Anzeige

Am Puls von Microsoft

Anzeige

Artikel: LiMux: Opposition wettert, Accenture beziffert

Anzeige
Die folgenden Kosten für die Weiterentwicklung LiMux bleiben ebenfalls offen. Interessant ist der Posten der 60 bis 70 Linux-Entwickler. Frage mich inwieweit die Personalkosten von geschätzten 4 Mio pro Jahr in die Kostenrechnung eingeht.
Der Austausch der nicht windowsfähigen Rechner ist mMn auch für ein aktuelles Linux nötig.
 
funktionieren kann
Das KANN ist das wesentliche Wort. Auch einen öffentliche Veranstaltung muss nicht funktionieren können, sie muss funktionieren.

Die religionsähnlichen antikapitalistischen Projekt-Hansel mögen sich eine Insel kaufen, dort können sie ihre Kommunen-Spiele ausleben, wenn sie es schaffen, damit eine nicht durch Steuern finanzierte Firma erfolgreich zu führen, auch alles schön, aber die Öffentlichkeit dürfen sie gerne verschoben.
 
@wori: Vermutung: Da die Bilanzierung in der ÖV kaum Einsatz findet, dürften diese Kosten keine Berücksichtigung gefunden haben.
 
Denke, der letzte Absatz trifft den Nagel auf den Kopf: Strukturelle Probleme in der öffentlichen Verwaltung. Arbeiten so oder so nicht leistungsorientiert, wie die freie Wirtschaft. Wenn die Finanzen in Schieflage geraten, werden Steuern und Gebühren erhöht und man führt Scheinaktionen durch, wie die Rückkehr von Linux zu Windows. War aber auch ein nettes Bonbon für Microsoft für die Standortwahl München.
 
Übliche üble Nachrede. Es war kein nettes Bonbon für MS. Es ist die Reaktion auf ein mäßig funktionierendes System.
Und das die Lobbisten wie Ranft, Kirchner das auf die schlechte Verwaltung schieben ist auch klassisch.
Wer erinnert sich nicht noch an den schönen Bug, wo eine überlange Betreffzeile einer Mail, das Mailsystem der Stadt München ein Wochende lang lahmlegte.
 
Bin ja kein Insider, aber man hat ja schon über die ganzen Jahre mit Probleme von LimUx gelesen. Entweder hat auch für Stadt Linux schlecht eingeführt, dass auch die Mitarbeiter damit nicht zurecht kommen oder es wurde tatsächlich schlecht umgesetzt.
Kritisch finde ich, dass für München eine eigene Insellösung programmiert wurde und nicht auf etwas bestehendes aufgesetzt wurde. Das sind doch auch immense Kosten?
Da stelle ich mir die Pflege/Administration von MS-Produkten als standardisierte Produkte einfacher vor.
Ich bin den OpenSource-Charakter ja gut, aber vielleicht war das auch zu radikal, wenn auf einmal hunderte Menschen damit arbeiten müssen, welche nur Windows und Office kennen - von technischen Problemen mal abgesehen.
 
"Neben den Kosten für die Lizenzen, welche für die Migration nötig wären, sowie den darauf aufbauenden Kosten, muss die Stadt für die kommende Umgestaltung der IT-Organisation wohl noch hohe zweistellige Millionenbeträge investieren - unabhängig davon, welche Software genutzt wird." (Golem)
Damit relativieren sich alle genannten Zahlenspielereien, egal von welcher Seite, doch stark. Wichtig ist eben vor allem, dass in einer (so) großen Organisation die IT sicher und stabil laufen muss sowie zukunftsfähig ist. Und da kann und sollte man nicht am falschen Ende sparen.
 
