Windows 10: Volles Patch-Management für die Insider-Builds im Slow Ring

Windows 10: Volles Patch-Management für die Insider-Builds im Slow Ring

Im Windows Insider Programm steht eine tiefgreifende Änderung bevor: Die Builds im Slow Ring sollen künftig wie produktive Versionen behandelt werden, soll heißen: Sie erhalten Wartungs- und Sicherheitsupdates. Diese Neuerung wurde angeblich schon bei der Build-Konferenz im Frühjahr angesprochen, blieb aber ebenso „unbemerkt“ wie ein Blogpost des Insider Teams von vorletzter Woche. Ich wurde erst durch einen aktuellen Tweet darauf aufmerksam.

Bislang lief es so: Wenn eine Build aus dem Fast Ring keine allzu gravierenden Fehler enthielt, dann wurde sie auch im Slow Ring veröffentlicht. Das hat dazu geführt, dass der Slow Ring meist erst in der Endphase der Entwicklung einer neuen Windows 10 Version regelmäßig versorgt wurde. Dazwischen geschah oft wochen- oder gar monatelang gar nichts.

Das soll sich nun ändern. Fehler, die in einer Fast Ring Build stecken, sollen im Slow Ring behoben werden. Darum werden diese Builds kumulative Wartungsupdates erhalten, genau so wie die produktiven Versionen von Windows 10. Aktuelle Sicherheitsupdates werden ebenfalls für die Slow Ring Builds angepasst und ausgerollt.

Die Neuerungen sollen den Slow Ring interessanter und aktiver machen. Künftig soll es mindestens einmal monatlich eine neue Build für die Slow Ring Insider geben. Diese erhalten somit schneller Zugang zu neuen Funktionen und kommen gleichzeitig in den Genuss von Fehlerbehebungen.

Das klingt nach einem guten Plan, gleichwohl muss man kritisch anmerken: Wie die Probleme beim Oktober Update gezeigt haben, hat man sich im Insider Programm zuletzt vielleicht eher zuviel als zuwenig zugemutet. Ob es vor diesem Hintergrund eine gute Idee ist, eine neue Baustelle zu eröffnen, darf man zumindest bezweifeln. Wenn die bessere Pflege der Slow Ring Builds mehr Tester anlockt und insgesamt für eine bessere Qualität der finalen Version sorgt, will ich natürlich nichts gesagt haben.

Quelle: Microsoft

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Gibt es Zahlen wie die Insider auf die Ringe verteilt sind? Meine Geräte im Release Preview-Ring bekamen das Oktober-Update nie zu sehen, grade der Ring wäre eigentlich für viele interessant die halbwegs produktiv mit ihrem Gerät arbeiten wollen...
    Gute Idee für den falschen Ring. Um Probleme beim Upgrade zu erkennen, benötigt man Testupgrades vom vorherigen Branch aus und die würde man eher im Release-Preview-Ring erhalten. Probleme im Zusammenhang mit Apps kann mit Insidern sowieso kaum testen, weil die Appversionen in allen Insider-Ringen weit vor denen der normalen Windowsinstallationen sind.
    Ich halte dies ständige Updates für abzulut übertrieben
    ich sehe dahinter nur die gier den Kunden möglich fiel Geld abzuzocken
    2 mal im jahr ein neues Betriebsamstem zu bringen hat mir Qualität niks
    zu tun,es ist abzulut ausreichen alle 4bis5jahre ein neues Betriebs System
    auf den Markt zu bringen.
    Sie können gerne Sicherheit Updates 2 3 4 mal im Jahr bringen das ist abzulut ausreichend
    Sowas hätte ich irgendwie eher für den Release Preview-Ring erwartet, das eine fehlerbereinigte Version vom Slow-Ring dort landet und anschließend ggf. fertig gepatcht wird. So klingt es für mich als würde man am liebsten den Release Preview-Ring komplett abschaffen, immerhin hat man diesmal komplett auf dem Ring verzichtet.
    Allgemein klingt es für mich als wolle Microsoft irgendwie die Fehler der Vergangenheit beheben, allerdings ohne wirklichen Plan dahinter. Man hofft einfach das mit dieser Strategie alles gut geht, bis das nächste Funktionsupdate wieder gegen die Wand läuft.
    sagonritter
    ich sehe dahinter nur die gier den Kunden möglich fiel Geld abzuzocken
    Wird aber schwer, wenn Windows-10-Versionen weiterhin kostenlos sind. Nicht mal die Hardwarehersteller haben davon etwas, weil Windows 10 zu nahezu aller Hardware der letzten fünf bis zehn Jahre kompatibel ist und bleibt.
    sagonritter
    Qualität
    Aha.
    sagonritter
    Ich halte dies ständige Updates für abzulut übertrieben
    ich sehe dahinter nur die gier den Kunden möglich fiel Geld abzuzocken
    2 mal im jahr ein neues Betriebsamstem zu bringen hat mir Qualität niks
    zu tun,es ist abzulut ausreichen alle 4bis5jahre ein neues Betriebs System
    auf den Markt zu bringen.

