Windows 10: Microsoft stellt die Rechner-App unter die MIT-Lizenz

Windows 10: Microsoft stellt die Rechner-App unter die MIT-Lizenz

Kurz notiert: Mittlerweile ist es ja keine Überraschung mehr, wenn Microsoft wieder einmal den Start eines neuen OpenSource-Projekts verkündet und das dann auf GitHub im Quellcode zur Verfügung stellt. Was da nun am heutigen Mittwochabend aufgetaucht ist, ist dann aber doch ein wenig überraschend: Die Rechner-App, die seit dem Start von Windows 10 offiziell mit dem Betriebssystem ausgeliefert wurde, wurde nun unter der MIT-Lizenz veröffentlicht und soll nun zusammen mit der Community weiterentwickelt werden.

Die Universal App selbst ist in C++ geschrieben und das entsprechende Repository ist hier zu finden. Daneben hat Microsoft auch schon eine Roadmap für das Jahr 2019 veröffentlicht, die allerdings noch sehr allgemein ist und bisher eher einfache Vorhaben wie Verbesserungen am Fluent Design und zusätzliche Anpassungsmöglichkeiten umfasst. Weitere Ideen sollen durch die Community eingebracht werden.

Über den Autor
Kevin Kozuszek
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Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden, daneben schlägt mein Herz aber auch für die OpenSource-Welt, wo mein besonderes Interesse der Mozilla Foundation gilt. Wenn ich mich mal nicht mit Technik beschäftige, tauche ich gerne in die japanische Kultur mit all ihren Facetten ab oder widme mich einem meiner zahlreichen anderen Hobbies.

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Kommentare
  1. Wenn Microsoft so weitermacht, dann muss ich mir ernsthaft überlegen, ob ich Windows noch weiter benutzen werde. Wenn ich ein von der Community zusammengefrickeltes System haben möchte, dann kann ich auch gleich Linux verwenden... oder zu Apple wechseln, die sowas nicht nötig haben, nur um "Apple <3 Linux" drauf zu schreiben.
    MS sollte sich wirklich mal überlegen, wo ihre Präferenzen liegen, und wo im Laufe ihrer Firmengeschichte immer ihr Hauptaugenmerk lag. So buggig wie Windows nämlich jetzt ist, und so Bleeding Edge, mit den halbjährlichen Updates, und diesem Open Source-/Linux-Gebaren, war es noch nie.
    Ich sehe übrigens schon die Schlagzeilen in den Boulevard-IT-Fachblättern vor meinem Auge: "Windows wird Open Source!". Ich denke, damit tut sich MS wirklich keinen Gefallen, auch wenn es (bislang) nur der Rechner ist.
    So langsam beschleicht mich das selbe Gefühl... frage mich echt manchmal, was die da in Redmond in der Mittagspause schnupfen.
    So ein Blödsinn, wenn MS Code bereit stellt damit ihn Entwickler nutzen können von mir aus. Das aber jetzt noch die Community an Windowsstandard Apps mit programmieren darf/soll ist einfach ein Risiko.
    Hm, wenn man die Kommentare liest würde man glauben, dass open source mit schlechter Qualität gleichzusetzen ist. Ist es aber nicht, es kommt nämlich darauf an wie man die Verantwortung der Qualität sieht und wer die dann übernimmt. Das macht nach wie vor Microsoft und nicht jeder dahergelaufene Pull Request kommt da automatisch auf den Misthaufen. Da braucht man sich nur die vielen bereits existierenden Repos für Azure anschauen. Nein, liebe Leute, Microsoft lässt sich hier einfach tolle Ideen quasi kostengünstig liefern indem es auf der anderen Seite den Quellcode frei verfügbar und verwendbar macht. Ich würde das als Win-Win bewerten und nicht eine zwangsläufige Qualitätsminderung
    Die Realität hat mich leider anderes gelehrt. Aber, gut, lassen wir das. Wenn sie sich irgendwann entschließen, auch andere Software zu Open Source-en, dann bin ich sowas von weg von Windows. Ich möchte Produkte mit einer eigenen Linie, eigenen Ideen, und einer guten Qualitätssicherung. Nicht Community-Gefrickel.
    Ehrlich gesagt habe ich bereits bei dieser "Microsoft <3 Linux" Kampagne gedacht, denen hätte es die Gehirne verbraten.
