Touch-Input, Skalierung und Netzwerk: Microsoft gibt Entwicklern Tipps für Project xCloud

Touch-Input, Skalierung und Netzwerk: Microsoft gibt Entwicklern Tipps für Project xCloud

Mit Project xCloud ändert sich die Technologie, wie Spiele bereitgestellt werden. Statt sie komplett herunterzuladen und zu installieren, streamt man sie aus der Cloud. Das ist aber längst nicht alles, im Grunde ist das sogar die unbedeutendste Änderung, die das Cloud-Gaming mit sich bringt. Die wesentliche Neuerung ist, dass die Spiele dadurch ihren Weg auf neue Endgeräte finden.

Mit Diensten wie xCloud, Stadia oder wie sie alle heißen mögen bringt man Spiele ohne leistungsfähige Hardware auf Fernseher oder schwachbrüstige Laptops, Microsoft konzentriert sich mit xCloud allerdings zunächst voll und ganz auf den Formfaktor Smartphone. Damit die Spieler dabei auch wirklich Spaß haben, gibt Microsoft den Entwicklern Tipps, wie sie ihre Spiele für ein optimales xCloud-Erlebnis anpassen können. Dabei geht es um drei wichtige Punkte:

Touch-Input

In den Demos sieht man stets die Kombination aus Smartphone und Controller, die sicherlich auch die beste ist. Aber nicht jeder Spieler wird seinen Controller ständig bei sich tragen, darum empfiehlt Microsoft, die am Smartphone übliche Toucheingabe bestmöglich zu unterstützen. Bei komplexen Spielen ist das natürlich nahezu ein Ding der Unmöglichkeit, außerdem kommt das Problem hinzu, dass man mit den Fingern zwangsläufig einen Teil des ohnehin kleinen Bildschirms verdeckt. Für wirklich praktikabel halte ich das daher nicht. Dual Screen Geräte wie das Surface Neo und Duo könnten aber im Landscape-Modus einen virtuellen Controller auf dem unteren Display einbinden – das könnte mit entsprechender Gewöhnung sogar ganz gut funktionieren.

Anpassung an die Bildschirmgröße

Bei meinen bisherigen Tests von Gamestreaming-Diensten war ich überrascht, wie gut sich das Auge während des Spielens an den kleinen Bildschirm gewöhnt. Natürlich ist und bleibt es keine Alternative zum Großbild 4k-TV, aber es funktioniert erstaunlich gut. Wenn es aber beispielsweise in die Einstellungen und andere Menüs geht, dann fällt sofort auf, dass die Darstellung auf einem kleinen Bildschirm nicht vorgesehen ist. Die zweite Empfehlung von Microsoft lautet daher, dies zu ändern und beispielsweise die Menüs adaptiv zu gestalten, damit sie auch am Smartphone gut zu lesen und zu bedienen sind.

Netzwerk-Optimierung

Cloud-Gaming stellt selbstredend besondere Anforderungen an das Netzwerk, bei Multiplayer-Games ist das im Hinblick auf die Chancengleichheit ganz besonders wichtig. Microsoft bietet entsprechende APIs, mit denen ein Spiel jederzeit die wichtigsten Netzwerkparameter ermitteln und darauf basierend optimale Anpassungen vornehmen kann. Entwicklern werden darüber hinaus Tools angeboten, mit denen verschiedene Netzwerkumgebungen simuliert werden können.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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