Zum Fast-Jahrestag der EU-Datenschutz-Grundverordnung: Microsoft fordert eine US-DSGVO

Zum Fast-Jahrestag der EU-Datenschutz-Grundverordnung: Microsoft fordert eine US-DSGVO

Am 25. Mai 2018 ist die europäische Datenschutz-Grundverordnung verbindlich in Kraft getreten. Ein paar Tage zu früh zieht Microsoft eine Bilanz des ersten Jahres, die durchweg positiv ausfällt. Die neue Verordnung habe viel für die Privatsphäre der Nutzer getan, darum hat man eine unmittelbare Empfehlung an die Regierung im eigenen Land: Es wird Zeit für eine US-DSGVO, schreibt Corporate Vice President Julie Brill auf dem Microsoft Blog.

Die DSGVO habe „Bahnbrechendes“ für den Datenschutz und die Privatsphäre geleistet. Die Unternehmen, die Daten von EU-Bürgern erheben und speichern, hätten neue Systeme und Prozesse eingeführt, um mit diesen Informationen sensibler umzugehen und mehr Transparenz zu schaffen. Die EU sei Vorreiter gewesen, andere Länder hätten nach diesem Vorbild bereits ähnliche Gesetze erlassen oder bereiten diese derzeit vor.

Microsoft hatte die EU-Richtlinie seinerzeit weltweit für alle Kunden übernommen. Seit 2017 gibt es außerdem das Privacy Dashboard, welches jedem Microsoft-Kunden die Möglichkeit gibt, seine gespeicherten Daten einzusehen und zu verwalten, also auch zu löschen. Seit Inkrafttreten der DSGVO haben 18 Millionen Nutzer diese Möglichkeit genutzt, ein Drittel der Zugriffe kommt aus dem Microsoft-Heimatland USA. Aus Deutschland gab es bislang 615.000 Zugriffe.

Nutzer des Microsoft Privacy Dashboard

Microsoft sieht die DSGVO als vollen Erfolg und fordert daher den US-Kongress auf, ein Gesetzgebungsverfahren einzuleiten, welches sich die DSGVO zum Vorbild nimmt. Gleiche Rechte in Sachen Datenschutz und Privatsphäre würde nicht nur die Nutzer besser schützen, sondern auch die internationale Zusammenarbeit von Unternehmen erleichtern und somit den US-Firmen auch wirtschaftliche Vorteile bringen.

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Martin Geuß
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Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als elf Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant. Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir - für Euch!

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Kommentare
  1. *lach*
    Sorry, aber, was für ein Heuchlertum und Populismus... als ob Microsoft mehr Kosten für das Aufsetzen neuer EULA's, und das Einbauen von Datenschutz-Schiebern in ihre Produkte in irgendeiner Weise positiv sehen würde. Das ist so ungefähr, wie wenn die Firmen, die unseren Hackfleisch herstellen drauf schreiben "aus artgerechter Tierhaltung". Macht sich gut für die Kunden, aber, kostenintensive Maßnahmen macht so kein Hersteller gerne.
    Aber, gut, Microsoft kann ohnehin nur, was andere Firmen auch nur können, und, das ist das Geld für den Mehraufwand an den Kunden weiter leiten. Sprich, die Preise erhöhen. Vielleicht nicht auf einen Schlag, sondern sukzessive. Insofern haben die Juristen, die Datenschützer, und die Konsumenten vor allem eins durch den "Datenschutz" erreicht: Höhere Preise. Zumal die Firmen ja nun auch nicht mehr ohne weiteres Werbung personalisieren können, was ebenfalls dazu geführt hat, dass man die Produkte günstiger anbieten kann. Schade, wenn das alles doch nicht immer so verdammt kurzsichtig wäre.
    @chakko: Richtig, Microsoft will Geld verdienen, in Zukunft lieber mehr als weniger. Und da Microsoft Software gegen Geld verkauft, können sie das am besten, wenn die Kunden dieser Software vertrauen.
    Mag sein, dass Datenschutz mehr kostet. Aber dadurch werden die Preise fairer, da sie besser das abbilden, was man dafür bekommt. Billige Produkte bedeuten, dass man indirekt bezahlt. Mit den Daten oder durch mehr Werbung. Dann bezahl ich doch lieber direkt, offen, ehrlich und transparent.
    Martin
    @chakko: Richtig, Microsoft will Geld verdienen, in Zukunft lieber mehr als weniger. Und da Microsoft Software gegen Geld verkauft, können sie das am besten, wenn die Kunden dieser Software vertrauen.

