Windows 10: Microsoft plant vorerst keine weiteren "Service Pack" Updates

Windows 10: Microsoft plant vorerst keine weiteren "Service Pack" Updates

Das Windows 10 November Update unterscheidet sich von allen anderen bisherigen Windows 10 Versionen. Es wurde nicht als Betriebssystem-Upgrade ausgeliefert, sondern bediente sich der selben Technologie, mit der Microsoft auch die kumulativen Updates verteilt. Folglich sind die Versionen 1903 und 1909 genau gleich, sie unterscheiden sich nur in ein paar Funktionen an der Oberfläche.

Viele Beobachter – mich eingeschlossen – gingen davon aus, dass es sich hier nicht um eine Ausnahme, sondern um die grundsätzlich neue Strategie handelt. Dazu passt, dass die Herbst-Versionen für Unternehmenskunden vorgesehen sind und 30 statt nur 18 Monaten Support erhalten.

Zumindest in technischer Hinsicht wird es aber wohl anders kommen. Im Insider-Webcast vom Donnerstag sagte Microsoft, die Auslieferung des November Update sei ein technisches Pilotprojekt gewesen. Eine Wiederholung sei aktuell nicht geplant.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Microsoft im kommenden Jahr wohl wieder zwei „vollwertige“ Upgrades für Windows 10 ausliefern wird. Schade eigentlich, die diesjährige Variante erschien so herrlich vernünftig.

Von der Technik abgesehen glaube ich dennoch, dass die Strategie inhaltlich so bleiben wird: Größere neue Funktionen, die eventuell noch ein wenig Reifezeit benötigen, kommen im ersten Halbjahr, während man im zweiten Update des Jahres mit Rücksicht auf die Unternehmen keine Neuerungen einfügt, die in irgendeiner Form riskant sind. Es sei denn, das Support-Modell wird mal wieder geändert, was ja bei Windows 10 ebenfalls beinahe jährlich passiert. 2019 war das erste Jahr, in dem es keine Anpassung gab. Schließlich ist der ständige Wandel die einzige Konstante in Windows 10.

Über den Autor
Martin Geuß
  • Martin Geuß auf Facebook
  • Martin Geuß auf Twitter
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Kommentare
  1. Was ich nicht so ganz verstehe, was MS mit den häufigen Upgrades bezwecken will. Die User wollen sich doch nicht ständig umgewöhnen. MS wäre gut beraten wieder eine Home und Professionell Version einzuführen. Ja ich weiß, der User muß ja nicht mitmachen, aber aus meinem Bekanntenkreis machen die Leut die Updates weil sie denken es geht nicht anders.
    Die Reduzierung der kompletten Funktionsupdates auf eines pro Jahr und sonst nur kumulative Updates hätte eine deutliche Entspannung der Diskussion über die Updatepraxis bedeuten können. Aber nun, vielleicht überdenkt man das ja nochmal.
    Hää? Es gibt doch Win 10 Pro und Home
    Du brauchst auch nicht mehr häufig upgraden. Zwangsupgrade gibt es ja nur noch, wenn der Support der jeweiligen Windowsversion abgelaufen ist. Ansonsten wird es als optionales Upgrade, abgesetzt von den anderen Updates angeboten
    Also bei mir läßt sich weder das kumulative Novemberupdate, von das Funktionsupgrade auf 1909 installieren.
    Wird mit Fehlermeldung blockiert. Und wie man auf anderen Sites lesen kann, ist das wohl eher die Regel als
    die Ausnahme.
    Oder kurz: der Test ist offenbar gescheitert.
    Allerdings halte ich zwei Vollupgrades pro Jahr für etwas überzogen....und es nervt jedesmal wieder
    den Rechner entrümpeln zu müssen.
    schade, die neue Version hätte mir auch besser gefallen. Ich habe das Dritten gegenüber auch schon so angedeutet. Die Alternative ist natürlich, man lässt ein Upgrade aus. Das führt dann meist etwas später aber auch zu Problemen, da Irgendjemand dann doch mal eine neue Version online sucht, oder ein Gerät schon neuer geliefert wird, als man normalerweise selbst einsetzt. Zm Glück liefern die Hersteller meist konservativ aus.
    @thorror, hab mich etwas falsch ausgedrückt, ich meinte, wenn man in der home nicht so schnell deutlichen Veränderungen einbringt, oder läuft das eh nicht parallel mit der Professionell Edition?
    Ich fände ja eher geiler, neue Funktionen einfach rauszubringen, wenn fertig sind oder so.
    Hauptsache kommt halt nutzbar und brauchbar am Ende raus... eh das wichtigste. Ich würde zumindest nicht an ein Datum festnageln
    @Martin: Möglicherweise hast Du die besseren Englischkenntnisse oder interpretierst anders. In der Session für die Insider wurde nach meinem Verständnis gesagt, dass das Ganze als technisches Pilotprogramm gelaufen ist. Jetzt wertet man das Feedback aus und leckt sich die Wunden, die man sich bei der Aktion zugezogen hat. Korrekt ist, dass man 'vorerst' keine Aussage trifft, ob der Ansatz so weiter geführt wird - die Aussage war 'es gibt keinen formalen Plan, das fortzusetzen' - was eine Fortsetzung aber nicht ausschließt. Vermutlich fällt dann die Entscheidung im Frühjahr 2020, ob es wieder diesen Ansatz gibt. Ich habe die betreffenden Folien als Screenshots hier online gestellt: https://www.borncity.com/blog/2019/11/22/insides-zur-windows-10-v190x-entwicklung/
    Im Frühling das grosse Update und im Herbst ein Kleines,finde ich ok.
    Doch, egal wie man es nun nennen mag,vom Gefühl her,bleibt das Herbstupdate dann ein "Ergänzungsupdate"-"Korrekturupdate"- und halt ganz einfach ein "Servicepack".
    In einer Zeit wie heute,wo in der IT so viel neues entwickelt wird,reicht es einfach nicht mehr,nur einmal pro Jahr einen neue Version zu veröffentlichen,und Diese danach ein Jahr lang nicht mehr zu ergänzen.
    Was ich nicht so ganz verstehe, was MS mit den häufigen Upgrades bezwecken will. Die User wollen sich doch nicht ständig umgewöhnen. MS wäre gut beraten wieder eine Home und Professionell Version einzuführen. Ja ich weiß, der User muß ja nicht mitmachen, aber aus meinem Bekanntenkreis machen die Leut die Updates weil sie denken es geht nicht anders.

