Windows Update: Ein Bonbon für das zornige Prozent

Windows Update: Ein Bonbon für das zornige Prozent

Manchmal schreibe ich Artikel und lösche sie wieder, noch bevor ich sie veröffentliche. So passierte das auch mit einem Kommentar zum Thema Windows Update, den ich irgendwann im Herbst 2018 schon fast fertig hatte. In diesem hatte ich geschrieben, dass es für Microsoft so einfach wäre, eine immer wieder aufkommende Kritik an Windows Update zum Schweigen zu bringen – nämlich jene, dass man den Nutzern die Updates „aufzwingt“.

Gebt doch einfach allen Nutzern einen Schalter, mit dem sie (Feature-)Updates zumindest aussetzen oder verschieben können, unabhängig von der Edition – und schon ist Ruhe im Karton. Das hätte natürlich den Nachteil, dass der Auslieferungsgrad von Sicherheitsupdates sinkt und Windows 10 eine Fragmentierung droht.

So richtig groß wäre dieser Nachteil aber wohl gar nicht, denn die Kritik, die man immer wieder in den Blogs und Foren liest, kommt von der Fraktion, die man eine „laute Minderheit“ nennt. Es sind nur wenige Leute, die das wirklich interessiert, die meisten Heimnutzer kümmert das nämlich überhaupt nicht. Ich habe mir für diese laute Minderheit eine andere Bezeichnung ausgedacht: Ich nenne sie „Das zornige Prozent“. Zugegeben, das ist ein wenig provokativ, außerdem ist Kritik, die nur von einer kleinen Minderheit geäußert wird, deshalb ja nicht automatisch falsch. Trotzdem sollte man sich immer wieder vor Augen halten, dass wir in einer Blase leben und eine alles andere als repräsentative Mehrheit darstellen.

Ich habe den Kommentar nicht veröffentlicht, weil meine ganz persönliche Meinung zum Thema Windows Update äußerst militant und mindestens ebenso provokativ ist wie die obige Formulierung. Was Wartungs- und Sicherheitsupdates angeht, bin ich nämlich der Auffassung, dass der Standard-Heimnutzer gar keine Möglichkeit haben sollte, störend in diese Prozesse einzugreifen. Diese „Mein PC gehört mir“-Mentalität ist Unsinn. Es käme ja auch niemand auf die Idee, die Bremsen seines Autos mit der Begründung zu manipulieren, dass man ja selbst bestimmen dürfe, was man mit seinem Auto macht. Meine Idealvorstellung eines Consumer-Windows ist inzwischen ein „Windows 10 im S Mode ohne Store-Bindung“. Der Nutzer darf jegliche Art von Software installieren und wieder entfernen, von allem Anderen aber soll er bitte die Finger lassen, dann geht auch nichts kaputt.

Nun, zurück zum Thema: Mit dem nächsten Update für Windows 10 wird Microsoft die „Update-Pause“ auch in der Home-Version ermöglichen. Wenn neue Updates zur Verfügung stehen, können diese für einen Zeitraum von bis zu sieben Tagen ausgesetzt werden.

Windows Update mit Pause auch für Home-User

Das geht übrigens sogar dann noch, wenn die Installation eines Updates bereits begonnen hat. Es geht allerdings auch nur ein einziges Mal. Man kann also nicht ein Update für sieben Tage aussetzen und beim nächsten Start der Installation wieder auf die Pause-Taste drücken.

Alles, was man also als Nutzer von Windows 10 Home bekommt, ist ein wenig Aufschub. Dieses „Entgegenkommen“ seitens Microsoft hat unter dem Strich also auch so ein bisschen was von „Wasch mich, aber mach mich nicht nass“. Eine echte Kontrolle über Windows Update gibt es also auch nach wie vor nicht. Obwohl ich wie gesagt grundsätzlich anderer Meinung bin, sollte Microsoft darüber nachdenken, den Home-Nutzern mehr Optionen an die Hand zu geben – oder umgekehrt Windows 10 Home tatsächlich so vernageln, wie ich das oben beschrieben habe. Wer mehr will, muss dann halt ein paar Euro für das Update auf Pro in die Hand nehmen.

Über den Autor
Martin Geuß
  • Martin Geuß auf Facebook
  • Martin Geuß auf Twitter
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als zwölf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Kommentare
  1. Habe da mal eine blöde Frage. Was bringt es mir wenn ich das Update 7 Tage verschieben kann, um nach 7 Tagen es dann doch zu installieren. Habe ich da einen Denkfehler.
    Meine Meinung dazu, die Wahrheit liegt, wie immer, in der Mitte. Ich habe es gern, egal ob als Insider oder nicht, wenn mein System aktuell ist. Außerdem 100 % Sicherheit gibt es nicht, ein gewisses Restrisiko ist immer da. Gesetzt den Fall, die Updates oder das Build bescheren Ärger, habe ich immer noch die Möglichkeit zu handeln, sei es zurückzusetzen oder eine saubere Neuinstallation zu starten. Ich nehme es also in Anspruch, dass MS mir automatisch Updates anbietet. Ohne ist die Sicherheit meines Systems nicht gewährleistet. Will ich die volle Kontrolle haben? Nicht unbedingt. Entsprechend meinen Kenntnissen setze ich die entsprechenden Stellschrauben, das war dann auch. Jede/r kann es so handhaben, wie er/sie es für richtig hält.
    Wie bereits erwähnt, meine Meinung dazu.
    @Klaus-Bärbel, ja das könnte sein.
    Muss aber auch sagen das ich noch nie ein Problem mit einem Update hatte.
    Exc500
    Habe da mal eine blöde Frage. Was bringt es mir wenn ich das Update 7 Tage verschieben kann, um nach 7 Tagen es dann doch zu installieren. Habe ich da einen Denkfehler.

