Windows 10: Neuer Anlauf für optimierte Touchbedienung auf Tablets und 2in1 Geräten

Windows 10: Neuer Anlauf für optimierte Touchbedienung auf Tablets und 2in1 Geräten

Im letzten Jahr hatte Microsoft damit begonnen, diverse Optimierungen an der Touchbedienung von Windows 10 vorzunehmen. Nachdem die Funktionen einige Zeit innerhalb des Insider Programms getestet wurden, hat man sie aber wieder entfernt. Nun nehmen die Entwickler einen neuen Anlauf.

Mit der Windows Insider Build 19592, die seit Mittwochabend im Fast Ring des Insider Programms verfügbar ist, kehren die entsprechenden Features zurück. Allerdings hält Microsoft weiterhin an der Unsitte fest, den Nutzern, die Neuerungen aktiv testen wollen, den Zugang zu diesen zu verweigern. Soll heißen: Zunächst bekommt nur eine kleine Zahl von Insidern die Änderungen überhaupt zu sehen.

Folgende Optimierungen sind enthalten:

  • größere Abstände zwischen den Icons in der Taskleiste
  • Die Suche in der Taskleiste wird als Icon dargestellt, um mehr Platz zu schaffen
  • Der Dateiexplorer wechselt in ein touchfreundliches Layout mit größeren Abständen
  • Das Touch-Keyboard aktiviert sich in Eingabefeldern automatisch

Microsoft testet diverse Optimierungen der Touchbedienung von Windows 10

Über die PC-Settings kann auf die Optimierungen Einfluss genommen werden, außerdem haben Nutzer, die erstmalig die Tastatur abdocken oder nach hinten umklappen, eine neue Option bei der Abfrage, ob der Tablet-Modus aktiviert werden soll. Sie können an dieser Stelle festlegen, nicht erneut gefragt werden zu wollen.

Ich schrieb es schon, als diese Neuerungen zum ersten Mal getestet wurden, und ich wiederhole es an dieser Stelle: Mit „Tablet-Optimierung“ hat das nur noch wenig zu tun. Ein Comeback der Tablet-Bedienung, wie wir sie beispielsweise in Windows 8 kannten, wird nicht stattfinden. Die jetzt vorgenommenen Änderungen zielen meiner Einschätzung nach ganz klar in die Richtung, den Tablet-Modus aus Windows 10 zu entfernen und stattdessen einen sanften Übergang zwischen verschiedenen Nutzungs-Szenarien zu schaffen. Genau das ist auch der richtige Weg, denn „Windows-Tablets“ waren genau genommen nie wirklich ein Thema. Windows Phones waren im Verhältnis dazu betrachtet ein wahres Massenphänomen. Überhaupt ist das Thema Tablets mehr oder weniger „durch“, selbst Apple hat mit dem iPad erst wieder mehr Erfolg, seit sie ein Surface-Wannabe daraus gemacht haben.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Außer dem größeren Abstand der Taskleisten Icons ist doch alles schon Bestandteil des Tablet Modus in der nicht-Insider Version? Man kann einstellen, ob der Tablet Modus automatisch startet, wenn man bspw. die Tastatur abnimmt, oder ob man vorher gefragt werden will. Auch die Einstellungen zum Keyboard sind bereits vorhanden. Im Tablet Modus ist ebenfalls nur das Lupensymbol für die Suche vorhanden, anstatt des Eingabefeldes.
    Überhaupt ist das Thema Tablets mehr oder weniger „durch“, selbst Apple hat mit dem iPad erst wieder mehr Erfolg, seit sie ein Surface-Wannabe daraus gemacht haben.

    Genau das zeigt aber den Fehler seitens MS.
    Dadurch das Apple das iPad immer mehr zu einem kleinen Netbook macht wird die Nachfrage wieder höher.
    MS hatte sowas in Sachen Tablets schon lange auf dem Markt und hat mal wieder den Fehler begannen es nicht weiterzuentwickeln, was ich persönlich sehr schade finde.
    Ich warte immer noch auf ein Gerät wie das Surface Pro oder X mit der Leistung eines "echten Laptops" mit LTE zu einem bezahlbaren Preis. Die Hoffnung das sowas in naher Zukunft noch kommt, habe ich allerdings schon fast begraben.
    Ich empfinde es so das MS recht wenig bei anderen abkupfern kann und experimentiert und verwirft während andere die erfolgreichen MS Experimente übernehmen und ihre Erfolge haben. Gerade das neue iPad pro und Air haben so echt gewonnen.
    Oder einfach die Beschriftungen einschalten - dann wächst der Abstand auch und zudem werden nützliche Infos angezeigt.
    Ich hab das Suchfeld schon immer pauschal aufs Icon reduziert, um Platz zu gewinnen. Ist das nur ein neuer Default um dann wegen des größeren Abstands zwischen den Icons den verloren Platz auszugleichen?
    Naja, vom Sockel hauen solche Minimal-Features wahrscheinlich sowieso niemanden. ;)
    So ein Ärger.
    Ich nutze mein Surface Pro 6 zu 50% als Desktop PC/ 50% als Mobilgerät.
    Und dann mit der jeweiligen Arbeitsfläche d.h. unterwegs im Tablet Modus. Ich würde es bedauern, wenn der abgeschafft werden würde.
    Mein Surface Pro ist auch mehr Tablet als Laptop. Gerade in Verbindung mit OneNote und Stift. Für mich persönlich liegt dort auch ganz klar die Zukunft. Touch anstatt Tastatur und nervig klickender Maus.
    DonRolando
    Ich hab das Suchfeld schon immer pauschal aufs Icon reduziert, um Platz zu gewinnen.

    Ich hab das Suchfeld sogar ausgeblendet, weil ich es nicht erst umständlich anklicken will. Ich drücke Start und fange an zu tippen...
    Frage mich auch gerade wo die "neuen" Verbesserungen sein sollen... Denn ist doch eigentlich schon alles so seit ewig in Windows 10. (abgesehen vom Abstand Icons unten in Leiste)
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