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Windows 11 Insider Programm: Der Beta-Kanal wird zweigeteilt, um Feature-Rollouts zu testen

Windows 11 Insider Programm: Der Beta-Kanal wird zweigeteilt, um Feature-Rollouts zu testen

Der Beta Kanal des Windows Insider Programms fährt mindestens vorübergehend zweigleisig. Microsoft hat gleich zwei neue Testbuilds an die Insider verteilt, welche davon man bekommt, hat man selbst nicht in der Hand.

Ich habe mich schon oft darüber beschwert, dass Microsoft die Windows Insider als Versuchskaninchen benutzt, ohne zu kommunizieren, was da eigentlich vor sich geht. Das hat man in diesem Fall besser gemacht und den Hintergrund im entsprechenden Blogpost kommuniziert. Prima, es geht doch.

Die Insider im Beta Kanal erhalten das Update KB5014959, dieses bringt bei einigen die Buildversion 22621.290 und bei den anderen die Buildversion 22622.290, welche der beiden Builds man bekommt, kann man wie gesagt nicht selbst steuern.

Der Unterschied ist: Im Buildstring 22621.xxx sind etwaig enthaltene neue Funktionen standardmäßig deaktiviert, in 22622.xxx können sie bereits aktiv sein. In Zukunft wird Microsoft neue Funktionen für Windows 11 verteilen, die im Code eines Updates schon enthalten, aber per Softwareschalter deaktiviert sind. Über sogenannte „Enablement Packages“, die wir schon von den letzten Windows 10 Feature Updates kennen, werden diese Features aktiviert.

Die Zweigleisigkeit im Beta Kanal soll dazu dienen, dieses Verfahren zu testen und gleichzeitig etwaige Seiteneffekte auf die Stabilität und Performance des Systems zu erkennen.

Ein wenig amüsant ist die Randbemerkung im Blog, dass diese Vorgehensweise nur im Beta Kanal angewendet wird und kein Hinweis darauf ist, dass man mit finalen Versionen ebenfalls so umgehen will. Wie schon erwähnt ist das unter Windows 10 schon seit Jahren gelebte Praxis.

Neue Funktionen gibt es in beiden Beta-Releases nicht. Die „Suggested Actions“, die im Blogpost erwähnt werden, sind in der deutschsprachigen Version nicht enthalten. Wer auf der Build 22622 landet, könnte allerdings die neue OneDrive-Warnung vor einem Überlauf des Cloudspeichers zu sehen bekommen.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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