Am Puls von Microsoft

Wunschliste: Diese Surface Geräte wünsche ich mir

Wunschliste: Diese Surface Geräte wünsche ich mir

Microsoft wird im Jahr 2020 das umfangreichste Surface Line-Up aller Zeiten haben. Vom relativ kleinen Surface Duo bis hin zum großen Surface Studio und dem noch größeren Surface Hub deckt das Produkt-Portfolio eine große Spanne an Geräten ab. Nichtsdestotrotz stehen Wünsche für weitere Kategorien und Formfaktoren in meinem gedanklichen Raum. Diese möchte ich gerne mit euch teilen.

Surface Stick

Eine Art Computer im HDMI-Stick-Format von Microsoft im Stile des Intel Compute Sticks. Die Anwendungsfälle hierfür würden im privaten Bereich von einer Alternative zum Amazon FireTV Stick hin zum einfachen Rechenknecht fürs Wohn- und Schlafzimmer reichen. Keine unnötigen Kabel, welche das Ganze in Wohnräumen zu technisch wirken lassen würden. Die Rechenleistung müsste heutzutage für Netflix und Co. locker ausreichen.

Im Business-Sektor wäre der imaginäre Surface Stick unter Umständen eine Alternative für Digital Signage (Wiki) Geräten in Flughafenterminals und Restaurants oder auch ein Ersatz für traditionelle Thin Clients (Wiki). Diese Gerätegruppen sind für jeweils einen Einsatzzweck angedacht. Hierbei könnte der simple Aufbau als auch der schnelle Austausch defekter Geräte ein Vorteil sein.

Surface Qube

Die bisherige Produktpalette von Microsoft lässt eine Kategorie vollkommen außen vor: Traditionelle Desktop-Rechner. Selbst in diesem Gedankenspiel ist es nicht vorstellbar, dass ein modularer Tower-Computer aus Redmond eine Chance hätte. Wie wäre es dafür mit einer Art Mac mini (Wiki) oder Intel NUC (Wiki)? Das wäre zumindest für etliche Einsatzbereiche sehr viel dienlicher als noch ein weiteres portables Gerät.  Für mich als Software Engineer gehört es heutzutage fast zur Selbstverständlichkeit, zwei Bildschirme, Maus und Tastatur angeschlossen zu haben. Hinzu kommt noch allerlei Peripherie, die auch noch USB-Ports zum Anschluss für mobile Testgeräte erfordert. Laptops sind für diesen Anwendungsfall eher ungeeignet, auch muss hierfür der Rechner nicht portabel sein, sondern sollte möglichst ruhig eine gewisse Rechenleistung mit einer Vielzahl an Anschlüssen liefern.

Surface Home Hub

Als letzter Wunsch von mir wäre ein Gerät angedacht, welches entweder in kleiner Form perfekt auf dem Schreibtisch oder im Meetingraum zu platzieren wäre. Hierfür steht des Szenario einer Informationszentrale im Mittelpunkt. Wie auch hier können, zumindest im privaten Bereich, bereits existierende Geräte zur Inspiration herangezogen werden, zum Beispiel der Google aka Nest Home Hub oder der Echo Show von Amazon. Der Surface Home Hub könnte in Edge Browsertab ein vom Smartphone synchronisiertes Lesezeichen zu einem Rezept anzeigen und zeitgleich via Skype ein Telefonat bereitstellen, damit die Zeit hinter dem Herd nicht zu langweilig wird.

Für geschäftliche Ansprüche sind mir persönlich keine Geräte bekannt, welche mehrere Benutzungsszenarien abdecken könnten. Es existieren von Drittanbietern wie Lenovo und HP (Docs) entsprechende Geräte(-Systeme) für Besprechungsräume, welche auf einen dedizierten Anwendungsfall ausgerichtet sind. Aus eigener Erfahrung würde hierzu meist ein weiteres kleines Gerät passen, welches zusätzlich zur Kommunikationsfunktionalität auch weitere unterstützende Aufgaben den Teilnehmern abnehmen kann.

