Windows 10 bekommt feste Speicher-Reserve für Updates und temporäre Dateien

Windows 10 bekommt feste Speicher-Reserve für Updates und temporäre Dateien

Fast jeder PC-Nutzer hat es schon erlebt, dass sein Computer langsam wurde oder Updates sich nicht mehr installieren ließen, weil Windows keinen Platz mehr für temporäre Dateien hatte. Ab der kommenden Version soll dieser Fall nicht mehr auftreten, dann bekommt Windows 10 eine neue Funktion mit dem Namen „Reserved Storage“, also reservierter Speicher.

Ist diese Option aktiv, reserviert sich Windows 10 mindestens 7 Gigabyte der Festplatten-Kapazität für temporäre Dateien, heruntergeladene Updates und dergleichen. So soll verhindert werden, dass es zu einem Flaschenhals kommt. Die Datenträgerbereinigung wird in diesem reservierten Speicherbereich für Ordnung sorgen. Wie viel Platz tatsächlich reserviert wird, hängt von der Windows-Edition, den installierten Features, Sprachpaketen und anderen Faktoren ab.

„Reserved Storage“ wird ab der Windows 10 Version 1903 bei jedem neuen PC und jeder Neuinstallation standardmäßig aktiv sein. Im Umkehrschluss könnte das bedeuten, dass die Option bei einem Upgrade von 1809 auf 1903 nicht automatisch eingeschaltet wird. So ganz durchsichtig ist das aber noch nicht, denn die Beschreibung von Microsoft liest sich so, also könne man den Reserved Storage nicht einfach selbst ein- und ausschalten, vielmehr scheint es „fest eingebaut“ zu sein.

Man muss nicht viel Phantasie haben, um sich vorzustellen, dass diese Funktion kontrovers diskutiert wird, denn der reservierte Speicherplatz bedeutet ja gleichzeitig, dass der frei verfügbare Speicherplatz verkleinert wird. Es wird sicher nicht lange dauern, bis die ersten Guerilla-Tipps wie „so verhindern sie den Speicherklau durch Microsoft“ auftauchen.

Wenn es denn zuverlässig funktioniert, ist das allerdings eine gute Sache. Temporär wird dieser Platz ja sowieso benötigt, also ist es in der Tat besser, der Nutzer sieht ihn gar nicht erst. Wenn Windows außerdem auf sich selbst aufpasst und in dem für Wartungsaufgaben reservierten Speicherbereich Ordnung hält, dann sollte es auch nicht mehr zu gigantisch ausufernden Temp-Ordnern führen, die plötzlich die halbe Festplatte zumüllen.

Wer Windows Insider ist, der kann die neue Funktion durch einen Eingriff in die Registry aktivieren. Dazu muss unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\ReserveManager der Wert für den Eintrag „ShippedWithReserves“ von 0 auf 1 geändert werden. Mit Installation der nächsten Insider-Build wird der reservierte Speicher aktiviert.

