UPlay+: Auch Ubisoft steigt bei den Abomodellen ein

UPlay+: Auch Ubisoft steigt bei den Abomodellen ein

Microsoft hat den Xbox Game Pass, EA hat seine Access-Programme und nun steigt auch der französische Publisher Ubisoft in den Markt mit Gaming-Flatrates ein. UPlay+ heißt das neue Angebot und wird ab dem 3. September 2019 exklusiv auf dem PC starten. Im kommenden Jahr soll allerdings auch Google Stadia als unterstützte Plattform hinzustoßen. Wie genau die Abomodelle von Ubisoft und Google dann miteinander harmonieren werden, wird eine interessante Frage.

UPlay+ bietet für einen monatlichen Preis von 15 € den Zugriff auf über 100 Spiele, zu denen neben bekannten Klassikern und früheren großen Titeln wie Anno 1800, The Division 2 und Assassin’s Creed Odyssey auch bereits die ganz neuen Projekte wie Watchdogs Legion und Ghost Recon Breakpoint gehören werden. Dabei werden grundsätzlich die besten Editionen der Titel angeboten, sodass alle DLCs und Erweiterungen bereits inklusive sind. Außerdem sollen Abonnenten früheren Zugriff auf finale Releases erhalten und es soll exklusive Beta-Programme geben, an denen die Spieler teilnehmen können.

Wer sich für den Dienst interessiert, findet hier weitere Informationen. Das Abo ist jederzeit kündbar, bei einer Registrierung bis zum 15. August verspricht Ubisoft zudem eine Gratis-Probezeit vom 3. bis 30. September.

Über den Autor
Kevin Kozuszek
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Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.

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Kommentare
  1. Je mehr Anbieter in diesen Markt einsteigen, desto stärker drängt sich die Frage auf: Wie wird das am Ende aussehen? Es gibt ja mehrere dicke Fische im Gaming-Teich, und jeder hat so seine Top-Titel, die er als Zugpferd für entsprechende Abonnements benutzen will.
    Es wird aber niemand ein Dutzend Abos zu je 10-15 Euro monatlich abschließen wollen und dann zusätzlich noch den angeschlossenen Streaming-Dienst bezahlen. Das wird sich irgendwie konsolidieren müssen. Ich sehe nur noch nicht, wie das funktionieren soll. Ein Modell wie Spotify, bei dem sich alle großen Studios einem Anbieter unterordnen, scheint mir da kaum realisierbar.
    Ich sehs schon kommen das wir bald in der Abo-Welt schlechthin leben, wenn man mal kurz überschlägt das man bei den Abo-Modellen die ich kenne schon bei >80€/Monat ist, wird das definitiv nicht besser.
    Office 365: 5€/Monat
    Netflix: 11€/Monat
    Amazon: 8€/Monat
    Spotify: 10€/Monat
    Gamepass + Xbox-Live Gold: 15€/Monat
    Disney+: 10€/Monat (demnächst)
    EA-Access: 10€/Monat
    Uplay+: 15€/Monat (demnächst)
    Man steht halt nach dem Ende der Abos mit absolut nichts da. Und das sind nur die Dienste, die mir spontan eingefallen sind.
    @Martin
    Stell die gleiche Frage mal bei den Videodiensten, da steht uns ja was Ähnliches ins Haus. Noch im Juni startet hierzulande Joyn, bis März 2020 kommt bei uns auch Disney+ auf den Markt und bei Warner und anderen wird an ähnlichen Diensten gearbeitet. Dazu kann man nochmal tiefer tauchen, wenn man speziellere Vorlieben wie z.B. japanische Popkultur (Anime inkl.) oder Sport hat. Das Einzige, was aktuell in einer Konsolidierung ist, ist das TV-Streaming über Internet, wo TV Spielfilm und Magine letztens aufgegeben haben.
    Bei den Games glaube ich aber nicht, dass das eine große Ausgeburt wird. Ubisoft, EA und Microsoft sind absolute Schwergewichte und können sich das leisten, dazu sind Google und Amazon in entsprechenden Positionen. Von den anderen Publishern wie Bethesda, Activision Blizzard, Capcom, Bandai Namco, THQ Nordic etc. ist nicht jeder groß bzw. stark genug dafür oder es passt nicht ins Geschäftsmodell, weil bei Blizzard zum Beispiel WoW oder Diablo so nicht funktionieren würden. Was ich befürchte, wäre noch ein Einstieg von Tencent, weil die ja u.a. an PUBG und Epic beteiligt sind. Ansonsten würde ich eher tippen, dass besonders Google und Microsoft durch (exklusive?) Partnerschaften dann zu Sammelbecken werden.
    Mit dem Prinzip "Nutzen statt besitzen" könnte ich mich grundsätzlich anfreunden, ich bin nicht mehr so der Jäger und Sammler wie früher. Meine Plattensammlung steht im Keller und der Karton mit den CDs gleich nebendran.
    Aber die Summe der Kosten, die da zusammen kommen, ist in der Tat beachtlich. Ich denke allerdings, man wird uns keine Wahl lassen, denn das Abo-Modell ist ja für jeden Anbieter attraktiv.
    @Kevin: Jepp, dass Microsoft sich ein Studio nach dem anderen einverleibt, dürfte genau diesen Hintergrund haben. Darum hielt ich auch das Gerücht bezüglich EA für nicht zu weit her geholt. Wenn sich dieses Geschäftsmodell beim Gaming durchsetzt, dann wird nicht mehr als eine Hand voll Studios über bleiben - es kann gar nicht anders gehen.
    dancle
    Ich sehs schon kommen das wir bald in der Abo-Welt schlechthin leben, wenn man mal kurz überschlägt das man bei den Abo-Modellen die ich kenne schon bei >80€/Monat ist, wird das definitiv nicht besser.