    Und deshalb ist so etwas reines Geschäft, und nicht nach dem Motto "Schaut mal, was wir für euch Gutes tun" zu sehen. Genau wie auf dem Hackfleisch vom Discounter "von glücklichen Tieren" drauf steht, auch wenn die nach Züchtung und Aufzucht für den einen einzigen Zweck einen Bolzen durch den Kopf bekommen. ;)
    Das Problem, was ich dabei vor allem sehe ist, dass sich die wenigsten wirklich um Datenschutz kümmern. Also wurde bei dieser Verordnung einigen wenigen ewig Lauten entsprochen, und dafür müssen jetzt alle zahlen, egal ob sie das wirklich mittragen wollen oder nicht. Gut, sehr viel wird das in diesem Fall erstmal nicht ausmachen, aber, man sieht die Strömungen ja überall. Wenn demnächst "Google zerschlagen" wird, wie es die EU vor hat, dann müssen die ihre Dienste demnächst immer mehr als Bezahldienste etablieren, und man muss für alles im Netz bezahlen. Und, das kann ich ehrlich gesagt nicht einsehen, denn das ist etwas, was ich nicht möchte, und viele andere sicher auch nicht.
    Vor allem sind solche Dinge für mich extrem anti-demokratisch, denn, wie gesagt, einige wenige Schreihälse bestimmen hier und in der EU immer mehr, wie die Sachen laufen sollen. Das ist für mich nicht mit einer Demokratie vereinbar, denn, in einer Demokratie sollte das Wohl der Allgemeinheit das Entscheidende sein, nicht das Wohl einiger weniger.
    TobiV.Helsinki
    Mag sein, dass Datenschutz mehr kostet. Aber dadurch werden die Preise fairer, da sie besser das abbilden, was man dafür bekommt. Billige Produkte bedeuten, dass man indirekt bezahlt. Mit den Daten oder durch mehr Werbung. Dann bezahl ich doch lieber direkt, offen, ehrlich und transparent.

    Tja, sprich für dich selbst. Ich denke, wenn du an jeder Ecke im Netz einen Euro zahlen müsstest, dann würdest du dir schnell Google und Konsorten wieder wünschen. Mal abgesehen davon ist auch nichts "fair" oder "unfair" an diesem oder dem anderen Geschäftsmodell. Wer meint, dass eine Firma alles umsonst anbieten müsste, ohne einen Gegenwert zu bekommen, der ist hoffnungslos naiv. Vor allen Dingen möchte ich mal sehen, wie der entsprechende, der so redet, reagieren würde, wenn ich sagen würde, dass er die nächste Woche gefälligst umsonst arbeiten soll, damit ich meine Ware für lau bekomme. Irgendwie ist da etwas hoffnungslos faul an der Mentalität im Internet. Und das ist nicht Schuld der Unternehmen. Die müssen nur damit umgehen, und ihr Geschäftmodell entsprechend anpassen. Genauso wie die Musikindustrie sich anpassen muss, und jetzt lauter Streamingdienste auftauchen, weil die Leute einfach nicht bereit sind, das entsprechende Geld für die Musik auszugeben, sondern sich lieber von Filesharing-Seiten, oder mit Torrent den Kram illegal zu beschaffen. Es läuft immer wieder auf dasselbe hinaus: Die Mentalitätsfrage.
    chakko
    Vor allem sind solche Dinge für mich extrem anti-demokratisch, denn, wie gesagt, einige wenige Schreihälse bestimmen hier und in der EU immer mehr, wie die Sachen laufen sollen. Das ist für mich nicht mit einer Demokratie vereinbar, denn, in einer Demokratie sollte das Wohl der Allgemeinheit das Entscheidende sein, nicht das Wohl einiger weniger.