    Wie der Martin es schon schön benannt hat, es ist ein "Bonbon für das zornige Prozent". ;)
    @Exc500
    Möglicherweise hast Du die durch Updates eingeschleppten Fehler auch nur nicht als solche identifiziert oder gewohnheitsmässig einen Workaround gesucht und angewendet :-)
    Das Update KB4483187 vom Dezember führte definitiv zu Problemen. Diese äusserten sich z.B. darin, dass Energiesparmodi nicht mehr korrekt funktionierten, bzw. Windows beim Wechsel von Anzeigemodi einfach hängen blieb. Auf meinem Tab führte das dazu, dass Windows sich nicht mehr aus Energiesparmodi holen liess und fast jedes Auschalten des Displays mich dazu zwang, einen Neustart zu erzwingen. Beheben liess sich das nur über ein Inplace Upgrade. Auch auf meinem PC war nach der Installation dieses Updates ein Inplace Upgrade erforderlich um die Folgen zu beheben.
    Autovergleiche hinken immer. Bremsen sind sicherheitsrelevant.
    Und trotzdem fummeln die Leute dran rum. Manche können eben alles. :)
    Kaum, aber das sind die, die die ganzen Fehler und Probleme durch Updates & Upgrades für andere beheben dürfen.
    Die restlichen 99% interessieren sich für die ganzen Änderungen nicht und hätten nichts lieber als ein System, was zuverlässig funktioniert und sich nicht ändert. Am Auto - um bei blöden Fahrzeugvergleichen zu bleiben - wird ja auch nicht ständig was verändert und geändert nur weil Hersteller XY eine "tolle" Idee hatte und meinte der moderne Kunde will ständig darum bangen, ob Änderung X nun den Wagen unbrauchbar gemacht / beschädigt hat.
    Alles richtig beschrieben und doch..., in meinem Dunstkreis interessiert es im Grunde keine/n ob und wie die Updates einlaufen. Der eine oder andere findet zwar die Installationsdauer der Updates schon mal als störend, mehr aber auch nicht. Auch interessiert es kaum jemanden welche Version denn gerade auf dem System ist. Sicher ist es für den typischen Endnutzer so zu verallgemeinern, für Admins siehts natürlich anders aus.
    Dem Home Nutzer würde ich tatsächlich nicht noch mehr Möglichkeiten geben, dem Update Prozess irgendwie manipulieren oder an ihm rumfummeln zu können. Das geht in der Regel nur schief. 7 Tage Pause find ich da völlig ausreichend, wer glaub, seine Fähigkeiten reichen aus, kann ja zu Pro wechseln.
    Nun, das hat Apple Microsoft voraus: Die haben kein zorniges Prozent und demzufolge können sie ihren Kunden auch Zwangsupdates als das Nonplusultra verkaufen. MS kann das nicht und darf das auch nicht. Insofern hat die aktuelle Updatesystematik auch ein wenig eines Lernsystems für die Nutzer, die lernen, dass ein Sicherheitsupdate nicht weh tut.
    Mir wäre ein vernageltes Windows auch lieber, aber wir leben davon, die verbogenen Systeme wieder gerade zu biegen. ;-(
    7 Tage Pause find ich da völlig ausreichend, wer glaub, seine Fähigkeiten reichen aus, kann ja zu Pro wechseln.

