ZIP-Bug im Windows 10 Oktober Update wird immer peinlicher

ZIP-Bug im Windows 10 Oktober Update wird immer peinlicher

Microsoft hat mit dem Windows 10 Oktober Update ein Qualitätsproblem, der Rollout wurde wegen möglicher Datenverluste beim Update gestoppt. In den Tagen danach schafften es auch eher kleinere Fehler und Probleme mit Windows 10 in die Schlagzeilen, und in mir stiegen schlimme Befürchtungen auf. Man weiß ja, wie die Medien-Welt funktioniert: Hat man ein Thema gefunden, an dem man sich abarbeiten kann und auf das die Leute zuverlässig aufspringen, dann wird es bis auf den letzten Klick ausgeschlachtet.

Ich ahnte, dass es schwer wird, mich zu positionieren, denn einerseits müssen Probleme natürlich besprochen werden, andererseits sehe ich mich mit den billigen Klick-Jakobs nicht im selben Topf. Wie würde ich es also hinbekommen, sachlich zu bleiben, ohne gleich als der Anwalt Microsofts gesehen zu werden, nur weil ich mich weigere, ordentlich drauf zu hauen?

Inzwischen muss ich leider sagen, dass mir Microsoft diese Entscheidung abgenommen hat. Der am Wochenende aufgekommene ZIP-Bug, die nun bekannt gewordenen Hintergründe und Microsofts Umgang mit dem Fehler haben die obige Überschrift entstehen lassen, die auch ganz prima zu irgendwelchen Revolverblättern passen würde. Aber sie ist nichts anderes als die nüchterne Wahrheit.

Wer es noch nicht mitbekommen haben sollte: Die in Windows 10 enthaltene ZIP-Funktion hat im Oktober Update einen Bug: Liegen im Zielordner gleichnamige Dateien, dann erscheint keine Abfrage, ob diese überschrieben werden sollen oder nicht – ich hatte berichtet. Die Meldung einzelner User, dass Dateien ohne Nachfrage überschrieben werden, konnte ich nicht nachvollziehen, bei mir wurden die Dateien einfach ohne Nachfrage übersprungen.

Inzwischen hat Microsoft diesen Fehler auch ganz offiziell bestätigt und versichert, dass keine Dateien ungefragt überschrieben werden, sondern dass gleichnamige Dateien beim Entpacken einfach ohne Nachfrage übersprungen werden. Man warnt allerdings davor, Dateien aus einem Archiv per „Ausschneiden“ zu extrahieren, dies könne zur Löschung von Dateien führen, die dann auch nicht über den Papierkorb wiederhergestellt werden können.

Ich hatte am Wochenende im Feedback Hub gesucht und keine Hinweise auf den Fehler gefunden. Es gab sie aber, wie der folgende Tweet von Rafael Rivera zeigt (ich finde die Einträge auch mit Eingabe der exakten Überschrift nicht, sofern der Feedback Hub überhaupt gerade mal zufällig funktioniert, das ist ja derzeit ein reines Glücksspiel).

Wieder also haben wir es mit einem Fehler im finalen Produkt zu tun, der von den Insidern vorab gemeldet wurde – was uns wieder zu der grundsätzlichen Sinnfrage bezüglich des Insider Programms bringt.

In diesem Fall aber ist die Geschichte noch kurioser: Der Fehler wurde nämlich sehr wohl entdeckt und sogar behoben – allerdings nicht in Version 1809, sondern in den Insider-Builds für das Update 19H1 – dort lässt sich der Fehler nämlich nicht mehr reproduzieren. Ich hatte vor Wochen schon mal die Frage aufgeworfen, welchen Sinn es hat, bereits mit Insider-Builds für das kommende Update zu starten, während das aktuelle Update noch nicht mal komplett fertig ist. Mein Argument war, dass man dann viele Arbeiten doppelt erledigen muss. Ich wäre allerdings nicht auf die Idee gekommen, dass man es einfach vergisst, diese doppelten Arbeiten auch wirklich auszuführen.

Schlimmer noch: Nutzer der produktiven Version dürfen wohl nicht zeitnah auf einen Patch hoffen, diesen stellt Microsoft für „Anfang November“ in Aussicht. Ob der Rollout so lange ausgesetzt bleibt? Man kann es nur hoffen.

