Ausgedealt: Lizengo ist insolvent

DrWindows

Redaktion
Durch den Handel mit billigen Office- und Windows-Seriennummern ist der Händler Lizengo im letzten Jahr in die Schlagzeilen geraten, nachdem die Lebensmittelkette Edeka deren Gutscheinkarten verkaufte. Nun ist die Geschichte zu Ende: Lizengo ist insolvent.

Dazwischen ist allerdings noch viel mehr...

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JochenPankow

experimentiert sehr gerne
Ein Sieg für die ehrlichen Erwerber von Lizenzen!

Da jedoch Geiz bekanntlich geil ist, werden auch am nächsten Morgen wieder Dumme aufstehen...
 

sehlan

kennt sich schon aus
Wer ein Produkt herstellt, dabei spielt es keine Rolle ob digital oder physisch, soll einen fairen Preis verlangen und auch bekommen. Alles andere hat auf dem Markt nichts verloren.
 

rb13125

nicht mehr wegzudenken
Ich sehe das völlig anders: was den Resteverwertern bei physischen Produkten recht ist, sollte auch bei überzähligen Lizenzen gelten. Und auch ungelesene Bücher wandern in die Antiquariate. Und dann gibt's noch die bejubelten Containertaucher...
 

build10240

gehört zum Inventar
was den Resteverwertern bei physischen Produkten recht ist, sollte auch bei überzähligen Lizenzen gelten.
Software ist aber eben kein rein physisches Produkt und es muß den Erstellern schon erlaubt sein, damit adäquat Geld zu verdienen. Außerdem ist das Verwerten durchaus erlaubt, wenn man sich an die Spielregeln hält, das hat Lizengo jedoch nicht immer getan. Wer MAK mehrfach an verschiedene Endverbraucher, Lizenzen von außerhalb der EU verkauft usw., braucht sich über Gegenwind nicht zu wundern.

Und dann gibt's noch die bejubelten Containertaucher...
Umjubelt wohl eher im kleinen Kreis, ansonsten eher belächelt.
 

Grisu_1968

Staatl gepr. Wirtschafter
Ich brauche kein Lizengo & Co. Ich finde bei meiner Arbeit als öfter weggeworfene PC´s wo noch ein Windows 7 Aufkleber ist. Diese mach ich mir ab und habe so schon einige Lizenznummern wenn ich einen PC auf Windows 10 bringen möchte.
 

RouviDog

kennt sich schon aus
Grisu_1968 schrieb:
Ich brauche kein Lizengo & Co. Ich finde bei meiner Arbeit als öfter weggeworfene PC?s wo noch ein Windows 7 Aufkleber ist. Diese mach ich mir ab und habe so schon einige Lizenznummern wenn ich einen PC auf Windows 10 bringen möchte.

Das dürftest du auch nicht. Damit missbrauchst du den Rahmenvertrag deines Arbeitgeber. Wenn Microsoft dies mitbekommt, bekommt ihr beide mächtig Ärger.
 

anthropos

gehört zum Inventar
Im Großen und Ganzen ist das positiv, denn da ging es nicht mit rechten Dingen zu.

Software ist aber eben kein rein physisches Produkt und es muß den Erstellern schon erlaubt sein, damit adäquat Geld zu verdienen. Außerdem ist das Verwerten durchaus erlaubt, wenn man sich an die Spielregeln hält, das hat Lizengo jedoch nicht immer getan. Wer MAK mehrfach an verschiedene Endverbraucher, Lizenzen von außerhalb der EU verkauft usw., braucht sich über Gegenwind nicht zu wundern.

Umjubelt wohl eher im kleinen Kreis, ansonsten eher belächelt.

Ich denke, hier wird eher daran gedacht, wenn Händler die Produkte nicht loswerden, aber sie irgendwie loswerden wollen, was eine Entscheidung des Händlers wäre, solange er sich an die Regeln hält.

