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Windows Insider Programm: Wer jetzt über einen Wechsel des Kanals nachdenken sollte

Windows Insider Programm: Wer jetzt über einen Wechsel des Kanals nachdenken sollte

Das Windows Insider Programm bietet die Möglichkeit, neue Windows-Funktionen und -Versionen vorab zu testen. Seit Windows 11 angekündigt wurde, ist auch das Insider Programm nach Jahren der Langeweile endlich wieder spannend. Die bevorstehende Veröffentlichung von Windows 11 erfordert allerdings, dass jeder Insider für sich überlegen muss, in welchem Kanal er unterwegs sein möchte.

Die Definitionen sind altbekannt: Grundsätzlich geht man in jedem Insider Kanal das Risiko ein, Opfer von fiesen Bugs zu werden. Die Bereitschaft, das klaglos hinzunehmen, ist Grundvoraussetzung für den Beitritt zum Insider Programm.

Das Risiko ist in den Kanälen aber unterschiedlich: Der Developer Kanal ist der instabilste, hier werden auch mal Experimente gemacht. Im Beta-Kanal haben die Builds schon einen gewissen Reifegrad, der Release Preview Kanal schließlich ist der „letzte Halt“ vor der Veröffentlichung.

Unter Windows 11 sehen die Einstellungen für das Insider Programm anders aus, die Definitionen sind aber die gleichen.

Windows 11 Insider Programm Einstellungen

Wer Windows 11 im Developer Kanal testet und auf die finale Version umsteigen möchte, ohne an weiteren Experimenten teilzunehmen, für den ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, in den Beta-Kanal zu wechseln. Das hat Microsoft bereits in der letzten Woche empfohlen. Der Grund: Im Developer Kanal wird schon bald die erste Vorabversion des ersten Feature Updates von Windows 11 erscheinen, das für 2022 geplant ist. Darin könnten einerseits wieder größere Fehler stecken, andererseits kommt man ohne Neuinstallation nicht mehr auf die aktuelle Version von Windows 11 zurück.

Der Beta-Kanal ist derzeit das sichere Fahrwasser für den Test von Windows 11. Wer dort schon ist, der sollte auch dort bleiben. Wer aktuell noch Windows 10 benutzt und Windows 11 ausprobieren möchte, der sollte ebenfalls in den Beta-Kanal einsteigen.

Last but not least: Der Release Preview Kanal. Dieser wird aktuell noch nicht mit Windows 11 bespielt, sondern testet kumulative Updates für Windows 10 vor deren Veröffentlichung. Wer in diesem Kanal ist und die „quasi“ fertige Version von Windows 11 so früh wie möglich bekommen möchte, der kann dort verbleiben und warten. Wer noch nicht auf Windows 11 umsteigen möchte, der sollte den Release Preview Ring und damit das Insider Programm verlassen. Die Vergangenheit lehrt, dass viele Leute irgendwann mal den Release Preview Kanal aktiviert haben, weil sie ein Update vorab laden wollten, und es dann aber vergessen haben. Schaut also lieber nach, wenn ihr euch nicht sicher seid.

Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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