Microsoft hat in der Windows-Entwicklung ganz offensichtlich ein fundamentales Problem und überblickt das eigene Chaos nicht mehr, diplomatischer kann man die Lage nicht beschreiben. In ein paar Wochen werden die Fehler beseitigt sein, aber Microsoft wird mehr als ein geglücktes Windows 10 Update benötigen, um den entstandenen Image-Schaden wieder zu reparieren. Egal, was in den kommenden Monaten passiert, die Empfehlung beim Rollout des 19H1-Updates steht schon fest: Die Installation unmittelbar nach der Veröffentlichung ist unter allen Umständen zu verhindern, das ist der einzig seriöse Ratschlag, den man geben kann.

Über den Autor
Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. Wir verstehen das wiedermal nur falsch. Nicht-Überschreiben von schon vorhandenen Dateien beim Entpacken - it's a feature, genauso wie beim Ordnerschutz in OneDrive. Schließlich will nach Ansicht vieler Entwickler - nicht nur bei Microsoft - der Nutzer bevormundet werden. Soll man sich doch freuen, wenn die Dateien nicht überschrieben werden.
    Man muß sich ernsthaft fragen, wer bei Microsoft noch den Durchblick hat. Wenn die ZIP-Funktion in den Explorer integriert wird, daß ZIP-Dateien quasi als normaler Ordner behandelt werden, dann darf es nicht passieren, daß der Dialog fürs Ersetzen oder Überspringen von Dateien einfach so durch einen Fehler umgangen werden kann.
    Nur rein aus Interesse: Was lief denn alles im Zusammenhang diesem "Feature-Update" schon falsch? Langsam komme ich nicht mehr hinterher.
    Und warum ist es eigentlich dieses mal so besonders schlimm?
    Das sind halt die unterschiedlichen Auffassungen von Qualitätskontrolle. Ein Entwickler kontrolliert in der Regel, dass die entsprechende Qualität vorhanden ist. Microsoft braucht erstmal wieder die Qualität, dass die Kontrollen wieder funktionieren.
    (Ich mag Ironie und Sarkasmus, merkt man das?)
    Was soll man jetzt lernen? Den richtigen Umgang mit Windows oder das Auslesen der Microsoft Werbeaussagen hinunter bis aufs Wesentliche? Wenn man das so liest glaubt mnan kaum noch, das die linke Hand bei MS weiß was die rechte gerade macht. Nichtweil sie es nicht könnte sondern weil es kaum noch rechte Hände gibt.
    MS bemüht sich ständig den Usern ein immer besseres Windowserlebnis zu präsentieren. Genau das sind sie, STÄNDIG BEMÜHT!
    Wenn mein Personalchef sowas in mein Zeugnis schreiben würde " Er ... war ständig bemüht ...!" - wo soll man sich damit vorstellen können?!
    Eigentlich dürfte ich hier nicht mitreden, denn auf meinen Geräten gibt es keine Probleme diesbezüglich. Alle Dateien sind noch vorhanden.
    Seit einem Erlebnis in Windows Vista kontrolliere ich regelmäßig den jeweiligen Zielordner, bevor unterschiedliche Operationen (downloaden, kopieren, verschieben, entpacken etc.) manuell durchgeführt werden sollen.
    Wichtige Dateien sind mehrfach auf externen Datenträgern vorhanden.
    Ich überlege mir allerdings, ob nicht einige persönliche Einstellungen, oder zusätzlich installierte Software (Tuning-Tools, Registry Cleaner und Ähnliches) zu diesen Fehlern (Datenverlust durch OneDrive) führen könnten? Vielleicht mal in diese Richtung denken?
    @Alpha1: Lies mal die Threads , die der Martin oben verlinkt hat. Das dauert aber, alles zu lesen. Da ist alles schon X - Mal durchgekaut worden.
    Problene habe ich damit auch nicht, trotzdem ist Sowas an Peinlichkeit kaum noch zu übertreffen. Hier geht es um Microsoft, den Erfinder des "Unbekannten Fehlers" !
    @Alpha1: Es gibt viele Probleme in Windows, die hausgemacht sind, also letztendlich vom Nutzer selbst verschuldet. Der Zip-Bug und auch die leeren Dokumenten-Bibliotheken gehören da aber definitiv nicht dazu.
    zunächst mal, ich bin weder Programmierer noch Insider. Ich vermute aber mal das bei einem derart mächtigem Betriebssystem welches über Jahrzehnte gewachsen ist kaum noch eine Chance besteht vollständig zu durchblicken was das Stellen an einzelnen Schrauben alles bewirkt. Dazu, von denen die Windows mit aufgebaut haben ist ja wohl kaum noch wer an Bord. Von daher könnte das Insider Programm eine wertvolle Hilfe sein, wenn es nur gelebt werden würde. Vielleicht würde aber auch ein ganz einfaches Belohnungssystem mit dem ausloben von Prämien für das Entdecken von Fehlern in den Insiderringen weiterhelfen. Wie auch immer, bei mir laufen die 1809 Installationen. Wünschen würde ich mir aber das es weniger Updates mit verspielten Neuerungen sondern eine Konzentration auf die Qualität geben würde.
