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Verdacht auf unzulässige Preisgestaltung: Schweizer Wettbewerbshüter ermitteln gegen Microsoft

Verdacht auf unzulässige Preisgestaltung: Schweizer Wettbewerbshüter ermitteln gegen Microsoft

Microsoft droht Ungemach in der Schweiz. Die eidgenössische Wettbewerbskommission WEKO hat ein offizielles Ermittlungsverfahren gegen den Redmonder Konzern eingeleitet. Es geht um die Preise für Microsoft 365.

Anfang Dezember hatte Microsoft teils deftige Preiserhöhungen angekündigt. Ab Juni sollen Kunden für die Nutzung von Microsoft 365 deutlich mehr bezahlen als bisher (siehe Bericht). In den vergangenen Jahren hat es bereits mehrere Preiserhöhungen gegeben, zudem wird für einige Komponenten, die vorher kostenlos enthalten waren, ein Aufpreis fällig.

Dies hat jetzt die WEKO auf den Plan gerufen. Man habe eine „Vorabklärung“ gegen Microsoft in der Schweiz eröffnet, heißt es auf deren Webseite. Man will prüfen, ob die Preiserhöhungen den Tatbestand unzulässiger Wettbewerbsbeschränkungen im Sinne der Schweizer Kartellgesetze erfüllen.

In der knapp formulierten Mitteilung heißt es, die Behörde habe aufgrund der Preisänderungen mehrere Anzeigen erhalten. Diese gilt es jetzt zu prüfen. Sollte sich der Anfangsverdacht bestätigen, könnte eine „eingehende Untersuchung“ folgen. Welche konkreten Strafen oder Sanktionen sich daraus ergeben können, teilt die Behörde nicht mit.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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