Windows 10: Patch gegen Druckerprobleme nach Juni-Patchday sorgt für Instabilitäten

Windows 10: Patch gegen Druckerprobleme nach Juni-Patchday sorgt für Instabilitäten

Mit dem Juni-Patchday hat Microsoft wie gewohnt neue Sicherheitsupdates für alle unterstützten Versionen von Windows 10 veröffentlicht. Es zeigte sich schnell, dass einer dieser Sicherheits-Fixes einen unangenehmen Seiteneffekt hatten, auf vielen System streikten die Drucker.

Microsoft reagierte und veröffentlichte ein weiteres Update, mit dem dieses Problem behoben werden soll. Ich habe Microsoft dafür kritisiert, dass der fehlerbehaftete Patch automatisch auf den Systemen der Nutzer landete, der entsprechende Fix aber manuell installiert werden muss. Diese Kritik muss ich jetzt zurückziehen, das war eine gute Entscheidung. Denn auch dieses Update sorgt für Probleme.

Nachdem diverse Nutzer von Systemabstürzen nach der Installation dieses Updates berichteten, wurde die Dokumentation um ein „bekanntes“ Problem ergänzt. Man kann nun dort nachlesen, dass es zu einem Bluescreen mit anschließendem Neustart kommen kann, ausgelöst durch die Fehlermeldung, dass der kritische Systemprozess lsass.exe (Local Security Authority Subsystem Service) mit dem Fehlercode c0000008 abgestürzt ist.

Wie es scheint, hat der nachgeschobene Patch eher den Status eines Hotfix, und darum muss ich mich ausdrücklich korrigieren: Gut so, dass diese Updates nicht automatisch verteilt wurden. Weniger gut ist freilich, dass diese Probleme überhaupt aufgetreten sind.

Über den Autor
Martin Geuß
  • Martin Geuß auf Facebook
  • Martin Geuß auf Twitter
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Kommentare