    Das ist ja fantastisch, genau so etwas habe ich mir schon immer gewünscht. So viele Kernkomponenten sind schon so lange Open Source, weshalb dann nicht die anschaulichen Kleinst-Anwendungen wie der Taschenrechner, Notepad oder Photos? Großartig! Das motiviert mich als Entwickler auch wirklich, da endlich bei UWP einmal einzusteigen wenn man eine Anwendung die man hundert mal die Woche nutzt auch im Quelltext sehen kann und es gleichzeitig kein riesiges Monster ist in das man sich erst einmal wochenlang einarbeiten müsste.
    Man muss dazu sagen, dass der Rechner ab Version 1903 keine Systemapp mehr ist, sondern zu den deinstallierbaren Optionen gehören wird. Das dazu.
    Ansonsten sollte man die Kirche in dem Punkt auch mal im Dorf lassen. Dass Microsoft immer mehr Projekte im Quellcode offenlegt, ist die eine Geschichte, aber man sollte bei aller berechtigten Kritik nicht vergessen, dass die .NET Community von der klassischen Linux-Community, die auch schon früher gegen Redmond Sturm machte, ziemlich getrennt ist. Die Pinguine sind froh, wenn sie mit allem, was auch nur irgendwie nach Windows etc. riecht, nichts zu tun haben. Ganz abgesehen davon... wem bei .NET schon die Düse geht, der hat GTK noch nicht erlebt. Mehr sag ich dazu jetzt mal nicht. ;)
    @chakko
    Wenn dich das beruhigt: Es wurden schon mal Entwickler von Microsoft selber dazu befragt, ob Windows selber mal FOSS wird. Alle haben teilweise öffentlich im Stream ganz klar gesagt: Nein, niemals. Insofern... einzelne Komponenten ja, aber sicherlich nicht alles.
    @Kevin: Danke dir. Auch wenn mich das nur zum Teil beruhigt, insgesamt finde ich einfach, dass Microsoft einen etwas unglücklichen Kurs fährt, in letzter Zeit. Warum lassen die sich so von den Hypes anstecken? Alles Bleeding Edge, jedes halbe Jahr ein Riesen-Feature-Update, ohne dass man da nicht mitziehen könnte, und dann noch die Open Source-ung von Programmen, und Anbiedern an den Linux-Kram. Sorry, aber dafür bezahle ich diese Software nicht. Ich möchte, wie es immer bei Windows war, ein stabiles System, mit guter Kompatiblität, und Top-Software. Wenn ich das bei Microsoft irgendwann nicht mehr kriege (es ist bereits jetzt mehr als wacklig...), dann muss ich mir eine Alternative suchen. Das ist keine Drohung (wem sollte ich hier auch drohen?), sondern eine Feststellung, die ich für mich selbst treffe.
    @chakko
    Das Problem ist aber auch, dass die anderen Plattformen nicht besser dran sind. Ich plaudere da gerne mal ein bisschen aus dem Nähkästchen, weil ich ja generell gerne über den Tellerrand schaue und entsprechend viel mitbekomme. Wenn du jetzt zu Apple gehen würdest, wärst du auch nicht besser dran. Einerseits haben die, obwohl es überwiegend immer noch Closed Source ist, auch massive Qualitätsprobleme in Hard- und Software, über die selbst eiserne Verfechter mehr und mehr fluchen. Das ist kein Witz. Und gleichzeitig ist Apple bei weitem auch nicht mehr so prüde. Die mischen zunehmend auch im Bereich FOSS mit (Chromium, Swift, CUPS, Darwin etc.) und wollen auch Technologien wie die Progressive Web Apps adaptieren. Dass welche vom Mac zu Linux oder noch öfter zu Windows 10 wechseln, ist nicht mehr so arg selten.
    Wenn ich dann zu Google gehe, lasse ich Stammprojekte wie Chrome, YouTube oder Drive mal außenvor. Was ich aber auch mitkriege, ist:
    a) Google ist nicht mehr zuverlässig und stellt auch schneller Sachen ein, als man vermutet. (woher kenne ich das nur... ach ja!)
    b) Android Studio als IDE ist eine ziemliche Krücke, da werden .NET, Visual Studio und Xamarin hingegen gelobt.
    c) Dart und Flutter sind ja eigentlich Googles Geheimwaffe, machen aber auch in der aktuellen 1.2 oftmals immer noch Ärger (Flutter eher, Dart ist anscheinend ne ganz angenehme Sprache).
    d) etc.
