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Windows 11 Store: Android-Apps, Integration von Amazon Prime Video und mehr angekündigt

Windows 11 Store: Android-Apps, Integration von Amazon Prime Video und mehr angekündigt

Zum Start des Windows 11 2022 Update hat Microsoft nochmals kräftig für den Store getrommelt und zahlreiche Neuerungen angekündigt. Einige davon sind für regelmäßige Beobachter nicht mehr so ganz neu, dennoch ist es eine gute Zusammenfassung dessen, was sich aktuell im Store tut. Werfen wir also gemeinsam einen Blick darauf.

Dass die Android-Apps für Windows 11 über den Amazon App Store noch in diesem Jahr nach Deutschland kommen sollen, wussten wir bereits, das hat Microsoft heute nochmals bestätigt. Bislang ist diese Funktion nur in den USA und Japan verfügbar, im Herbst kommen neben Deutschland auch noch 30 weitere Länder hinzu (eine Übersicht findet sich hier, möglicherweise ist sie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels aber noch nicht aktualisiert).

Die Auswahl soll außerdem deutlich wachsen, Microsoft spricht von 20.000 Android Apps, die bald im Store verfügbar sind. Man hat außerdem an der Integration dieser Apps in den Store gearbeitet, sie sollen sich nun beispielsweise auch über die Store-Suche finden lassen.

Die Kooperation mit Amazon geht künftig noch über die Android Apps hinaus, so sollen die Inhalte von Amazon Prime Video ebenfalls in den Store integriert werden. Außerdem startet man eine Kooperation mit ESPN, die mit einer neuen App im Store an den Start gehen, was für deutsche Nutzer allerdings irrelevant ist.

Entwickler können Ihre Apps im Store ab sofort mit Werbekampagnen promoten. Das entsprechende Programm wurde im Frühjahr angekündigt und startete vor einigen Wochen in den Testbetrieb. Werbeanzeigen im Store sollen für die Nutzer immer als solche erkennbar sein.

Amüsant: Um die Fortschritte zu unterstreichen, die der Store seit seiner Neuausrichtung gemacht hat, spricht Microsoft in der heutigen Ankündigung von „900 Millionen Nutzern“ in den letzten 12 Monaten. Das ist natürlich Unsinn, da sind alle Nutzer mitgezählt, bei denen der Store ein automatisches Update einer vorinstallierten App installiert hat, egal ob diese den Store selbst gestartet haben oder nicht.

Interessanter ist da schon die zweite Zahl: Seit man den Store offener gestaltet hat und jetzt auch klassische x86-Programme aufnimmt, ist die Zahl der App-und Spiele-Einreichungen um 122 Prozent gestiegen. Die neue Strategie trägt also Früchte.

Damit das zarte Pflänzchen weiter blüht, kündigt Microsoft gleich auch noch ein paar Neuerungen für den Store an, von denen die Nutzer profitieren. So soll die Suche in Kürze weiter verbessert und noch tiefer ins System integriert werden, die Windows-Suche soll beispielsweise Screenshot-Vorschauen zu Store-Apps innerhalb der Suchergebnisse anzeigen. Die im Frühjahr angekündigte Möglichkeit, die persönlichen Store-Apps in einem Rutsch bei der Inbetriebnahme eines neuen PC installieren zu lassen, soll in Kürze verfügbar sein. Details dazu hier: Wiederherstellung installierter Apps für den Microsoft Store.

Für Entwickler sind ebenfalls Neuerungen geplant, so soll es bald einfacher werden, eine App in mehreren Sprachen bereitzustellen.

All das, so beschreibt es Microsoft in seiner Ankündigung, sei aber immer noch nur der Anfang, man habe noch viele spannende Neuerungen für den Store in der Pipeline.

Disclaimer: Die Informationen in diesem Artikel haben wir von Microsoft vorab unter Embargo erhalten.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zuhause. Seit 15 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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