Windows 10: Cortana siecht künftig im Microsoft Store

Windows 10: Cortana siecht künftig im Microsoft Store

Cortana, Microsofts US-exklusives Sprachassistenz-Wrack, darf sich offenbar noch immer nicht endgültig verabschieden, sondern wandert unter Windows 10 in den Microsoft Store. Die Seite Aggiornamenti Lumia hat die Cortana-App als Beta im Store entdeckt, in Deutschland ist sie aber selbstverständlich nicht verfügbar.

Cortana - Beta
Cortana - Beta
Entwickler: ‪Microsoft Corporation‬
Preis: Kostenlos

Microsoft wird den Store in Zukunft verstärkt dafür nutzen, um Komponenten von Windows 10 unabhängig von Feature-Updates aktualisieren zu können, insofern sollte man in das Auftauchen von Cortana keine Aufbruchstimmung interpretieren. Abgesehen davon wurden die Oberfläche und die Funktionen von Cortana schon in der Vergangenheit meist serverseitig gesteuert, auf der Client-Seite war dafür kein Update notwendig.

Dass es Microsoft bei diesem Thema so schwer fällt, sein Scheitern zu akzeptieren und es einfach hinter sich zu lassen, leuchtet mir nach wie vor nicht ein. Vielleicht stellt sich die Frage aber auch gar nicht, weil Cortana ohnehin zu keinem Zeitpunkt ernst gemeint war. Es ist vielleicht mehr so eine Art Dauerexperiment.

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Eben mal installiert. Spannend ist die App ja nicht gerade. Ein Fenster mit Cortanasymbol öffnet sich und darunter steht "Hi, thanks for taking an interest!"
    Das wars.
    Ich verstehe diesen Negativhype nicht.
    Ich hatte und habe noch nie was an Cortana auszusetzen und von "dahinsiechen" hab ich auch noch nie was gesehen.
    Ich werde Cortana Beta bestimmt sofort installieren und ausprobieren,wenn es da ist.
    Ich spreche allerdings rein von Desktop und PC
    .Ein Smartphone beistze ich nicht.
    Ich fand, Cortana hat nie auf deutsch zumindest gescheit funktioniert. Man musste quasi immer überlegen, mit welchen Wörtern die überhaupt einen versteht und macht was man möchte
    DrWindows
    Dass es Microsoft bei diesem Thema so schwer fällt, sein Scheitern zu akzeptieren und es einfach hinter sich zu lassen, leuchtet mir nach wie vor nicht ein. Vielleicht stellt sich die Frage aber auch gar nicht, weil Cortana ohnehin zu keinem Zeitpunkt ernst gemeint war. Es ist vielleicht mehr so eine Art Dauerexperiment.