    Ich habe ja fast die Befürchtung das die einzige QA aktuell bei Microsoft die Insider sind und intern einfach gar nicht getestet wird, sondern man einfach hofft dass das Update schon irgendwie gut gehen wird. Microsoft sollte sich wirklich überlegen ob es Sinn macht 2x im Jahr eine neue Windows Version herauszubringen.
    Das man den Release-Preview-Ring beim 1809er Release einfach übersprungen hat, habe ich irgendwie gleich gar nicht verstanden. Jetzt geht die große Flickschusterei. Ich will gar nicht erst wissen was bei 19H1 passiert, wenn jetzt schon so ein Chaos beim Update herrscht, das wird im Version zu Version irgendwie immer übler.
    Microsoft sollte sowohl sein Release-Konzept als auch das Insiderprogramm deutlich überdenken, so kann es einfach nicht mehr weitergehen.
    Gerade im Insiderprogramm könnte man soviel machen, z.b. das kritische Bugs einfach mal entlohnt werden, z.b. mit Hardware, Software, Abo für Office/Gamepass, Gutscheinen oder direkt finanziell.
    Der große Wurf, auch mit Blick auf Qualität, gelingt eben nur dann, wenn verstanden hat, geschaffene und vorhandene Manpower, Ressourcen und Strukturen, produktiv zu nutzen. Womöglich ein Problem in vielen großen Unternehmen. Viel hilft da nicht viel und auch Investitionen gehen da irgendwann nach hinten los.
    Leider hat Microsoft, seit ich vor Jahren mit einem Nokia Smartphone begonnen hatte mich dafür zu interessieren, viele Beispiele geliefert. Aber solange Wachstum und Rendite stimmen, sind die Zeiten nicht schlecht genug.
    @FZ61: Klar ist das System sehr kompliziert, aber es gibt schon Möglichkeiten sowas im Griff zu behalten. Stichwort "Regressionstests".
    Aber je komplexer ein System wird, desto teurer kann sowas werden, wenn man diese Tests durch Menschen durchführen lässt. Diese wollen ja schließlich bezahlt werden.
    Wenn man allerdings ein System über Jahre verkauft, sollte man die Einnahmen auch dafür verwenden eine (teil-)automatisierte Testumgebung einzurichten.
    Noch besser, man schafft es irgendwie eine Horde Freiwilliger zu finden, die ihre (Frei-)Zeit dafür aufwenden, die Tests zu machen. Stichwort "Insider-Programm".
    Wenn man allerdings das Feedback das da zurückkommt nicht verwertet, wie auch in diesem Fall mal wieder passiert, dann hat man ein ganz anderes Problem. Und das ist nur noch peinlich wenn man eines der größten Softwarekonzerne der Welt ist.
    Ich schreib mal was als langjähriger Software Developer/Projektleiter für große/kritische Systeme dazu:
    Wenn so ein gravierender Bug gemeldet wird, dann sollte am nächsten Tag schon der automatisierte
    Test dazu erstellt sein, dass der Fehler auffällt falls er bei irgendeiner weiteren Auslieferung (noch) nicht
    gefixt wurde. Der Bug ist ja 1a reproduzier und in einen Testcase verpackbar.
    Also entweder wird hier ausgeliefert ohne automatisierte Tests zu berücksichtigen oder man schlampt dort derart
    in der QA oder hat keine.
    Auf jeden Fall ein Armutszeugnis.
    @FZ61 warum Belohnungen helfen sollen erschließt sich mir nicht. Es gibt Millionen Insider die kostenlos Fehler melden - aus unterschiedlichsten Gründen. Während man bei Windows noch verstehen kann, dass über 30 Jahre da einiges etwas aus dem Ruder läuft, kann ich das beim Insider Programm aber nicht verstehen. Das ist eine flache Liste, die man sich halt mal anschauen muss. Und vor allem jemand intelligentes mit Sachverstand. Da hilft es nicht seit Jahren nur "Wir haben verstanden" anzuklicken. Das hat - wie man eindrucksvoll sieht - Microsoft eben nicht getan. Ich unterschreibe aber, dass es mal ein reines Qualitäts- und Konsolidierungsupgrade geben sollte. Vielleicht sollte man sich ein halbes Jahr mal nur um die Einstellungen und unterschiedlichen UI/UX kümmern und eben um Bugs aller Art. Kein Sets, keine Kontakte, keine sonstigen halbgaren Features. Wäre zwar langweilig, aber genau das, was Windows derzeit braucht.
    HAbe auf allen meinen Systemen erstmal eine Verzögerung für Feature Updates von 45 Tagen eingetragen. Bis dahin würden solche Bugs vermutlich ans Licht kommen. Aber ich kenne mich. Ich habe zwei Skylake Systeme zuhause und wenn die versprochenen Geschwindigkeitszuwächse für Skylake Systeme wirklich so groß werden wie geschätzt, dann werde ich am ersten Tag die Seite mit dem Media Creation Tool wieder F5 spammen.
    eGenius

