Timeline und "Sets" kommen in Kürze zu den Windows 10 Insidern

Timeline und "Sets" kommen in Kürze zu den Windows 10 Insidern

Die Vorschau auf das kommende Redstone 4 Update wird noch in dieser Woche so richtig interessant, denn gleich zwei große Neuerungen sollen in Kürze an die Insider ausgerollt werden: Einmal geht es um die „Timeline“, die auf der Build 2017 im Mai für das Fall Creators Update angekündigt wurde, dann aber verschoben werden musste.

Windows Timeline

Die Timeline ermöglicht es, eine „Zeitreise“ durch die letzten Aktivitäten zu unternehmen und so zum Beispiel kürzlich besuchte Webseiten oder bearbeitete Dokumente erneut zu öffnen.

Die zweite Funktion, die aktuell „Sets“ genannt wird (was sich noch ändern kann), wurde erst vor ein paar Tagen geleakt. Damit ist es möglich, verschiedene Apps in einem Fenster zusammenzufassen, beispielsweise thematisch nach verschiedenen Aufgaben geordnet, an denen man gerade arbeitet. Entgegen der ersten Meldung sind diese „Sets“ offenbar nicht auf Universal Apps beschränkt, sondern funktionieren mit allen Applikationen bzw. zumindest mit Microsoft Office – was den praktischen Nutzen natürlich deutlich erhöhen würde.

Wie kurz ist „in Kürze“? Was die Timeline-Funktion angeht, sehr kurz: Eine neue Insider-Build, in der die Timeline enthalten ist, soll noch heute veröffentlicht werden – es ist allerdings nicht sicher, ob die Funktion auch tatsächlich weltweit verfügbar sein wird, also erst mal abwarten. Die „Sets“ sollen zügig folgen, allerdings ist die Rede davon, dass diese Funktion im Rahmen einer „kontrollierten Studie“ getestet wird. Das bedeutet, nicht alle Insider werden sie sofort zu sehen bekommen, und die Auswahl der Test-Kandidaten wird mehr oder weniger nach dem Zufallsprinzip erfolgen.

Update: Kommando zurück, das mit der neuen Build war eine voreilige Information – laut Brandon LeBlanc wird es heute doch keinen „Flug“ geben.

Das folgende Video gibt uns einen Einblick, wie die Sets funktionieren. Und ich muss sagen, das sieht äußerst vielversprechend aus:

Microsoft kündigt außerdem an, dass man in Zukunft verstärkt neue Funktionen erst mit einem kleinen Teil der Insider testen wird. Das hat man in der Vergangenheit bereits getan, nun soll das aber offenbar verstärkt so gehandhabt werden. Der Sinn dahinter erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht – im Insider-Programm sind die Leute, die Microsoft helfen wollen, neue Funktionen auszuprobieren. Wenn sie bei jeder neuen Build am Glücksrad drehen müssen, um zu sehen, ob die angekündigte neue Funktion auch wirklich verfügbar ist, hat das ganz sicher Frust-Potenzial.

Quelle: Microsoft

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Sets. Also eine Taskleiste in der Taskleiste (eine Leiste, wo man auf verschiedene geöffnete Programme zugreifen kann). Wieso braucht man das zweimal?
    Ja die Timeline erwarte ich schon sehnsüchtig damit ich nicht vergesse sie sogleich zu deaktivieren. Wird so ein Feature wirklich von vielen Leuten gewünscht?
    Wow Sets sieht echt genial aus.
    Ich sehe den Vorteil ganz klar in der Verknüpfung verschiedener Dateien in einem Fenster.
    Oft suche ich lange um alle Dokumente, die zu einem Projekt gehören, wiederzufinden. So wie es im Video aussieht ist dies bald nicht mehr nötig.
    @ HeiaSamaHi (stimmt net)
    Ich stelle mir das schon ziemlich praktisch vor. Ich bin manchmal an zwei Sachen am Arbeiten und brauche dazu manchmal Text plus Tabelle plus eventuell Grafik. Und jeweils ein Projekt in der Gesamtheit aktivieren zu können wäre bequem. Noch komfortabler als früher mit den Projektmappen im Office.
    Doch, eine durchdachte Funktion (für mich). Sie muss halt dann auch funktionieren.
    Ja die Timeline erwarte ich schon sehnsüchtig damit ich nicht vergesse sie sogleich zu deaktivieren. Wird so ein Feature wirklich von vielen Leuten gewünscht?