    Was schreibst du denn da? In welchem Universum lebst du? Sicherlich nicht in unserem Normaluniversum! Denn wo muss man sich ständig umgewöhnen? Und es gibt doch einen Home und eine Pro Version!
    Ehrlich, für meine Nutzung merke ich seit Jahren keine Veränderung.
    Ich spiele Updates (Upgrades) rauf und gut ist´s.
    Also bei mir läßt sich weder das kumulative Novemberupdate, von das Funktionsupgrade auf 1909 installieren.
    Wird mit Fehlermeldung blockiert. Und wie man auf anderen Sites lesen kann, ist das wohl eher die Regel als
    die Ausnahme.
    Oder kurz: der Test ist offenbar gescheitert.

    Ich betreue zur Zeit 10 unterschiedliche Maschinen und diese Blockade ist mir unbekannt.
    @Kissi
    Diese Blockade könnte davon kommen, das 1903 z.B. einfach nicht komplett durchgepatcht war.
    Ja, so herum macht das viel mehr Sinn.
    Außerdem gibt es da ja so seltsame Virenscanner, exotische Hardware mit komischen Treibern...
    ...was waren das schöne Zeiten als Software als fertig auf den Markt kam und es nur selten Updates brauchte und diese dann auch wirklich Fehler behebten und Finetuning bedeuteten, anstelle neue Baustellen aufzureißen oder User mit ständigen maßgeblichen Änderungen in Usability bombadierten :D
    @marlis18 In meinem Universum zumindest ist mir so einiges aufgefallen, vor allem wenn man ältere Win10 PCs geupdatet hat. Aber das sieht eben jeder etwas anders.
    Kissi
    Ja, so herum macht das viel mehr Sinn.
    Außerdem gibt es da ja so seltsame Virenscanner, exotische Hardware mit komischen Treibern...

    Aktuell sind AVG und Avast die nachgewiesenen Blockierer. Ist nun mal nicht alles immer ein MS Fehler. Im Gegenteil die vielen Fremdvirenscanner, Optimierer, Bereiniger, Tuningtools und Privacytools machen das selten alles besser und überschauberer - eigentlich sind die sogar, nach dem "Tool" das die Maus führt, das weit grössere Übel.
    Ich betreue u. a. per Fernwartung auch eine 3-stellige PC- und Serverzahl. Und seit xx Jahren sind mir trotz automatischer Updates keine Probleme oder gar Umgewöhn-Notwenigkeiten bekannt, was ich auch am Ausbleiben von Nutzerrückfragen oder -beschwerden erkenne. Einzige Ausnahme seit extrem langem war das Access 365 Update mit einer Branchenlösung, wo ein Einzeiler zum Rücksprung auf die vorherige Office-365-Lösung half. Und wir nutzen ausschließlich ESET.
    Und als selbst agiler Software-Architekt will ich gewiss nicht auf jede Verbesserung und Erweiterung 1 Jahr warten. Das ist nicht mehr zeitgemäß.
    Die Art des Updates sollte einfach wie ggf. aktuell durch die Notwendigkeit bestimmt werden. Wenn's auch kleiner geht, dann eben so wie die 1909. Ist einfach nur logisch.
    Diese Upgrade hat mein Dell Venue 8 Pro erheblich besser überstanden als die vorherigen Feature Upgrades. Bisher musste ich nach einem Feature Upgrade immer noch umständlich mit Tastatur und Maus über OTG das passende Treiberpaket installieren. Das ist diesmal nicht notwendig gewesen :)
Nach oben