Windows 10: Künftig mindestens 32 GB Festplattenkapazität erforderlich

Windows 10: Künftig mindestens 32 GB Festplattenkapazität erforderlich

An den Systemanforderungen von Windows 10 hat sich schon seit langer Zeit nichts mehr geändert. Nun tritt mit dem Mai 2019 Update eine Änderung in Kraft, die zwar nur sehr wenige Nutzer betreffen dürfte, die Besitzer günstiger Laptops und Tablets allerdings vor ein Problem stellen könnte.

Bislang galt: Windows 10 benötigt in der 32 Bit Version mindestens 16 GB freien Speicher, für 64 Bit sind mindestens 20 GB erforderlich. Ab der Version 1903 wird die Mindestgröße nun allgemein auf 32 GB angehoben.

Ob das nun tatsächlich bedeutet, dass Geräte mit weniger Speicher das Update nicht bekommen, bleibt abzuwarten. Es gab schon mal einen vergleichbaren Fall, als Intel den Support für einige ältere Atom-CPUs einstellte und Microsoft daraufhin auch keine neue Windows 10 Version mehr an diese Geräte auslieferte. Natürlich wird dann immer kontrovers diskutiert, aber es ist letztlich wohl einfach der Lauf der Zeit, dass jede Hardware irgendwann ans Limit kommt – Windows as a Service hin oder her.

Was genau der Grund für diese Änderung ist, wissen wir nicht. Mutmaßlich könnte es mit der neuen Funktion „Reserved Storage“ zusammenhängen, die künftig einen Teil des verfügbaren Speichers reserviert, um für die reibungslose Installation von Updates zu gewährleisten. Diese arbeitet allerdings dynamisch und aktiviert sich nur, wenn die Platte groß genug ist.

Wie schon gesagt, zunächst gilt es abzuwarten, ob die neue Mindestanforderung auch tatsächlich eine Update-Sperre für die betroffenen Geräte nach sich zieht. Mir fehlt es leider an einem passenden Gerät, sonst hätte ich es schon ausprobiert. Sollte sich unter unseren Lesern jemand befinden, darf er sich sehr gerne melden.

Quelle: Microsoft

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Ja eben, wie gesagt, erst mal abwarten, ob das wirklich bedeutet, dass man Bestandsgeräte nicht mehr updaten kann.
    Dass man für Neugeräte keine Mini-SSDs mit 16 GB mehr zulässt, ist ja durchaus vernünftig.
    Eigentlich ist damit gemeint das Windows nach dem Update 32Gb belegt. Da hilft eine externe Erweiterung auch nicht viel.
    Das heißt, dass mein Asus Transformer Book mit 32 GB internem Speicher 'raus ist und auf einer älteren Windows 10 Version zurück bleibt. Damit bleiben künftige Feature-Updates aus. Aber Sicherheitsupdates, über den obligatorischen Defender hinaus, dürften doch wohl trotzdem noch kommen, oder?
    @KeinUntertan: Wenn man auf einer alten Windows 10 Version stehen bleibt, erhält man Sicherheitsupdates bis zum Ende des Supports für diese Version, in aller Regel 18 Monate nach Erscheinen. Wer also auf 1809 stehen bleibt, ist bis zum Frühjahr 2020 auf der sicheren Seite, danach möglicherweise nicht mehr.
    Bei den Atom-CPUs, die auf einer älteren Version sitzen geblieben sind, hat Microsoft aber schon einmal eine Ausnahme gemacht.
    na mal sehen, mag sein, dass MS das erst einmal (auch für den späteren Betrieb) so bekannt gibt.
    Oft wird dann ja später noch einmal die Version überarbeitet (gerade, wenn man sieht, dass einem zu viele Geräte aussteigen) und plötzlich ist es doch möglich.
    Mein Spielzeugtablet (lenovo yoga tab 2) bleibt dann erst mal auf der 1809). Kann ich verkraften.
    Leute, die heute ein Surface Go64 gekauft haben könnten da weitaus genervter von sein.
    Wie gut, wie gut... dass ich auf meinen beiden Computern vor ein paar Monaten Windows 10 neu installiert habe, und beim Desktop die 100 GB SSD gegen eine mit 250 GB ausgetauscht habe, und beim Laptop die Systempartition auf 150 GB erweitert habe. Ist schon so, wenn man auch die Programme auf C: installiert, dann sollte man da viel, viel Platz einräumen, sonst haut's nicht hin. Eine dieser Sachen, die halt bei Windows etwas doof ist, es ist sehr gefräßig, was den Speicherbedarf angeht.
    Ich habe die 1903 mit 3 GB frei von den 32 GB auf meinem Dell Venue 8 Pro, ISO gemountet via USB-Gigabit-LAN, problemlos installieren können. Bei der Nachfrage dann eine nicht Bitlocker-geschützte MICROSDXC zum Auslagern einstecken und gut war. Meine Hochachtung, Microsoft, dass sowas funktioniert.
    Bei neuen Geräten kann man sich ja entsprechend darauf einstellen und mit mindestens 120-200GB Platz planen.
    Aber mal so eben +~10GB ist doch eine ungünstige Entwicklung für all die, die jetzt schon viel zu wenig freien Speicherplatz haben.
    Wer die alten Systemanforderungen so interpretiert hat, daß bei 2 GB RAM und 20 GB Festplatte noch viel anderes als Windows auf dem System installiert, geschweige denn Nutzerdaten auf der Festplatte ablegt werden können, der wollte als Hersteller bewußt die Kunden täuschen oder ist als Kunde dem Irrtum aufgesessen, die Systemanforderungen würden für anderes als Windows gelten.
    Ein frisches Windows 10 belegt etwas mehr als 10 GB. Mit Ruhezustand und Auslagerungsdatei sind's dann schon bis zu 15 GB - wohlgemerkt bei 2 GB RAM. Mit wenigen zusätzlich installierten Treibern und einigen Updates sind die 20 GB ausgereizt. Schon bei Konfigurationen mit mehr RAM muß die Anforderung an die Festplatte also gedanklich nach oben korrigiert werden.
    Es mag ja sein, daß die Systemanforderungen seitens Microsoft niemals so detailliert beschrieben wurden. Allerdings sind die i.d.R. nicht für Laien sondern für die Profis geschrieben, die wohl die meisten Systeme zusammenstellen, und diese sollten schon wissen, daß mehr RAM auch größere pagefile.sys und hiberfil.sys bedeutet.
    _Sabine_
    Bei neuen Geräten kann man sich ja entsprechend darauf einstellen und mit mindestens 120-200GB Platz planen.