Sachliche Beurteilungen sind in der heutigen Zeit wohl nicht mehr Möglich denn bei Ausdrücken wie "unterirrdisch und hirnrissig" verlasse ich inwischen jede Debatte. Natürlich würde ich mir als Windows Fan so ein Projekt für Microsoft wünschen aber bei solchen Summen muß einfach klar gerechnet und sachlich abgewägt werden was sinnvoll ist, Befindlichkeiten auf beiden Seiten stören da nur. Zitat: "... und könne mit dem Beschluss die Daten der Münchener Bürger auch gleich direkt ins Weiße Haus schicken." zeigt hier auch eine klare Dessinformation da Microsoft seit heuer eine rein Deutsche Cloud betreibt. "Post-faktischisches Denken" (bei dem Fakten nicht im Mittelpunkt stehen) ist also auf beiden Seiten erkennbar. Was ich bei solchen Verwaltungen wie München eher im Vordergrund sehe, ist die uneinheitliche Strukturierung und bewustes "nicht Einhalten" von Vorgaben die einen Reibungslosen Ablauf sicherstellen. Klares Vorgehen wäre da erst mal ein Weiterbilden und Verständniss wecken bei Ressort Leitern dass diese nicht immer ihr eigenes Süppchen kochen. Hier hätte die Opposition in den vergangenen Jahren ja auch aktiv werden können.
 
@wori: Vermutung: Da die Bilanzierung in der ÖV kaum Einsatz findet, dürften diese Kosten keine Berücksichtigung gefunden haben.
Was hat denn eine Kostenvergleichsrechnung mit Bilanzierung zu tun? So blöd sind die Leute in der ÖV im Übrigen auch nicht, dass sie die Kosten für 60 bis 70 Entwickler unter den Tisch fallen lassen, und keiner hat's gemerkt. ;)
P.S.: Die Stadt München setzt seit 1.1.2009 die kaufmännische Buchführung ein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das hat nichts mit blöd zutun, sondern mit Buchung auf Kostenstelle. Und das ist eine politische Entscheidung
Seit 2004 waren sie mit den Planungen für LiMux Migration beschäftigt und 2009 wurde es eingeführt.
Sind diese Planungskosten auch bei den Kostenvergleichsrechungen drin?
 
1,15 Mio € jährliche Lizenzkosten gegen 5-6 Mio € Lohnkosten (inkl. Lohnnebenkosten) für 60-70 Entwickler im Jahr. Egal, wie man es dreht und wendet, nach einigen Jahren sind die Kosten für die Anschaffung und Erneuerung der IT-Infrastruktur wieder drin.
Ganz einfache Kiste. Da braucht man nichts biegen und brechen. Das Projekt LiMux war eine nette Idee, aber man hat einfach die Kosten für die Entwickler unter den Tisch fallen lassen. Die Entwicklung darf ja nach Fertigstellung nicht stehenbleiben... Und irgendwann braucht es dann auch wieder neue Rechner für 6-10 Millionen. Also alles in allem einfach eine Rechnung, die nicht aufgehen konnte.
 
Übliche üble Nachrede. Es war kein nettes Bonbon für MS. Es ist die Reaktion auf ein mäßig funktionierendes System.
Und das die Lobbisten wie Ranft, Kirchner das auf die schlechte Verwaltung schieben ist auch klassisch.
Wer erinnert sich nicht noch an den schönen Bug, wo eine überlange Betreffzeile einer Mail, das Mailsystem der Stadt München ein Wochende lang lahmlegte.

Bayern ist halt bekannt für Spezln und Amigos. Wirtschaftiche Interessen gehen vor. Baden-Württemberg und Stuttgart hier ist auch nicht besser. So lange die Schwarzen regierten ...
 
Das hat nichts mit blöd zutun, sondern mit Buchung auf Kostenstelle. Und das ist eine politische Entscheidung
Seit 2004 waren sie mit den Planungen für LiMux Migration beschäftigt und 2009 wurde es eingeführt.
Sind diese Planungskosten auch bei den Kostenvergleichsrechungen drin?
Das sind "sunk costs", die sind nicht entscheidungsrelevant (sie können durch die Entscheidung für eine der Alternativen nicht mehr beeinflusst werden) und haben in einer Kostenvergleichsrechnung daher nichts zu suchen.
 
