Windows 10: Vorbereitungs-Update für 1703 und 1709, Microcode-Update für 1803

Windows 10: Vorbereitungs-Update für 1703 und 1709, Microcode-Update für 1803

Für die letzten drei Versionen von Windows 10 stehen neue Updates bereit. Um die ersten beiden muss man sich nicht kümmern, das dritte muss man sich allerdings explizit laden, wenn man es anwenden möchte.

Für Windows 10 Version 1703 und 1709 gibt es ein jeweils identisches Update, welches der Vorbereitung auf das April-Update dient. Hierbei geht es um die geänderten Datenschutz-Einstellungen bzw. deren gezielte Abfrage. Ab dem April Update müssen diverse Datenschutz-Einstellungen vom Nutzer explizit bejaht oder verneint werden. Details dazu habe ich in diesem Beitrag für euch zusammengestellt. Die Updates KB4134660 und KB4134661 werden automatisch via Windows Update angewendet, spätestens wenn das April Update installiert wird. Hier muss man also gar nichts tun.

Anders sieht es beim Microcode-Update KB4100347 aus. Mit diesem stellt Microsoft ein Microcode-Update gegen die CPU-Sicherheitslücke Spectre V2 für die Windows 10 Version 1803 (April Update) zur Verfügung. Wer diesen Patch installieren möchte, muss ihn manuell herunterladen und installieren. Die Microcode-Updates werden nicht via Windows Update verteilt, weil es sich im Grunde nicht um Windows-Patches handelt. Microsoft versucht hier „einzuspringen“ und den Kunden zu helfen, die nicht mit einem BIOS-Update versorgt werden. Außerdem können Seiteneffekte durch diese Updates nicht ausgeschlossen werden.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Firmware-Update....die liste potentieller Marken wird bei mir immer kürzer.
    Es ist schon bezeichnend das Dell mich für ein Consumer-Notebook 3 Jahre mit umfangreichen Updates auch für die Firmeware beglückt. Hingegen HP ....naja.
    Also ich bin von HP sehr positiv überrascht, weil es selbst für mein Elitebook 2760p (Sandy Bridge und BJ 2011) Updates gibt.
    Ist ja schoen das MS einspringt und sie zur Verfuegung stellt nur wird die Mehrzahl der Rechner mit dieser Strategie niemals versorgt werden, weil "Lieschen Mueller User" davon wahrscheinlich keine Kenntnis nehmen werden und wenn doch sich kaum heran trauen. Es gibt ganz viele einfache Nutzer die schon Herzklopfen kriegen, wenn sie einen Brwoser herunterladen und installieren sollen, um es mal etwas ueberspitzt auszudruecken.
    Und wie sieht es mit den Surface-Computern aus, muss man sich da auch das Microcode-Update manuell runterladen und installieren?
    Jarkarta
    Ist ja schoen das MS einspringt und sie zur Verfuegung stellt nur wird die Mehrzahl der Rechner mit dieser Strategie niemals versorgt werden, weil "Lieschen Mueller User" davon wahrscheinlich keine Kenntnis nehmen werden und wenn doch sich kaum heran trauen.
    Wenn die Microcode-Updates von Microsoft per Windows Update verteilt würden, dann wäre das Geschrei groß, sollte es zu Problemen kommen. Gerade bei den älteren Prozessor-Generationen wird es u.U. zu Geschwindigkeitseinbußen kommen, deshalb sollte jeder Nutzer selbst entscheiden, ob er diese Updates installieren möchte.
    Es gibt keine ideale Lösung für dieses Problem, solange Lieschen Müller nicht bereit ist mehr über den Computer zu lernen, als den Anschaltknopf zu finden, den Browser zu starten und wie man eine Datei von A nach B kopiert. Ein Computer ist und war noch nie eine Maschine mit nur drei Knöpfen, bei der man nicht mal die Bedienungsanleitung lesen müßte.
    Wieso sind bei dem Microcode-Update eigentlich Sandy-Bridge Prozessoren enthalten, aber keine Ivy-Bridge? Kennt jemand den Grund dafür?
    Nachtrag: Nun ist die Verwirrung bei mir komplett. ASRock stellt für mein älteres Board Z77Extreme4 nun auch ein Bios-Update zur Verfügung. Respekt erstmal dafür das "alte" Board noch zu supporten. Leider steht nicht dabei, für welche Prozessoren das Update geeignet ist. Ich habe echt Sorgen, mir damit mein System zu zerschießen, zumal es dazu noch als Beta angegeben ist.
    http://www.asrock.com/mb/Intel/Z77%20Extreme4/?cat=Download#BIOS
    @build10240 Verwirrend alles.
    Wie ich oben nachgetragen habe, bietet nun auch ASRock ein Bios-Update für mein älteres Board an. Soll ich es wagen, da es als Beta gekennzeichnet ist, oder würdet ihr davon abraten? Meine armen Nerven...
    https://www.asrock.com/MB/Intel/Z77%20Extreme4/index.asp#BIOS
    Kleiner Nachtrag: Habe es gewagt das Bios-Update direkt zu aktualisieren. Bisher sieht alles gut aus und Performanceeinbußen konnte ich bisher nicht feststellen. Gemessen habe ich nichts, aber es "fühlt" sich normal an. Jetzt mal schauen, wie es sich im Langzeittest und der Praxis zeigt.
    An dieser Stelle aber echt nochmal Respekt an ASRock. Keine Selbstverständlichkeit, ein dermaßen "altes" Board noch zu unterstützen.
    Das Windows-Update ließe sich einfacher rückgängig machen als das BIOS-Update.
    Beim BIOS-Update gibt es manchmal Probleme, insofern Tools wie Microsofts Get-SpeculationControllSettings in der PowerShell und Fremdtools wie InSpectre auch nach dem Update eine fehlende Absicherung gegen Branch Target Injection (Spectre v2) meldeten.
    Ich habe jetzt mehrere Haswell- und Sandy-Bridge-Systeme mit den neuen Microcode-Updates versorgt und kann weder beim Startverhalten noch im Betrieb mit Browsern und Officeanwendungen eine Veränderung feststellen. Leistungshungrige Anwendungen habe ich allerdings nicht getestet.
    NurEinUser