    Eine Mehrheit der Internet- und Softwarenutzer lehnt personalisierte Werbung strikt ab.
    Eine Mehrheit der Internet- und Softwarenutzer ist für umfassenden Datenschutz.
    So weit, so gut, das kann man nachvollziehen und befürworten.
    Das Problem hierbei ist allerdings, dass eine Mehrheit nicht bereit ist, dafür mehr Geld, oder überhaupt Geld dafür zu bezahlen.
    Und da haben wir das Dilemma beim Schopfe gepackt und alle gucken dumm aus der Wäsche.
    "Geiz-ist-geil", das ist das wahre Übel. Jeder will alles haben, so kostengünstig wie möglich, oder am liebsten ganz für lau.
    Ein Teil dieses Problems ist übrigens explizit die Werbung. Den Leuten wird, ständig und an jeder Ecke, dieser unsägliche Massen- und Billigschund vor Augen geführt. Wie wenn man einem Esel die Karotte unter die Nase hält.
    Datenschutz durch das DSGVO? Hat man dadurch nicht eher eine einheitlich-hohe Bürokratie erschaffen? Und eine Einnahmequelle für den Staat in Form von Bußgeldern?
    Microsoft hat es allerdings richtig gemacht: Die DSGVO weltweit für sich eingeführt. Ein weltweiter Standard, ja, das wär was.
    Sehr gut, das zeigt uns auch das eine Einheitliche EU in der Welt wirklich was bewegen kann. Nur gemeinsam können wir in der Globalen Welt etwas bewegen.
    Ein Weltweiter einheitlicher Datenschutzstandard kommt am ende auch wieder jedem einzelnen zu gute.
    Micha45
    Eine Mehrheit der Internet- und Softwarenutzer lehnt personalisierte Werbung strikt ab.
    Eine Mehrheit der Internet- und Softwarenutzer ist für umfassenden Datenschutz.

    Ist das so? Woher genau nimmst du dieses Wissen? Ich lehne z.B. personalisierte Werbung nicht strikt ab. Ich sehe auch das Internet nicht als meinen Privatraum, sondern als öffentlichen Raum an. So wie wenn ich in die Stadt gehen würde. Ich finde auch, es ist eine vollkommen verdrehte Vorstellung, dass das Internet der Privatraum desjenigen ist, der es besucht.
    Sehr gut, das zeigt uns auch das eine Einheitliche EU in der Welt wirklich was bewegen kann. Nur gemeinsam können wir in der Globalen Welt etwas bewegen.
    Ein Weltweiter einheitlicher Datenschutzstandard kommt am ende auch wieder jedem einzelnen zu gute.

    Sorry, aber selbst Europa kann der Welt nicht aufdrücken, wie sie damit umgehen. Eben das meinte ich mit dem anti-demokratisch. Bereits jetzt folgt daraus, dass in anderen Bereichen der Welt Betreiber von internetseiten und Webdiensten die Standards, die wir hier aufstellen, befolgen müssen. So geht das nicht. Ich kann nicht jedem x-beliebigen Webseitenbetreiber in Hinterasien aufdrängen, wie wir hier denken und verfahren.
    Fembre
    Datenschutz durch das DSGVO? Hat man dadurch nicht eher eine einheitlich-hohe Bürokratie erschaffen? Und eine Einnahmequelle für den Staat in Form von Bußgeldern?

    Auch nicht zu vergessen: Etwas, mit dem sich die Juristen die Taschen voll machen ohne Ende.
    Ich finde auch, es ist eine vollkommen verdrehte Vorstellung, dass das Internet der Privatraum desjenigen ist, der es besucht.