    Ganz ähnliche Sachen kann ich dir auch von Linux und anderen Plattformen berichten. Wie gesagt, ich will dich nicht verurteilen, chakko. Du hast deine Erfahrungen gemacht und fällst auf dieser Basis deine Entscheidungen, bei mir ist es das Gleiche. Und ja, ich habe in der letzten Zeit auch nicht mit Kritik an Microsoft gespart. Was ich damit nur sagen will: DIE eine Lösung gibt es nicht mehr, weil überall bei allen großen Entwickler so stark wie noch nie Licht und Schatten zu Tage treten. Es gibt Produkte, mit denen bin ich auch richtig zufrieden, und es gibt welche, die würde ich am Liebsten mit Anlauf gegen die Wand klatschen. Egal, ob wir da von Microsoft, Google, den Linux-Entwicklern oder sonstwem reden.
    Was ich bei dir nur sagen muss: Du hast gerade bei Google oder bei Linux Ansichten, Vermutungen und Einstellungen, die kann ich dir problemlos widerlegen. build10240 hatte im Edge-Thread in manchen Punkten durchaus recht, was Google angeht. Und bei Linux ist auch nicht alles Gefrickel (es kommt auf das Projekt an, es gibt viel Schrott, aber auch das eine oder andere gute Projekt, die Kunst is, es zu finden) und auch nicht alles linkes Gelaber (wenn du wüsstest, wie prüde und konservativ die teilweise sind, mein lieber Schwan...).
    Letztlich muss Microsoft in manchem nachbessern (ich meine auch, ein großes Update pro Jahr reicht), aber dass sie prinzipiell immer mehr gen FOSS gehen, ist schon richtig. Du darfst eines nicht vergessen: Ich kann sehen, was so bei .NET, der PowerShell usw. passiert, ich schaue die entsprechenden Streams, ich höre die entsprechenden Podcasts, ich bin da wirklich auf dem Laufenden. Und ich kann das gut mit dem notorischen Bullshit vergleichen, der da teilweise bei den Linux-Riesen und den Entwicklern freier Software passiert. Glaub mir: Du kannst froh sein, dass die .NET Community in dem Punkt so ist, wie sie ist. Ich distanziere mich auch aus gutem Grund mittlerweile zunehmend von diesen Projekten und tausche da Software aus. Betrifft aber auch nicht alles, es gibt immer noch Vertreter, die sind voll in Ordnung.
    Wie gesagt: Differenzieren und genau hinschauen und abwägen. Aber kein Schwarz-Weiß-Denken, das bringt absolut nichts.
    Meine Meinung ist, dass Open Source dort verwendet werden soll, wo es Sinn macht. Die gesamte Software unter eine Open Source Lizenz zu stellen halte ich schon von daher nicht für sinnvoll, als dass ich mich frage, was Microsoft denn für bahnbrechende Innovationen bei einer Rechner-App erwartet (!!). Das kann doch lediglich ein Zeichen sein "Schaut mal wie lieb wir sind".
    Und die Open Source-Software, die mit MS Office, Adobe Photoshop, oder mit sowas wie 3DMax mithalten kann, muss mir auch erst noch jemand zeigen. Ist doch klar, dass man als Platzhirsch da nicht mal eben eine Open Source Lizenz drauf knallt, und sagt "So, nun lassen wir die Community mal schön machen...". Ich erwarte von einer guten Payware ein gutes Konzept, und eine konsequente Weiterentwicklung, und, dass die Entwickler wissen, und schnell darauf reagieren können, was professionelle Anwender mit der Anwendung machen möchten. Wo ist da der Nutzen von Open Source? Ich sehe einfach keinen.
    Kevin, wie in letzter Zeit immer, absolut grandios sachlich und differenziert argumentiert.
    Menschlich überragend und als positives Beispiel voranschreitend.
    Danke das Privileg deine Beiträge und Kommentare lesen zu dürfen zu haben.