    Und die Boshaftigkeit, die es braucht um ein solches Dauerexperiment im Gang zu halten, indem man die Kunden immer wieder mit Ankündigungen in falsche Hoffnungen stürzt, um zu erreichen, dass sie gegen besseres Wissen an gescheiterten Produkten festhalten , ist genau die Art von Kundenverständnis, die ich Microsofts aktuellem CEO unterstelle.
    Da unterstellst du etwas völlig Falsches. Für Microsoft gibt es nämlich keine "menschlichen Kunden". Wenn Microsoft von "Kunden" redet, dann sind damit immer Organisationen gemeint, also Firmen, Universitäten oder dergleichen. Das ist das Grundübel, das für so viele Dinge verantwortlich ist.
    Gestern hat sie sich noch einmal tatsächlich sinnvoll bei mir gemeldet. Auf dem iPhone drückte ich während eines Telefonats einen anderen Anrufer weg, in dem ich Erinnerung -> in einer Stunde drückte. Das wird in den iPhone Aufgaben gespeichert und dann mit MS ToDo synchrinisiert. Anscheinend kann Cortana das auslesen, denn pünktlich nach einer Stunde bekam ich eine Erinnerung am PC und war froh, da ich es tatsächlich vergessen hatte.
    Dabei fand ich die Grundidee gar nicht soooo schlecht Cortana ins System einzubauen; lediglich die Umsetzumg, die Optimierung, war wieder einmal microsoftschlecht. Man hätte etwas draus machen können; und wenn ich etwas weiter weg vom Surface Book 2 sitze (fernsehe) und den Ton lauter stellen will, dann würde es mir schon gefallen es über Sprache zu tun (wie bei Alexa), ohne, dass ich aufstehen und zum Gerät greifen muss.
    @Iskandar, nutze einen Monat lang den Google Assistenten und du verstehst den Negativhype. Ich konnte es mir auch nicht vorstellen, aber inzwischen muss ich sagen, Martin hat es völlig korrekt ausgedrückt. "Microsofts US-exklusives Sprachassistenz-Wrack", sehr treffend.
    Zu Beginn war Cortana klasse, vor allem in Kombination mit der Bing Bildersuche.
    Aber nach dem Start von W10M wurde Cortana mit jedem Update dümmer und unnützer.
    So hab ich das erlebt.
    Aber vielleicht lässt sich Cortana ja jetzt deinstallieren?
    in Windows MR mit Raummikro sehr nützlich - da braucht man nicht mal Hi Cortana zu sagen...einfach nur was man will und Cortana macht.
    Ich muss jetzt leider zugeben das ich finde das Cortana seit einiger Zeit (diesem Jahr) nach meinem Gefühl wieder besser wird? Keine Ahnung ob das nur mir so vor kommt. Sie erledigt meine Erinnerungen jetzt wieder sehr zuverlässig, was Google übrigens bei mir noch nicht einmal geschafft hat. Termine landen da wo Sie sollen. Nur auf den Headphones würde ich mir (in Deutschland) wünschen das Sie die Verbindung zur App herstellen kann. Ich nutze Sie zur Zeit wirklich wieder öfter. Alexa habe ich übrigens wieder vom Desktop gelöscht, das war mir doch zu dumm.
    Der Artikel liest sich aber sehr verbittert. Hat dir die Liebste etwa einen Korb gegeben?
    Ich kann schon nachvollziehen, was du meinst Martin. Und ich verstehe auch, wie sich ursprüngliches "Fanboyism" ins Negative verkehrt. Geht mir ja teilweise genauso.
    Ich verstehe nicht warum um Cortana so ein Hype gemacht wird und gar von scheitern gesprochen wird. Zu jedem modernen Betriebssystem gehört heute eine Sprachassistentin. Mehr gibt es da auch nicht zu sagen. Das Feature nutzt man oder auch nicht, genau wie jedes andere Feature des Betriebssystems auch.
    Es käme z.B. auch niemand auf die Idee die Brennfunktion von Windows als gescheitert zu betrauern, weil es immer weniger Rohlinge gibt welche heute gebrannt werden.
    Lediglich wenn Microsoft Cortana vollständig aus Windows und dem Store entfernen würde, wäre das eine News wert. So war das z.B. als Cortana keine Musikstücke mehr erkennen konnte. Da wurde ein Feature entfernt, was durchaus immer mal wieder hilfreich war. Das und die Einstellung von Windows 10 Mobile mit dem folgenden schlechten Entwicklung von UWP-Apps hat mich bei Smartphone und Tablet zu Android getrieben. So ist das nun Mal: Wenn man etwas einstellt, hat das oft größere Folgen als man vermuten würde.
    In der aktuellen Form haben Sprachassisitenten keine Zukunft! Egal ob Alexa, Cortana, oder Siri, oder wie die alle heißen.
    Wer nach dem jüngsten Datenmissbrauchsskandal um Amazons Alexa immer noch nicht geschnallt hat, dass das Sicherheitsrisiko bei diesen Sprachassisitenten sehr hoch und die Gefahr des Missbrauchs allgegenwärtig ist, dem ist auch nicht zu helfen.
    Dabei geht es noch nicht mal um einfache und harmlose Befehle wie "Wie wird das Wetter heute?", oder "Suche mir im Internet ein Backrezept für Apfelkuchen!" usw.
    Wenn man beispielsweise in Unternehmen firmeninterne Texte verfasst und dabei einen der Sprachassistenten benutzt, dann ist das nach jetzigem Stand schon mehr als grob fahrlässig.
    Denn der eingegebene Text wird auf einen Server im Internet übertragen, dann dort in ein Sprachformat umgewandelt und zurück an den Versender geschickt. Und genau da liegt die Schwachstelle an der ganzen Sache.
    Solange diese Schwachstelle nicht ausgeräumt wird und die Gefahr von Datenmissbrauch so enorm hoch ist, solange sollte man von diesen Sprachassistenten die Finger lassen.
    Hier ein paar ausführliche Informationen zu dem Thema:
    https://www.tagesschau.de/inland/sprachassistenten-datensammlung-101.html
    Wer nach dem jüngsten Datenmissbrauchsskandal um Amazons Alexa immer noch nicht geschnallt hat, dass das Sicherheitsrisiko bei diesen Sprachassisitenten sehr hoch und die Gefahr des Missbrauchs allgegenwärtig ist, dem ist auch nicht zu helfen.
    Demnächst hören auch nicht nur mehr Apple, Google, Microsoft und Amazon mit, sondern auch der Seehofer und seine diversen Untergebenen. Wenn die ihr Gesetz erstmal durchgebracht haben und tatsächlich automatische Schnittstellen für Geheimdienste und Polizei intergriert werden, dann wird das auch weitreichend genutzt werden - nicht nur in Fällen von schweren bis staatgefährdeten Verbrechen. Das Mißbrauchspotential wird auch steigen, denn im Zweifel ist es dann nur noch einen Mausklick entfernt, bis der kleine Verfassungsschützer oder Polizeibeamte den Echo oder Home (Pod) des Nachbarn, des Partners, etc. belauschen kann.
    Die sind doch nur verärgert, weil sie die Daten nicht von der NSA bekommen, nu müssen sie selber ran... :D
    Micha45 29.06.2019, 8:14
    In der aktuellen Form haben Sprachassisitenten keine Zukunft! Egal ob Alexa, Cortana, oder Siri, oder wie die alle heißen.
    Wer nach dem jüngsten Datenmissbrauchsskandal um Amazons Alexa immer noch nicht geschnallt hat, dass das Sicherheitsrisiko bei diesen Sprachassisitenten sehr hoch und die Gefahr des Missbrauchs allgegenwärtig ist, dem ist auch nicht zu helfen. ...

