Windows 10: Noch mehr Neuerungen beim Treiber Rollout über Windows Update

Windows 10: Noch mehr Neuerungen beim Treiber Rollout über Windows Update

Microsoft arbeitet derzeit intensiv daran, die Verteilung von Treiberaktualisierungen über Windows Update zu optimieren. Es begann damit, dass die Hardware-Partner viel stärker als bisher in den Prozess einbezogen werden und mehr Möglichkeiten an die Hand bekommen. Seit Januar können Hardware-Hersteller Treiber-Inkompatibilitäten an Microsoft melden und so beispielsweise eine Update-Sperre auslösen, wenn es bekannte Probleme mit einer neuen Version von Windows 10 gibt. Im Februar folgte ein weitere Neuerung, die es den Herstellern erlaubt, den Rollout neuer Treiber sensibler als bisher zu steuern.

Nun gibt es eine weitere Änderung, die dabei helfen soll, die Qualität zu verbessern und eventuelle Probleme möglichst schnell zu identifizieren. Beim stufenweisen Rollout eines neuen Treibers galt bislang mehr oder minder das Zufallsprinzip. Es wurde eine bestimmte Anzahl von Geräten versorgt, traten keine Probleme auf, folgte die nächste Welle und so weiter.

Künftig spielt die Aktivität der PCs eine entscheidende Rolle. Neue Treiber werden zuerst an die Geräte gesendet, die am häufigsten genutzt werden. Gemessen wird die Aktivität an der Menge der Telemetriedaten, die von einem PC gesammelt werden. Besonders intensiv genutzte Geräte liefern die besten Messergebnisse und sind repräsentativer als ein PC, der vielleicht nur alle paar Tage eingeschaltet wird – das liegt auf der Hand.

Die Verteilung auf Basis der Geräteaktivität erfolgt in den ersten acht Tagen, nachdem ein neuer Treiber via Windows Update freigegeben wurde. Tritt dabei kein Showstopper auf, wird der Rollout auf alle Geräte ausgeweitet und binnen 30 Tagen vollständig abgeschlossen.

Quelle: Microsoft

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Jetzt spionieren die mich auch schon aus wie lange mein PC an ist? Wahrscheinlich beobachten die mich auch durch die Kamera... ?
    (Nein, Spaß)
    Alle Treiber kann das doch gar nicht betreffen. Grafiktreiber kommen von zB. AMD fast im Minutentakt, jedenfalls für die aktuelleren Grafiken. Chipsatztreiber haben das Problem, das diese sehr eng mit aktuelleren Biosversionen verbandelt sind. Wie wir im Forum öfter sehen sind gerade aktuelle Biosversionen nicht die Regel.
    Das ganze Gedöns an virtueller Treiberlandschaft, das Antivirensuites installieren incl. deren Probleme käme noch dazu.
    Ja gut, Telemetriedatenerhebung - wie präzise soll man sich das ausmalen und welcher gerade noch funktionierende Treiber wird mit einem, mit alter Hardware nicht funktionierenden, ersetzt. Ob ich das noch erlebe das sowas zuverlässig funktioniert. Schaumermal
    @tkmopped
    bei neuen Geräten funktioniert zumindest schon mal. Asus Zenkook UM431DA am 13.02.2020 zum erstenmal am Netz und eingerichtet, keine Treiber Update. Am 19.02.2020 dann das hier.

    Läuft.:smokin
    Brauche ich nicht. Ich entscheide selbst, wann ich welche Treiber von Drittherstellern (Grafik, Peripherie usw.) aktualisieren oder überhaupt erstmalig installieren will und werde alles dafür tun, mir diese Entscheidungsfreiheit zu erhalten. Nur für die fürs Betriebssystem unbedingt notwendigen Treiber sehe ich da einen echten Mehrwert.
    Dachte, Treiber sind etwas Geräte-spezifisches, für das der Gerätehersteller, der OEM, im Rahmen von Firmware-Updates zuständig ist. Was hat das mit Windows Update zu tun, das für alle Geräte mit Windows 10 Betriebssystem ausgeliefert wird? Beispiel: Für meinen Drucker-Treiber ist Canon zuständig, nicht Microsoft. Sachlage?
    Vielleicht bezieht sich der Artikel auf Surface Geräte, bei denen Microsoft Herausgeber des OS und des Gerätes in einem ist? Bitte präzisieren ...
    Wenn ich's recht überlege: Es wäre in der Tat ein großer Fortschritt, wenn vor einem Windows Update die Treiber-Kompatibilität geprüft wird, um dem Anwender Probleme zu ersparen. Bin mir aber nicht sicher, wie das konsequent erreicht werden soll. Jemand, der ein Notebook eines Herstellers nutzt, der diese Gerätesparte aufgegeben hat und nicht mehr supportet, wie z.B. Sony Vaio, der erhält das Windows Update ohne Rücksicht auf irgendeine Verträglichkeit.
    Den Rollout von Treibern zu einer Sache der Priorisierung zu machen halte ich für angemessen - für gerechtfertigt derer über, welche ihren Computer regelmäßig benutzen und und stets auf Aktualität halten.
    Mal noch ein Gedanke: Wenn ich bei den Boardherstellern sehe was dort auf den Supportseiten für Treiberversionen gelistet sind, bekomme ich eine Gänsehaut wenn MS wirklich anfängt diese Treiber auf deren Boards zu braten. Aktuell ist dort Nichts! - Wer also legt fest, Was eigentlich installiert werden müßte? Boardhersteller? Chipsatzhersteller/Supporter? Microsoft?
    Genau. Sollen diejenigen die den PC am meisten nutzen und brauchen erstmal als Versuchskaninchen fungieren. Das macht Sinn. Wenn was schiefgeht ist das ja nicht so schlimm.
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