    @chakko
    Was den Taschenrechner angeht, müsste ich den Beitrag in dem Punkt eigentlich nochmal ergänzen, da hatte mich auch Martin schon drauf hingewiesen, dass er in dem Punkt zu dünn ist. Microsoft hat den Rechner wohl deshalb ausgesucht, weil sie ein einfaches und exemplarisches Beispiel brauchten, was und wie sie selber im Bereich der Universal Apps entwickeln, und das dann als Basis für den Austausch mit der .NET Community zu nehmen. Das hätten genauso gut der Sprachrekorder oder Groove Music sein können. Du darfst ja nicht vergessen, dass Microsoft mit so Sachen wie MSIX, der XAML Controls Gallery, Windows Template Studio oder XAML Studio allerhand an quelloffenen Entwicklerkomponenten hat und jetzt, wo sie auch Windows Forms, WinUI und WPF quelloffen gelegt haben und es auch massiv in dieser Richtung weitergehen soll, brauchten sie halt ein Praxisbeispiel. Mehr ist es eigentlich nicht. Und son Taschenrechner, der Währungen und Maßeinheiten etc. umrechnen kann, ist halt gut geeignet. Wenn dabei noch Verbesserungen für Windows rausspringen, bitteschön, aber ob das wirklich die Priorität ist, zumal der Rechner wie gesagt ab 1903 deinstalliert werden kann, ich glaubs nicht.
    Ansonsten gebe ich dir schon recht, die gibt es in den meisten Fällen einfach nicht. Wobei man fairerweise auch einwenden muss, dass auch Profisoftware schon unter ne FOSS-Lizenz gestellt wurde, die auch technisch zur Spitzenklasse gehört(e). Blender oder Toonz sind solche Beispiele. Mir persönlich ist daber auch egal, wenn ich ehrlich bin. Ich habe für mich schon vor langer Zeit entschieden, dass ich mich nicht mehr von irgendwelchen Ideologen oder Dummschwätzern (sry für den Ausdruck, aber bei manchen isses einfach so) beeinflussen lasse und mir einfach unabhängig davon, ob das jetzt OpenSource, ne normale Freeware, kostenpflichtige Software oder sonstwas ist, die Zeit nehme, die für mich beste Lösung rauszufinden. Wenn es kostenlos ist, okay, wenn ich dafür Geld in die Hand nehmen muss, auch in Ordnung. Dann wird geschaut, ob es wirtschaftlich machbar ist, ganz einfach. Letztlich gibts nunmal nur eine Person, die wirklich weiss, was für dich in dem Punkt vertretbar ist und wie deine Arbeitsweise generell funktioniert, und das bist du selbst.
    Sieht für mich eher nach weiterem "outsourcing" aus. MS will nicht selbst machen, also soll die Community gratis für sie ran. Ideen umsetzen die die Community vorschlägt wird ohnehin nicht passieren...das ist bei anderen MS Programmen und bei Windows selbst ja schon eher die starke Ausnahme.
    Also auch hier erwarte ich nicht viel. Vielleicht ganz am Anfang wird das Repo aktiv sein als "MS zeigt jetzt mal wie lieb sie sind" und nach einer Weile schnarcht es dann vor sich hin. Wenn MS unbedingt Vorschläge von der Community für ihre Software umsetzen will...wie wärs mal in den OneNote Uservoice zu schauen? Oder den Feedback Hub? ^^
    Kevin Kozuszek

    Ansonsten gebe ich dir schon recht, die gibt es in den meisten Fällen einfach nicht. Wobei man fairerweise auch einwenden muss, dass auch Profisoftware schon unter ne FOSS-Lizenz gestellt wurde, die auch technisch zur Spitzenklasse gehört(e). Blender oder Toonz sind solche Beispiele. Mir persönlich ist daber auch egal, wenn ich ehrlich bin. Ich habe für mich schon vor langer Zeit entschieden, dass ich mich nicht mehr von irgendwelchen Ideologen oder Dummschwätzern (sry für den Ausdruck, aber bei manchen isses einfach so) beeinflussen lasse und mir einfach unabhängig davon, ob das jetzt OpenSource, ne normale Freeware, kostenpflichtige Software oder sonstwas ist, die Zeit nehme, die für mich beste Lösung rauszufinden. Wenn es kostenlos ist, okay, wenn ich dafür Geld in die Hand nehmen muss, auch in Ordnung. Dann wird geschaut, ob es wirtschaftlich machbar ist, ganz einfach. Letztlich gibts nunmal nur eine Person, die wirklich weiss, was für dich in dem Punkt vertretbar ist und wie deine Arbeitsweise generell funktioniert, und das bist du selbst.