    Genauso ist es, und, das ist auch das Hauptproblem, das ich mit Abo-System habe, zumindest, wenn diese exklusiv laufen, ohne die Möglichkeit, sich stattdessen etwas zu kaufen.
    Außerdem, nennt mich altmodisch, aber... ich besitze lieber etwas, anstatt es zu mieten, und zu verlieren, wenn ich nicht mehr zahle. So ticke ich einfach nicht. Und, ich denke, das gilt so auch für die allermeisten anderen Menschen.
    Martin
    Mit dem Prinzip "Nutzen statt besitzen" könnte ich mich grundsätzlich anfreunden, ich bin nicht mehr so der Jäger und Sammler wie früher. Meine Plattensammlung steht im Keller und der Karton mit den CDs gleich nebendran.
    Aber die Summe der Kosten, die da zusammen kommen, ist in der Tat beachtlich.

    Ich bin da ein gebranntes Kind, nachdem mich mein alter Provider einen Monat vor der Kündigung abgeschaltet hat, war ich über jede physikalische Habseligkeit in Form von DVDs, Spielen und Blurays dankbar. Das hat mir einen bösen verwundbaren Punkt gezeigt, ohne Netz geht nichts.
    Ich sehs schon kommen das wir bald in der Abo-Welt schlechthin leben, wenn man mal kurz überschlägt das man bei den Abo-Modellen die ich kenne schon bei >80€/Monat ist, wird das definitiv nicht besser.
    Office 365: 5€/Monat
    Netflix: 11€/Monat
    Amazon: 8€/Monat
    Spotify: 10€/Monat
    Gamepass + Xbox-Live Gold: 15€/Monat
    Disney+: 10€/Monat (demnächst)
    EA-Access: 10€/Monat
    Uplay+: 15€/Monat (demnächst)
    Man steht halt nach dem Ende der Abos mit absolut nichts da. Und das sind nur die Dienste, die mir spontan eingefallen sind.

