Windows 7 Ablösung: Jedes fünfte Unternehmen hat noch Arbeit vor sich

Windows 7 Ablösung: Jedes fünfte Unternehmen hat noch Arbeit vor sich

In einem knappen halben Jahr ist Schluss mit Windows 7, am 14. Januar 2020 wird Microsoft letztmalig Sicherheitsupdates veröffentlichen. Für Privatkunden gibt es danach keine Möglichkeit mehr, Windows 7 gegen neu entdeckte Sicherheitslücken zu schützen, Firmenkunden müssen für eine Verlängerung des Supports bezahlen. Je mehr und je länger Windows 7 PCs laufen, desto teurer wird es.

Eine aktuelle Erhebung zeigt, dass es im Grunde sogar ganz gut aussieht und die Ablösung von Windows 7 durch Windows 10 voranschreitet: 96 Prozent aller Unternehmen haben bereits mit der Migration begonnen, 77 Prozent sind sogar schon fertig.

Aber: Fast jedes fünfte Unternehmen (18%) hat mit der Einführung von Windows 10 bislang entweder nicht begonnen oder steckt noch mittendrin. Für sie wird es also ein sportlicher Endspurt bis zum Januar 2020. So ungewöhnlich ist das allerdings nicht, auch beim Supportende für Windows XP im Jahr 2014 fand die Umstellung in vielen Betrieben quasi auf den letzten Drücker statt.

Nach den letzten Zahlen der Marktforscher hatte Windows 7 im Juni noch einen Anteil von knapp 35 Prozent. Dass der Wert bis Mitte Januar auf Null fällt, ist selbstverständlich ausgeschlossen. Man könnte ja ein Tippspiel veranstalten – ich rechne mit einem „Restbestand“ zwischen 20 und 25 Prozent.

Siehe dazu auch: Windows 7 Supportende: Microsoft gibt Tipps und beantwortet häufige Fragen

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Auf jeden Fall.
    Passend zum Thema mache ich gerade eine Fortbildung, bei der der Dozent noch mit Windows 7 unterwegs ist...
    Übrigens gehe ich davon aus, dass sich die Situation ändern wird, nun da Microsoft diese halbjährlichen Neuinstallationen nicht mehr machen will. besonders für die Admins ist das sicher der absolute Horror.
    Die Frage ist wie lang. Immerhin gibt's doch für die verschiedenen Zwischenversionen auch nur 18 Monate Support, oder sehe ich das falsch?
    Wir haben auch noch Win7 auf der arbeit. Ist aufgrund der Menge an PC's aber einfach ein Thema. Die sollen ein Hardwareupdate bekommen und im dem Zuge dann Win10. Aber aufgrund der Menge und der verteilten Standorte übers land dauert das halt.
    Die Umstellung von Windows 7 Enterprise auf Windows 10 Enterprise fand in der Firma letztes Jahr ab Ende August statt. Dabei wurde auch die Hardware ausgetauscht. Auf meinem Arbeitsplatzrechner ist aktuell Windows 10 Enterprise 1709 16299.1146 installiert.
    Bei uns ist auch noch größtenteils W7 im Einsatz da vieles an Spezialsoftware noch nicht richtig für W10 angepasst wurde und es immer noch erhebliche Probleme gibt.
    Wie wird bei euch in der Firma das Upgrade auf Windows 10 gemacht?
    Wird jeder PC manuell über Upgrade Assistent aktualisiert oder Windows 7 platt gemacht und neu installiert?
    Ich tippe auf die Deutsche Bahn, die mal wieder ein veraltetes Betriebssystem weiter verwenden wird, um sich dann bei Hackerangriffen an den Bahnhöfen zu wundern.
    Setter
    War das nich bei XP seinerzeit ähnlich?

    Behörden kaufen sich wieder teuer von unserem Geld Update-Verlängerungen, weil das Ende so überraschend schnell da ist (genau wie Weihnachten immer). Windows 10 gibt es es doch erst seit 2015, so schnell geht das nun nicht. :)
    Bei uns in der Stadt wird überall noch Windows 7 genutzt. Neue Hardware wird flächendeckend nicht gekauft. Ob die Umstellung auf Windows 10 bis zum Supportende von Windows 7 vollzogen wird bezweifle ich ein wenig da bei uns eine Hausaltsperre besteht.
    Von unseren Kunden stehen auch mindestens noch 60% auf Windows 7 bzw. Server 2008/R2.
    Das wird bis Ende des Jahres nichts mehr, alle umzustellen, viele wollen nicht wegen der Kosten und seitens ManPower sind wir auch begrenzt.
    Ja und bei uns wird sogar noch auf den Sportgeräten Windows XP betrieben, ich hab aber damit kein Problem weil die wie so viele Geräte gar nicht übers übers Internet/Netzwerk direkt erreichbar sind.
    Die neueren Geräte Laufen alle auf einer Android/Linux Version da mache ich viel mehr Gedanken weil man mit den Dingern im Internet Surfen kann, unter anderem Kann man auch Netflix Streamern, wer Schwitzt sich gerade auch auf so einem Laufband ab und schaut sich dabei seine Lieblings Folge bei Netflix an oder schaut sich bei IKEA nach einer neuen Couch um xD.
    Aber vom Aufwand her kann ich schon verstehen das viele Geräte noch immer mit Windows 7 laufen, vor allem wenn ich mir die Pleiten, Pech und Pannen ansehe die Windows 10 die vergangenen 12 hatte das ist doppelte und dreifache Arbeit die das Betriebssystem bei der Administration mit sich bringt da ist Windows 7 Relativ genügsam und braucht weniger Überwachung!
    Nicht das es mich stört ich Arbeite auf Stundenbasis und nicht nach der Erfolgs Basis. Also im großen und ganzen Verdiene ich seit der Umstellung mehr als vorher.
    Wenn man hier schon wieder "existenzgefährdend" im Zusammenhang mit Windows-Upgrades hört, kann man als normaler Bürger nur noch lachen. Grundsteuererhöhung, Straßenbeiträge, Zwangstausch diverser Gerätschaften, demnächst die CO2-Steuer kommen für den Bürger sehr viel überraschender als für Unternehmen ein OS-Upgrade. Dem Bürger wird aber allseits angetragen, er hätte sich für all die Überraschungen mit Reserven eindecken können. Warum sollte das nicht für die jammernden Unternehmen gelten?
    Aber vom Aufwand her kann ich schon verstehen das viele Geräte noch immer mit Windows 7 laufen, vor allem wenn ich mir die Pleiten, Pech und Pannen ansehe die Windows 10 die vergangenen 12 hatte das ist doppelte und dreifache Arbeit die das Betriebssystem bei der Administration mit sich bringt da ist Windows 7 Relativ genügsam und braucht weniger Überwachung!
    Wenn ich mir die Pannen bei Windows 7 in den letzten vier Jahren ansehe, dann sind die sehr spezifischen Probleme, die es mit Windows 10 seit dessen Einführung gab, nichts dagegen. Gleiches gilt übrigens für viele Linux-Distributionen auf dem Desktop und deren Probleme beim Upgrade. Das verläuft nämlich längst nicht so sauber wie es die Linux-Enthusiasten gerne hätten.
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