    Es sind nicht nur die max. 7 Tage bei den Qualitätsupdates.
    Du übersiehst, nach den Insiderringen sind die Home-User bei Windows 10 ein weiterer Testring.
    In all den Jahren die ich Windows 10 nutze musste ich aus kompatibilitätsgründen 1x ein Update zurückstellen. Ich bin froh das ich die Möglichkeit habe in der Pro Version von Windows. Damals wurde der Fehler bei Microsoft nach 2 Tagen gefixt und ich konnte das korrigierte neue Update wieder installieren. Damals hatte Microsoft was mit einer Dll verbockt wo die DVD Wiedergabe nicht mehr richtig funktionierte. Ist aber auch schon 1 oder 2 Jahre her. Seit dem hatte ich bis jetzt keine Probleme mit Windows Update.
    Ich höre nur 7 Tage
    Ich wäre schon über 7 Stunden froh.
    Wenn ich mal per Handy Hotspot Emails am Laptop abhole und auf einmal kein Datenvolumen mehr habe.
    Gdata fragt mich ob er updates über dieses WLAN
    laden kann.
    Warum kann MS das nicht
    Ich denke, M$ hat den komplett falschen Ansatz gewählt, um den Nutzern die Updates zu installieren. Anstatt, die Updates fehlerfrei im Hintergrund auszuführen erzeugt Windows tausende PopUps und Benachrichtigungen die Updates zu installieren. Jedes Update macht sich tausend mal Bemerkbar (bitte Neustarten, bitte erneut Versuchen Fehler 0x00042...) etc. Bei manchen Updates (deren Installation schon extrem lange dauert) erscheint nach der Installation beim Anmelden an JEDEM Benutzerkonto eine nicht enden wollende Slide-Show (wir haben Windows aktualisiert, wir sind die Besten...). Noch dazu kommt dass gefühlt jedes dritte Update komplett vermurkst ist und innerhalb von 1 Woche wieder zurückgezogen wird. Ich denke, wenn die Updates von Windows problemlos funktionieren würden, dann gäbe es auch keine "laute Minderheit" der Update-Verweigerern.
    Man lernt jeden Tag dazu
    Ich danke Dir dafür.
    Habe nie eine Einstellung am Hotspot gefunden.
    Dabei wird das beim Client gemacht.
    Nach XP und Win7 ist das Win10 mit das konfortabelste und dank der Hardware auch das schnellste allein schon wegen dem Start.
    Wegen der Update Politik kann man geteilter Meinung sein. Hab mich schon einige Male geärgert, allein wegen oben beschriebenen Problem. Möchte nur gern bestimmen ob und wann ein Update durchgeführt wird.
    MS möchte auf der anderen Seite möglichst wenig Unterschiedliche Systeme für Sicherheit und Funktionsupdates haben.
    An dieser Stelle nochmals vielen Dank für den Tipp
    und an die Menschen die uns in der Not helfen
    Der Vergleich zwischen dem Wunsch vieler User nach Kontrolle über die Windows-Zwangsupdates und dem nach Kontrolle über die Inspektionsintervalle der Bremsen am Auto ist mehr als unpassend, um es mal höchst freundlich auszudrücken! Wenn man damit rechnen müsste, dass nach einer Bremseninspektion das ganze Auto nicht mehr oder nicht mehr richtig fährt, wäre ein solcher Wunsch mehr als angemessen. Und leider ist genau das bei Windows-Updates der Fall. Wenn man sich das Debakel um das aktuelle Oktober-Upgrade anschaut, ist die hier vorgetragene Meinung für mich in keinster Weise nachvollziehbar! Insbesondere weil Nutzer von Windows 10 Pro diese Kontrollmöglichkeiten schon immer hatten.
    "Debakel."
    Kurze Frage: Warst du selbst, oder jemand, den du kennst, von dem sogenannten "Debakel" betroffen? Weißt du im Detail, wobei es bei dem "Debakel" ging? Kennst du die Zahlen, die Microsoft selbst proklamiert hat, zu der Verbreitung des Problems?
    @23
    immer wieder gerne.
    @24
    du möchtest glaub ich gar nicht wissen, wie schlampig bei manchen die Inspektion o.ä. durchgefügt wird. Deswegen kenne ich ein paar, die selbst die Bremsen wechseln bzw. so viel wie möglich selbst am Auto machen.
    Win10 ist eine Zumutung. Ich bin wieder zurück zu Win7. Updates sind nicht wirklich planbar, man kann unnötige Updates nicht abwählen und es dauert ewig bis sie installiert sind. Von den Ganzen Fails mal ganz abgesehen.
    Es ist schon unglaublich wie MS die Nutzer dazu zwingen will, Windows 10 zu nutzen.
    Letztens bekam ich eine Meldung, dass mein Prozessor von Win7 nicht mehr unterstützt wird und ich
    doch WIN10 installieren soll, da dieser mit Windows 7 nicht kompatibel sei. Komisch nur, dass das System schon eine Weile problemlos lief.
    Lösung: Win7 neu aufgesetzt und Updates von Anfang an abgeschaltet. Test mit verschiedenen Tools durchgeführt, System lief stabil und problemlos.
    Danach alle Updates installiert, Tests erneut durchgeführt, 15-20% weniger Leistung. Windows erneut neu installiert und nochmal getestet. Werte waren wieder wie vorher.
    Einzig der Nvidia Treiber den Windows selbst installiert, war schneller als der von Nvidia selbst.
    Auf meinem Notebook läuft noch Win10, nach dem letzten Erlebnis fliegt das aber runter. Wollte nur ein Spiel aktualisieren, weil ich zu nem Kumpel wollte. Aus 30min wurden ~10 Stunden Updatewahnsinn. Windows unterdrückte das Spielupdate, das Windowsupdate ließ sich nicht beenden und als ich nach 9Stunden wieder zu Hause war, installierte der Mist immernoch. Am Ende war zu wenig Platz auf der Platte, obwohl noch 10 GB frei waren und Windows wollte das Update nicht abschließen. Sehr tolles Feature.
    Außerdem ist mir durch Updates, fast mein Notebook abgeraucht, weil die Kühlrichtlinien nicht mehr anständig funktionierten. Aus 65 Grad max wurden 100+ Grad.
    Deswegen zurück zu Win7 ganz ohne Updates. Läuft schneller und stabiler.
    Sorry Fanboys Windows 10 ist einfach Mist.
    @27
    Schon mal was von Meltdown und Spectre gehört? Daher sollte der Leistungsverlust kommen.
    Das mit dem überhitzen klingt nach Hardware-Defekt.
    Der Rest ist ein individuelles Problem, evtl zu viel an der Registry manipuliert o.ä? Inkompatible Programme? Ich hoffe dein Vanilla Win 7 ist nicht am Internet dran... das ist schon nicht mehr fahrlässig, sondern Vorsatz.
    Wenn die Updates fehlerfrei wären könnte es meinetwegen auch alles im Hintergrund machen ohne mich zu nerven, aber solange sie es nicht gebacken kriegen Updates ohne Neustart zu installieren bestimme den Zeitpunkt einzig und allein ich. Ob Featureupdate oder Securitypatch ist mir scheißegal, wenn ich sage der PC bleibt an, bleibt er an.
    Vielleicht sollte man sich auch mal jemand den Beweggründen der Update-Verweigerer oder des "zornigen 1 Prozentes" annehmen und objektiv nachvollziehen warum sie so reagieren (oder zumindest versuchen).
    Ich kenne selbst Personen die über Windows 10 Updates nur schimpfen. Diese Personen hört man seltenst das Argument "fehlerhaftes Update" in den Mund nehmen. Viel mehr sind es Personen, die selbst vom PC nicht besonders viel Wissen haben und ihn eher nur sporadisch nutzen. Mit anderen Worten ... der Computer ist überwiegend ausgeschalten ! Gerade diese "Ottonormalverbraucher" besitzen die Home Edition, den mehr benötigen sie auch nicht. Irgendwann schalten sie ihr Gerät dann ein. Warum ? .. Richtig, weil sie etwas bestimmtes daran tun wollen. Nur leider können sie das dann nicht, denn da der PC die letzten 2-3 Monate ausgeschalten war, zieht er nun erstmal brav seine Updates und legt das gesamte System lahm.
    Ein weiteres, hier auf dem Land, häufig verwendetes Argument ist leider noch immer die Internetauslastung. Entgegen der weit verbreiteten und publizierten Highspeed-Abdeckung gibt es genügend Regionen in denen 1-2 Mbit keine Seltenheit sind. Selbst 10 Mbit zählt nicht zur angestrebten Vollabdeckung mit mindestens 25 Mbit (auch ich warte seit 3 Jahren auf diesen ehemals angekündigten Ausbau). Nun kommt Arbeitskollege xyz nach der Arbeit heim und möchte gechilled etwas spielen, eine Serie gucken oder ähnliches. Schaltet seinen PC ein und freut sich selbstverständlich darüber dies nun nicht tun zu können, da sein Windows-Update erstmal die gesamte Leitungskapazität für die nächsten 3-6 Stunden belegt.
    Um bei diesem tollen (mMn völlig danenben) Vergleich zu bleiben ... Jeder Autofahrer entscheidet selbst wann das Auto in die Werkstatt kommt, ausser es ist defekt und fährt nicht mehr. Jetzt gerade ist es schlecht, da ich in die Arbeit fahren muss und ich bringe es Nachmittags oder morgen hin. Dieses Recht sollte auch jedem Windows-Nutzer zugesprochen werden, das ein Update erst dann erfolgt, wenn es für ihn nicht störend ist. Somit verschiebbar um paar Stunden oder paar Tage. Das längst überfällige Feature nun als "Bonbon für das zornige Prozent" zu titulieren ist für mich ein Fail. Weder der Autor, mancher Kommentator noch Programmierer macht sich Gedanken, welche sinnvollen Beweggründe existieren könnten, die diese Option fast schon zwingend notwendig machen könnte.
    Updates sind sinnvoll, notwendig und prinzipiell gut. Denn ein Betriebssystem ist und wird immer ein lebendiges, sich änderndes System sein. In einer perfekten Welt mag das über einen erzwungenen Sofortweg funktionieren. Jeder hat schnellstes Internet, der PC schaltet sich für Updates selbst ein, sie laufen stabil & problemlos im Hintergrund, usw. Dann würde kein Nutzer sich beschweren, denn sie würden davon gar nichts mitbekommen. Doch leider sind wir von dieser perfekten Welt noch sehr weit entfernt !
    Hat sich mal jemand die Mühe gemacht, auszurechnen , wieviele MENSCHEN, denn auch der „dämlichste Windows User“. ist immer noch ein Mensch, demnach zornig sind und das auch äußern, wenn sie 1% aller Windows User ausmachen. Und wieviele kommen nicht zurecht und äußern das nicht oder wissen gar nicht, wo sie die Ursache suchen sollen? Sorry, ich finde das grenzwertig und unterschwellig abwertend, wie der „Normalanwender“ dargestellt wird. Es hat nun mal nicht jeder Informatik studiert, soll aber trotzdem mit EDV zurechtkommen. Sorry Microsoft, benutzerfreundlich geht anders,
    Tetzlav
    nach den Insiderringen sind die Home-User bei Windows 10 ein weiterer Testring.
    Nur weil es irgendwelche Medien schreiben, wird es nicht richtiger. Vor allem ist das nicht anders als bei jeder bisherigen Windowsversion auch. Man konnte zwar bis Windows 8.1 die Updates blockieren oder aufschieben, aber tatsächlich gemacht haben das nur Nutzer, die verblendet waren oder von vorgeblichen, aber verblendeten Experten dazu gebracht wurden. So haben eben nur Profis mit entsprechender Infrastruktur die Updates nach eigenem Zeitplan verteilt - die wissen und wußten aber (hoffentlich) was sie tun. Effektiv waren also fast alle Verwender von Consumer-Editionen schon immer Beta-Tester im Sinne dieser kruden Theorie.
    Wer Sicherheitsupdates aufschiebt, dem ist nicht mehr zu helfen. Der Bruchteil eines Promille an Systemen, die mal Probleme mit irgendeinem Sicherheitsupdate haben oder haben könnten, ist kein Argument, Millionen Laien davon zu überzeugen die Sicherheitsupdates aufzuschieben, weil das bei der ach so großen Schlamperei von Microsoft sicherer sei.
    Nun, warum schalten denn diejenigen, die Updates nur zu bestimmten Zeitpunkten bekommen wollen, den zugehörigen Dienst nicht auf manuell/deaktiviert und starten ihn dann, wenn er benötigt wird. Ob der Schalter nun unter Einstellungen/Update und Sicherheit liegt oder in der Services.msc ist eher unerheblich.
    Ich selbst halte das zwar für Banane, aber wir haben hier ja gelesen, dass es Szenarien gibt, die das sinnvoll erscheinen lassen.
    hangman
    Ich kenne selbst Personen die über Windows 10 Updates nur schimpfen. Diese Personen hört man seltenst das Argument "fehlerhaftes Update" in den Mund nehmen. Viel mehr sind es Personen, die selbst vom PC nicht besonders viel Wissen haben und ihn eher nur sporadisch nutzen. Mit anderen Worten ... der Computer ist überwiegend ausgeschalten ! Gerade diese "Ottonormalverbraucher" besitzen die Home Edition, den mehr benötigen sie auch nicht. Irgendwann schalten sie ihr Gerät dann ein. Warum ? .. Richtig, weil sie etwas bestimmtes daran tun wollen. Nur leider können sie das dann nicht, denn da der PC die letzten 2-3 Monate ausgeschalten war, zieht er nun erstmal brav seine Updates und legt das gesamte System lahm.