    Das sehe ich nicht so. Es wird immer so einige Leute geben welchen die Bespitzelung egal ist oder die entsprechende Sprachassistenten aus Unkenntnis, Dummheit oder Naivität einsetzen. Auch im Auto werde die Teile sich weiter verbreiten, weil es einfacher ist zu sagen: "Alexa, ich möchte da und dahin fahren." und das Navi programmiert sich von alleine, als das man tippen müsst.
    Das gleiche Verhalten sieht man ja auch beim Browser. Wie viele Leute setzen den Chrome-Browser ein, obwohl man bei Google recht sicher sein kann, dass das aus Datenschutzgründen sicherlich keine gute Idee ist.
    Fembre
    Der Artikel liest sich aber sehr verbittert. Hat dir die Liebste etwa einen Korb gegeben?
    Ich kann schon nachvollziehen, was du meinst Martin. Und ich verstehe auch, wie sich ursprüngliches "Fanboyism" ins Negative verkehrt. Geht mir ja teilweise genauso.

    Man mag es kaum glauben, aber meine Frau und ich sind jetzt fast 30 Jahre zusammen und immer noch sehr glücklich miteinander ;).
    Verbittert würde ich die Formulierung nicht nennen, eher schonungslos realistisch. Ich bin auch kein umgedrehter Fanboy, ich würde mich nach wie vor als Fan und Freund von Microsoft bezeichnen. Und unter Freunden sagt man sich halt auch mal schonungslos die Wahrheit.
    Vielleicht magst du mal in diesen Artikel gucken, wenn du ihn noch nicht kennen solltest:
    Cortana: Das Windows Phone unter den digitalen Assistenten?
    Er ist zwei Jahre alt und alle düsteren Vorahnungen haben sich bestätigt, auch im weiteren Verlauf gibt es viele Parallelen. Zuerst versuchte man noch trotzig mitzuhalten, dann sah man sich als beste Lösung für die Business-Kunden. So war es bei Windows Phone und bei Cortana. Bei Windows Phone folgte am Ende die Kapitulation und der anschließende Versuch, sich auf den anderen Ökosystemen auszubreiten. Mal schauen, wie das in zwei Jahren bei Cortana aussieht.
    Ich sitze nicht hier und hoffe, dass sie damit baden gehen, nur damit ich Recht behalte. Ich werde mich mit Freuden ehrfürchtig verneigen, wenn ich meine Aussage, dass Cortana mausetot ist, revidieren muss.
    Also ich finde cortana gut. Ok, sie mag technisch etwas schlechter sein, aber soviel dann auch nicht. Setze sie täglich ein, sei es auf meinen beiden invoke 's, in englisch, auf meinem PC und Handy ( mittlerweile sehr leider ein Nokia 7.1), in deutsch.
    Einen ganz deutlichen Vorteil hat cortana gegenüber Google und Alexa. Sie ist nicht für den Werbe-Kommerz gedacht, und "spioniert" dich nur aus, um deine Aufgaben erfüllen zu können, und nicht um deine Daten in Werbe-Einnahmen umzuwandeln.
    Martin
    Da unterstellst du etwas völlig Falsches. Für Microsoft gibt es nämlich keine "menschlichen Kunden". Wenn Microsoft von "Kunden" redet, dann sind damit immer Organisationen gemeint, also Firmen, Universitäten oder dergleichen. Das ist das Grundübel, das für so viele Dinge verantwortlich ist.

    Achso.
    Dann handelt es sich hier wohl um einen Fall von „Geh nicht von Böswilligkeit aus, wenn Dummheit genügt.“. :lol
    Wobei man Dummheit natürlich durch „völlige Ignoranz“ gegenüber menschlichen Kunden ersetzen könnte.
    Allerdings bekäme das Ganze für mich dann schon wieder ein Geschmäckle von Böswilligkeit, wenn sie frohgemuts das Geld der Privatkunden nehmen, sie aber, wenn es darum geht, die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden zu berücksichtigen, als nicht existent betrachten...
    DirkL
    Cortana???

    „Cortana?! Gibts diesen Blödsinn etwa immer noch?“
    Frei nach dem großen Philosophen Homer.
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