    Wenn man allerdings das Feedback das da zurückkommt nicht verwertet, wie auch in diesem Fall mal wieder passiert, dann hat man ein ganz anderes Problem. Und das ist nur noch peinlich wenn man eines der größten Softwarekonzerne der Welt ist.

    Vor allem ist das Signal was Microsoft damit an seine Insider sendet auch extrem fatal, das kommt dann nämlich bei mir so rüber: "Schickt uns ruhig Feedback, eventuell kümmern wir uns ja drum, irgendwann.". Warum soll ich mir dann als Insider überhaupt noch Mühe machen Bugs zu suchen, wenn Microsoft sich selbst darum nicht schert?
    > Wenn so ein gravierender Bug gemeldet wird, dann sollte am nächsten Tag schon der automatisierte
    Test dazu erstellt sein
    Dazu muss ein Mensch ihn erstmal lesen und verstehen. Offensichtlich wird das Insider-Programm einfach Aufgrund der Feebackanzahl bezüglich Bugs hauptsächlich mit statistischen Methoden ausgewertet oder was sich in Neusprech KI/Maschinenlernen benamst.
    Ganz klar: das darf nicht vorkommen. Aber es fällt relativ leicht zu verstehen, dass zwei Einträge mit sechs Upvotes in der Masse einfach untergehen, insbesondere, wenn nicht Schlüsselphrasen wie "data loss", "overwritten files" etc. verwendet werden, wenn die Auswertungstool nicht hinreichend ausgelegt sind.
    Was mich jedoch mehr verwundert, dass das überhaupt in Code gegossen werden kann. Hier scheint nicht genug Zeit oder Kompetenz vorhanden zu sein, die Konsequenzen des gewünschten Programmablaufs oder der konkreten Implementation auf solche Schnitzer hin zu durchdenken. - Test cases würden natürlich auch nicht schaden. 😜
    Man schaue sich ja nur mal ein paar Beiträge von Dona Sarkar in ihrem Twitter Account an,und man beginnt zu verstehen,warum es mit dem Insider Programm talwárts geht…
    Andernseits fühle ich mich als Insider etwas komisch,weil die bisherigen Builds der 19H1 so stabil und störungsfrei laufen,als wären es Endprodukte,während die Normalnutzer so von Bug's geplagt werden !
    Mit technischen oder organisatorischem Versagen kann dieses Verhalten eigentlich nicht erklaert werden. Das ist bei so etwas "nur" die Folge von etwas Anderem.
    Ich wuesste mal gerne wie hoch die Wertschaetzung von Windows innerhalb von Microsoft ist.
    Wenn z.B. Nadella in einer Keynote was von Intelligent Edge, AI, IoT etc. blubbert aber der Windows-Desktop nicht vorkommt - dann duerfte bei den Windows-Entwicklern innerhalb von Microsoft so das Gefuehl aufkommen das man in naher Zukunft nicht mehr gebraucht wird.
    Und die Motivation ist dann auch entsprechend...
    >
    Die Installation unmittelbar nach der Veröffentlichung ist unter allen Umständen zu verhindern, das ist der einzig seriöse Ratschlag, den man geben kann.
    <
    Und wer soll dann die Fehler entdecken? ^^
    Ich weiß gar nicht was ihr habt, der "Windows 10 Home"-Ring deckt doch grade super Fehler auf. Und die ersten Bugfixes von Microsoft sind doch auch schon verfügbar, oder?
    Als wenn das alles was neues ist..Das meiste wurde bereits schon länger gemeldet, es hat nur keinen - auch nicht Microsoft - interessiert. Jetzt im Zusammenhang wird natürlich alles plötzlich "wichtig". Als wenn erst die 1809 etliche Bugs hatte, man sollte die Versionen davor auch mal gründlich getestet haben.
    Demnachst fällt auch allen plötzlich auf, das die proprietäre Systemimage Sicherung in Windows 10 nicht richtig funktioniert... Oder das die Systemwiederherstellung regelmäßig deaktiviert wird... ;)
    Auf die Probleme und möglichen Ursachen wurde etliche male hingewiesen und davor gewarnt, Gehör gab es dazu kaum, erst recht kein Verständnis. Auch durch viele Kommentatoren hier nicht.
    Ich bin froh, das man langsam mal aufwacht und erkennt, daß da schon lange der Wurm drin ist.
    Es tritt langsam ein kritischeres umdenken statt, das nicht alles nur durch die MS Kommerzbrille gesehen wird. Und das finde ich als Windows Fan (seit 3.11) ausgesprochen gut. Man kann neue Wege beschreiten, aber die Qualität muss stimmen.
    Wenn Mac's nicht so teuer wären hätte ich MS inzwischen außerhalb des Büros schon komplett den Rücken gekehrt.
    Selbst der Zugang über die VM meines Arbeitgebers läuft über eine Mac wesentlich schneller und stabiler als über das Windows Notebook.