  1. Ich habe seit ein paar Tagen das Problem, dass die Symbole in der Taskleiste nur eingeschränkt nutzbar sind, sprich es funktioniert nur der Klick mit der linken Maustaste. Wenn ich mit der rechten Maustaste klicke, passiert nichts.
    Wenn ich auf das Benachrichtiungscenter klicke, öffnet sich dieses nicht.
    Keine Ahnung warum es das Problem gibt und ob es vielleicht am letzten Windows Update (Mai) liegt.
    Ich würde aber sagen, dass es doch besser wäre wenn solche Updates automatisch installiert werden und man sie nicht extra suchen muss. Dass aber nun das Update eines Updates wieder neue Fehler hervor bringt ist langsam aber auch kritisch zu sehen. Denn so langsam muss man wirklich Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Programmierer bei Microsoft hegen. Ich weiß, alles ist möglich auf unbekanntester Hardware Konstellationen, aber lsass.exe ist nun für Microsoft kein so kleines unwichtiges Programm und wenn es so weiter geht kann man rätseln was als nächstes nicht mehr läuft.
    Vom Spooler zu lsass.exe zu... bis irgendwann Explorer.exe und dann geht gar nichts mehr? ?
    So langsam habe ich das Gefühl die Microsoft Updates sind gefährlicher als das, wovor sie schützen sollen...
    Bei aller berechtigten Kritik an den Fehlern, die im Zusammenhang mit dem Juni-Patchday stehen, stützt sich dein Eindruck unter anderem auch auf die Tatsache, dass es Schlagzeilen wie "Erneut reibungslose Update-Installation auf hunderten Millionen von Windows PCs" nur selten gibt. Obwohl das viel eher die Regel ist.
    Thomas.g.8235
    aber lsass.exe ist nun für Microsoft kein so kleines unwichtiges Programm und wenn es so weiter geht kann man rätseln was als nächstes nicht mehr läuft.
    Vom Spooler zu lsass.exe zu... bis irgendwann Explorer.exe und dann geht gar nichts mehr? ?
    Wie alle anderen Komoponenten von Windows auch. Wenn Fehler in Windows auftreten, dann ist meist eine der Kernkomponenten betroffen. Was soll also diese Argumentation?
    Übrigens, wenn man allen anderen während der Coronakrise diverse Fehler zugesteht, könnte man das auch für Microsoft gelten lassen. Schließlich dürfte auch in Redmond und in anderen Microsoft-Standorten der Anteil vom Home Office weiterhin hoch sein.
    Martin
    dass es Schlagzeilen wie "Erneut reibungslose Update-Installation auf hunderten Millionen von Windows PCs" nur selten gibt. Obwohl das viel eher die Regel ist.
    Wie vermutlich auch bei diesem Drucker-Problem. Wir haben hier im Haushalt jedenfalls keinerlei Druckerprobleme von Version 1903 bis Version 2004 mit den Juni-Updates. Wie immer dürfte die vermehrte Berichterstattung über dieses Updateproblem daran liegen, daß zufällig vermehrt Lautsprecher des Internets direkt oder indirekt betroffen sind. Natürlich verselbständigt sich eine solche Berichterstattungswelle dann und aus einem Fehler bei 1 bis 40% der Windows-Nutzer wird ein Problem für 100% der Windows-Nutzer herbeifantasiert.
    Natürlich versuchen viele ... Internetseiten immer eine Sensation draus zu machen, die müssen ja auch von irgendwas leben. Die Spitze des Qualitätsjournalismus ist immer wenn der Artikel nicht mehr macht als auf irgendeinen Reddit-Beitrag zu verlinken und sonst nur Worthülsen drum herum bildet. TROTZDEM ist es die letzten Jahre alles andere als besser geworden mit den ständigen Problemchen, es fühlt sich beinnahe wieder an als hätte ich Windows 98. Es ist schön wenn im eigenen Haushalt alles glatt ging, aber nach dem Drucker-Debakel hat es nicht lang gedauert bis bei mir x mal das Telefon geklingelt hat von Bekannten oder Arbeitskollegen die nicht verstanden weshalb der (PDF-)Drucker nicht mehr funktionierte und was sie jetzt tun sollen...
    Apple als großer Mitbewerber muss auch häufig Updates von Updates von Updates nachschieben. Insgesamt glaube ich, ist der Druck, ständig "höher, weiter, schneller" in der Softwarebranche zu groß.
    @u0679, ein Kommentar auf Deskmodder.de kommt der Sache wohl näher:
    "Microsoft hat seine besten Windows Leute für andere Projekte, die mehr Priorität haben, abgezogen (Teams, Azure, Cloud, Server…). Übrig geblieben sind mehr oder weniger schlechte und unerfahrene Programmierer, die jetzt die Riesenbaustelle Windows 10 weiterentwickeln müssen." Man sieht was dabei herauskommt.
    Microsoft zeigt bei anderen Produkten zu Genüge dass Sie in der Lage sind durchgehend hohe und weitgehend fehlerärmere Qualität zu liefern. Klar ist Windows voll mit Altlasten und hat es mit dem Wildwuchs an Kombinationen mit denen es klarkommen muss schwerer als z.B. Apple. Trotzdem denke ich dass Microsoft mit der Manpower die für Windows (noch) abgestellt ist einfach zu viel will. Da leidet natürlich die Qualität.
    Faszinierend was für genaue Einblicke manche Leute zu haben scheinen. Die Leute mit Dreck zu bewerfen dass sie "schlecht" und unerfahren seien muss wirklich nicht sein. Ich denke eher dass so etwas dabei herauskommt wenn die Entwickler einfach überlastet (z.B. da zu wenige) sind.
    @Screensaver: "Abgezogen" wurden die Leute nicht, die sind von alleine gewechselt. Das ist auch völlig normal, wenn man für sich persönlich bessere Entwicklungsmöglichkeiten in einem anderen Bereich sieht, dann will man da hin. Teams, Azure und Co. sind halt die Bereiche, in denen gerade die Musik spielt und mutmaßlich auch am besten bezahlt wird.
    Also in meiner Blase sind einige Windows Kernentwickler nicht gewechselt, sondern wurden entlassen mit dem allgemeinen Wunsch, sich wieder neu in einer anderen Abteilung zu bewerben. Da waren einige Entwickler, die das seit 20/30 Jahren gemacht haben.
    Wie kann es sein, dass kein einziger (!) meiner Kunden mich kontaktiert hat, weil der Druckprobleme hätte? Alle Systeme stehen auf automatischen Updates. Komisch, oder? Aber entspricht meiner Erfahrung mit Windows Updates der letzten Jahrzehnte, zumindest wenn keiner dran rumrummelt offensichtlich. Die Kunden haben aber Admin-Rechte und ein großes Sammelsurium diverser Fremdsoftware, aber Markenhardware und ESET.
    @build10240 - ja es trifft wohl leider immer wichtige Komponenten, aber ich finde gerade die sollten dreifach geprüft und gesichert sein gegen grobe Schnitzer. Deswegen habe ich ja auch gesagt, es ist fast unmöglich Fehler zu vermeiden bei unüberschaubarer Menge X an Hardware. Und nein - Sorry Corona ist echt keine Entschuldigung für vermurkste Programmierung. Meine Chefs hätten mich postwendend rausgeschmissen wenn ich, bloß weil ich zu Hause arbeite, miese Arbeit abliefere.
    @Martin ja du hast recht über die Millionen geglückten Installationen sagt auch keiner was. Allerdings trifft es vermehrt die, die für die Lizenzen richtig Geld lassen, nämlich die Firmen. Und wenn man das dann auch noch irgendwie hinbiegen muss damit es trotzdem läuft ist es bei ein paar Hunderttausenden um so lauter und ärgerlicher.
    Wenn es 'nur' Privathaushalte trifft, die für die Lizenz eh nichts zahlen, dann wäre es ein 'isso' wert aber so leider nicht. Windows ist halt nicht für jeden eine Freeware und erst recht keine Server Lizenzen
    Updates Zurückstellen hat auch Vorteile.
    @Windowsentwicklung
    Viele der alten Entwickler sind mittlerweile in Rente, und die Windowsentwicklung ist nicht mehr so attraktiv wie früher, "die besten" gehen also eher woanders hin.
    Zudem wurde die interne Testabteilung vor einigen Jahren angeblich massiv geschrumpft.
Nach oben