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Windows 10 Build 17666 bringt Cloud Clipboard, den schwarzen Explorer und viel mehr

Windows 10 Build 17666 bringt Cloud Clipboard, den schwarzen Explorer und viel mehr

Its Number is 17666 – schade, dass man einen Blogpost nicht mit einem Gitarrensolo beginnen kann. Die Insider-Build 17666, die jetzt für Windows 10 im Fast Ring ausgerollt wird, hätte durchaus eine besondere Einleitung verdient, denn sie liefert eine Funktion, auf die lange Zeit gewartet wurde: Das Cloud Clipboard wird ausgerollt. Naja, zumindest ein bisschen.

Das eigentliche Killer-Feature, nämlich die plattformübergreifende Zwischenablage über Windows 10, Android und iOS hinweg, ist in dieser Insider-Version noch nicht enthalten, zunächst beschränkt sich die Synchronisation also auf Windows 10 PCs. Wirklich nutzen kann man die neue Funktion also nur, wenn man mindestens zwei Windows 10 PCs für das Insider Programm registriert hat.

Wer die Build 17661 nur auf einem Rechner nutzt, kann über die Tastenkombination Windows+V aber immerhin schon die ebenfalls neue Clipboard-History aufrufen.

Die neue Clipboard-Historie in Windows 10

Besonderes Schmankerl: Besonders häufig genutzte Elemente kann man in der History oben anpinnen und sie so jederzeit an beliebiger Stelle einfügen.

Beschränkungen gibt es auch: Maximal 100 kb Text werden synchronisiert (das ist eine ganze Menge), Bilder dürfen maximal 1 MB groß sein, das könnte durchaus hin und wieder eng werden.

 

Dark Mode für den Explorer

Passend zur teuflischen Nummer dieser Build zieht der Windows Explorer das kleine Schwarze an und erstrahlt – oder besser gesagt verdunkelt – auf Wunsch nun auch im Dark Mode. Ganz so schön schwarz wie auf dem folgenden Screenshot sieht es allerdings noch nicht aus – es gibt ein paar „helle Stellen“, an denen noch gearbeitet werden muss.

Der Windows Explorer im dunklen Gewand

 

Weitere Verbesserungen bei Sets

Auch bei den Sets gibt es Neuerungen: Das Fluent Design zieht ein und bringt den Acrylic-Look für die Titelleiste.

Windows 10 Sets im Fluent Design

Die Tastenkombination Alt+Tab zeigt nun alle in Microsoft Edge geöffneten Tabs einzeln an. Wer das nicht möchte, kann das in den Multitasking-Einstellungen deaktivieren. Dort kann man nun auch einstellen, ob sich Apps und Webseiten in einem neuen Tab innerhalb von Sets oder in einem neuen Fenster öffnen sollen.

Darüber hinaus wurden einige Fehler ausgemerzt und die Performance wurde verbessert, speziell beim erneuten Öffnen von Tabs. Webseiten mit Sound können innerhalb von Sets nun ebenso wie in Edge über das Tab-Icon stummgeschaltet werden.

 

Notepad-Update

Eine der ältesten Komponenten von Windows wird mit der Build 17661 aktualisiert: Notepad unterstützt (endlich) Unix- und Mac-Zeilenumbrüche. Außerdem kann per Rechtsklick auf ein markiertes Wort eine Bing-Suche gestartet werden.

 

Suche mit Vorschau

Die Suche nach Programmen, Dokumenten oder im Web zeigt jetzt eine Vorschau des Ergebnisses mit weiteren Informationen an. Programme zeigen beispielsweise die zuletzt geöffneten Dateien an, Dokumente zeigen den Speicherort, den Autor und das Datum der letzten Änderung, die Websuche zeigt eine Vorschau auf das Ergebnis.

Die Windows-Suche zeigt eine Vorschau an

 

Your Phone

Ab dieser Build kann die neue App „Your Phone“ genutzt werden, die einen schnellen Zugriff auf Textnachrichten, Benachrichtigungen und Bilder des Smartphones ermöglicht. Darauf bin ich ganz besonders gespannt.

Last but not least können Ordner im Startmenü nun mit einem Namen versehen werden, außerdem will Microsoft die Windows 10 Einstellungen verständlicher machen, in dem Hilfetexte und weiterführende Links direkt neben den entsprechenden Einstellungen angezeigt werden. Das funktioniert aktuell allerdings nur in den englischsprachigen Versionen.

Für alle weiteren Details zu behobenen und bekannten Fehlern schaut bitte auf dem Windows Blog vorbei.

Ein wichtiger Hinweis: Sollte die Installation dieser Build zwischen 80 und 100 Prozent im Status „Installation wird vorbereitet“ hängen bleiben – einfach Geduld haben. Laut Microsoft löst sich das Problem spätestens nach etwa 30 Minuten von selbst.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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