Windows 10: Fixes gegen fehlerhafte Intel-Audiotreiber und Bluescreens bei HP-Geräten

Windows 10: Fixes gegen fehlerhafte Intel-Audiotreiber und Bluescreens bei HP-Geräten

Am Wochenende hat Microsoft zwei Fixes für Windows 10 herausgegeben, die zwar in Zusammenhang mit dem Oktober Update stehen, grundsätzlich aber auch auf älteren Versionen von Windows 10 auftreten können.

Für das erste Problem ist ein fehlerhafter Audio-Treiber verantwortlich, der via Windows Update ausgeliefert wurde. Das ist natürlich keine gute Werbung für das von Microsoft bevorzugte Modell, wie Treiber-Updates künftig verteilt werden sollen. Auf den betroffenen Geräten gibt es nach Installation des fehlerhaften Treibers keinen Sound mehr, dieses Problem tritt unter den Windows 10 Versionen 1709, 1803 und 1809 auf. Die Hilfe kommt glücklicherweise ebenfalls über Windows Update.  Der Patch KB4468550 wird automatisch auf die betroffenen Geräte aufgespielt. Ein manueller Download ist über den Microsoft Update Katalog möglich, man sollte dieses Update aber wirklich nur anwenden, wenn man auch wirklich das beschriebene Problem hat.

Windows 10 Version 1803 und 1809 sind von einem gravierenden Problem betroffen, welches auf HP-Geräten auftritt. Wenn der Keyboard-Treiber in Version 11.0.3.1 installiert ist, kommt es zu einem Bluescreen-Absturz mit der Fehlermeldung WDF_VIOLATION. In diesem Fall hilft das Update KB4468304, es kommt ebenfalls via Windows Update und auch nur auf die konkret betroffenen Geräte. Bei Bedarf kann auch dieser Patch über den Update Kalalog heruntergeladen werden.

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Das ist natürlich keine gute Werbung für das von Microsoft bevorzugte Modell, wie Treiber-Updates künftig verteilt werden sollen.
    Das wird nie funktionieren, solange der Microsoft Update Katalog die einzige Quelle für Treiber bleibt und die Hardwarehersteller kaum zu motivieren sind, regelmäßig Treiberupdates an Microsoft zu liefern.
    Nehmen wir nur mal die aktuelle Sicherheitslücke in Bluetooth und Intels-Bluetooth-Chips als Beispiel. Dafür hat Intel mit Treiberversion 20.60 einen Patch ausgeliefert, der auf allen Chips der letzten fünf Jahre läuft. Trotzdem werden via Windows Update je nach OEM-Hersteller noch Treiberversionen ausgeliefert, die nicht sicher sind. Microsoft müßte schon den Algorithmus beim Test auf kompatible Treiber ändern, insofern neuere Treiber der eigentlichen Hardwarehersteller zu bevorzugen sind, und wäre immer noch darauf angewiesen, daß diese Hersteller alle Treiber rechtzeitig an Microsoft liefern.
    Bei mir hat es direkt nach dem Update auf 1809 kein Problem mit dem Sound gegeben. Allerdings hat mir MSFT bei Windows Update mit oben erwähntem Patch den neuen(?) Soundtreiber "drübergebügelt" mit dem Ergebnis dass bei mir der Sound nun nicht mehr funktioniert hat.
    Ich musste zur Korrektur dieser "Korrektur" also den Soundtreiber von der Dell-Treiber Seite neu installieren.
    Aus diesem Grund habe ich nun die automatische Treiberaktualisierung deaktiviert.
    build10240
    Das wird nie funktionieren, solange der Microsoft Update Katalog die einzige Quelle für Treiber bleibt und die Hardwarehersteller kaum zu motivieren sind, regelmäßig Treiberupdates an Microsoft zu liefern.

    So sieht's aus... eigentlich schade, da die Hersteller immer ziemlich lahme Support- und Download-Seiten haben, und oft auch besonders motiviert scheinen, einem zusätzliche Bloatware mit den Treibern anzubieten.
    Wobei ich hier 2 Laptops stehen habe (einer von HP), die beide komplett mit den Treibern aus Windows Update laufen. Besonders bei Laptops scheint die Unterstützung schon recht gut zu sein.
    Tja, das WDF_VIOLATION Update hilft aber leider nichts, wenn das Gerät schon Neugestartet und somit im "Bluescreen-Betrieb" ist.
    Den Treiber kann man ja glücklicherweise im Recovery Screen über die Eingabeaufforderung manuell entfernen/umbenennen.
    Trotzdem haben solche Supergaus immer einen derben Nachgeschmack und man fragt sich wieder einmal mehr, warum bei Win10 die automatischen Updates so aggressiv verteilt werden und nicht wie zu Win7 Zeiten, Updates erst installiert, wenn man das OK gibt.
    Klar, vom Sicherheitsaspekt ist ein permanent aktuelles System besser geschützt, aber die Updatefehler häufen sich...
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