein Software Reliability Engineer, ein Datenbankexperte, ein erfahrener Datenanalyst und ein Cybersicherheitsberater zusammen.

Duet AI ist also innerhalb von Google Workspace die gleiche Lösung wie der Microsoft 365 Copilot im gleichnamigen Ökosystem. Den identischen Preis kann man also mit den gleichen Worten kommentieren: Ziemlich teuer, aber wenn man die Möglichkeiten ausreizt, eine lohnende Ausgabe.

Der Grund für die ambitionierten Preise dürfte nicht nur sein, dass die Branche derzeit im KI-Goldrausch ist, sondern dass Aufbau und Betrieb der entsprechenden Infrastrukturen richtig viel Geld kosten. Mit einem Preis, der manche Kunden abschreckt, schützt man sich außerdem davor, dass es einen Run auf diese Dienste gibt, den man nur mit viel zusätzlicher Rechenleistung befriedigen könnte, wodurch die Kosten noch schwieriger beherrschbar wären.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 16 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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