    Ist das wirklich so? Es ist ja nicht so, dass man den PC einschaltet und er den Dienst verweigert, weil er nicht auf dem neuesten Stand ist. Man kann ganz normal daran arbeiten, zusätzlich werden im Hintergrund die Updates heruntergeladen - und am Ende bekommt man dann eben den Hinweis, dass man neu starten muss. Dieser Neustart kann dann natürlich eine längere und immer noch ärgerliche Arbeitsunterbrechung sein, das ist richtig. Aber dass man durch Windows Updates von der Arbeit abgehalten wird, habe ich persönlich, wenn überhaupt, dann schon seit Jahren nicht mehr erlebt.
    @hangman
    Der Zeitbedarf der Updates entsteht doch erst beim Neustart. Wenn die Bekannten eine dermaßen lahme Kiste haben, dann kann es schon sein, dass die Updates über Gebühr Rechenleistung ziehen. Die werden mit dem Gerät dann vermutlich aber auch sonst nicht sehr glücklich sein.
    Bei Windows 10 kann man eine Nutzungszeit festlegen (Home-Edition auch?). In dieser Zeit macht Windows keinen Neustart. Unter 7 kann man die Meldung jeweils um bis zu 4 Stunden verschieben. Ich weiß nicht, wo das Problem ist.
    @philip_s
    Ich habe mit Updates im Laufe der Jahre sehr selten Probleme gehabt, von XP bis 10.
    Liegt es vielleicht an den verlausten Kisten, weil Updates verweigert wurden?
    Liegt es eventuell an den OEM-Kisten, die ja mit allerlei unnützer Software, die ständig im Hintergrund rödelt vollgepackt sind?
    Liegt es vielleicht am "optimierten" Windows? Die Tuning-Tools wissen ja immer besser als MS, was für Windows gut ist.
    Liegt es vielleicht an vergurkten Treibern, die der Hardwarehersteller zu verantworten hat?
    Liegt es vielleicht an den tollen Anti-Viren-Suites, die dem User jedes Denken abnehmen, aber nicht selten für Probleme verantwortlich sind?
    Den Rechner hard- und softwaretechnisch erst mal auf ein gesundes Level bringen (lassen).
    Das ganze Geschimpfe hier ist Stammtisch-Niveau, immer ist MS Schuld. Wer sich ein OEM-Rechner kauft, der hat von vornherein schlechte(re) Karten.
    ich finde, man macht es sich ein wenig zu leicht, wenn man Leute, die lieber etwas warten möchten, bis sie die neuesten Updates einspielen als "das zornige ein Prozent" betitelt.
    Als Pro bin ich natürlich ohnehin anders unterwegs und gebe am WSUS höchstens nach 5 bis 14 Tagen frei, je nachdem, was so über die Ticker etc eintrudelt, und wie sich die Testmaschinen verhalten.
    Selbst in den alleinstehenden Maschinen (mit W10Pro) gehe ich etwas konservativer ran.
    Seitdem ich auch ein Win10home habe (SurfaceGo) muss ich mich dort jedoch darum kümmern, wie ich nicht gleich alles bekomme. Das ist für mich möglich, jedoch finde ich es ziemlich unmöglich, das den normalen Usern nicht zu ermöglichen. Ob da 7 Tage ausreichen, bezweifle ich.
    Auf jeden Fall ist klar, dass MS die User als weiter gefasste Beta nutzt, was ich nicht fair finde, und auch für MS letzlich eher schädlich.
    Man sollte den Usern einfach am Anfang einen Dialog abfragen, ob sie eher neugierig sind und schnell die Updates erhalten möchten, oder ob sie eher konservativ agieren möchten, und diese dann z.B. einen Monat Zeit haben. Zero-Day's können dann ja immer noch vorab reingeschoben werden, wenn es absolut nötig ist.
    Bei Upgrades sollten das sogar bis zu drei Monate sein.
    Dann ist man immer noch bei halbwegs gleichen Softwarständen und hat nicht diesen Kleinkrieg, wem eigentlich die Maschine gehört.
    @35
    So ist es.
    Dazu kommt:
    Das Geschrei führt am Ende zu den Verweigerungen, die Verweigerungen zu der "nicht linearen" Update Historie und die "nicht lineare" Update Historie führt dann erst zu Problemen.
    Sorry, aber nach meinem Empfinden ist die Bezeichnung "das zornige Prozent" von ähnlicher Qualität wie die Aussage "Wir versuchen, alles zu machen, damit Thüringen ein offenes, freies, liberales, demokratisches Land wird, ein ökologisches Land."
    Update: Bedeutet aber nicht, dass hier jemand seine Twitter- und Facebook-Accounts löschen möge;)
    Ist das wirklich so? Es ist ja nicht so, dass man den PC einschaltet und er den Dienst verweigert, weil er nicht auf dem neuesten Stand ist. Man kann ganz normal daran arbeiten, zusätzlich werden im Hintergrund die Updates heruntergeladen - und am Ende bekommt man dann eben den Hinweis, dass man neu starten muss.