    Wie ich oben nachgetragen habe, bietet nun auch ASRock ein Bios-Update für mein älteres Board an.
    https://www.asrock.com/MB/Intel/Z77%20Extreme4/index.asp#BIOS
    An dieser Stelle aber echt nochmal Respekt an ASRock. Keine Selbstverständlichkeit, ein dermaßen "altes" Board noch zu unterstützen.

    Ich finde es verrückt das es für mein Asrock Z77 Professional kein BIOS Update gibt und noch nicht mal NVME Unterstützung.
    Firmware-Update....die liste potentieller Marken wird bei mir immer kürzer.
    Es ist schon bezeichnend das Dell mich für ein Consumer-Notebook 3 Jahre mit umfangreichen Updates auch für die Firmeware beglückt. Hingegen HP ....naja.

    Ich habe das Microcode Update von HP direkt bekommen, für ein Gerät, dass ich seit September 2013 nutze. Das finde ich definitiv beachtlich.
    Gute Frage. Bekommen die Surface dad Microcode Update, oder muss ich es auch anstoßen?
    Ob die Surface ein BIOS/Firmware-Update mit neuen Microcodes erhalten, weiß ich nicht. Das Windows-Update mit neuen Microcodes wird aber grundsätzlich nicht via Windows Update verteilt und muß manuell installiert werden. Das wird sich voraussichtlich erst ab Version 1809 ändern, denn dort sollen die Microcode-Updates integriert sein.
    Ich finde es verrückt das es für mein Asrock Z77 Professional kein BIOS Update gibt und noch nicht mal NVME Unterstützung.

    Das wundert mich jetzt allerdings auch. Vielleicht kommt das noch.
    Das Windows-Update ließe sich einfacher rückgängig machen als das BIOS-Update.
    Beim BIOS-Update gibt es manchmal Probleme, insofern Tools wie Microsofts Get-SpeculationControllSettings in der PowerShell und Fremdtools wie InSpectre auch nach dem Update eine fehlende Absicherung gegen Branch Target Injection (Spectre v2) meldeten.

    Ging zum Glück bei mir alles gut und die Absicherung wird auch gemeldet. Innerhalb meiner Anwendungsszenarien konnte ich bisher auch keine Performanceeinbußen feststellen. Messbar bestimmt, aber nicht spürbar.
    Ich habe Microcode-Update für 1803, heute auf einer Testmaschine (Sandy-Bridge) installiert, fühlt sich irgendwie merkwürdig an (so, als wenn die Maus verstellt wäre) und eben wieder deinstalliert. Alles wieder Ok.
    Vielleicht ist das nur bei dem Rechner bei mir so, aber Momentan habe ich gerade keine Interesse mehr zu testen.
    Zum Glück, dass es noch keine Biosvariante ist.
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