    Für den Privatgebrauch stimme ich dir da zu. Auch wenn ich selbst da MS Office gegenüber Libre Office bevorzuge (und auch bei vielem merke, dass es einfach ausgereifeter, umfangreicher, und besser benutzbar ist).
    Du hast das Beispiel Blender genannt, und es als "Profisoftware" dargestellt. Blender ist, ehrlich gesagt, ein sehr gutes Beispiel, dass Open Source eben nicht mit Software wie 3DS Max für 3000 € pro Jahres-Abo mithalten kann. :) Ich weiß nicht, ob du jemanden kennst, der mit 3DS Max oder anderen 3D-Modelling Programmen arbeitet. Falls du jemanden kennst, frage ihn mal nach Blender, aber wundere dich nicht über die Antwort, die du dann sehr wahrscheinlich bekommen wirst. Ich habe schon so einige Stimmen dazu gehört. Das ist weder von der GUI noch von den Funktionen (Blender ist eine art "Jack of all trades", während die allermeisten 3D-Modelling-Programme insofern spezialisiert sind, als dass sie lediglich für gewisse Aspekte des Modelling verwendet werden, und für andere Bereiche halt andere Software verwendet wird, die ebenfalls spezialisiert ist) vergleichbar mit den professionellen Programmen. Versteh mich nicht falsch, ich finde Blender ist eine tolle Software, wenn man kein Geld ausgeben will. Und, die professionellen Dinger sind auch für Hobbyisten gar nicht bezahlbar, von daher würde ich auch Blender verwenden. Es ist aber ein klasse Beispiel für eine kostenlose Open Source Software, die in keiner Weise an gut Bezahlsoftware rankommt. Und, die Entwicklung ist nun wirklich nicht besonders schnell, bspw. lässt die Version 2.80 jetzt doch schon einige Zeit auf sich warten. Wie gesagt, ich denke, man muss das alles in Perspektive setzen. Wenn die Entwicklung auf Spendenbasis läuft, oder eine Community-Arbeit ist, dann kann man weder die Manpower, noch die Qualität einer Software erwarten, die von Profis für Profis entwickelt wird.
    Ich weiß nicht, ob du Blender persönlich kennst, aber, wenn du es bereits einmal persönlich benutzt hast, kamst du auf Anhieb mit der GUI klar? Und damit meine ich nicht, dass man so ein komplexes Programm nach 5 Minuten beherrschen sollte. Ich finde, die GUI ist das absolute Trainwreck. Im übertragenen Sinne finde ich da den Schalter zum Einschalten nicht. Selbst für Profis sollte so eine Software gut benutzbar sein, und das ist Blender mit Sicherheit nicht, sondern es bedarf viel, viel Einarbeitung. Gut, so ist es wohl bei jeder 3D-Modelling Software, aber, die guten machen einem das Leben nicht so schwer, indem sie einem eine total kryptische GUI vorsetzen. Wie gesagt, für umsonst ist das eine tolle Sache, aber, ob ich für so etwas Geld ausgeben würde, wenn es sowas doch wesentlich besser gibt...
    Ja, damit wird deutlich, dass Microsoft nicht mehr rechnet, im mobilen Bereich Fuss fassen zu können, ausser wenn es sich rechnet. Und das ist wahrscheinlich der Hintergrund, warum der Rechner opensource entwickelt werden soll: Damit sich der erneute mobile Einstieg sich dann rechnet.
    Vorteil ist: dann kann man endlich mal den blöden 1+2x3=9 Bug berichtigen!

    Den gibt es schon etwas länger nicht mehr.
    Man muss "nur" den Taschenrechner auf "wissenschaftlich" stellen. Über den Sinn brauchen wir jetzt nicht reden, aber so funktioniert es.
    Dazu müsste man einfach nur wissen, wie so ein klassischer Taschenrechner funktioniert, der hat den „Bug“ nämlich auch...
    Es ist wirklich schade, wie mit immer den selben Phrasen von immer den selben Leuten das Klima in den Kommentaren vergiftet wird.
    Man könnte ja auch einfach mal lesen, statt sich wieder irgendwelche wilden Theorien auszudenken - zum Beispiel den letzten Absatz in der Ankündigung.
    Reviewing the Calculator code is a great way to learn about the latest Microsoft technologies like the Universal Windows Platform, XAML, and Azure Pipelines. Through this project, developers can learn from Microsoft’s full development lifecycle, as well as reuse the code to build their own experiences. It’s also a great example of Fluent app design.