    Dem kann ich mich nur anschließen. Vermutlich gehört zu dem "zornigen Prozent" aber auch, dass man Stories wie "Ich hatte mich kaum am PC angemeldet, da musste ich erstmal warten, bis er unzählige Updates installiert hatte, bevor ich mit dem PC arbeiten konnte" als allgemeingültig in die Welt setzt.
    Ich wollte gerade schreiben, dass ich es auch etwas unglücklich finde, den allgemeinen Nutzer, der mal Updates aussetzen will (zum Beispiel im Urlaub, der auch mal 2-3 Wochen geht bei schlechtem Hotel-WLAN), das zornige Prozent zu nennen.
    Allerdings ist mir dann eine Gruppe eingefallen, die sehr wohl den Titel das zornige Promille verdienen könnte. Das sind die Menschen, die meinen Ahnung zu haben und DAUs beim Rechner helfen. In letzter Zeit musste ich sehr oft feststellen, dass "Freunde" von Freunden deren Windows Update komplett ausgeschaltet haben (neben anderen "tollen" Optimierungen). Hier passt der Titel sicherlich gut, aber denen wird man auch mit 7 Tagen keinen Gefallen tun.
    @Reiner Lös
    Ich denke nicht, dass es an "verlausten Kisten" oder "OEM Kisten" liegt. Auch habe ich das Windows nicht Optimiert. Vergurkte Treiber sind durchaus möglich, aber eig. nicht mein Problem. Wenn Windows die Treiber automatisch installiert sollten diese schon funktionieren. Als AV Software kommt der Defender zum Einsatz, als OS Windows 10 Prof.
    Die Beschriebenen Probleme sind mir beim Rollout von Windows 10 in unserem Betrieb aufgefallen (neben anderen Win10 Problemen). Wir haben bereits ca. 40 internen Mitarbeitern dieses OS verteilt, dazu gab es neue HP-Notebooks die wir alle frisch aufgesetzt haben (mit PXE deployment System).
    Privat habe ich lange Windows eingesetzt ca. bis Frühling 2018 da habe ich nie irgendwelche Probleme damit gehabt. Dann aber häuften sich die Probleme: Bluetooth-Verbindung zu Maus und Tastatur brach ab und die Audioausgabe und das Trackpad funktionierten manchmal nicht (bis zu einem Neustart oder Zwei). Auf demselben Notebook habe ich Linux und Windows 8.1 getestet, bei beiden gab es keine solchen Probleme. Ich dachte dass mein Notebook zu alt ist und verwendete es eine Zeit lang mit Windows 8.1. Als wir dann im Betrieb anfingen, Windows 10 zu verteilen war ich überrascht, dass auf den neuen Geräten zt. die selben Probleme auftauchten. Ein bischen mühsam ist es schon... wir konnten immer noch nicht alles beheben, obwohl wir mittlerweile zu dritt daran arbeiten.
    Sorry, aber nach meinem Empfinden ist die Bezeichnung "das zornige Prozent" von ähnlicher Qualität wie die Aussage "Wir versuchen, alles zu machen, damit Thüringen ein offenes, freies, liberales, demokratisches Land wird, ein ökologisches Land."

    Da ich selbst Thüringer bin, möchte ich darum bitten, hier im Forum Werbung für die Grünen zu unterlassen.
    Die haben nämlich, außer in 3 - 4 Städten, nichts zu melden.
    Friederike
    Sorry Microsoft, benutzerfreundlich geht anders,