Mir ist überdies egal, wer nun belächelt oder bejubelt die Leute, die im Müll wühlen, denn hier könnte man ein effizienteres System entwickeln, womit man Probleme beseitigen kann. Das eine begründet nicht das andere durch Analogie.

Es geht hier um juristisches Geplänkel, also um genaue Formulierung, darum erst vor Gerichten geklärt werden, inwieweit digitale Produkte vergleichbar sind mit physischen, denn einerseits werden Wiederverkäufe erlaubt, die gebunden sind an ein Speichermedium, anderseits ist der Musikindustrie möglich von finanziellen Schäden zu reden, wenn digitalisierte Lieder kopiert werden, obwohl die Werke dadurch in Sekunden vervielfältigt sind und keinen Wert mehr durch begrenzte Verfügbarkeit haben. Es bleibt also noch vieles offen.
 

Miine

gehört zum Inventar
Die Insolvenz kann mit illegalgen Lizenzkeys zusammenhängen, muss aber nicht.

Davon unaghängig, aber hier aufgeworfen ist die gesellschaftliche Frage: warum sollten wir via Recht die Globalisierungsdividende für Alle verhindern?

D.h. wenn jemand z.B. eine Nicht-EU Lizenz verwendet - wieso sollte das illegal sein? Nur weil Microsoft das sagt? Woran machen die das dann fest?

Wird da im Endeffekt sogar nicht freie Marktwirtschaft verhindert?

Wenn man zu dem Schluss kommt - das ganze System ist "kaputt" - ja dem kann so sein. Dann ist aber die Frage wie der Designfehler behoben werden kann...
 

paradonym

gps '*' | kill -force
Ich weiß dass meine Office 365 E3 Lizenz aus China für 5€ "Lifetime" nicht okay ist. Ich bin aber auch nicht bereit für das 2019er Professional Plus 200+ Euro hinzulegen, dafür verwende ich die Software entschieden zu selten. Es wird also weiterhin der Tenant aus China sein, und wenn nicht der, dann halt ein anderer.
 

Potrimpo

treuer Stammgast
Wenn es denn überzählige Lizenzen gewesen wären, waren es aber nicht. Einzellizenzen wurden mehrfach verkauft, Uni-Lizenzen wurden verkauft, ohne dass die Uni das wusste, usw.. Also mitnichten "überzählige" Lizenzen. Lizenzen bestehen auch aus einem Lizenznachweis. Ein solcher wurde aber mWn nicht in einem einzigen Fall der beanstandeten Fällen beigebracht, im Gegenteil.

Und wer hier mit "international" kommt vergisst, dass es auch internationale wirtschaftliche Regelungen gilt. Zeigt uns das Beispiel USA/China/Europa aktuell sehr deutlich mit Zöllen und Steuern.

Kleine Quelle von hier - https://www.drwindows.de/news/billige-windows-und-office-lizenzen-von-lizengo-offizielles-statement-von-microsoft
 

build10240

gehört zum Inventar
In den Fällen, in denen MAK mehrfach verkauft wurden, kommt zu dem Urheberrechtsverstoß auch noch Kundenverarsche hinzu. Wobei das Niveau seitens der Kunden schon sehr tief hängt, wenn man ernsthaft Enterprise-Lizenzen zu dem Preis erwartet.

Daß Lizengo und Co. sich bei gewerblichen Verkäufen durchaus der Probleme bewußt war, zeigen ja diese mehr oder weniger wertlosen Haftungsfreistellungen. Jeder, der diese Lizenzen auch nur halbwegs nicht privat einsetzt, sollte sich der möglichen Konsequenzen bewußt sein. Lizengo haftet jedenfalls jetzt nicht mehr, so sie denn jemals dazu in der Lage waren.
 

Chang

Computerversteher
Ich bin, vor rund 20 Jahren, mit Microsoft in Kontakt getreten, da mein damaliger Arbeitgeber rund 120 nicht lizensierte Window PCs gewerblich nutzte.

Das war Microsoft vollkommen egal!

Was soll mich dann so etwas mit Lizengo und Konsorten jucken?
 
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