    Die interessierten Entwickler erhalten sozusagen ein Anschauungs-Objekt, wie Microsoft die eigenen Technologien innerhalb seiner Apps verwendet. Das können sie entweder für eigene Zwecke nutzen oder auch Feedback geben, wie sie es machen würden. So profitieren alle Beteiligten.
    @chakko
    Natürlich kenne ich Blender, aber neben der Grafikbearbeitung ist 3D meine andere Archillesferse, und entsprechend komme ich mit Blender und anderen Programmen in der Hinsicht sowieso nur eingeschränkt klar. :D
    Was ich aber eigentlich meinte, war, dass Blender selbst eine ehemalige Profisoftware ist, die auch mal viel Geld gekostet hat. Allerdings ist da der Entwickler damals bankrott gegangen und Ton Roosendaal als ehemaliger Mitarbeiter hat sich nachher den Quellcode geschnappt und in der Folge dann auch die Blender Foundation gegründet. Deswegen gilt Blender heute auch als eines der Leuchtturmprojekte, was freie Software angeht. Dass es tatsächlich so gut ist wie die kommerziellen Konkurrenten, ist natürlich Quatsch. Das gilt auch an anderer Stelle wie bei GIMP und Photoshop oder auch Kdenlive und Adobe Premiere Pro. Unternehmen wie Autodesk oder Adobe haben ungleich mehr Entwickler und auch mehr Geld, dass sie in die Entwicklung und Gestaltung ihrer Produkte pumpen. Dagegen stinken die kleinen Projekten mit ihren paar Donations einfach ab, mal ganz abgesehen davon, dass in den letzten Jahren zunehmend auch größere Probleme etwa bei der Qualität des Codes aufgetaucht sind.
    Mittlerweile hat da auch bei mir schon vor einigen Jahren ein Umdenken eingesetzt. Hättest du mich vor 10 oder 12 Jahren gefragt, wären dabei sicherlich andere Antworten rausgekommen. Damals war ich auch kein Ideologe, der war ich nie, aber ich war deswegen auch in einer gewissen Weise begeistert von FOSS, weil ich dort viel ausprobieren und lernen konnte. So kam auch ein guter Batzen von dem Wissen zustande, was ich mir bis heute angeeignet habe. Heute zeichne ich auch ein grundlegend anderes Bild gerade von der Linux-Community, die im Vergleich zu unserer (und auch wir haben Leute, die sind nicht ohne...) einfach ein ganzes Stück toxischer ist. Rechnet man dann noch die Verfechter freier Software dazu, dann geht im Grunde das Licht aus. Von der zunehmend schlechten Qualität und der technischen Rückständigkeit viele Projekte, die oftmals auch aus purer ideologischer Verblendung zustande kommt, reden wir lieber gar nicht erst.
    In der Summe bin ich schon seit vielen Monaten dabei, entsprechende Projekte auszutauschen oder, wenn möglich, auch komplett abzuschaffen, wenn ich eine entsprechende Lösung gefunden habe. Deswegen habe ich zum Beispiel erst letztens HexChat als IRC-Client komplett abgeschafft und die für mich noch relevanten Channels komplett zu Riot umgezogen. Am Ende soll der Footprint von solchen Legacy-Geschichten nicht mehr wahrnehmbar sein. Wird aber noch dauern, bis alles durch ist. Unter anderem suche ich noch nach einem geeigneten und bezahlbaren Nachfolger für Inkscape, weil ich GTK als Framework final ablösen will, aber zu Affinity konnte ich mich bisher noch nicht durchringen wegen dem Microsoft Store. Mal sehen. :)
    Also ich war auch erst mal etwas geschockt als ich das hier las.
    Ich hab die neuste SkipAhead 18850 installiert und gleich mal den Calculator geöffnet. Er sieht aber noch gleich aus wie vorher nur vielleicht mit dem Verlust,dass es gefühlsmässig nicht mehr reine MS Software ist.Falls sie aber noch weiterhin gut funktioniert,werde ich die App trotzdem mal vorläufig weiter verwenden,auch wenn sie halt für mein Verständnis nicht mehr eine echte MS App ist.
    Ich bin ja auch kein Entwickler,sondern ein einfacher,sonst zufriedener Windows- Heimnutzer.