    Finde es ziemlich interessant, vor allem wenn man mit mehreren Geräten arbeitet.
    Also ich persönlich finde Sets erschreckend (ja, ich habe mir das Video angeschaut).
    Es ist schon wie Max sagt, eine zweite Taskleiste. Diesen Workflow könnte man mit den virtuellen Desktops doch viel sinnvoller nachahmen. Man schließt einen Desktop und der kann in der Timeline wiederhergestellt werden. Ein Fenster wo alles drin läuft wäre mir echt zu nervig.
    Andererseits finde ich, dass die virtuellen Desktops relativ gruselig zu bedienen sind, wenn man das ohne Maus versucht. Hier hätte man mit Alt-Tab zwischen den Apps und mit Windows-Tab zwischen Desktops wechseln sollen. Oder ähnlich, aber Ctrl-Left/Right erfordert immer einen Stellungswechsel der Hand. Und Windwos-Tab geht auch beim Loslassen nicht weg, bei Tab erwartet ich eigentlich standardmäßig, dass die Aktion nach loslassen ausgeführt ist und nicht bestätigt werden soll.
    Die Timeline selber finde ich ganz interessant - aber ich bin gespannt wie der praktische Nutzen im Alltag ist. Gerade über mehrere Rechner mit unterschiedlichen Dokumenten und so ist Microsoft ja noch nicht gerade fit. Dann müssen die Apps soetwas natürlich auch unterstützen.
    Außerdem ist es wieder eine neue Baustelle die Micrsoft aus Featuritis aufmacht. MyPeople wird vermutlich kaum Neuerungen bringen - somit bleibt es für mich ein sinnloses Feature. Die Kontakte App synchronisiert trotz erfolgreicher Synchronisation gar nicht mehr...
    Und was mich letztlich auch stört ist diese Fokussierung auf Edge. Der kann Websites, PDFs und jetzt auch Apps. Fehlt noch die Einstellungen und der Desktop. Dann könnte man es doch Virtual Windows 11 nennen oder sowas...
    Ja die Timeline erwarte ich schon sehnsüchtig damit ich nicht vergesse sie sogleich zu deaktivieren. Wird so ein Feature wirklich von vielen Leuten gewünscht?

    Ist diese Funktion dann wirklich deaktiviert oder wird intern eine DB geführt, die von der N ... ähm, von MS zu "Telemetriezwecke" ausgelesen werden kann? Ist diese Funktion vereinbar mit der DS GVO?
    Hammer! Auf sowas hab ich ja ewig gewartet! Ich verliere mich oft in verschiedenen Fenstern, da ich häufig mehrere Themen am Tag bearbeite. So kann ich das besser organisieren. Cool! Ik freu mir!
    Die Sets finde ich sehr interessant, wenn sie denn wirklich mit allen Anwendungen zusammen funktionieren. Klar, mit den virtuellen Desktops kann man einen ähnlichen Effekt erzielen, aber man schaltet eben doch recht häufig trotzdem zwischen den Fenstern hin und her (wenn man nicht gerade einen riesigen Monitor besitzt). Wenn es so universell funktioniert wie im Video, dann wäre das schon eine echte Erleichterung für mich.
    Die Timeline hingegen: Mal abgesehen vom Datenschutz, wird sich der Nutzen, oder eben auch nicht, erst in der Praxis zeigen.
    @NurEinUser
    Der Datenschutz wird bei beiden Features ähnlich sein. Ist ja im Grunde die gleiche Datenbasis.
    Wie wird man dann eigentlich zwischen den Fenstern schalten? Mit Strg+Tab, wie es in Edge normal ist? Was passiert dann in einer App, die selbst Tabs verwaltet. Könnte kompliziert werden ;)
    Und da mein Workflow bei ähnlichen Projekten selbst auf meinem Laptop eher so ist, dass ich links arbeite und rechts recherchiere, bringt mir das auch nicht viel. Auf meinem "riesigen Monitor" noch viel weniger, wo ich mit noch mehr Fenstern arbeiten kann. Ich mein, wir haben 2017 - UHD ist stark im kommen.
    Naja, solang es global deaktivierbar ist, hab ich damit kein Problem. Ich versuche nur als Nicht-Insider aktiv auf die Gestaltung zu wirken, damit ich es dann vielleicht doch nutzen kann ;)
    Sets schaut interessant aus - soll wohl aufs Arbeiten im Browser vorbereiten.
    Was mich allerdings stört ist, das die Tap-Leiste erneut Platz benötigt - weiss nicht ob mir eine weitere Tab-Leiste über eine Anwendung wirklich zusagt.
    Im Moment nutze ich Themen Desktops - und das funktioniert ziemlich ordentlich.
    NurEinUser

