Windows 10: Microsoft verlängert Support-Fristen für Unternehmen

Windows 10: Microsoft verlängert Support-Fristen für Unternehmen

Mit Windows 10 wurde „Windows as a Service“ eingeführt. Das System wird kontinuierlich weiterentwickelt und zweimal jährlich aktualisiert, das bedeutet gleichzeitig, dass es kein einheitliches Datum mehr für den Ablauf des Supports gibt. Bislang galt: Ein Windows-Release wird ab dem Tag seines Erscheinens für 18 Monate mit Updates versorgt. Das ändert sich ab sofort – offiziell nur für Geschäftskunden, in der Praxis sind aber auch die neuen Fristen bereits von der Realität überholt worden.

Offiziell gilt nun: Windows 10 Enterprise und Education werden sechs Monate länger unterstützt, erhalten also 24 Monate lang Sicherheits- und Wartungsupdates. Daraus ergeben sich die folgenden neuen Ablaufdaten:

Die neuen Supportfristen für Unternehmen

Wie gesagt, offiziell gilt das nur für die Business-Versionen, tatsächlich hat die Version 1511 zuletzt auch in den Editionen Home und Pro noch regelmäßig Sicherheitsupdates erhalten, obwohl sie eigentlich seit Oktober 2017 aus dem Support gelaufen ist. Die „Neuerung“ ist jene, dass Microsoft den Firmenkunden verlängerte, verbindliche Fristen an die Hand gibt, mit denen sie verlässlich planen können. Meine Prognose: Die gelebte Praxis wird sein, dass Microsoft bei auftretenden Sicherheitslücken auch jene Versionen aktualisiert, deren Frist abgelaufen ist. Es steht ja auch nirgends, dass sie irgendwann damit aufhören müssen – die offizielle Supportfrist gibt lediglich den Zeitraum an, in dem das garantiert wird.

Neue „Langzeit-Version“ kommt im Herbst 2018

Für Firmen, die bei „Windows as a Service“ nicht mitmachen möchten, gibt es den „Long Term Servicing Channel“ (LTSC). Dieser basiert auf Windows 10 Enterprise  und wird garantiert zehn Jahre lang mit Sicherheitsupdates und Bugfixes versorgt, erhält aber keinerlei neue Funktionen. Das aktuelle LTSC-Release ist die Windows 10 Version 1607 aus dem Jahr 2016.

Im Herbst wird es ein neues LTSC-Release geben, welches auf der dann aktuellen Windows 10 Version – mutmaßlich 1809 – basieren wird. Firmen, die dann auf Windows 10 umsteigen und das halbjährliche Update-Modell nicht mitmachen möchten, können dann zumindest mit der aktuellen Version arbeiten, die natürlich ebenfalls für zehn Jahre unterstützt wird (5 Jahre Mainstream, 5 Jahre extended Support) und funktional „eingefroren“ bleibt.

Quelle: Microsoft

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare

  1. 1607 soll doch bis 2023 supportet werden wegen Rechnern/Problemen mit Atom... die nicht auf 1703 und höher gebracht werden können?
    Ja, Windows 10 LTSB 2016 (1607) ist die neueste Ausgabe.
    Bisher war die nächste für 2019 geplant, wurde also etwas vorgezogen.
    Danke für den Hinweis bezüglich LTSC, ist korrigiert. Frage in dem Zusammenhang, bevor ich mich durch die Dokus wälze: Gibt es für LTSC-Nutzer einen unterstützen Upgrade-Pfad von einem LTSC zum nächsten - also wird seitens Microsoft grundsätzlich gesagt, dass das möglich ist?
    Wie gesagt, offiziell gilt das nur für die Business-Versionen, tatsächlich hat die Version 1511 zuletzt auch in den Editionen Home und Pro noch regelmäßig Sicherheitsupdates erhalten, obwohl sie eigentlich seit Oktober 2017 aus dem Support gelaufen ist.
    Diese Updates lassen sich auch weiterhin nur in Enterprise- und Education-Edition installieren. Habe gerade mal das aktuelle Update für Version 1511 KB4075200 in meiner Testinstallation einer Pro-Edition getestet. Ergebnis: "Das Update ist nicht für Ihren Computer geeignet." Über Windows Update kommt schon lange nichts mehr außer der Versuch ein Funktionsupdate zu installieren.
    Wird die Windows 10 LTSB langfristig den Internet Explorer 11 beinhalten und dafür den Edge Browser nicht.
    Mich als Webdesigner würde es interessieren, wie lange Microsoft noch den Internet Explorer 11 offiziell unterstützt ohne ihn wirklich weiter zu entwickeln, d.h., dass er moderne Webstandards sauber unterstützt wie z.B. CSS-Grid, aktueller Syntax?
    Da LTSB außer Settings und Startmenü keine UWAs enthält, wird dort wohl kein Edge kommen. MS will vermutlich keine alten Edgeversionen plegen, und neue funktionieren weger fixer UWP Basis nicht.
    Letzte LTSB ist von 2016, IE11 wird also hier bis 2026 unterstützt werden.
    Außer MS ändert den Plan, wie bereits in der Vergangenheit geschehen (früher wurde immer der IE in der OS Releaseversion bis zum Ende des OS Support unterstützt - hat MS mittendrin geändert und nur noch den jew. neuesten IE unterstützt.).
    Nachtrag zu oben:
    Upgrades von LTSB auf CB/CBB sind ebenfalls möglich.
    Der umgekehrte Weg geht offiziell nicht, mit einem Trick soll es aber funktionieren - vorausgesetzt LTSB ist nicht älter als das installierte W10 Release.
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