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Wenn ein Tweet nicht reicht: Tschüss Irene, alles Gute für dich!

Wenn ein Tweet nicht reicht: Tschüss Irene, alles Gute für dich!

Irene Nadler von Microsofts deutscher PR-Abteilung hat heute via Twitter ihren Abschied angekündigt. Drei Jahrzehnte hat sie bei Microsoft verbracht, für viele Medienmenschen war sie in dieser Zeit „das Gesicht“ von Microsoft Deutschland.

Ich habe zwar bereits eine Antwort auf ihren Abschieds-Tweet hinterlassen, aber das scheint mir nicht genug, auch wenn ich mir im Klaren darüber bin, dass viele Leser sie mutmaßlich überhaupt nicht kennen. Gerade deshalb ist es mir ein persönliches Bedürfnis, an dieser Stelle ein paar Worte zu verlieren.

Im Jahr 2007 habe ich mit dem Bloggen angefangen, und wie jeder Anfänger musste ich mir zunächst einmal einen Namen machen und teilweise echt darum kämpfen, von den Firmen ernstgenommen zu werden. Dabei erlebt man naturgemäß so manche Enttäuschung, und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich es bei Microsoft leichter hatte als bei allen anderen. Der Kontakt mit Microsoft in Person von Irene war allerdings vom ersten Tag an dennoch angenehm, weil ich nie das Gefühl hatte, arrogant oder „von oben herab“ behandelt zu werden. Da könnte ich über manche Hersteller ganz andere Geschichten erzählen.

Im Laufe der Jahre haben sich über den Kontakt zu Irene allerdings viele Türen für mich geöffnet, von denen ich mir ziemlich sicher bin, dass sie mir als „kleinem Blogger“, der ich nach wie vor bin, ansonsten verschlossen geblieben wären. Außerdem, und das ist viel wichtiger: Es entwickelte sich darüber hinaus eine äußerst angenehme menschliche Verbindung. Das mag an unseren gemeinsamen badischen Wurzeln liegen, allerdings kommt dieses Lob heute auch von zahlreichen Medienleuten: Irene war eine jederzeit professionelle und zuverlässige PR-Ansprechpartnerin, sie war und ist aber vor allen Dingen ein sehr angenehmer Mensch, mit dem man einfach gerne Zeit verbringt.

Vielleicht wundern sich Manche beim Lesen dieser Zeilen, wie ich jemanden aus Microsofts PR-Abteilung derart über den grünen Klee loben kann, wo ich doch sonst keine Gelegenheit auslasse, über Microsofts Unfähigkeit zur Kommunikation zu lästern. Letzteres bezieht sich allerdings auf das Unternehmen als Ganzes und zielt eher auf die Konzernzentrale ab. Irene hat dabei oft genug die Feuerwehrfrau gespielt, wenn Redmond mal wieder einen Brand gelegt hat.

Einen ganz persönlichen Bezug zu Dr. Windows hat Irene dadurch, dass die Community Days in München ohne ihre Unterstützung niemals hätten stattfinden können. Alleine dafür werden wir ihr auf ewig dankbar sein.

Microsoft ohne Irene? Aktuell für mich gar nicht vorstellbar. Ich werde sie schrecklich vermissen, auch wenn sie nun gehen wird, ohne mir je irgendein Geheimnis verraten zu haben. Ich habe unzählige Male versucht, ihr etwas zu entlocken, wenn es beispielsweise um kommenden Produkte ging. Sie hat immer dicht gehalten, aber sie hatte eine Art „Geheimcode“. Die Art und Weise, wie sie mir nicht geantwortet hat, hat mir dennoch sehr oft weitergeholfen.

Und jetzt bleibt mir nur noch zu sagen: 1.000 Dank Irene! Und alles erdenklich Gute im neuen Lebensabschnitt.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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