    Ich bin mir nicht sicher, warum du jetzt gerade Microsoft adressierst, wenn auf einem Portal im Internet ein Kommentar geschrieben wurde. Microsoft hat nicht vom "zornigen Prozent" geredet.
    Mal abgesehen davon halte ich es generell verkehrt, sich der Wutbürger-Minderheit hinzugeben (die ständig meint, dass sie mit ihrer Minderheitenmeinung für die Allgemeinheit spricht), und dieser zu versuchen zu entsprechen. Man sieht in der Politik was man davon hat. Dann macht man einem Kompromiss, versucht es allen recht zu machen, und keiner ist am Ende wirklich zufrieden.
    Meine Meinung zum Thema jetzt mal ganz beiseite gelassen, denn ich bin dafür, dass der Nutzer volle Kontrolle über die Updates hat. So wie in allen Windows-Versionen vor 10. Ich denke auch gar nicht, dass das so ein Riesenproblem wäre. Wenn's den meisten eh am Hintern vorbei geht, dann sollte die Standardeinstellung, die eh nicht geändert wird, auf "Automatisch ohne zu benachrichtigen updaten" stehen. Und für die anderen, die steuern wollen, was auf ihrem System abgeht, sollte es einzustellen sein, ob automatisch upgedatet wird, oder ob man benachrichtigt wird, und dann manuell steuern kann, wann die Updates heruntergeladen werden, und wann sie installiert werden. Ich denke, das ist doch gar nicht so schwer, und wäre auch leicht zu machen. Für die blöden Updateverweigerer, die sich massig Cracks und Pornos herunterladen, und auf jede EXE im E-Mail-Anhang klicken, sollte auch Microsoft nicht die Hand ins Feuer legen.
    P.S.: Generell würde ein bisschen weniger "Bemuttern" sowohl Firmen als auch der Politik gut tun. Auch wenn so viele da draußen unbedingt in jeder Lage bemuttert werden wollen.
    Ich werde das Gefühl nicht los, dass hier droht die Diskussion (sofern man dies noch als solche bezeichnen kann) aus dem Ruder zu laufen. Jedem seine Meinung, jeder hat recht oder unrecht je nach Perspektive. Es ist nicht akzeptabel, dass manch einer versucht seine Meinung als die einzig richtige durchzudrücken anstatt auch andere anzuhören bzw. lesen. Jeder hat das Recht, seine Meinung zu äußern und Punkt. Wir sind doch Erwachsene, also verhalten wir uns doch auch so.
    Das ist bestimmt nicht zuviel verlangt. Damit klinke ich mich hier aus, weil mir das zu bunt wird. Einen schönen Tag an alle.
    Natürlich ist es nicht sinnvoll, wenn aus der ganzen Update-Verzögerei ein unüberschaubares Chaos entsteht, dennoch wurde hier gezeigt, dass es genügend Gründe gibt, warum es wirklich mal nicht passt.
    Darüber hinaus ärgern mich ein paar Dinge. Wenn man "Installieren und Herunterfahren" wählt, dann darf das Update beim Neustart bitte abgeschlossen sein. Ich bin bei denen, die meinen Sicherheitsupdates sind wichtig, aber warum sieht das Microsoft nicht so? Wie viele Monate vor dem jeweiligen Supportende haben ältere Telefone mit Windows Betriebssystem keine Updates mehr bekommen? Weil es nicht nötig war?
    @hangman
    Der Zeitbedarf der Updates entsteht doch erst beim Neustart. Wenn die Bekannten eine dermaßen lahme Kiste haben, dann kann es schon sein, dass die Updates über Gebühr Rechenleistung ziehen. Die werden mit dem Gerät dann vermutlich aber auch sonst nicht sehr glücklich sein.
    Bei Windows 10 kann man eine Nutzungszeit festlegen (Home-Edition auch?). In dieser Zeit macht Windows keinen Neustart. Unter 7 kann man die Meldung jeweils um bis zu 4 Stunden verschieben. Ich weiß nicht, wo das Problem ist.
    @philip_s
    Ich habe mit Updates im Laufe der Jahre sehr selten Probleme gehabt, von XP bis 10.
    Liegt es vielleicht an den verlausten Kisten, weil Updates verweigert wurden?
    Liegt es eventuell an den OEM-Kisten, die ja mit allerlei unnützer Software, die ständig im Hintergrund rödelt vollgepackt sind?
    Liegt es vielleicht am "optimierten" Windows? Die Tuning-Tools wissen ja immer besser als MS, was für Windows gut ist.
    Liegt es vielleicht an vergurkten Treibern, die der Hardwarehersteller zu verantworten hat?
    Liegt es vielleicht an den tollen Anti-Viren-Suites, die dem User jedes Denken abnehmen, aber nicht selten für Probleme verantwortlich sind?
    Den Rechner hard- und softwaretechnisch erst mal auf ein gesundes Level bringen (lassen).
    Das ganze Geschimpfe hier ist Stammtisch-Niveau, immer ist MS Schuld. Wer sich ein OEM-Rechner kauft, der hat von vornherein schlechte(re) Karten.
    Ausser Surface ist welcher Rechner kein OEM?
    AdminLizzy
    Ich werde das Gefühl nicht los, dass hier droht die Diskussion (sofern man dies noch als solche bezeichnen kann) aus dem Ruder zu laufen. Jedem seine Meinung, jeder hat recht oder unrecht je nach Perspektive. Es ist nicht akzeptabel, dass manch einer versucht seine Meinung als die einzig richtige durchzudrücken anstatt auch andere anzuhören bzw. lesen. Jeder hat das Recht, seine Meinung zu äußern und Punkt. Wir sind doch Erwachsene, also verhalten wir uns doch auch so.
    Das ist bestimmt nicht zuviel verlangt. Damit klinke ich mich hier aus, weil mir das zu bunt wird. Einen schönen Tag an alle.

    Also da hatten wir definitiv schon kritischere klimatische Bedingungen, also noch alles im grünen Bereich :).
    Allerdings möchte ich wirklich drum bitten, den von mir konstruierten Begriff nicht allzu ernst zu nehmen. Es war provokativ gemeint, und wer mich kennt, der weiß, dass da immer auch ein Augenzwinkern mit im Spiel ist.
    AdminLizzy
    Diskussion ... aus dem Ruder zu laufen.

    Kann je nach Brisanz des Themas immer passieren.
    Jedem seine Meinung

    Wenn man weiß, was man tut, gerne. Aber gerade im Bereich PC sind die meisten so schlau wie ComputerBild mit den bekannten Folgen.
    Martin

    Allerdings möchte ich wirklich drum bitten, den von mir konstruierten Begriff nicht allzu ernst zu nehmen. Es war provokativ gemeint, und wer mich kennt, der weiß, dass da immer auch ein Augenzwinkern mit im Spiel ist.