Quelle: Microsoft

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Na ja, wer seinen Speicher vollmüllt, tut das so oder so.
    Bei Tabletts und Netbooks mit eh schon wenig Speicherplatz können 7 GB bereits weh tun.
    Sicher, 2,5 '' HD's mit 1 TB Speicherplatz gibts für ~50 €, SSDs in dieser Größe sind jedoch ein Mehrfaches teurer.
    Meine Frage ist daher auch, an welcher User-Gruppe orientiert sich MS?
    Danke für den Tipp. Habe es gerade nachvollziehen wollen und gefunden, dass in der aktuellen Insider Fast (18309) der Wert eingetragen und auf 1 gesetzt ist.
    Ich sehe schon das Geheule: "UWAÄHHHH mein Windows verbraucht soviel festplatten platz seit dem Update. 7 GB weniger. So ein Speicher Fresser. so ein doofes teil. ich hasse Windows UWAÄHHHH Microsoft kann nix richtig machen Windows ist doof nun müllt es auch noch unsinnig die Festplatte zu WÄHHHH"
    "Ach bin ich froh das ich noch auf Windows 7 bin. Windows 10 ist ja so kacke und MS kann nix richtig machen. Mein Windows 7 verbraucht nie so viel Platz"
    usw, usf....
    @Grisu_1968:
    Ich kann nur hoffen, das eine versteckte Partition dafür genommen wird.
    Was wirklich ärgerlich sein kann ist, wenn man gerade einmal 32GB HDD,SSD,M.2 hat.
    Finde es auch etwas verantwortungslos, so wenig Speicher zu verbauen. 256GB SSD/M.2 und 8GB RAM, sollte man schon haben.
    Ich bin am überlegen, wie ich meine 256GB M.2 auf 1TB umziehen lassen kann. Spiegeln und so weiter habe ich schon gehört und gelesen, aber noch nie gemacht. :-|
    @Sonnschein
    Warum sollte Windows eine versteckte Partition anlegen? Diese Funktion scheint sich ja mit einem Registrywert ein- und ausschalten zu lassen, dann wäre eine versteckte Partition aber schlicht etwas ungünstig. Zumal Windows schon einen solchen Platz besitzt, der dem Zugriff des Benutzers entzogen ist und eine reservierte Grösse besitzt. Der Ordner "System Volume Information" erfüllt diese Funktion des reservierten Platzes nämlich jetzt schon, indem er die Wiederherstellungspunkte (mit reservierter Grösse) und Schattenkopien (gleichfalls mit reservierter Grösse) aufnimmt. Und dem könnte dann auch der Platz für die Speicherreserve zugeschlagen werden.
    Diese Reserve könnte sogar so aussehen, dass sie erst zum Tragen kommt, wenn der freie Platz auf dem Laufwerk so gering wird, dass Windows eine Schranke einziehen muss. Mit anderen Worten, es könnte sein dass man gar keine Kapazitätsveränderung feststellt, sondern Windows sich irgendwann schlicht weigert zusätzliche Dateien zu speichern, weil eben die Schwelle 7 GB unterschritten werden könnte.
    Es wird sowas sein wie die MFT$ Datei im Root einer jeden NTFS Formatieren Platte, man kann sie mit normalen Mitteln nicht sehen, aber die Datei wo alle Dateiinfos gespeichert werden ist da.
    Auf diesen Müll habe ich gewartet! Nur weil viel zu viele inkompetente Anwender ihre längst schrottreife, überbetagte Low-Budget-Müll-Hardware nicht in den Griff kriegen muss ich einen Teil des Speichers opfern, den ich von der nutzlosen Pagefile abgewonnen habe.
    Na, so viel Speicher habe ich locker frei.
    @KnSN: Wenn Du so ne Geile Platte hast sollte das doch kein echtes Probelm sein?! ;-)
    Warum sollte man das befürworten? Nur weil ab und zu für ein Update _bis zu_ 7 GB gebraucht werden - vermutlich eher 2 Upgrades pro Jahr, werden diese einfach reserviert, egal was kommt - und davon 363 Tage im Jahr umsonst? Nur weil man für ein Update soviel Platz braucht, heißt es nicht, dass man den immer frei lassen muss. Dann will ich zum Beispiel mal für den Urlaub eine Handvoll HD Filme mitnehmen, das Upgrade mach ich unterwegs eh nicht (weil es kein Internet gibt).
    Ist ein neues NTFS Feature:
    "
    Instead we designed an elegant solution that would require new support being added to NTFS. The idea is NTFS provides a mechanism for the servicing stack to specify how much space it needs reserved, say 7GB. Then NTFS reserves that 7GB for servicing usage only. What is the effect of that? Well the visible free space on C: drops by 7GB, which reduces how much space normal applications can use. Servicing can use those 7GB however. And as servicing eats into those 7GB, the visible free space on C: is not affected (unless servicing uses beyond the 7GB that was reserved). The way NTFS knows to use the reserved space as opposed to the general user space is that servicing marks its own files and directories in a special way.
    "
    (Craig Barkhouse )
    Warum sollte man das befürworten? Nur weil ab und zu für ein Update _bis zu_ 7 GB gebraucht werden - vermutlich eher 2 Upgrades pro Jahr, werden diese einfach reserviert, egal was kommt - und davon 363 Tage im Jahr umsonst? Nur weil man für ein Update soviel Platz braucht, heißt es nicht, dass man den immer frei lassen muss. Dann will ich zum Beispiel mal für den Urlaub eine Handvoll HD Filme mitnehmen, das Upgrade mach ich unterwegs eh nicht (weil es kein Internet gibt).