    Warum wird überhaupt die Auswahl einer Lizenz problematisiert? Für die reinen Nutzer eines Programms ist dessen Lizenz belanglos. Wenn eine Lizenz Open-Source-, Copyleft-, usw. Elemente enthält, schadet das doch dem Programm nicht. Es wird ja keiner gezwungen, eine von einem anderen als dem ursprünglichen Hersteller erstellte Version zu verwenden. Dafür gibt es dann den Vorteil, daß bei einer Einstellung der Entwicklung durch den ursprünglichen Hersteller, jemand anderes die Entwicklung übernehmen kann.
    Speziell in diesem Fall spielt wohl eher im weitesten Sinne das Marketing eine Rolle. Man will sich wie andere Hersteller der Open-Source-Bewegung öffnen. Daß man damit bei den Fundamentalisten der Linux- und Open-Source-Gemeinde etwas erreichen kann, wird Microsoft kaum glauben. Die Gefahr, daß jetzt der geheimste Windows-Code oder andere für Microsoft wesentliche Quellcodes veröffentlicht werden, besteht wohl nicht. Google und andere wählen ja auch aus, welche Teile ihrer Entwicklung sie unter Open-Source veröffentlichen.
    Kevin Kozuszek

    Wie gesagt: Differenzieren und genau hinschauen und abwägen. Aber kein Schwarz-Weiß-Denken, das bringt absolut nichts.

    Wie wahr und das sollten sich am besten mal alle zu Herzen nehmen die nach wie vor mir hauen und stechen ihr bevorzugtes OS bzw. das bevorzugte Unternehmen verteidigen.
    Es gibt keinen vernuenftigen Grund dagegen zu sein. OpenSource bedeutet erstmal das der Code einsehbar ist. MIT Lizenz das Dritte mit ihm uneingeschraenkt machen koennen (auch kommerzielle Verwertung) was sie wollen.
    Was dann in Windows 10 als App weiterhin landet - das haengt von Microsoft ab die ja die Kontrolle ueber den Code haben und entscheiden koennen ob und welche Aenderungen von Dritten sie in den eigenen Code integrieren.
    Ob sich da jemand massig Arbeit macht und die Microsoft unentgeldlich (ist ja dann auch MIT Lizenz) zur Verfuegung stellt … nun ja.
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    Deswegen sehe ich wie Andere hier den grossen Vorteil darin, das UWP Einsteiger mal Source-Code von echten Microsoft Apps einsehen koennen und nicht nur theoretische Beispiele die auch gerne noch aus einem groesseren Zusammenhang gerissen sind.
    Ich wuerde mir da sogar die Veroeffentlichung der Sourcen von den Apps wuenschen wo das groesste "Verbesserungspotenzial" liegt: Mail, Kalender und Kontakte.
    Mein Gott sind die Mist. Selten so einen Schrott gesehen. Als C#/UWP Einsteiger der von MacOS X mit Objective-C/Foundation&AppKit kommt bin ich da noch unentschlossen ob das an den Apps liegt oder an dem Unterbau von UWP. Es sehe durchaus "Hinweise" das es Letzteres sein koennte...
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    Ich gehe da noch einen Schritt weiter: nicht nur C# und .Net - sind bereits auch OpenSource (!!) - sondern auch alle Anderen Teile die zu UWP gehoeren sollten OpenSource werden.
    Damit waere zum einem ein "echter" Port jenseits von Xamarin auf Linux etc. moeglich, andererseits ist es fuer Programmierer extrem hilfreich anhand des Source-Codes zu verstehen warum ein "Objekt" oder "Methode" sich so verhaelt wie sie anscheinend programmiert wurde.
    Ich kann da eine Menge Beispiele aufzaehlen da die "Black Box" UWP solange "inkonsistent" zu sein scheint bis man genau den einzigen Weg herausgefunden hat den Microsoft vorgesehen hat wie man UWP verwenden soll.
    Zu guter Letzt: das Letztere ist ein sehr schlechtes Zeichen. Den es bedeutet fuer den Programmierer im Endeffekt Kontrollverlust. Und das ist das Letzte was man als Programmierer braucht.
    ...andererseits ist es fuer Programmierer extrem hilfreich anhand des Source-Codes zu verstehen warum ein "Objekt" oder "Methode" sich so verhaelt wie sie anscheinend programmiert wurde.