    Vollkommen vorbeigeschossen. Es hat niemand behauptet, dass das Internet ein Privatraum sein soll.
    Das Internet ist ein öffentlicher Raum, frei zugänglich für alle. Übrigens auch kein rechtsfreier Raum, wie viele wohl denken.
    Den Zugang zum Internet bezahlt man übrigens schon, nämlich an seinen Internetprovider.
    Was die Werbung angeht, nur ein Beispiel:
    Was wäre denn, wenn man sich auf einen öffentlichen Marktplatz einer Stadt begibt, um den herum diverse Läden errichtet sind und jeder dieser Ladeninhaber plötzlich mit lautem Geschrei auf die Leute zustürmt, um ihnen ihre Produkte mit aller Gewalt schmackhaft machen zu wollen. Dabei auch noch mit Flyern und Werbeschildern vor den Gesichtern der Leute rumfuchteln würden.
    Das ist in etwa vergleichbar mit dieser penetranten Werbemasche im Internet und im TV.
    Das will einfach keiner, auch wenn es ein paar Exoten gibt, denen es nichts ausmacht. Und natürlich diejenigen, die im Werbesektor ihre Brötchen verdienen.
    Alle anderen sind gegen aufdringliche Werbung. Mittlerweile sind die Leute auch schon gegen dezent angesetzte Werbung. Weil sie eben die Schnauze mittlerweile voll von dieser Gängelung haben.
    Das muss man einfach mal zur Kenntnis nehmen und da hilft auch keine Forderung nach irgendwelchen Quellen.
    Man kann mit den Menschen um sich herum sprechen und sie danach fragen. Man kann im Internet nachschauen und gezielt nach Diskussionen zu diesem Thema suchen. Dann kommt man schon nach kurzer Zeit auf den richtigen Trichter.
    Unternehmen wie Microsoft machen sich darüber offensichtlich schon intensive Gedanken und suchen einen Weg, der gut für alle Beteiligten ist.
    Unternehmen, die ihre Umsätze und Gewinne ausschließlich über die Werbung generieren, sind auf einem absteigenden Ast.
    Und das ist auch gut so.
    Wenn du in ein Geschäft gehst, und dich bei den Jeans umschaust, dann wird dich der Verkäufer in der Regel schon darauf aufmerksam machen, was sie für schöne Jeans im Laden haben, und dass du auch die, die, oder jene kaufen kannst. Da geschieht bereits die Personalisierung. Und das ist im Grunde genommen nichts anderes, als das, was die Anbieter im Internet tun. Und nur durch die Personalisierung wird die Werbung wirklich relevant, denn ich habe bspw. persönlich nicht viel davon, wenn mir ein Lippenstift in der Werbung angeboten wird. ;)
    Ich kratze mich auch regelmäßig am Kopf, was die Leute so meinen, was ihre so wichtigen und relevanten Daten wären... und dass der Datenschutz mittlerweile so weit geht, dass selbst Exekutivorgane überhaupt keine Handhabe mehr haben, wenn sie gegen Schwerstkriminalität vorgehen müssen. Das geht oft dann gar nicht mehr, weil man die und die und jene juristische Instanz durchlaufen muss, und dann überhaupt nicht mehr genügend Zeit hat, um ausreichend schnell zu reagieren. Alles, weil Heinz Muster meint, dass seine unheimlich wichtigen Verbindungsnachweise nicht gespeichert werden dürfen, wenn er mal wieder online bei Ebay einkauft. Für mich hat das ein ungesundes Maß angenommen.
    Wenn du in ein Geschäft gehst, und dich bei den Jeans umschaust, dann wird dich der Verkäufer in der Regel schon darauf aufmerksam machen, was sie für schöne Jeans im Laden haben, und dass du auch die, die, oder jene kaufen kannst. Da geschieht bereits die Personalisierung. Und das ist im Grunde genommen nichts anderes, als das, was die Anbieter im Internet tun.

    Das ist dann wohl unter dezenter Werbung zu verbuchen und je nachdem, wie nett und freundlich der Verkäufer oder die Verkäuferin sich gibt, dann ist es sogar sehr angenehm.:D
    Was die Personalisierung angeht, kennt mich das Personal im Laden in der Regel nur von Sehen und fängt auch nicht an, ohne meine Erlaubnis meine Taschen nach persönlichen Dingen zu durchsuchen, oder mir dahingehend aufdringliche Fragen zu stellen.
    Was weiß denn z.B. Google über dich? Vor allem auch unter dem Vorbehalt, dass die Daten in dem Fall maschinell ausgewertet werden, und nicht von einem Menschen in dem Geschäft. Und auch unter dem Gesichtspunkt, dass es absolut notwendig ist, einige Daten zu sammeln, und Cookies zu setzen. Bestes Beispiel ist doch dieses Forum. Ohne ein bestimmtes Maß an Daten wäre es doch gar nicht möglich, die Nutzer zu managen, oder das Einhalten der Regeln zu gewährleisten. Generell nennt man sowas ja beim Computer Datenverarbeitung. Ohne ein bestimmtes Maß an Daten geht gar nichts.
    Gut, schweift jetzt vielleicht ein wenig vom Thema ab. Bleiben wir bei personalisierter Werbung, Die Alternative ist auf jeder Webseite, und für jeden Webdienst Geld abzudrücken. Letzteres würde ich persönlich gerne vermeiden, und da finde ich das, was Google (und übrigens auch Microsoft, immerhin haben die auch Bing Ads, und andere Dienste, die personalisieren) eine gute Sache, denn das gewährleistet ein kostenloses Internet. Wird leider viel zu selten gesagt, denn die Kostenlos-Mentalität ist groß, und Google ist der große böse Verein aus Übersee, der alles kontrolliert. Es wurde ja auch schon von einigen ein deutsches oder europäisches Internet angerissen. Na das möchte ich mal gerne sehen, wie diese Träumer das bewerkstelligen wollen, und das auch noch in dem Rahmen wie es jetzt ist. Aber, so weit haben die glaube ich gar nicht gedacht, das soll halt nur ohne Google und Amerika auskommen. Wie gesagt, sollen sie mal starten für ein paar Leute. Ich bin mir sicher, die werden sich umgucken. Davon, dass sowas wirtschaftlich laufen muss, haben wir hier in Deutschland ja leider immer weniger Plan. Sieht man bei Sachen wie den regenerativen Energien. Ohne Subventionen und Leute, die gerade wegen dieser hohen Subventionen, und Einspeisevergütungen investieren, weil sie es auch können, ginge da nämlich gar nichts. Und, natürlich geht das auf Kosten der Steuerzahler, aus dem Säckle kommen nun mal die Investitionen. Wenn man die morgen abdrehen würde, dann wäre Endstation bei der "Energiewende".

