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Artikel: Inkscape kommt in den Windows Store

Wie auch schon bei Telegram: Wie kommt die 64 Bit-Notwendigkeit bei Anwendungen im Store eigentlich zustande?
 
@quisel
Das ist ja nicht bei allen Apps der Fall. Kodi ist zum Beispiel eine der Anwendungen, die auch auf x86-Systemen installiert werden können. Letztlich wird das sicherlich damit zusammenhängen, dass die 32-bit-Plattform immer kleiner wird und die Entwickler wollen keine unnötigen Ressourcen verschwenden. Abseits des Stores gibt es solche Apps meistens auch weiterhin in 32-bit, u.a. Inkscape, Tweeten und Slack.

Für den Windows Store dürfte das ja sicherlich auch in qualitativer Hinsicht wichtig sein, dass 64-bit auch weiter gepusht wird. Windows ist die letzte Plattform überhaupt, wo 32-bit noch einen einigermaßen erwähnenswerten Marktanteil hat, wenn man ihn überhaupt so nennen möchte. Was natürlich nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass Microsoft noch extrem viel Arbeit bevorsteht. Ehrlich gesagt hab ich auch so meine Zweifel, dass sie bei den großen Entwicklern (Adobe CC, Autodesk mit Maya und AutoCad, Cinema 4D, JetBrains etc.) und der OSS-Gemeinde (vor allem bei Mozilla, GIMP, Audacity...) so schnell auf großem Wege Fuß fassen werden. Beide sind aber ganz entscheidend, wenn es um den Store geht.
 
Es ist für den Entwickler einfacher und der 32Bit Markt ist sehr klein und beim converter viel aufwand den auch für 32Bit zu nutzen...
 
Einziges Problem bei Inkscape App: Die Icons in den Menüleisten sind dermaßen klein das man sich oft verklickt. Auf kleineren Displays (12" ist schon grenzwertig) ist es nicht produktiv nutzbar.
 
schön dann kann ich ja auf die App umsteigen :) So wie ich das sehe ist die App wirklich identisch zum Programm inklusive der langen Startzeit =)

@Dirk Ruhl: das ist aber kein Problem der App sondern des Programms an sich und dem kleinen Monitor.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
auf dem Surface 3 startet die app bei mir nicht. Es gab eine Fehlermeldung, das ein Userverzeichnis nicht angelegt werden kann.

Nachtrag:

gefühlte 10 min später ;)

ich nehme alles zurück. Man braucht halt Geduld.........dann startet das Programm auch.

Ich gebe Dirk aber recht. Das sieht aus, als ob halt einfach das Desktop Programm umgewandelt wurde. Für eine Bedienung über Touch finde ich die Schaltflächen viel zu klein.
 
Zuletzt bearbeitet:
"Das sieht aus, als ob halt einfach das Desktop Programm umgewandelt wurde"
Ja! Genau das macht das magische Centennial! Und nicht mehr. Nix wird automatisch UWP, touch-bedienbar oder mobil. Einfach nur Store statt Setup.

Für alles andere muss der Entwickler mehr Arbeit reinstecken
 
Da sieht man wieder, wie verwirrt doch die ganze Windows 10 Sache ist ;) Nur weil ein Programm mit Centennial umgewandelt wird, heißt es nicht, dass es auch auf Touch bedienbar wird. Centennial ist lediglich ein Nachfolger zu MSI und die Setups können auch "so" ohne den Store vertrieben wird.
 
Prima, ich finde klasse wenn viele Win32 Open Source Programme im Store landen. Meist blieben die bei mir aus Faulheit nämlich auf dem Versionsstand vom Download-Zeitpunkt. Über den Store bleibt das Zeug wenigstens aktuell. ;)

Aber die Startzeit von Inkscape ist echt unterirdisch. Die sollten zumindest einen Splash-Screen bringen, sonst startet man vor lauter Verzweiflung viele Instanzen weil ewig nichts passiert.
 