    Mein S-Studio hat das Update sofort erhalten, beim S-Pro2017 habe ich das Update Selbst angestoßen. Das Studio ist aber der Hauptrechner. Etwas mulmig ist mir schon wenn man das so ließt. Allerdings ist mir bisher kein Datenverlust aufgefallen.
    Ich habe jetzt ein IPhone 7 und ein IPad, der ganze Windows Kram wird bis auf mein 950XL und Laptop verkauft. Mal sehen, vielleicht wird es bald auch ein Mac. Habe die Faxen echt dicke!
    "Die Installation unmittelbar nach der Veröffentlichung ist unter allen Umständen zu verhindern, das ist der einzig seriöse Ratschlag, den man geben kann."
    Den habe ich von Anfang an gegeben. Bei Home u.U. nicht zu verhindern, womit diese Version unbrauchbar ist.
    Den Hinweis auf ein Backup vor einem Upgrade finde ich leicht amüsant. Den Zeitpunkt für ein Upgrade kann man ja gar nicht mehr 100% selbst bestimmen, womit es unmöglich ist, ein aktuelles Backup anzulegen.
    Den Zeitpunkt für ein Upgrade kann man ja gar nicht mehr 100% selbst bestimmen
    Den Zeitpunkt des Downloads und der Vorarbeiten zum Upgrade kann man nicht mehr bestimmen, den Zeitpunkt, zu dem der Neustart erfolgt aber schon. Wer es dann nicht schafft, ein Backup der Daten anzulegen, wenn es nicht sowieso schon tägliche Routine ist, der braucht sich hinterher auch nicht beschweren.
    @build10240
    Ganz ehrlich, ich finde die Diskussionen um die Datensicherung ziemlich öde und arrogant.
    Ich wurde Anfang der 90er zum ersten Mal mit Verlust der Daten konfrontiert (Blitzeinschlag) und hab mich dann über den Kauf eines Bandlaufwerks in Sachen Eigenlob täglich übertroffen. Aaaber: ich war schon immer angetan von allem was Strom verbraucht.
    Und mehr als 20 Jahr später ist Software tatsächlich in der Lage, mit den Folgen eines Blitzeinschlages gleichzuziehen. Respekt!
    Wenn jeder blöd ist der nicht minütlich ein NAS in Bewegung setzt um den status quo zu dokumentieren dann gehöre ich zu den 99,9%Periode die das nicht tun. Denn wer die Zeit hat das zu machen ist entweder arbeitslos und sichert stündlich seine Kommunikation mit den zwei Bekannten die er hat oder er ist halt von Beruf Datensicherer. Er sichert halt Daten.
    Nene Du, wenn man Archive anlegt und OneDrive benutzt dann hat man als Privatperson das getan, was getan werden muss.
    Wenn man das im Geschäft macht PLUS ein gesondertes Backup dann sollte das auch reichen. Aber jetzt weiß man halt dass man nur EIN verlässliches Backup hat weil die ersten beiden Möglichkeiten unangebracht hochprozentig fehlerhaft sind - also sollte man sich ein eigenes Rechenzentrum unter Wasser einrichten und sekündlich diverse eigene Backups anstoßen. Und da will ich jetzt die gesamte IT-Branche in Verantwortung ziehen.
    Jetzt, wo jeder über das Arbeitsamt zum IT-Sicherheitler umgeschult werden kann geht halt die Sache in den Keller, als ob nicht schon die existierenden Vollversager im Programmierbereich reichen würden.
    Aber man kann ja auch alle Drogeristenverkäuferinnen zu Altenpflegerinnen wandeln. So geht Kompetenz.
    Tja wenn das so weiter geht können sie das Oktober Update auch canceln, denn umso mehr sie jetzt daran arbeiten müssen, umso mehr müssen sie ja wieder doppelt beim 19H1 machen und umso weniger Zeit bleibt ihnen für dieses. Wie immer, diese 2 Updates im Jahr routine ist einfach purer schrott. Vielleicht würde es funktionieren wenn MS nicht ganz in den Wolken wäre und sich auch um ihre vielleicht nicht so lukrative, aber sehr verbreitete Software kümmern würde...oder sie sehen einfach ein das sie es nicht gebacken bekommen und schalten nen gang runter.
    Im Übrigen, nur um es mal anzumerken...der Rollout von Windows Server 2019 wurde wie 1809 gestoppt und läuft immer noch nicht. Schon krass das MS selbst bei ihren Server Versionen so schlampig ist...vor allem da diese ja ein LTSC wäre. Klar, Win Server und Windows haben viel gemeinsam aber dennoch...
    ntoskrnl
    ...Den Hinweis auf ein Backup vor einem Upgrade finde ich leicht amüsant. Den Zeitpunkt für ein Upgrade kann man ja gar nicht mehr 100% selbst bestimmen, womit es unmöglich ist, ein aktuelles Backup anzulegen.