Das teuerste sind Beamte und Angestellte, die nicht arbeiten können, weil die IT nicht funzt oder sie nicht damit umgehen können. Mir völlig egal ob das Windows oder Linux ist. Klar... die Rolle Rückwärts wird wie die Rolle davor ordentlich ins Geld gehen. Das ist aber zu verschmerzen, wenn danach die Verwaltung wieder vernünftig arbeiten kann. Wie ich letztens schon schrieb, Linux ist nicht der Grund, warum man wieder zurückgehen sollte IMHO, sondern LiMu(r)x. Was haben egtl die 70 Coffee-to-Code Bridges egtl getan die letzten Jahre? Die sollen froh sein, daß niemand das Geld zurückverlangt, für nicht erbrachte Leistungen.
 
ot:
KeinUntertan schrieb:
Bayern ist halt bekannt für Spezln und Amigos. Wirtschaftiche Interessen gehen vor. Baden-Württemberg und Stuttgart hier ist auch nicht besser. So lange die Schwarzen regierten ...

Du weißt aber schon, dass München schon seit über 20 Jahren "rot" regiert wird?
 
Das sind "sunk costs", die sind nicht entscheidungsrelevant (sie können durch die Entscheidung für eine der Alternativen nicht mehr beeinflusst werden) und haben in einer Kostenvergleichsrechnung daher nichts zu suchen.

Soweit ich die Gegner der Rückkehr zu Microsoftprodukten verstehe, rechnen diese die "sunk costs" mit ein.
Es ist mMn eine Schönrechnung. Besonders auffällig für mich ist der Hardwareposten für den Ersatz der "nicht windowsfähigen Rechner". Diese wären meiner Einschätzung und Erfahrung nach auch mit einer aktuellen Linuxdistri und einem aktuellen Libre Office überfordert und müßten ersetzt werden.

@Don Smeagle: Jetzt hast Du ihm seine Welt kaputt gemacht:D
 
Ohje Accenture "beziffert", Unternehmensberater klitsche mit schlauen Vorschlägen ohne Praxisbezug. LiMux ist an sich selbst und der Planung gescheitert (haben ja Unternehmensberater ebenfalls ganz toll gefunden), nicht weil die Idee nicht durchführbar oder tragfähig gewesen ist...allein dass LiMux für die Standardanwendungen angefangen hat zu customizen (libre/openoffice Anpassung, eigene distri etc) war einfach nur hirnrissig und reine geldverbrennung.
Die Rückkehr zu MS ist zwar eine direkte folge davon aber sicher kein notwendiger schritt.

@keinuntertan
was ist denn in stuttgart diesbezüglich durch die grüne Regierung besser/anders geworden? Nichts? Zumindest ist mir nichts bekannt.

Das teuerste sind Beamte und Angestellte, die nicht arbeiten können, weil die IT nicht funzt oder sie nicht damit umgehen können.
es gibt keinen grund zur annahme das es unter Windows besser wird
Was haben egtl die 70 Coffee-to-Code Bridges egtl getan die letzten Jahre? Die sollen froh sein, daß niemand das Geld zurückverlangt, für nicht erbrachte Leistungen.
insbesondere sehr viel Entwicklungsarbeit in openoffice gesteckt wovon inzwischen auch sehr viel in libreoffice/openoffice eingeflossen ist
die eigene distri hat auch irgendwer gepflegt
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Was mich am meisten erschreckt in dieser ganzen Diskussion ist die Tatsache, dass es die letzten zwei Jahre in einigen Verwaltungsbereichen u.a. Sozialzuschüsse für Hort und Kindergartenbetreuung aber z.B. auch bei der Planung und Genehmigung von Straßensondererlaubnissen die Bearbeitung derart katastrophal ablief, das wir zeitweise alle Unterlagen händisch vor Ort abgeben mussten, damit diese richtig bearbeitet werden konnten. Erst Mitte 2016 lief es dann besser. Ich verstehe jetzt nur nicht, was jetzt nun wieder NEUES eingeführt werden soll? Damit sind doch die gleichen Probleme vorprogrammiert!
 
Das Wort "post-faktisch" ist schon allein fragwürdig, weil es voraussetzt, dass es eine Zeit gab, wo nur die Fakten zählten: eine Träumerei vom Goldenen Zeitalter.

Die anderen "Gründe" zeigen nur noch mehr, wie wenig sachgemäß entschieden wird.
 
Oben