    Spiele gibt es bei GOG zu kaufen. Der ganze Medien-(streaming-)Kram interessiert mich nicht. Monatliche Kosten: nur das was ich kaufe.
    Ok, ich habe tatsächlich noch ein Office Abo. Warum eigentlich? Muss weg.
    Befürchte, das Raubkopien wieder richtig Mode werden, wäre es nicht besser, wenn alle sich zu einem Dienst zusammenschließen und es gemeinsam vertreiben? Ok könnten die Preise so hochmachen wie sie wollen dann, aber so verliert doch auch wiederum jeder, ich glaub kaum das einer überall ein Abo extra machen wird, sondern immer hin und her wechseln wird.
    Beim einer gemeinsamen Plattform könnten die Kosten teilen und so ausbezahlen, wie oft was genutzt wird. Kann eh keiner alles nutzen aufeinmal
    Gegen Trends kann man sich eh nicht wehren. Ich gehe davon aus, dass es sich, wie bei Musik und Filmen, durchsetzen wird, mit den Abosystemen bei Videospielen. Bis dahin bin ich hoffentlich überhaupt nicht mehr interessiert an dem ganzen Kram. ;)
    Das ganze läuft noch nicht mal richtig und viele weinen schon ohne das sie einen der Dienste angetreten sind. Bisher kann man beides. Kaufen und Abo. Und ja, sogar noch immer oldschool mit CD.! Vielleicht gibt man dem Vorsteller erstmal Luft zum atmen und hört sich das ganze mal an, bevor jetzt schon alles schlecht gemacht wird. Für den einen oder anderen wünsche ich mir, dass das Interesse vergänglich ist.
    ja wenn sie es gemainsam machen. aber wenn es da ein paar gibt kommt da ganz schön was zusammen im Monat.
    würde so was z.b über Microsoft laufen wo alle sind wäre das was anders. Abo in mehr Stufen würde Sinn machen. nicht jeder ist ein Dauerzocker.
    Stadia "umsonst" und UPlay Plus (bei 15 EUR) wird interessant. Kann mir gut vorstellen das mal 2-3 Monate zu buchen um ein paar Spiele zu zocken.
    Du bringst da einen interessanten Aspekt ins Spiel, den ich bisher ehrlich gesagt noch gar nicht so wirklich auf dem Schirm hatte: Warum sollte man sich eigentlich dauerhaft an ein Abonnement binden und nicht fröhlich hin und her springen? So hätte man bei gleichbleibenden Kosten noch mehr Abwechslung. Das setzt natürlich voraus, die eigene Trägheit zu überwinden - von der ja restlos alle Abonnement-Anbieter profitieren, von der Lokalzeitung übers Fitness-Studio bis zum Game Pass :).
    sehe ich ähnlich: 2 Monate kaufen alles spielen was es zu spielen gibt, abbestellen und paar Monate warten bis wieder genug neues drin ist was man will. wird die einzige Möglichkeit sein die ein Geldbeutel in Zukunft überlebt. und ein Hoch auf MS Rewards und dadurch "gratis" Angebote die nicht gratis sind aber nicht mein geld belasten.
    Ich habe es kommen sehen, in zwei Jahren muss man 10 Abos und jeder wird bei 10 steamähnlichen Plattformen einen Account haben, und hat noch 5 Abos fürs Videostreaming. Da das jedem zu viel wird, wird er sich früher oder später für einen Anbieter entscheiden und der fragmentierte Markt wird sich selbst wieder defragmentieren müssen. Mir sind ein bis zwei Anbieter lieber als zig konkurrierende, denn in diesem Fall belebt Konkurrent nicht das Geschäft, sondern einfach nur den Nervfaktor und den Unlustfaktor, weil viele kleine Summen am Ende des Monats einer sehr großen entsprechen. UPlay wird wohl nicht ewig durchhalten, vielleicht als erste Plattform wieder schließen, die Franzosen sind nicht bekannt für lange Atemzüge.
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