    Die Timeline hingegen: Mal abgesehen vom Datenschutz, wird sich der Nutzen, oder eben auch nicht, erst in der Praxis zeigen.

    Ist im Grunde doch nur eine gepimmte und durch Browser History erweiterte "resent" - also ein visuell aufgehübschter Windows-Verlauf der mit der Funktion des Office-Verlaufs bestückt wird und wohl über die Cloud synchronisiert werden kann.
    muss man mal abwarten wie umfangreich das wirklich ist.
    So lange Edge so unfassbar langsam ist wie derzeit, nützt auch dieses interessante Feature nichts. Bin mir recht sicher, dass man da keinen anderen Browser einbinden können wird.
    Ja, Timeline wird man abschalten können. Die destruktiven Kommentare der Leute, die unbedingt der ganzen Welt mitteilen müssen, wie überflüssig das angeblich ist, leider nicht ;).
    MWP
    ... Diesen Workflow könnte man mit den virtuellen Desktops doch viel sinnvoller nachahmen. Man schließt einen Desktop und der kann in der Timeline wiederhergestellt werden. Ein Fenster wo alles drin läuft wäre mir echt zu nervig ...

    Fände diesen Weg evt. auch etwas besser. So würde man die verschiedenen virtuellen Desktops auch eher nutzen. Generell nutze ich diese Funktion eher selten. Aber schauen wir mal, wie sich das Ganze in der Praxis gibt :)
    Also Timelines klingt interessant.
    Aber Sets finde ich (für meine Arbeits-/Organisationsweise) schrecklich. Gerade wenn ich mehrere Programme für eine Projekt geöffnet habe möchte ich die ja schnell wechseln können (ALT+Tab) oder noch besser auf mehrere Monitore verteilen. Dann mit der Maus einen kleinen Bereich anklicken zu müssen halte ich für einen gewaltigen Rückschritt. Ist aber sicherlich Geschmackssache.
    Was mir seit dem Anfang von Windows 10 fehlt ist die Funktion die verschiedenen geöffneten Desktops zu speichern und auch nach einem Neustart zur Verfügung zu haben. So könnte man Bereiche wie Alltag, Gaming, Design, Office,... klarer von einander trennen, aber glaube nicht mehr daran, dass das noch kommt.
    @DB86: Ich denke, "Geschmackssache" trifft den Kern. Ich zum Beispiel konnte mich mit den virtuellen Desktops in Windows 10 nie so wirklich anfreunden, beim ersten Blick auf "Sets" dachte ich dagegen: Wow, super, das wird mir helfen (ehrlich gesagt dachte ich das bei den virtuellen Desktops aber am Anfang auch, also abwarten).
    Dass man sich seine Windows-Session komplett speichern kann, halte ich allerdings auch für eine wünschenswerte Funktion.
    Also Sets ist sicherlich nicht für jedermann, aber für mich ideal. Eine ganze Sitzung mit mehreren Dokumenten und zwei davon nutze ich täglich, schnell wieder herstellen und komfortabel in einem "Browserfenster" zu haben ist für mich ideal.
    Wer es nicht mag, muss es ja nicht nutzen.
    Martin
    Ja, Timeline wird man abschalten können. Die destruktiven Kommentare der Leute, die unbedingt der ganzen Welt mitteilen müssen, wie überflüssig das angeblich ist, leider nicht ;).