Hier könnte beispielsweise eine via Exchange-Kalender errechnete Anzeige die verbleibende Zeit signalisieren, bis man den reservierten Meetingraum verlassen muss. In kleineren Umgebungen könnte man schnell multimediale Inhalte für Besprechungsteilnehmer anzeigen lassen, ohne dass man unbequem um den Laptop eines Teilnehmers stehen muss. Hierzu kann auch eine Webseite zur Aufgaben- und Sprint-Planung gehören, wo der Fokus auf kollaboratives Arbeiten liegen sollte, statt auf das eigene Laptop zu starren.

Microsoft hat hierfür das perfekte Ökosystem

Alle meine gewünschten Surface-Produkte existieren bereits in der einen oder anderen Variante von anderen Herstellern. Manche sind in den jeweiligen Bereichen sogar schon seit etlichen Jahren sehr erfolgreich. All diese Geräte haben den Nachteil, dass diese sehr stark in die jeweiligen Ökosysteme eingebunden sind. Meist sind die eingesetzten Dienste des Benutzers auf das Ökosystem des Geräteherstellers eingegrenzt. Somit entstehen Reibungsverluste in Funktion und Komfort, da die Großzahl der Geräte nur wirklich im Ökosystem des jeweiligen Herstellers alle Vorteile ausspielen können.

Beschränken wir uns der Übersichtlichkeit wegen auf den Surface Home Hub im privaten Umfeld. Amazon bietet meines Wissens keinen Mail-Service an und Google ist nicht wirklich bekannt für einen guten Musikstreamingdienst. Beides sind Dienste, deren Benutzung und vor allem Verknüpfung perfekt in das Aufgabengebiet des in Gedanken existierenden Surface Home Hub passen würden.

Microsoft bietet hier mit den verschiedensten Live- und Xbox-Diensten und dem eventuell erscheinenden Microsoft 365 Life eine ideale Produktstrategie, um als zentrale Anlaufstelle in Privathaushalten fungieren zu können. Mit dem sich immer weiter für andere öffnenden Mindset seitens Microsoft könnte hier eine Plattform entstehen, auf welcher auch Nicht-Microsoft-Dienste als Gleichberechtigte im App-Duschungel laufen können. Das Surface HomeHub wäre die Stelle, wo all diese verschiedenen Dienste für den Benutzer verständlich aufbereitet an einer Stelle aufeinander treffen.

E-Mail und Kontakte via outlook.com, telefonieren via Skype oder eben über Drittanbieter-Apps wie WhatsApp, Musik hören über Spotify und beim Kochen eine Serie über Amazon Prime Video ansehen. Dieses Szenario ist für mich mehr realistisch als alle Aufgaben innerhalb eines Ökosystems zu lösen.

Diese Mischung als auch Verschmelzung von Diensten über Herstellergrenzen hinweg traue ich zum derzeitigen Zeitpunkt nur Microsoft zu und hoffe, dass sich dieses Wunschdenken auch in Realität umsetzen wird.

Dass Microsoft jedoch vor allem im Geschäftskundensektor die Stärken des Ökosystems ausspielen kann, ist wohl allen klar. Mit Teams, Exchange und PowerApps im Hintergrund lassen sich zumindest für mich gut funktionierende Anwendungsfälle für solche imaginären Geräte erdenken.

Fehlt euch ein Surface Gerät im Line-Up?

Was denkt die Dr. Windows Community? Fehlen euch auch gewisse Geräte im Produktkatalog der Surface-Reihe oder seid ihr mit der aktuellen Lage zufrieden? Falls ihr noch offene Wünsche habt, wo seht ihr dort den Einsatzzweck? Lasst uns in den Kommentaren darüber gerne diskutieren.

DrWindows News per WhatsApp: Abonniere unseren Kanal.

Über den Autor

Tobias Scholze

Tobias Scholze

Bayrischer Open Source- und Community-Enthusiast, Verfechter des neuen Microsoft und Wandler zwischen den Betriebssystemwelten. #communityrocks Von Herzen ein Nerd mit der festen Überzeugung, dass man gemeinsam und durch den Einsatz von moderner IT die Welt für jeden ein Stückchen besser machen kann.

Anzeige