Windows 10: Skip Ahead Build 18836 kommt aus dem 20H1-Zweig

Windows 10: Skip Ahead Build 18836 kommt aus dem 20H1-Zweig

Das ist eine Überraschung: Microsoft hat die Windows 10 Insider Build 18836 für die Insider im Skip Ahead Ring veröffentlicht. Wie üblich enthält die erste Build aus einem neuen Entwicklungszweig keinerlei neue Funktionen. Was ist nun die Überraschung? Diese Build kommt aus dem 20H1-Zweig, ist also eine Vorabversion für das im ersten Halbjahr 2020 geplante Feature-Update.

Das bedeutet allerdings nicht, dass es kein 19H2-Update geben wird, schreibt Microsoft. Es wird 19H2-Builds geben, sobald das aktuell in Arbeit befindliche 19H1-Update so gut wie fertig ist. Außerdem soll der Release Preview Ring intensiv für Treiber- und Qualitätsupdates der Version 19H1 genutzt werden.

Als Begründung für diese ungewöhnliche Maßnahme schreibt Microsoft, dass man für 20H1 einige Dinge geplant habe, die einer etwas längeren Vorbereitungszeit bedürfen. Das klingt natürlich erst mal spannend – was wirklich dahinter steckt, werden wir abwarten müssen, und die ersten Spekulationen werden sicherlich nicht lange auf sich warten lassen.

Ich werfe meine gleich mal in den Raum: Mit den verlängerten Support-Zyklen (30 statt 18 Monate für eine Windows 10 Version) hat Microsoft den Unternehmenskunden ja bereits quasi den Freibrief erteilt, von den halbjährlichen Updates Abstand zu nehmen. Als diese Maßnahme im September 2018 angekündigt wurde, habe ich die Prognose aufgestellt, dass Microsoft größere Änderungen oder umfangreiche neue Features künftig nur noch in die Frühjahrs-Updates einbaut und die Herbst-Updates primär der Wartung und Stabilisierung widmet, um das Risiko für Unternehmenskunden gering zu halten. Dazu passt die heutige Ankündigung nahezu perfekt – mit der Ausnahme, dass im 19H1-Update keine allzu großen Neuerungen stecken.

Quelle: Windows Blog

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Das klingt doch gut, wenn es denn wirklich so kommen sollte.
    Eine nachvollziehbare und sinnvolle Maßnahme wäre das, wie ich finde.
    Auch wenn man sich da wohl noch im Reich der Spekulatius befindet, stirbt die Hoffnung bekanntlich immer zuletzt.
    Und unsere IT hat gerade erst Windows 10 eingeführt und dabei entschieden, dass man die Herbstupdates ignorieren und nur die Frühjahrsupdates ausrollen will... :D
    Also demnach dann genau das Falsche, wenn man eine möglichst fehlerbereinigte und erprobte Version haben will und nicht als erstes die neuen großen Features.
    Zumindest für 2020 scheint das die falsche Strategie gewesen zu sein. Aber abwarten. Bis in einem Jahr kann sich ja wieder alles geändert haben
    Wenn ich das Sagen hätte, machte ich es folgendermaßen:
    20H1 entwickeln und die gut getesteten "Abfallprodukte" in 19H2, was ja dann erst ein Mal ein getestetes und gepatchtes 19H1 ist, einbauen.
    Dies vermiede vor allen Dingen die vielen Mehrfachentwicklungen und "Nachpflegen".
    @mh0001 nach dem katastrophalen Start von 1809 kann ich es gut verstehen. Wir fahren hier wunderbar mit 1803 und werden 1809 mit großer Sicherheit überspringen. Die Frage ist nur, ob wir auf 19H1 oder 19H2 gehen.
    Macht meiner Meinung nach ja auch irgendwo Sinn, da die Arbeiten an 19H1 so langsam fertig werden sollte und damit dann für den Fast-Ring 19H2 zum testen bereitstellt und da Skip-Ahead ja immer gleich weiterspringt, bleibt als logischer Schritt ja nur 20H1.
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