    Ich kann da eine Menge Beispiele aufzaehlen da die "Black Box" UWP solange "inkonsistent" zu sein scheint bis man genau den einzigen Weg herausgefunden hat den Microsoft vorgesehen hat wie man UWP verwenden soll.
    Zu guter Letzt: das Letztere ist ein sehr schlechtes Zeichen. Den es bedeutet fuer den Programmierer im Endeffekt Kontrollverlust. Und das ist das Letzte was man als Programmierer braucht.

    Gut hilfreich kann es sein, aber dann ist auch eh alles schon zu spät :D denn im Grunde widerspricht das irgendwo den klassischen Gedanken der Objekt-Orientierung. Der Nutzer (in dem Fall der Programmierer) soll ja nur mit den Methoden der Klasse in Berührung kommen die für ihn vorgesehen wurden. Die privaten Funktionen sollten dafür vollkommen irrelevant sein. Die Information die der Nutzer benötigt sollten dann ausreichend in der Dokumentation hinterlegt sein. In der Regel ist die von Microsoft auch ausreichend. Es gibt aber natürlich auch Spezialfälle, wo man gegen eine Wand rennt, weil eben die Dokumentation unvollständig ist oder im Release Mode striktere Regeln greifen, die nirgends zu finden sind. Den Code durchzuforsten erlaubt es natürlich zu verstehen warum man gegen die Wand rennt, ändert aber nichts daran, dass man weiterhin gegen die Wand rennen wird, weil die API nun mal so designt wurde.
    Ist schon interessant was für ein Gemeckere sich erhebt, weil Microsoft den Windows-Taschenrechner unter Open Source stellt. Zum einen wird an anderer Stelle Open Source in den höchsten Tönen gelobt und man wird nicht müde darauf hinzuweisen wie toll und vorteilhaft es ist, wenn Software unter Open Source steht, zum anderen kann es dem geneigten Kunden tatsächlich völlig egal sein, ob beim Copyright nun Microsoft oder Open Source angegeben ist. Manchmal kann man echt nur den Kopf schütteln.
    Mich als Programmierer interessiert natürlich der Quellcode. Da ich derzeit aus beruflichen Gründen mit Windows-Forms programmiere, ist so eine Vorlage wie der Quellcode des Taschenrechners wohl recht interessant um zu sehen wie UWP-Apps programmiert werden, wobei ich befürchte, dass der Taschenrechner als Vorlage fast schon zu mächtig ist.
    Wäre durchaus interessant, wenn MS die Windows-Mail-App unter Open Source stellen würde. Dann würde die Community vielleicht mal die Fehler ausmerzen, welche die Mail-App schon immer mit sich herumschleppt.
    Wenn man sieht wie jetzt schon beim Taschenrechner der Punk abgeht und auch Leute wie Rudy Huyn sich schon auf Fehlerbehebungen und kleine Verbesserungen gestürzt haben, dann darf man da echt guter Ding sein.
    Ich bin sehr gespannt wie Microsoft das handhabt "So, das ist jetzt ein neues Release, ab in den Store".
    Wenn die Mail App auch zu einer Hippiesoftware würde,würde sie bei mir sofort deinstalliert :wand:rofl
    Allerdings etwas schade wäre es schon,weil sich die App ja mit der Zeit echt gemausert hat und eigentlich toll ist.
    ich brauche sie aber nicht unbedingt,wenn mein outlook-mail öffnen will.Das geht auch direct aus dem Browser Edge und IE.
    Ich kann mich bis heute nicht mit der Mail App anfreunden. Genauso finde ich aber auch den Life Cyle der Apps doof, das diese im Hintergrund immer aktiv sind und empfangen. Für mich ist das am Desktop ein NoGo, dort muss mit der Beendigung des Programmes der Dienst geschlossen werden.
    Wenn die Mail App auch zu einer Hippiesoftware würde,würde sie bei mir sofort deinstalliert

    Welche andere App wurde zu einer "Hippiesoftware"?
    Eigentlich war ich ja begeistert von der Rechner App - besonders von der angezeigten Historie und der wissenschalftlichen Einstellung.
    Aber ich kann dem Ding einfach nicht angewöhnen, Ergebnisse vernünftig darzustellen.
    2 geteilt durch 3 muß nicht als 0,66666666666666666666666666666667 kommen, da hätte ich gerne die Zahl der Nachkommastellen einstellbar.
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