    Was ist an 7 gb so schlimm das ist doch nichts und fotos usw warum das erst aufn lappi ziehen anstatt auf ne externe Festplatte die man dann beispielweise auch an einen Fernseher anschließen kann?
    Bei zwei meiner drei Geräte kann sich Windows ruhig die 7GB Speicher nehmen, bei meinem dritten Gerät wird das Upgrade dann per getakteter Verbindung geblockt - Tablet mit 32GB Speicher.
    Den Sinn dahinter kann ich allerdings nicht nachvollziehen: Weshalb ist Microsoft der Meinung, das Windows reservierten Speicher für Updates bedarf? Wie wäre es stattdessen mit weiterdenken und eine Art "Seamless Update" (Android lässt grüßen) einführen?
    Eigentlich ein sehr gutes Feature. Nur wenn wie beschrieben, dann Microsoft-Typisch Hirnrissig umgesetzt.
    Gut ist schon mal das ein Update nicht "mittendrin" wegen mangelndem Platz fehlschlagen kann - z.B. weil ein anderer Prozess waehrend des Updates die Platte mit extrem wichtigen Daten gefuellt hat.
    Schlichtweg falsch ist es den Platz immer zu reservieren. Der sollte erst vor dem Update bzw. dessen Download reserviert werden - wenn der dann nicht da ist gibts halt kein Update.
    Wie soll dieser Speicherpool reserviert werden können wenn er indessen nicht gegeben ist? Wünschst Du dann die Löschung einiger Deiner, damit er existiert? Exakt dafür ist es da, dass euresgleichen Unzulänglichkeit diesen Speicher nicht klaut. Ich hinterfrage mich sowieso wie dieser Speicher nicht gegeben sein kann. Eine HDD als Systemdatenträger mit nur noch 5 GB genügt damit das System lahmt. Ich will gar nicht wissen, in wie vielen kleinen Teilen sich dieser Freispeicher dann aufteilt, das lahmt dann so richtig. So kann man ein System gar nicht nutzen. In mindestens 10 GB zusammenhängender Freispeicher und 20 GB in vielen Fragrmenten, ergibt nach durchschnittlichem Fragmentierungsgrad 15 GB, müssen gegeben sein.
    An sich keine schlechte Sache für alle Nutzer, welche sich eben nicht näher mit dem System beschäftigen sondern es nur einfach nutzen wollen. Da dieses der überwiegende Teil der Windows Nutzer ist, würde ich diese Funktion begrüßen.
    Der Sinn der dahinter steckt ist ja durchaus berechtigt, dann sollte aber Microsoft auch die Systemvoraussetzung ab ändern: 16 GB für das 32-Bit-Betriebssystem oder 32 GB für das 64-Bit-Betriebssystem stimmt ja dann nicht mehr so ganz.
    Für uns Tech Freaks ist es recht leicht ab zu schätzen, wie viel Speicherplatz ich für Windows und Programme benötige unter Umständen lassen sich auch einige Programme auf andere Datenträger installieren.
    Aber den Normal User verkauft man eben weiterhin Geräte mit einer viel zu kleinen Systemfestplatte, möglichst noch fest Verlötet.
    Eigentlich ein sehr gutes Feature. Nur wenn wie beschrieben, dann Microsoft-Typisch Hirnrissig umgesetzt.
    Gut ist schon mal das ein Update nicht "mittendrin" wegen mangelndem Platz fehlschlagen kann - z.B. weil ein anderer Prozess waehrend des Updates die Platte mit extrem wichtigen Daten gefuellt hat.
    Schlichtweg falsch ist es den Platz immer zu reservieren. Der sollte erst vor dem Update bzw. dessen Download reserviert werden - wenn der dann nicht da ist gibts halt kein Update.