Das ist ja nicht bei allen Apps der Fall. Kodi ist zum Beispiel eine der Anwendungen, die auch auf x86-Systemen installiert werden können. Letztlich wird das sicherlich damit zusammenhängen, dass die 32-bit-Plattform immer kleiner wird und die Entwickler wollen keine unnötigen Ressourcen verschwenden.
Aber den Ressourcenbedarf erkenne ich in diesen Fällen überhaupt nicht. Die Teile sind doch mit 32-Bit-Systemen lauffähig?
Für den Windows Store dürfte das ja sicherlich auch in qualitativer Hinsicht wichtig sein, dass 64-bit auch weiter gepusht wird. Windows ist die letzte Plattform überhaupt, wo 32-bit noch einen einigermaßen erwähnenswerten Marktanteil hat, wenn man ihn überhaupt so nennen möchte.
Mein ASUS Transformer Chi wurde letztes Jahr noch mit 32-Bit-Win10 ausgeliefert. Das war 2016! Diese Gängelung wirkt sich doch ausschließlich auf den Windows Store negativ aus.

Wie gesagt: Eine Abkehr von x86 würde ich so langsam tatsächlich auch mal begrüßen - aber unter diesen Umständen erscheint mir das mehr ne eigenartige Schikane zu sein.
 
Prima, ich finde klasse wenn viele Win32 Open Source Programme im Store landen. Meist blieben die bei mir aus Faulheit nämlich auf dem Versionsstand vom Download-Zeitpunkt. Über den Store bleibt das Zeug wenigstens aktuell. ;)

Aber die Startzeit von Inkscape ist echt unterirdisch. Die sollten zumindest einen Splash-Screen bringen, sonst startet man vor lauter Verzweiflung viele Instanzen weil ewig nichts passiert.

Viele OSS-Projekte dürften das, gerade wenn sie crossplattform und unabhängig sind, aber kaum mitmachen. OpenSource zeichnete sich in den vergangenen Jahren auch nochmal mehr dadurch aus, dass ein Großteil seiner Mitglieder und Anhänger gegen Zentralisierung und für maximale Flexibilität eingetreten ist. Insofern glaube ich zwar schon, dass wir noch viele OSS-Projekte im Store irgendwann sehen werden (Greenshot, VLC, Ocenaudio, ShareX, Blender und so weiter), aber solche Projekte wie Firefox oder GIMP? Never ever. Entweder die entwickeln eigene Lösungen (wie KDE mit Craft) oder die suchen sich Windows-eigene Paketmanager wie Chocolatey, die ähnlich wie die von Linux funktionieren. Ansonsten bleibts halt beim klassischen Installer.

Das ist auch so ein Grund, weswegen ich es für illusorisch halte, dass wir Win32 jemals ganz los werden. Es betrifft ja nicht nur die OSS-Gemeinde, sondern auch Plattformen wie Steam, die einfach ihre eigene Plattform brauchen oder behalten wollen. Wenn Microsoft hier zu aggressiv vorgeht, haben sie ganz schnell die nächste Kartellbeschwerde aus Brüssel oder sonstwo am Hals wegen Missbrauch der Marktmacht. Ich glaube viel eher, dass Windows dann irgendwann ein neues Installationsformat bekommt und Microsoft die Installation aus externen Quellen deutlich besser absichert, so wie Apple das beim Mac mit Gatekeeper schon lange macht. Das muss die UWP auch nicht unbedingt in Frage stellen und das neue Format könnte durchaus auch quelloffen sein. Aber dass Microsoft jemals alle in den Store bekommt, ist schlichtweg Blödsinn. Die können für jeden dankbar sein, der mitmacht.