    In dem Rahmen würde ich das auch gestalten.
    Kann ich mein Lenovo Miix2 8 mit internen 32 GByte nicht einfach das abgespeckte Windows 10S installieren?
    Alle Programme aus'm Windows Store reichen mir völlig....nur bei den Treibern bin ich mir nicht sicher, ob auch alle dabei sind... 😖
    Besonders der Touchscreen Treiber unter Windows 10 ist schwierig... Selbst der originale Treiber für Windows 10 von Lenovo funktioniert nicht. (Habe den Windows 8 Treiber für den Touchscreen verwenden müssen)
    Ich habe auf C:\ Win und ein paar Programme 237Gb zur Verfügung da passiert nichts und der Rest ist auf andere verteilt.
    .... vor 10 Jahren war vielleicht 32Gb ein Problem. Aber heute? Na gut mal ein Läppi, an dem viel oder auch falsch gespart wurde, kann ein Problem haben. Ich kann die Aufregung nicht verstehen.
    Wenn ich an Win 3.1 und folgende denke, mit CPU die schnelle 30MHz hatte und die HDD mit 300MB, da war das ein Problem.
    .... vor 10 Jahren war vielleicht 32Gb ein Problem. Aber heute?
    Gerade heute ist es ein Problem, während es vor 10 Jahren noch gar keins gewesen wäre. Vor zehn Jahren gab's nämlich überwiegend Geräte mit Festplatten und die hatten damals schon dreistellige Gigabyte an Speicherplatz. Heute gibt's jedoch die diversen Tablets, PC-Sticks, Mini-PCs, etc., die mit aufgelötetem EMMC-Speicher oder Mini-SSDs konfiguriert werden. Weil die Hersteller sparen wollen, wird eben nur 32 GB in diese Geräte gepackt. Aufrüsten ist nicht möglich, also sind die Dinger Elektroschrott, falls nicht eine SD-Karte Abhilfe schaffen kann.
    Sogar mein HP Stream 7 hat eine 32GB Disk aber nur 1GB RAM und das Ding hat damals unter 100€ gekostet. Ist nut ein Testgerät und lag ewig rum und bekommt jetzt mal wieder ein Upgrade über Release Preview :)
    Bei den produktiven Maschinen warte ich noch mit dem Upgrade bis es regulär kommt. Wahrscheinlich sind meine VDI-Instanzen wieder als erste dran, weil da die Hardware MS Standard Hyper-V ist ;)
    Eigentlich ist damit gemeint: "Minimum hardware requirements enable OEMs, ODMs, SoC vendors, and other component vendors to make early design decisions for devices and computers that will run Windows 10."
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