    Ich hatte diese Idee auch. Zu Beginn eines Updates wird der benötige Speicherplatz berechnet und anschließend reserviert. Da kann ja meinetwegen auch ein großer Puffer für unvorhergesehene fake Fälle dein sein. Und wenn es in diesem Moment nicht genügend Speicherplatz gibt, wird eine klare und deutlicher Fehlermeldung ausgegeben. Und zwar eine, die jeder sofort versteht und für die man nicht erst einen Fehlercode entschlüsseln muss.
    Problematisch ist diese Funktion doch sowieso nur für Hersteller und Kunden, welche die Meinung vertreten, Windows inkl. Nutzerdaten müsse auch auf einer 30 GB SSD einwandfrei laufen. Alle anderen wissen, daß für Windows ohne Nutzerdaten und Programme je nach Größe von Ruhezustands- und Auslagerungsdatei und damit abhängig vom verfügbaren Arbeitsspeicher so 30 bis 40 GB einplant werden sollten. Auf solchen Systemen fallen dann aber auch 7 GB "geklauter" Platz nicht auf.
    Alle, die hier wieder fordern, daß Microsoft das transparenter und abschaltbar machen sollte, sollten bedenken, daß dann eben die Ziele dieser Funktion nicht verwirklicht werden könnten.
    wesentlich sinnvoller als das würde ich vor allem bei Upgrades die Möglichkeit finden, eine SD Card, oder sogar notfalls einen USB Stick als temporären Zwischenspeicher nutzen zu können. In meinem dritten Tablet (das ich aber immer noch gerne nutze) wird es sonst ein bisschen knapp, und ich muss erst aufräumen, alles Mögliche verschieben, nur damit das Upgrade rüber kommt. danach ist dann alles wieder ok.
    Wozu ich mir 7 GB permanent reservieren soll, die ich maximal ein mal im Monat brauche, oder gar einmal im halben Jahr, erschließt sich mir nicht. Außer MS will den Neugeräteverkauf ankurbeln.
    Dann sollten sie aber ihre 64 GB Variante des Surface Go am besten auch gleich einstampfen, denn wer damit ein bisschen was machen will, wird kaum noch zusätzliche 7 GB MS Spielplatz übrig haben (man will ja nicht auf 2 bis 5 GB Reserve Arbeiten)
    Ideen gibts.....
    Es bringt doch immer wieder die meisten Clicks, wenn zwei Fraktionen übereinander herfallen können. Da sind die einen, die ihre Terabyte nie vollbekommen und deshalb 7 GB reservierten Platz mit einem Achselzucken abtun, und die mit dem Mini-PC mit 32 GB MMC zum Streamen hinter dem TV. Ich hoffe für die letztgenannten, die Funktion lässt sich abschalten und es wird eine Funktion zur Einbeziehung von SD oder USB-Speicher eingebaut.
    die mit dem Mini-PC mit 32 GB MMC zum Streamen hinter dem TV.
    Sofern der bei einem 64-Bit-System mehr als 2 GB RAM hat und auf dem Speicher auch noch anderes als Windows liegt, läuft das Gerät außerhalb jeglicher Spezifikation. https://www.microsoft.com/de-de/windows/windows-10-specifications Beschweren brauchen sich diese Nutzer also nicht bei Microsoft, sondern beim Händler bzw. Hersteller, die ihnen das als Windows-kompatibel angedreht haben.
    Wenn man ehrlich ist: das Problem liegt eigentlich viel tiefer und hat vier Buchstaben: NTFS. Ich frage mich was aus dem "anderen" Filesystem geworden ist unter das Windows laufen sollte.
    Am besten waere etwas ala ZFS - da wuerde ein OS-Update wie folgt aussehen: von dem OS-Dataset (Datasets sind sowas wie Partitionen ohne die Festplatte umpartitionieren zu muessen) wird ein Snapshot erstellt und "gecloned" so das man ein zweites OS-Dataset hat. Dabei nimmt so ein "Clone" kaum Speicher weg und kann man ihn im laufenden betrieb updaten wie man lustig ist. Geht dabei der Plattenplatz aus, dann macht das nichts. Das OS-Dataset in Benutzung wurde ja nicht veraendert...
    Danach wird einfach ein Neustart auf den Clone durchgefuehrt.
    War das mit dem Updaten an sich schon eine bloede Idee kann man einfach wieder in das originale OS-Dataset booten. War das Update gut so kann man den nicht mehr benoetigten Speicherplatz freigeben indem man den Snapshot loescht.
    Das ganze ist noch viel Besser als es sich liest - wurde fuer Suns Solaris entwickelt das immer noch da verwendet wird wo Datensicherheit und Integritaet oberste Prioritaet hat (insbesondere Banken, Versicherungen etc.).
    BTW: ZFS gibts nicht nur als OpenSource, sondern die verwendeten ACLs entsprechen denen von Windows...
    Über bestehende Geräte müssen wir ja eigentlich gar nicht nachdenken. Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, greift das Feature nicht bei Updates, sondern nur bei Neuinstallationen. Und das tun wohl nur wenigsten mit ihren Surf-Tablets.
    Das spricht mMn auch für eine versteckte Partition, die bei (Neu-)Installation eingerichtet wird.
    Für das Update ein externes Medium zu nutzen, fände ich in jedem Fall eine gute Lösung für Bestands-Geräte.
    @nada
    Wenn man sich die Übersetzung des hier: https://www.drwindows.de/kommentare/152758-windows-10-bekommt-feste-speicher-reserve-fuer.html#post1655631 eingefügten Zitats durchliest:
    "Stattdessen haben wir eine elegante Lösung entwickelt, die eine neue Unterstützung für NTFS erfordert. Die Idee ist, dass NTFS einen Mechanismus für den Servicestapel bereitstellt, um anzugeben, wie viel Platz er reserviert benötigt, z.B. 7 GB. Dann reserviert NTFS diese 7 GB nur für die Wartung. Was ist die Wirkung davon? Nun, der sichtbare freie Speicherplatz auf C: sinkt um 7 GB, was den Speicherplatz reduziert, den normale Anwendungen nutzen können. Für die Wartung können diese 7GB jedoch verwendet werden. Und da die Wartung in diese 7GB eindringt, ist der sichtbare freie Speicherplatz auf C: nicht betroffen (es sei denn, die Wartung nutzt mehr als die reservierten 7GB). Die Art und Weise, wie NTFS weiß, den reservierten Speicherplatz im Gegensatz zum allgemeinen Benutzerplatz zu nutzen, besteht darin, dass die Wartung ihre eigenen Dateien und Verzeichnisse auf besondere Weise markiert."
