Windows 10: Hardware-Hersteller können künftig Update-Sperre bei inkompatiblen Treibern beantragen

Windows 10: Hardware-Hersteller können künftig Update-Sperre bei inkompatiblen Treibern beantragen

Hin und wieder passiert es, dass ein Treiber mit einer neuen Version von Windows 10 nicht kompatibel ist. In aller Regel informiert Microsoft seine Partner rechtzeitig über entsprechende Änderungen, damit zur Veröffentlichung der neuen Version auch der angepasste Treiber zur Verfügung steht.

Manchmal passiert das aber nicht, und im schlimmsten Fall merken die betroffenen Nutzer das erst, wenn es schon zu spät ist. In der Vergangenheit hat Microsoft daher immer wieder Update-Blockaden aktiviert. Sobald derartige Probleme identifiziert wurden, hat man dafür gesorgt, dass den Nutzern, die noch einen veralteten Treiber installiert haben, das Feature Update gar nicht erst angeboten wird.

Künftig können die Hardware-Hersteller an diesem Prozess mitwirken bzw. etwaigen Problemen zuvor kommen. Wenn bekannt ist, dass ein Treiber mit einer bestimmten (zumeist neuen) Version von Windows 10 nicht kompatibel ist, kann der Hersteller bei Microsoft eine entsprechende Blockade des Feature-Updates für die Dauer von 30 bis 60 Tagen beantragen.

Das geht aus einem Dokument hervor, welches Microsoft seit heute an seine Partner verteilt (es ist als vertraulich gekennzeichnet, aber öffentlich abrufbar)

Windows Update Block Request

Eine weitere Änderung, die in diesem Dokument kommuniziert wird, betrifft die Auslieferung von neuen und aktualisierten Treibern via Windows Update. Um zu vermeiden, dass sich neue Treiber mit Windows Updates in die Quere kommen, werden „Sperrzeiten“ definiert. Einen Tag vor, am und einen Tag nach dem allmonatlichen Patchday werden keine Treiberupdates via Windows Update ausgeliefert. Bei einem Feature-Update für Windows 10 wird der Zeitraum davor und danach auf zwei Tage ausgedehnt.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Kommt mir bekannt vor:

    Der erste inkompatible Treiber von Intel, der sogar noch für die betreffende Hardware zertifiziert ist.
    Intel ist nur noch der letzte Plunder, von der Leistung her und der Kompatibilität.
    Was passiert, wenn man Notebooks hat, bei denen der Hersteller, Sony Vaio, die Gerätesparte eingestellt hat und nicht mehr pflegt? Wer verhindert hier neue Windows Updates, mit denen die alten Gerätetreiber nicht mehr harmonieren?
    @KnSN: kann ich so nicht bestätigen. Im Gegenteil, der Intel Treiber und Support Assistent lässt mich bei meinem Notebook sogar manche Treiber nicht aktualisieren, bekomme dann eine Meldung, dass empfohlen wird, besser die Hersteller-Treiber zu installieren. Ich vermute, da arbeiten die Hersteller mit Intel zusammen, und, wenn es nicht gerade 0815 Standard-Chipsätze sind, dann werden die Treiber für die entsprechenden Geräte für das Update über den Assistenten raus genommen.
    Ich rede doch nicht von PCs mit OEM- und Bulk-Komponenten. Unsere PCs sind aus Retail-Komponenten gefertigt.
    Die Treiber erhalten diesen PCs direkt von Intel, NVIDIA, ASUS, ASMedia und Etron.
    Klar, wenn man verbilligt konstruierte Hardware einkauft, alles aus OEM- und Bulk-Hand, dann ist man natürlich auf die modifizierten Treiber des jeweiligen Electronic Manufacturing Services (EMS) angewiesen.
    Der Treiber da oben muss auf meinem System funktionieren, genauso wie es ein jeder andere von davor getan hat.
    Ich frage mich nur immer, warum wollen die Treiber-Hersteller immer eine Sonderbehandlung?
    Microsoft stellt die neuen Windows Änderungen sehr zeitig zur Verfügung, so müsste eine rechtzeitige Fertigstellung der Treiber bei erscheinen von Windows Updates problemlos sein. Wenn die Treiberhersteller dann aber noch zusätzlich einen Aufschub von 30 bis 60 Tagen, wollen sie in zwei drei Jahren Aufschübe bis zu 365 Tage haben.
    Wer seine Treiber nicht rechtzeitig fertig stellt, kennt sich entweder mit der eigenen Software nicht mehr aus, oder ist schlicht zu faul, Hardware älter ein Jahr noch zu bedienen.
    Ich gebe auch @KnSN Recht zum Thema Intel.
    Meine beiden Lenovos haben eine integrierte Kamera. Es war bei jedem Windows Update der Treiber von Intel für die Kamera der eine erfolgreiche Installation verhinderte. Wartezeiten von bis zu sechs Monaten sind Standard. Und da bin ich ganz eigen, Intel ist einfach zu faul, schneller zu arbeiten.
    Aber oben in der Fehlermeldung steht doch ganz klar, dass man den Treiber vom Hersteller laden soll.
    Wer oder was verlangt denn von MS in Windows 10 Schnittstellen zu Treibern oft zu (ver-) ändern? In diesen Änderungen liegen meiner Auffassung die Ursachen für Inkompatibilitäten.
    Beim Wechsel von z. B. Windows 7 zu 8/8.1 oder 8 zu 10 ist das für mich kein Thema. Aber innerhalb von Windows 10 beim Wechsel der Versionsnummer?
    Muss das sein?
    Oder übersehe ich das was?
    Nun komme bitte keiner mit: "Windows 10 V1909 ist ein anderes Betriebssystem als V1809".
    Das tun sie ja gar nicht @Tetzlav, und ein ordentlich programmierter Treiber funktioniert auch nach jedem Windows 10 Update noch weiterhin.
    Probleme nach den Updates haben immer nur Treiberentwickler, die gepfuscht haben, oder üble Hacks verwenden, die nie dokumentiert und dafür vorgesehen waren, und in neueren Versionen zurecht dicht gemacht wurden.
    "Dummy-Frage: Woher kommen die Treiber, die Windows nach einem Treiberupdate (z.B. via Geräte-Manager) oder einer Neuinstallation aus dem Netz holt? Gibt es einen internen Link zur Supportseite des Hardware-Herstellers von wo aus sie auf meinen Rechner geholt werden? Oder müssen alle Hersteller den aktuellen Treiber zu MS schicken der sie auf eigenen Servern speichert und verteilt?
    @Tetzlav
    Das Problem sind in der Tat manchmal die Hersteller selbst, die ihre Installationsroutinen in manchen Fällen auf die gerade aktuelle Windows 10 Version beschränken und bei aktuelleren Versionen die Installation verweigern.
    @Domviller
    Was Windows selbstständig über Windows Update läd, das kommt immer aus dem Microsoft Update Catalog. Die Hersteller liefern MS also ihre Treiber zu, MS überprüft sie und stellt sie dann bereit.
    Also mir ist eine Manuelle Installation von Treibern echt lieber als diese Automatischen Drecks Treiber von Microsoft, ich habe damit so viele Scherereien das selbst OEM Geräte nicht so laufen wie sie sollen.
    Ich sehe eher eins Microsoft entzieht sich den Schwarzen Peter und behauptet nun die Hersteller seinen dran Schuld.
    Ich habe hier einen Marvell 91xx SATA 6G RAID Controller bei jedem größeren Windows Update geht das Spielchen mit diesem Treiber wieder von vorne los, mittlerweile habe ich da nur noch ein DVDRW Laufwerk dran hängen weil mir sonst mein Raid flöten geht. Ich bin ehrlich gesagt echt genervt von so einem Scheiss.
    KeinUntertan
    Was passiert, wenn man Notebooks hat, bei denen der Hersteller, Sony Vaio, die Gerätesparte eingestellt hat und nicht mehr pflegt? Wer verhindert hier neue Windows Updates, mit denen die alten Gerätetreiber nicht mehr harmonieren?

    Ist halt Risiko. Ich will diesen Monat auch noch ein Sony Vaio Notebook aus 2011 von Windows 7 auf 10 umstellen. Laut Sony-Forum soll das klappen. Mal abwarten.
    https://www.sony.de/electronics/support/laptop-pc-vpc-series/vpcf23m1e?downloads-num=106
    Ich will diesen Monat auch noch ein Sony Vaio Notebook aus 2011 von Windows 7 auf 10 umstellen. Laut Sony-Forum soll das klappen. Mal abwarten.

    Ich habe auch so ein altes Sony Vaio Notebook, das seit 2015 nicht mehr supportet wird.
    Das hatte ich "blank" gemacht und Windows 10 V1903 installiert. Das klappte problemlos. Auch KB4517245 für V1909 wurde per Windows-Update angeboten und installiert.
    Nur einen funktionierenden Treiber für den Speicherkartenanschluss habe ich nicht gefunden. Alle übrige Hardware arbeitet tadellos.
    Die Geschwindigkeit des Notebooks ist dem Alter entsprechend.
    Da braucht man ja nicht nur eingestellte Hardware-Projekte anführen. Jeder 4 Jahre alte Laptop wird doch Treiber-seitig nicht mehr gepflegt. Heißt das, dass der morgen aufhört zu funktionieren? Nicht wirklich.
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