Windows Insider Program: Microsoft stellt umfassende Reform vor
Microsoft möchte mit einer größeren Reform neuen Schwung in das bisher brach liegende Windows Insider Program bringen, das wussten wir schon seit einer ganzen Weile. Kurz vor dem Wochenende hat das Windows-Team nun die entsprechenden Elemente vorgestellt, mit denen das gelingen soll. Neben neuen Kanälen bedeutet das auch mehr Kontrolle über neue Funktionen, die man austesten möchte.
Neue Kanäle
In einem ersten Schritt bekommen die Kanäle teilweise neue Namen und Ausrichtungen. Während der bisherige Release Preview Channel als Release Preview ansonsten unverändert bleibt, wird aus dem bisherigen Beta Channel schlicht Beta. Mit dieser Änderung kommt allerdings auch eine lang ersehnte Nachricht für die Windows Insider: Microsoft verzichtet hier künftig auf die verhassten Controlled Feature Rollouts (CFR), also sind alle neuen Funktionen mit dem ersten Update auf die neue Build immer direkt sicht- und verfügbar. Kleine Variationen beim Feature selbst kann es aber geben, wenn Microsoft hier noch was ausprobieren möchte.
Die bisherigen Dev Channel und Canary Channel gehen in den neuen Zweig Experimental auf. Hier ist Microsoft vorsichtiger und setzt ähnlich wie bei Microsoft Edge künftig auf ein Feature Flags-System, wo Nutzer neue Funktionen variabel aktivieren und deaktivieren können. Gleichzeitig betont man, dass das, was man hier sieht, sich ändern, verschieben oder überhaupt nicht erscheinen kann. Man bekommt aber frühesten Zugriff auf (mögliche) neue Funktionen.
Experimental wird zudem nochmal unterteilt und bekommt mit Future Platforms einen zusätzlichen Unterzweig. Dieser ist an kein konkretes Plattformrelease von Windows gebunden und man befindet sich hier also immer am absoluten Anschlag.
Wechsel des Zweiges, Verlassen des Programms
Der Wechsel in einen anderen Kanal oder das Verlassen des Windows Insider Programs soll künftig leichter werden. Künftig soll in den meisten Fällen hierfür ein In-Place Upgrade ausreichen und eine komplette Neuinstallation nicht mehr notwendig sein. Unabhängig davon haben die Entwickler die Einstellungen für das Windows Insider Program in Windows 11 überarbeitet und das Layout gestrafft, auch die Ladezeiten sollen geringer ausfallen.
Nähere Informationen hat Microsoft in diesem Blogpost gebündelt.
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- Windows 11
Über den Autor

Kevin Kozuszek
Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden und habe in diesem Ökosystem meine digitale Heimat gefunden. Bei Dr. Windows halte ich euch seit November 2016 über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden, die Microsoft bei seinen Open Source-Projekten und Microsoft Edge zu berichten hat. Beiträge über Mozilla, Europas Digitalwirtschaft und inklusive Informatik runden meinen Bereich ab.