    dann spricht das eher nicht für eine versteckte Partition, die zudem auch nicht jederzeit einfach mal in ihrer Grösse angepasst werden kann, sondern für ein reines NTFS Feature, das auf dem Systemlaufwerk (oder sogar mehreren Laufwerken) einen reservierten Bereich einrichtet, der alleine durch den Servicing Stack genutzt werden kann.
    Und damit ist dann auch klar, warum eine Neuinstallation von 1903 vonnöten ist, um dieses Feature zu aktivieren. Das Dateisystem muss neu geschrieben werden, damit diese Erweiterung von NTFS nutzbar wird.
    @areiland
    Stimmt. Keine eigene Partition.
    Du bestätigst damit ja, dass es nur Neuinstallationen betrifft. Also eigentlich nur halb so wild, oder?
    @nada
    Alles halb so wild!
    Und es gibt eine eventuelle Möglichkeit, dieses Feature später auch wieder abzuschalten. Denn in der InsiderVersion existiert in der Registry der Schlüssel "HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\ReserveManager", mit dem Dword-Wert "ShippedWithReserves", über den man diese Reservierung ein- (1) bzw. ausschalten (0) kann. Möglicherweise bleibt diese Abschaltmöglichkeit auch über die Insiderversionen hinaus erhalten und lässt es zu, dass man die Reservierung darüber auch später wieder deaktiviert.
    Denkbar ist auch, dass MS das nach entsprechendem Feedback wieder fallen lässt oder abmildert und diese Funktion nur teilweise oder gar nicht in die Releases einzieht.
    Sollte die Abschaltmöglichkeit erhalten bleiben, wird sie entsprechend auch Einzug in mein Winset10 halten.
    "
    Wie wäre es stattdessen mit weiterdenken und eine Art "Seamless Update" (Android lässt grüßen) einführen?
    "
    Das Android-Feature gefällt mir nicht, verbraucht den Platz für 2 OS Installationen und erschwert das Flashen von ROMs und Modifikationen durch das A/B Chaos.
    Hm...ich habe hier im lokalen Rechner eine 300 GB-Platte.Von der sind aktuell 43,6GB belegt.
    An Daten/Programmen haben ich aber mehrere TB in der Cloud und auf dem NAS liegen.
    Wegen 7GB müsste ich mir also keinen Kopf machen.Dennoch werde ich diese Funktion
    abschalten wenn möglich...einfach nur, weil ich MS nicht das Recht einräume sich
    beliebig an den Rechnerressourcen zu bedienen. Denn ich alleine entscheide wofür
    ein OS Speicherplatz verbrauchen darf...und wofür nicht(deshalb habe ich auch alle
    Windows-Store-Apps vom Rechner gelöscht...weil die IMO durchgängig Müll sind).
    Also habe ich das jetzt richtig verstanden? Da gibt es Leute, die sich wegen 7GB weniger Plattenspeicher ärgern? Haben wir 1999 oder 2019? Ach, egal...
    @FirstWatt: ja, auf meiner fünften Maschine. Die ich Trotzdem gerne nutze (da 8")....
    ...und glaube mir, ich habe auch genug Maschinen wo ich gar nicht auf den Füllstand der SSD gucke, bzw den jetzt aus dem Kopf wüsste, und 7GB völlig egal sind.
    Braucht ihr neues Futter für die Diskussion? Auf meinem Surface Book 2 ist der Reservierte Speicher mit der neuen Build 18312 nun aktiv: 24 GB. Microsoft sagt ja, mindestens 7 GB, je nach Konfiguration aber auch mehr. Viel mehr :D.
    Sie fehlen allerdings nirgends. 5 GB weniger freien Speicher habe ich (nach Datenträgerbereinigung), das ist der einzige Unterschied, den ich sehe.
    @Martin
    Diese Möglichkeit hatte ich ja hier: https://www.drwindows.de/kommentare/152758-windows-10-bekommt-feste-speicher-reserve-fuer.html#post1655558 schon angedeutet. Inzwischen weiss ich, dass das ein reines NTFS Feature ist, bei dem für Dateien und Ordner mit einer entsprechenden Markierung (Attribut) dieses festgelegte Minimum an Platz reserviert wird. Solange dieser Platz ohnehin verfügbar ist, bleibt alles beim Alten - unterschreitet man mutmasslich diese Schwelle erhält man eine entsprechende Meldung und muss reagieren.
    Wann endet diese "Mein PC gehört mir"-Heulerei? Das einzige, was Euch von Eurem PC gehört, sind einige hundert Gramm Eisen, Silizium usw. und Spuren von Gold und anderem. Alles andere, seien es jetzt physikalische oder logische Strukturen in Hardware oder in Software, ist Euch grob gesagt nur zur Nutzung überlassen.
    Wer wirklich Software sein eigen nennen will, muß solche mit passender Lizenz nutzen. Aber selbst dann reicht es bei vielen mangels Fähigkeiten nicht dazu ihren Kontrollwahn auszuleben, also begnügen sie sich mit der Illusion es dem Hersteller der Software auf einem Gebiet wie dem trivialen Setzen eines Registry-Werts mal so richtig gegeben zu haben. In Redmond schlottern sicherlich schon die Knie vor so viel Aufmüpfigkeit.
    @build10240
    Vor allem fängt dieses "zornige Prozent" auch an zu mosern, wenn Updates nicht klappen weil der Platz auf den zugemüllten Rechnern nicht ausreicht. Schon trägt ebenfalls wieder Microsoft die Schuld. Manchen kann man es eben nicht recht machen, weil die aus lauter Selbstgerechtigkeit immer einen Sündenbock brauchen, damit sie ihre eigenen Unzulänglichkeiten nicht zugeben können.
    areiland
    unterschreitet man mutmasslich diese Schwelle erhält man eine entsprechende Meldung und muss reagieren.