    Meiner Meinung nach brauchst du da gar nicht mit hinter dem Berg halt machen. Ich finde den Begriff absolut passend, und, mir ist es schon total oft aufgefallen, dass sich vor allem im Internet immer dieses "eine Prozent" tummelt, das die Redegewalt hat, und meint, für alle sprechen zu müssen. Wahrscheinlich, weil sie das im echten Leben nicht können. Das Problem ist, das so etwas heutzutage viel Gehör bekommt, und Politik und Firmen sich danach richten, was da im Internet angerichtet wird. Von einer Minderheit, wie gesagt.
    mir ist es schon total oft aufgefallen, dass sich vor allem im Internet immer dieses "eine Prozent" tummelt, das die Redegewalt hat, und meint, für alle sprechen zu müssen. (...)Das Problem ist, das so etwas heutzutage viel Gehör bekommt, und Politik und Firmen sich danach richten, was da im Internet angerichtet wird. Von einer Minderheit, wie gesagt.

    Ich finde es in Ordnung, wenn eine Minderheit darauf besteht, (an)gehört zu werden. Leider versteht manche Minderheit nicht, dass gehört zu werden nicht automatisch bedeutet, die Wünsche dieser Minderheit erfüllen zu müssen.
    @carp
    Ich fände es auch in Ordnung, wenn eine Minderheit anerkennt, dass es zu Updateproblemen kommen kann - dies aber eben in aller Regel auch nur bestimmte Hard- und Softwarekonstellationen betrifft. Hier wird vom "zornigen Prozent" aller Nutzer nämlich oft genug ein Drama konstruiert, das es in der Praxis eigentlich gar nicht gibt. Denn regelmässig ist es das "zornige Prozent", das von Problemen betroffen ist, diese aber pauschal auf sämtliche Nutzer umlegt - ohne sie zu fragen ob sie tatsächlich davon betroffen waren.
    Denn es gibt kein generelles Updateproblem. Es gibt problematische Rechner, die aus Altergründen, wegen bestimmter Hard- und Softwarekonstellationen und wegen ungünstiger Einstellungen eher prädestiniert für Probleme sind. Und diese kann man halt nicht einfach runterbrechen auf alle Windows 10 Nutzer.
    Denn die meisten Windows 10 Nutzer dürften zufrieden sein und von diesen Problemen nichts bemerken.
    Denn es gibt kein generelles Updateproblem. Es gibt problematische Rechner, die aus Altergründen, wegen bestimmter Hard- und Softwarekonstellationen und wegen ungünstiger Einstellungen eher prädestiniert für Probleme sind. Und diese kann man halt nicht einfach runterbrechen auf alle Windows 10 Nutzer.
    Denn die meisten Windows 10 Nutzer dürften zufrieden sein und von diesen Problemen nichts bemerken.

    Das meinte ich.
    carp
    Ich finde es in Ordnung, wenn eine Minderheit darauf besteht, (an)gehört zu werden. Leider versteht manche Minderheit nicht, dass gehört zu werden nicht automatisch bedeutet, die Wünsche dieser Minderheit erfüllen zu müssen.

    Zwischen angehört zu werden, und der Redegewalt, und dem Anmaßen für alle zu sprechen, besteht ein großer Unterschied.
    An Zwangsupdates stört mich schon ein grundsätzlicher Punkt:
    Der Anbieter, in diesem Fall MS, kann dem User alles unterschieben ohne diesem eine Wahl zu lassen, obwohl er manche Neuerungen vielleicht gar nicht haben will.
    Das ist eine sehr einseitige Verschiebung der Machtverhältnisse. Ein "Windows ME" (beispielhaft) nicht zu kaufen/installieren ist gar keine Option mehr, der Nutzer bekommt es einfach.
    Martin
    Ist das wirklich so? Es ist ja nicht so, dass man den PC einschaltet und er den Dienst verweigert, weil er nicht auf dem neuesten Stand ist. Man kann ganz normal daran arbeiten, zusätzlich werden im Hintergrund die Updates heruntergeladen - und am Ende bekommt man dann eben den Hinweis, dass man neu starten muss. Dieser Neustart kann dann natürlich eine längere und immer noch ärgerliche Arbeitsunterbrechung sein, das ist richtig. Aber dass man durch Windows Updates von der Arbeit abgehalten wird, habe ich persönlich, wenn überhaupt, dann schon seit Jahren nicht mehr erlebt.