    Die Rechtschreibung ignoriere ich jetzt mal einfach.
    Dass diese geballten Updates nicht sein müssen, da bin ich ganz bei dir. Finde ich auch total übertrieben. Eins in 2 Jahren wäre für mich schon mehr als genug. ABER, dass da "die Gier den Kunden möglichst viel Geld abzocken" dahinter stände, ist natürlich vollkommen falsch, wie build 10240 ja auch schon geschrieben hat. Das macht einfach keinen Sinn. Vielmehr ist es mit Sicherheit so, dass mit diesen geballten Updates die "ewig neu" Fraktion angesprochen werden soll. Neu ist geil. Dass man sich dadurch so einige Probleme, was die Zuverlässigkeit und die Stabilität angeht, anlacht, dürfte nicht überraschen. In anderen Bereich nennt man so eine Entwicklung "Bleeding edge". Immer auf der Rasiermesserkante der technologischen Weiterentwicklung. Für mein Dafürhalten sollte sich Microsoft einen Gefallen tun, und etwas auf die Bremse treten, was das angeht.
    sagonritter
    Ich halte dies ständige Updates für abzulut übertrieben
    ich sehe dahinter nur die gier den Kunden möglich fiel Geld abzuzocken

    Wie Zocken sie denn damit Geld ab? Ich hab bis heute nichts für irgendein Update/Upgrade bezahlt. Wie zocken sie dir damit also bitte Geld ab?
    sagonritter

    Sie können gerne Sicherheit Updates 2 3 4 mal im Jahr bringen das ist abzulut ausreichend

    4 mal im Jahr ein Sicherheitsupdate ist also ausreichend ja? Du scheinst dich doch sehr intensiv mit der Materie befasst zu haben.
    Bei der Menge an Lücken die immer wieder auftauchen selbst in alten Betriebssystemen sind 4 Updates schon echt Mager bemessen.
    Es hat schon sein Grund wieso MS das 12 mal im Jahr macht. Teilweise wäre es sogar äußerst sinnvoll das noch öfters zu machen.
    4 mal im Jahr ein Sicherheitsupdate ist also ausreichend ja?

    Meiner Meinung nach, ja. Die Sicherheit wird heutzutage mal sowas von übertrieben. Wird vor allem daran liegen, dass "KRITISCHE SICHERHEITSLÜCKEN!!!" heutzutage wesentlich mehr durch die Medien gezogen werden, als früher. Das größte Sicherheitsrisiko, und da sind wir uns hoffentlich alle einig, sitzt vor dem PC, nicht darin.
    Wobei ich jetzt gar nicht sicher bin, dass sagonritter wirklich die Sicherheitsupdates meinte.
    Dieses Thema handelt eigentlich von Insider Previews.Also,was sollen diese Ausschweifungen auf die allgemeine Updatepolitik für normale Versionen.?
    Die sind ja nicht betroffen und es ändert sich dort gar nichts.
    Apropos,ich sähe diese Neuorientierung des Insider Slowrings auch eher im Release Preview Ring, aber ich nutze eh beide nicht,sondern nur FastRing und wenn es wieder Zeit wird,den SkipAhead Ring.
    Naja, schöne Pläne die da verkündet werden.
    Eins aber sollte bei Microsoft mal überdacht werden. Wenn man die Nadel im Heuhaufen sowieso kaum findet, was hilft dann am Wenigsten?
    Genau: mehr Heu!!!
    Ich bin vom Release Preview in den Slow Ring gewechselt. Werde mal sehen was da kommt.
    @tkmopped:
    Wenn Du so gut Über das Insiderprogramm Bescheid weist, warum meldest Du Dich nicht im Insider Bereich zu Wort?
    Die Bedeutung der Sicherheitsupdates wird heutzutage wohl von Einigen schlecht geredet; ähnlich wie die Bedeutung der Privatsphäre und persönlichen Rechte.
    Man bekommt heute nicht unbedingt schneller Sicherheitsupdates als früher für Windows, weil es eben keine großen Upgrades sind, sondern die monatlichen Updates, und wenn jetzt Jemand daherkommt, der behauptet, ihm wäre nie was passiert, also wird Sicherheit überbewertet, dann sollte dieser Jemand erst einmal berücksichtigen, dass er bis jetzt durch Sicherheitsupdates immer geschützt war, was seine Schlussfolgerung völlig unbegründet lässt, weil er es gar nicht anders erlebt hat und vermutlich im relativen Schutz der breiten Masse steht, also zu unwichtig ist, um gezielt angegriffen zu werden.
    Es gibt bestimmt hier ein paar Word-Dokumente, die dieser Jemand gerne öffnen darf, um einmal erleben zu dürfen, wie schön doch ist, wenn eine Sicherheitslücke vorher geschlossen wurde, und bei Weigerung darf dieser Jemand auch gerne erleben, dass sein Einverständnis eher aus Höflichkeit erbeten wird, denn aus Notwendigkeit.
    Und was @sagonritter so alles gemeint haben könnte, liegt im Dunkeln durch die schwammige Wortwahl und die zufällige Aneinanderreihung verschiedener Wörter zu einem satz-ähnlichen Gefüge. Dessen Sinn dadurch stark abgeschwächt wird, dass er Microsoft zu unterstellen scheint, für Updates oder Upgrades Geld zu verlangen, was von Jedem nachprüfbar nicht den Tatsachen entspricht, daher man diese Aussage als Lüge bezeichnen darf, ob nun aus Unwissenheit oder mit Vorsatz.
    Sicherheitsupdates sind ohne Frage eine gute und wichtige Sache. Aber es ist eben auch nur ein Aspekt bei der Sicherheit.
    Auch wenn das zu 110% auf dem aktuellen Stand, wenn der User die "böse exe" als Admin startet, dann war es das. Ende der Geschichte.
    Es ist das Zusammenspiel von OS, Sicherheitseinstellungen und User, was entscheidend ist, wobei gute Einstellungen / wenig Berechtigungen schon massive Auswirkungen haben kann, so dass Schadsoftware sehr viel weniger erreichen kann. -> https://www.ghacks.net/2017/02/23/non-admin-accounts-mitigate-94-of-critical-windows-vulnerabilities/
    Blöd wird es, wenn man - je nach User / PC / "Glück" - mehr Zeit damit verbringt Windows-Update / -Upgrade-Probleme zu beheben, als Schadsoftware zu beseitigen. Die Entwicklung in der Hinsicht ist nicht schön.
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