    Aber, gut, Microsoft kann ohnehin nur, was andere Firmen auch nur können, und, das ist das Geld für den Mehraufwand an den Kunden weiter leiten. Sprich, die Preise erhöhen.

    Kann ich nicht nachvollziehen. Vielleicht schon einmal darüber nachgedacht, dass es einfach Menschen gibt die ein Produkt kaufen wollen und nicht selbst das Produkt sein wollen. Mit dem Tausch einer Preisermäßigung gegen unsere Daten, die wiederum verkauft werden, macht aus uns und unserem Verhalten ein Produkt.
    Aber das ganze ist meiner Meinung nach eine Milchmädchenrechnung. Klar wenn sie weniger personalisierte Werbung verkaufen können, dann werden die Produkte teurer. Aber wer kauft die Produkte? Andere Firmen. Die wiederum die Mehrkosten der gekauften Werbung natürlich auch wiederum an ihre Kunden weiterleiten müssen. Also macht es für uns doch letztendlich keinen Unterschied, ob die Mehrkosten nun Microsoft verlangt, oder andere Firmen in ihren Produkten. Also wenn es keinen Unterschied macht, warum sollten wir uns und unser Verhalten dann noch als Produkt verschenken?
    Ich bin zwar zu der DSGVO sehr gespaltener Meinung, aber der Schritt von Microsoft finde ich durchaus richtig. Ich bezahl lieber mehr Geld an Microsoft dafür, als versteckt in vielen anderen Preisen (sogar wesentlich mehr wahrscheinlich) und bleibe Kunde und nicht Produkt.
    Geiz ist geil finde ich etwas kurzsichtig. Ich denke, dass der Internetnutzer dazu erzogen wurde kostenlose Angebote zu nutzten. Gerade wenn es um die sogenannten alternativen geht wird kostenlos immer als Pluspunkt aufgeführt. So generell haftet PC-Software und Internet-Angeboten ein negativer Klecks an, wenn Kosten damit verbunden sind. Das ist auch nicht neu, war schon vor 20 Jahren so und dazu trugen die Fachmagazine und TV-Sendungen ihren Anteil bei.
    Das Problem ist hausgemacht
    Geiz ist geil finde ich etwas kurzsichtig. Ich denke, dass der Internetnutzer dazu erzogen wurde kostenlose Angebote zu nutzten. Gerade wenn es um die sogenannten alternativen geht wird kostenlos immer als Pluspunkt aufgeführt. So generell haftet PC-Software und Internet-Angeboten ein negativer Klecks an, wenn Kosten damit verbunden sind. Das ist auch nicht neu, war schon vor 20 Jahren so und dazu trugen die Fachmagazine und TV-Sendungen ihren Anteil bei.
    Das Problem ist hausgemacht

    Das ist schon richtig, aber das Problem geht viel weiter als der Software Sektor. Es fängt ja schon beim Fernsehen an. Wir sind gewohnt, dass wir alles kostenlos bekommen. Viele vergessen dabei, dass Sie die Werbung aber auch bezahlen. Ich z. B. habe ein Netflix Abo, bezahle gern den Beitrag und verlagere die Kosten nicht durch Werbung auf andere Produkte. Wie oft habe ich aber schon von mehreren Bekannten zu hören bekommen: "Wie kann man nur dafür Geld ausgeben, dass gibt es doch im Fernsehen kostenlos". Das Problem dabei ist meiner Meinung nach die Gewohnheit. Man gab den Menschen etwas "vermeintlich" kostenloses und diese haben sich einfach dran gewöhnt. Wenn man es jetzt diesen wegnehmen würde, so sehen viele es schon als Diebstahl an. Als wenn Sie jemals ein Recht darauf hätten, dass andere ihre Zeit investieren, damit es andere kostenlos bekommen können.
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