    Ich war bis vor einigen Monaten derselben Meinung. Allerdings musste ich dazu meine Meinung revidieren. Konkret: nigelnagelneues Acer Laptop, allerdings mit konventioneller Festplatte und i-3 Prozi und notabene über ein schwaches WLAN angebunden. Das Ding konnte man während der Updatephase wirklich kaum benutzen aber hey es war Drecksbillig!
    zweites Problem war, dass während der Updates (die halt auf solcher HW wirklich lange dauern, wenn der Laptop nach gefühlten 2 Monaten mal wieder eingeschaltet wurde) der Laptop nicht mehr direkt heruntergefahren werden konnte - das war für die Userin ärgerlich, da sie Katzen hatte und die dann auf dem offenen Laptop herumliefen. Dieses "Problem" konnte ich entschärfen indem ich einstellte, dass der Laptop nicht mehr in den Energiesparmodus ging, wenn sie den Deckel zuklappte.
    Es gibt hier also durchaus "Probleme", welche sich erst als "Normaluser" ergeben. Zudem wurde der Laptop mit einer alten Win10 Build ausgeliefert. Da sie dann immer den Deckel zuknallte, konnte auch der nächste Build nicht installiert werden...
    IMHO dürfte einfach Microsoft solche Ramschware nicht mehr als lauffähig bezeichnen - das würde dann aber wieder zu anderem "Geheule" führen.
    Gruss
    Allerdings musste ich dazu meine Meinung revidieren. Konkret: nigelnagelneues Acer Laptop, allerdings mit konventioneller Festplatte und i-3 Prozi und notabene über ein schwaches WLAN angebunden. Das Ding konnte man während der Updatephase wirklich kaum benutzen
    Dann stimmt aber irgendetwas anderes nicht. Natürlich verbraucht Windows Update in der Phase, in der die benötigten Updates ermittelt werden, einige Ressourcen, aber selbst Rechner mit Festplatte und wenig Arbeitsspeicher sind dann nicht unbenutzbar. Welcher Prozessor verbaut ist, ist in dem Fall egal, so es nicht gerade ein Abkömmling der Tablet- oder Embedded-Modelle ist. Langsame Internet- und WLAN-Verbindungen werden beim Download natürlich prozentual stärker ausgelastet, aber erstens kann man das in neueren Windows-10-Versionen begrenzen und zweitens wird zumindest das Surfen kaum merklich eingeschränkt.
    zweites Problem war, dass während der Updates der Laptop nicht mehr direkt heruntergefahren werden konnte
    Zumindest seit einigen Versionen bietet Windows 10 die Möglichkeit neben "Neu starten/Herunterfahren und Aktualisieren" auch "Neu starten/Herunterfahren" auszuwählen.
    (die halt auf solcher HW wirklich lange dauern, wenn der Laptop nach gefühlten 2 Monaten mal wieder eingeschaltet wurde)
    Dann muß man halt sein Verhalten am PC an die modernen Systeme anpassen. Einen Rechner immer wieder nur kurz einzuschalten, ist heute nicht mehr zeitgemäß. Das gilt ja für alle Systeme, selbst mit Android oder iOS. Wer auf einem Tablet/Smartphone das WLAN jeweils nur kurz aktiviert, wird auch niemals ein aktuelles System oder aktuelle Apps haben.
    Außerdem ist Windows 10 spätestens seit der UUP (Universal Update Platform) sehr ressourcenschonend bei den Updates. Geladen wird nur, was tatsächlich benötigt wird. Daß das mal etwas mehr ist, wenn der Rechner längere Zeit abgeschaltet war kann aber auch UUP nicht verhindern. Bei mindestens monatlich durchgeführten Updates werden jedoch kaum mehr als jeweils 100 MB herunterzuladen sein.
    @build10240
    Er war nicht unbenutzbar. Wenn es aber 3-10 Sekunden dauert bis der Edge offen ist, ist das nahezu unbenutzbar. Da halt dann auch der Windows Defender zusätzlich seinen Dienst verrichtete, weil der Richtigerweise seinen Job nachholte, merkt man dann einfach massiv auf schwacher HW. Schliesslich kommt dann noch der User und hämmert 10x auf die Maus, bis dann 10x Edge offen ist.
    Auf dem System wurde später noch eine Clean-Install gemacht, dann lief es besser, aber fern von wirklich gut.
    Zum direkt Herunterfahren (ohne Updates). Das hilft höchstens im Moment, aber
    a: sind die Updates dann weiterhin nicht drauf
    b: hat sie das Problem mit den Katzen dann einfach später, es will wohl kaum eine(r) zuschauen, wenn die Updates am installieren sind.
    Bei den restlichen Punkten gebe ich dir recht. Klar müsste sich der User anpassen, das verstehen aber gerade die betroffenen Home User nicht (oder wollen nicht). Ich versuchte es ihr ähnlich beizubringen, wie du. Allerdings funktionieren die Apps (bis auf ganz wenige) weiterhin und die OS-Version interessiert sowieso niemand.
    Versteht mich bitte nicht falsch: Ich bin auch der Meinung, kauft anständige HW, beschäftigt Euch ein klitzeklein wenig und 99% der beschriebenen Probleme sind gelöst. Ich wollte mit meinem Post nur sagen: kombiniert mit der Geiz-ist-Geil Einstellung und Unwissenheit, kann es durchaus zu Problemen kommen, die wir Professionals (ich arbeite jetzt knapp 9 Jahre in der Branche) kaum nachvollziehen können - oder schlicht nicht konfrontiert waren - denn in welchem Büro hat es schon Katzen um beim ersten Beispiel zu bleiben? :)
    Gruss
    Kommt drauf an was für eine HDD, und was für ein i3, würde ich sagen. :p
    Habe auch einen (Billig-)Laptop mit i3 Prozessor. Der Prozessor ist... OK für den Preis. Aber, ums gelinde auszudrücken, Berge versetzt der nicht.
    Gibt natürlich auch i3's die schneller sind als ein i7.
    Ob die 7 Tage reichen, wenn man Gerade 600 GB Daten mit ISDN Geschwindigkeit runter oder hochläd.... :-/ glaub das ist eher der Grund warum viele die Automatischen Updates nicht mögen, ich fand das Icon im TaskTray von Windows 9x/7 sehr viel besser um herauszufinden ob Updates verfügbar sind oder ob ich solche kopieraktionen jetzt mit ruhigem Gewissen anstarten kann.
    Wann lädt man 600 GB für Updates herunter?
    Ein komplettes Windows hat gerade mal 5 GB als ISO und max. 30 GB installiert.
    Toller Beitrag, vielen Dank dafür!
    Ich war so frei, den via Twitter zu teilen.
    So macht "Streiten" Spaß :).
    Du solltest definitiv öfter bloggen :daumen+
    @kmd_blogger
    Du beschreibst das recht gut in deinem Blog. Doch den meisten MS-Lemmingen dürfte egal sein, was MS macht. Die kriegen das vorgesetzt (in Form von Vorinstallationen bspw.) und kennen oft auch gar nichts anderes als Windows (Apple vielleicht noch, aber das ist was für Leute, die zu viel Geld haben).
    MS wird aber nicht umdenken, solange die Leute den Kram weiter benutzen und die paar Promille, die sich beschweren, sind MS schlicht egal.
    Interessanter Beitrag in dem Blog.
    Und das hat mir heute den Abend gerettet:
    Da sehe ich schon Parallelen zu den Erwartungen an einen Heim-PC. Ich erledige damit Einläufe, besuche Adresse und mache Urlaub.

    Ich bin immer wieder erstaunt, was ein PC doch so alles kann.:D
    Aber mal Spaß beiseite: Zum Teil hat der Herr Blogger ja durchaus recht mit dem, was er an Argumenten gegen ein "as a service" anbringt. Aber unter dem Strich bleibt die Kernaussage des Geschriebenen, nämlich "Mein Rechner, meine Regeln", doch etwas zu sehr gewagt bzw. übertrieben.
    Das auf dem Rechner installierte Betriebssystem bestimmt die Regeln und wir alle haben lediglich das Nutzungsrecht.
    Man kann die Regeln nicht akzeptieren und als Konsequenz Verzicht üben, oder man akzeptiert sie, mit allem drum und dran und darf dann als Konsequenz das Betriebssystem nutzen.
    Meckern darf man natürlich dann trotzdem, aber es ändert nichts an den Tatsachen.
    Zum Schluss noch eine Randbemerkung zu diesem "Auto-PC-Vergleich", der immer mal gerne bei solchen Themen hervorgekramt wird.
    Der Vergleich hinkt, und zwar auf allen Füßen und zieht auch nicht annähernd.
    Amen und Ende.
    ein PC kann sehr sehr wenig und weiß nicht mal warum man einen Faden nur ziehen, aber nicht schieben kann :smokin
Nach oben