Was Inkscape angeht: Die entwickeln zwar nah am SVG-Standard, aber der Unterbau ist - meines Wissens nach - noch GTK 2. Bei Gnome arbeiten sie schon an GTK 4, wobei der noch aktuelle GTK 3 unter Windows nur von wenigen Programmen genutzt wird (Gedit, QuodLibet, EasyTag, MyPaint oder Meld sind solche Beispiele). Auch GIMP ist noch GTK 2. Auf meinem System (AMD A-10, Radeon R7, 8 GB Ram) braucht Inkscape ungefähr 3 Sekunden.
 
eine meiner bevorzugten Programme für die Bildbearbeitung. Freut mich, dass es sie jetzt auch als App gibt. Danke für den Artikel und die Info.

App ist absolut identisch zur Win32App. Top!
 
Kevin Kozuszek schrieb:
Viele OSS-Projekte dürften das, gerade wenn sie crossplattform und unabhängig sind, aber kaum mitmachen. OpenSource zeichnete sich in den vergangenen Jahren auch nochmal mehr dadurch aus, dass ein Großteil seiner Mitglieder und Anhänger gegen Zentralisierung und für maximale Flexibilität eingetreten ist. Insofern glaube ich zwar schon, dass wir noch viele OSS-Projekte im Store irgendwann sehen werden (Greenshot, VLC, Ocenaudio, ShareX, Blender und so weiter), aber solche Projekte wie Firefox oder GIMP? Never ever. Entweder die entwickeln eigene Lösungen (wie KDE mit Craft) oder die suchen sich Windows-eigene Paketmanager wie Chocolatey, die ähnlich wie die von Linux funktionieren. Ansonsten bleibts halt beim klassischen Installer.

Deswegen darf man den Schritt in den Store ja trotzdem begrüßen. Und so lange die Projekte den Store nur additiv nutzen und dadurch kein vendor (naja, eher store) lock-in entsteht, sehe ich da eigentlich auch kein Problem für die Projekte. Auf anderen Plattformen nutzt man andere Stores (z.B. den von Apple auf dem Mac) und nebenher bietet man halt alles wie gewohnt auf der Website an.

Mit Paket-Managern wie Chocolatey bin ich persönlich nie warm geworden, obwohl ich selbst viel entwickle und schon eher Zielgruppe wäre. Einen Endanwender wird man damit aber nie glücklich machen.

Kevin Kozuszek schrieb:
Auf meinem System (AMD A-10, Radeon R7, 8 GB Ram) braucht Inkscape ungefähr 3 Sekunden.
Auf meinem Surface Pro 3 dauert das länger, insbesondere nach Kaltstart des Systems. Wenn ich Inkscape aber schon mal laufen hatte, gehts auch in bis zu 5 Sekunden. Aber ist das gut? Ich bevorzuge zumindest bei solchen Startzeiten einen Splashscreen. ;)

winmx schrieb:
App ist absolut identisch zur Win32App. Top!

Vielleicht weil es sich exakt um diese Win32-Anwendung handelt und NICHT um einen separaten Entwicklungsstrang oder irgendeine Portierung?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
DonRolando schrieb:
Vielleicht weil es sich exakt um diese Win32-Anwendung handelt und NICHT um einen separaten Entwicklungsstrang oder irgendeine Portierung?

Doch es ist eine Portierung durch Centennial. Aber dadurch ändert sich das Programm nicht, das stimmt
 
Unter build 16188 startet Inkscape nicht (auf 2 Geräten)

Meldung zurück.
Nach ca. 5 Minuten erfolgt der 1. Start.
Jetzt gehen auch die weiteren Starts schneller, allerdings langsamer, als das bei anderen Apps ist.
 
Es ist für den Entwickler einfacher und der 32Bit Markt ist sehr klein und beim converter viel aufwand den auch für 32Bit zu nutzen...
Wenn das viel Aufwand ist, ist der Fehler keim Konverter zu suchen.

Die ganzen Atomgeräte der letzten Jahre laufen meist im 32Bit Modus sowie viele Upgradeinstallationen.
 
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