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Windows 10 19H2 wird eine Art Service Pack – Insider-Tests haben begonnen

Windows 10 19H2 wird eine Art Service Pack - Insider-Tests haben begonnen

Nach einer langen Phase des Schweigens hat Microsoft endlich über das kommende Herbst-Updates für Windows 10 gesprochen, dabei aber irgendwie doch nichts verraten, was wir alle schon zu wissen glaubten: Das Herbst-Update wird eigentlich gar keines, sondern eher ein Service Pack für das Mai 2019 Update. Außerdem wurden die Änderungen am Insider-Programm, die ich zuvor schon mehrfach angerissen hatte, ebenfalls bestätigt.

Der Test des 19H2-Updates findet im Slow Ring statt, denn der Fast Ring ist ja bereits in Richtung 20H1 unterwegs. Nach meinen Infos ist das keine einmalige Aktion, sondern eine dauerhafte Änderung. Slow und Fast Ring werden künftig nicht mehr im selben Release unterwegs sein (Anmerkung: Nach dem Release von 20H1 wird Insider Programm sowieso alles anders werden, die Details sind derzeit aber noch unklar).

Dass es sich beim 19H2-Update technisch gesehen nicht um eine neue Version von Windows 10 handelt, sieht man schon an der Build-Nummer 18362.10000, die am Montagabend für die Insider im Slow Ring freigegeben wurde. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird es also keine Änderungen am Kernel oder am Treiber-Modell geben.

Was ist drin in 19H2? Laut Microsoft wird 19H2 eine Sammlung aller Sicherheits- und Bugfix-Updates für das Mai 2019 Update sein, ergänzt um zusätzliche Funktionen (mit dem Fokus auf Unternehmen) und weiteren Qualitätsverbesserungen. Für alle Nutzer, die bereits die Version 1903 (Mai 2019 Update) besitzen, installiert es sich wie ein „gewöhnlicher Patch“ via Windows Updates.  Wer auf Version 1809 oder einer früheren Version von Windows 10 sitzt, der bekommt 19H2 als Feature-Upgrade, es gibt da also keinen „Umweg“ über 19H1.

Über neue Funktionen will Microsoft zu einem späteren Zeitpunkt sprechen. Ich gehe davon aus, dass es sich im Wesentlichen um Updates für integrierte Apps oder kleine Änderungen handelt, die grundsätzlich ohnehin jederzeit vorgenommen werden könnten, weil sie unabhängig vom „Unterbau“ sind.

Ich habe meinen Kommentar hierzu bewusst in einen separaten Beitrag ausgelagert, weil dieser die eine oder andere freie Interpretation enthält – auf die ich allerdings zu wetten bereit bin: Halbjährliche Windows 10 Updates: Das Ende ist nah

 

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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