Beim TPM ist der Name Programm: Es soll Vertrauen schaffen. Etwas ungünstig wird es deshalb, wenn ausgerechnet der Baustein, der Schlüssel schützen und die Integrität eines Systems bestätigen soll, selbst falsche Attestierungen ermöglichen kann. AMD hat am 11. August 2026 mit AMD-SB-7064 zwei Schwachstellen im TPM-2.0-Referenzcode bestätigt, die auch die Firmware-TPMs zahlreicher AMD-Plattformen betreffen. Die Liste ist entsprechend lang. AMD führt unter anderem Ryzen 3000 bis Ryzen 9000, verschiedene mobile Ryzen-Familien, Ryzen AI 300 und 400, Ryzen AI Max 300, Threadripper sowie zahlreiche EPYC- und Embedded-Prozessoren auf. Wichtig ist allerdings die Einordnung: Beide Angriffe sind lokal und setzen erhöhte Berechtigungen voraus. Von einer Schwachstelle, die sich einfach aus dem Internet gegen beliebige Ryzen-PCs ausnutzen lässt, kann also keine Rede sein.