    Ich hatte tatsächlich schon überlegt, die Platte langsam zu füllen und abzuwarten was passiert, wenn ich in den Bereich von ca. 30 GB Rest komme. Aber ist mir dann irgendwie doch zu mühselig.
    @Martin 24Gb? Das ist doch weit mehr, als Updates beitragen. Für was braucht es den Speicher noch? Auslagerungsdateien bei Updates?
    Kommt es nur mir so vor? Ich habe irgendwie den Eindruck das die Schreib und Lesezugriffen deutlich zunehmen.
    @Setter
    Die 24 GB könnten z.B. den Fimwaredaten und anderen surfacespezifischen Daten geschuldet sein. Möglicherweise wird auf dem Surface der reservierte Speicherbereich auch auf die gesamten Recoverydaten ausgedehnt. Das ist ja mit dem NTFS Attribut, ich nenns mal so, "Updates" kein Problem, weil auch jederzeit andere Dateien und Ordner damit versehen werden können.
    Dass die Schreib-/Lesezugriffe dadurch zunehmen, halte ich eher für unwahrscheinlich. Es sei denn die entsprechenden Dateien und Ordner werden dadurch im Hintergrund anders organisiert und nach und nach in einem extra Bereich des Datenträgers konzentriert. Also analog zu den Zonen von OO Defrag und anderen Defrag-Tools, die bei der Defragmentierung Dateien nach ihrer Priorität in bestimmte Bereiche auf dem Datenträger verschieben, um Zugriffe darauf in schnellere Bereiche des Datenträgers zu verlegen.
    "Vor allem fängt dieses "zornige Prozent" auch an zu mosern, wenn Updates nicht klappen"
    Es sind wohl eher ahnungslose Nutzer, die ihren Speicher bis zum Ende zufüllen, als erfahrene, die auf sowas achten, und nun überhaupt keine echte Anzeige des freien Speichers mehr bekommen.
    Das Feature lehrt die User in Zukunft auf freien Speicher überhaupt nicht mehr zu achten, das System kümmert sich schon drum.
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