    Windows+R und "recent" - da wird man vermutlich bei sehr vielen eh eine "Timline" finden.
    Ich hoffe wirklich, dass sie es irgendwie hinbekommen, dass die Sets für alle Programme funktionieren. Ich muss auf Arbeit oft mehrere Projekte zeitgleich offen haben und durch die gruselige Umsetzung der virtuellen Desktops, wären die Sets hier deutlich praktischer. Code-Editor, SQL-Datenbank und Git in einem Fenster für jedes Projekt zusammenfassen? Das wäre so viel einfacher und würde die Taskbar nicht unnötig unübersichtlich machen.
    Alternativ können sie gerne aber auch einfach die virtuellen Desktops ausbauen.
    Was ich mir wünschen würde, wären Verknüpfungen, mit denen ich vordefinierte Konfigurationen öffnen könnte, aber das wird wohl wieder einmal nicht passieren.
    Beginnend mit dieser Funktion haben wir laut einer MS eMail auch eine Zwei - Klassen - Gesellschaft bei den Insidern: nur ein kleiner Teil wird die Funktion zum Testen bekommen ;-(((
    >m ersten Blick auf "Sets" dachte ich dagegen: Wow, super, das wird mir helfen (ehrlich gesagt dachte ich das bei den virtuellen Desktops aber am Anfang auch
    >durch die gruselige Umsetzung der virtuellen Desktops, wären die Sets hier deutlich praktischer
    Vielleicht ist das der Punkt. Ich hab jetzt viele Kommentare dazu gesehen, und oft sagen Leute, die das Feature lieber mit den virtuellen Desktops sehen, dass eben diese auch schrecklich umgesetzt sind. Da kann man derzeit die Angst verstehen, dass mit Sets irgendein Feature hingeklatscht wird, dass dann nur leidlich gepflegt wird, wenn es mal da ist. Und das ist das überflüssige: halbgare Funktionen, die andeuten wie man es machen könnte, aber dann über ein halbes Jahr nur unzureichend funktionieren. Und dann hoffen, dass überhaupt ein Update kommt und nicht das nächste Feature lieblos umgesetzt wird.
    Zumal dieses Feature ja anscheinend (wenn ich das richtig gelesen habe) abhängig vom Software-Entwickler ist, und dass wird dann auch den Nutzen stark einschränken. Insbesondere, wenn man dann wieder an die Verknüpfung mit Android und iOS denkt ... Hier hätte W10M auch ein super Demo-System sein können *pfeif* ;)
    Naja, ich möchte Sets und Timeline nicht gross verteufeln bevor ich es nicht ausprobiert hab...meine ersten Gedanken waren aber eher "Ich wünschte MS würde ihre Zeit nicht damit vergeuden Windows immer weiter voll zu stopfen mit Zeug das letztendlich unausgereift ist, statt vorhandenes auszubauen, fertig zu machen und Bugs auszumerzen"
    Ich mein...Timeline ok. Sehen wir dann wie das wird. Ich ahne übles wegen Cortana auf Android und iOS und Sync Problemen auf W10. Hier kommt mir der Benachrichtigungssync zwischen W10M und W10 in den Sinn. Die ewige Beta die so unglaublich schlecht war.
    Sets find ich ne sinnlose Zeitverschwendung. Wir haben V-Desktops und die Taskleiste. Wie wärs denn diese auf die Wünsche der User auszubauen statt ne dritte UI zu machen, die dann auch wieder ihre Macken haben wird bis MS dann mit einer vierten UI um die Ecke kommt, die nochmal alles besser machen soll. Konsistenz nenn ich das, aber MS ist ja schon seit W8 nicht wirklich sehr konsistent. Mir wäre es z.B. auch lieber sie würden mal ein Update damit verbringen Fluent Design fix und fertig zu implementieren statt wie jetzt baukastenmässig wo App Entwickler bei jedem Update die neuen Elemente implementieren/aktualisieren müssen :/
    Typisch auch Insider Programm. Im Feedback Hub gibt es hunderte angefragte Kleinigkeiten und Features, aber nutzt MS das Feedback? Nö. Arme Insider sind nur noch Bugtester für MS.
    Weiß nicht was ich von diesen "Sets" halten soll aber warum nicht, mal anschauen wenn es so weit ist :)
    Was ich in dem Kontext aber nicht verstehe, warum eine lange gewünschte Funktion bis heute nicht umgesetzt wurde - Tabs im Windows-Explorer :rolleyes:
    P.S.:
    ja ich weiß dass es Tools gibt die das ermöglichen oder andere Dateimanager ;)
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