    Dann machst Du doch definitiv was falsch! Mit einer passenden Sicherungsstrategie stellt diese Frage nämlich gar nicht. Also ich hab immer mindestens drei aufeinanderfolgende Komplettsicherungen des Systems zur Verfügung und kann direkt auch zurück auf den Stand vom 28.08.18 setzen. Oder auf den 24.09.18, wenn ich das möchte. Und diese Sicherungen werden nicht anlässlich eines anstehenden Updates erstellt, sondern fortlaufend und regelmässig - auch wenn zwei Jahre lang keine Updates kämen.
    Ich stelle das Insiderprogramm und den Feedback-Hub grundsätzlich in Frage. Mal ernsthaft, ich opfere doch nicht meine Zeit, um gratis für Microsoft auf Fehlersuche zu gehen.
    Begegnet sind mir in Win 10 auch schon mehrere Fehler, gemeldet habe ich keinen einzigen. Sollen sie halt genügend Leute dafür einstellen oder von mir aus externe damit beauftragen.
    Ich wüsste zumindest keinen einzigen Grund, meine Kunden vor dem Update zu warnen. Wenn überhaupt jemand die ZIP-Integration nutzt, dann zu 99,999% auch damit fehlerfrei. Und eine Explorer-Integration lässt sich mit Sicherheit nicht mal eben mit einem nur kurz getesteten Update fixen. Das wäre dann unverantwortlich. Es bleibt dabei, dass meine Erfahrungen zu 100% im Widerspruch zur "Fachpresse" stehen, nach denen sich meine Kunden vor laufenden Update-Fehlern ja kaum zu retten wüssten.
    Es macht sehr wohl Sinn, mit den Arbeiten am nächsten Update zu beginnen, auch wenn das vorherige Update noch nicht abgeschlossen ist. Das ist in der Softwareentwicklung ganz normal.
    Allerdings ist es natürlich notwendig, etwaige Korrekturen am vorherigen Update auch in das nächste Update einzupflegen. Und bei kritischen Fehlern, die im übernächsten Update gefunden werden, muss man evt. auch mal zurück rudern, auch wenn sich das Update dadurch verzögert. Das hat Microsoft in diesem Fall entweder nicht für nötig gehalten oder es einfach vergessen. Wenn man den Softwareentwicklungsprozess kennt, weiß man, dass sowas schnell passieren kann. Ist uns in der Firma auch schon mal passiert, weil man schnell mal den Überblick verlieren kann, wenn man mehrere Versionen gleichzeitig pflegt. Auch wenn mehr als ein Entwickler an der Problembehebung beteiligt ist. Ist natürlich doof für den Kunden
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