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Barrierefreiheit: Microsoft Edge generiert Bildbeschreibungen auf Webseiten selbst

DrWindows

Redaktion
Barrierefreiheit: Microsoft Edge generiert Bildbeschreibungen auf Webseiten selbst
von Martin Geuß
Microsoft Edge Titelbild


In Webseiten eingebettete Bilder sollten im HTML-Code stets mit einem sogenannten „Alt-Text“ versehen werden, der im Idealfall den Inhalt des Bildes beschreibt. Weil das aber nur halbherzig umgesetzt wird, greift Microsoft Edge nun sozusagen zur Selbsthilfe: Der Browser generiert die Bildbeschreibungen künftig selbst.

Den meisten Besuchern einer Webseite werden die fehlenden Beschreibungen niemals auffallen, denn sie sehen ja die Bilder. Bei blinden Menschen sieht es dagegen anders aus, sie benötigen die Hilfe von Screenreadern, um die Inhalte einer Webseite zu erfassen. Fehlt einem Bild die Beschreibung per Alt-Text, kann der Screenreader nichts vorlesen, im schlimmsten Fall leidet darunter das Gesamtverständnis für die dargestellte Webseite.

In einem Blogpost schreibt Microsoft, dass über die Hälfte der Bilder im Internet keinen Alt-Text haben. Darum hat man in Microsoft Edge eine Funktion integriert, welche diese Bilder auf Wunsch an die hauseigenen Azure Cognitive Services überträgt, die den Inhalt des Bildes analysieren und eine Beschreibung generieren. Man gesteht ein, dass die Qualität dieser Beschreibungen je nach Bild unterschiedlich gut sind, in vielen Fällen aber eine enorme Hilfe darstellen können. In Bildern enthaltener Text kann in 120 Sprachen erkannt und gelesen werden.

Die allermeisten gängigen Bildformate wie jpeg, png, gif, webp und weitere werden laut Microsoft unterstützt. Pornografische Bilder, besonders kleine oder große Grafiken sowie als „dekorativ“ gekennzeichnete Bilder werden von dieser Funktion nicht erfasst.

Aktiviert werden kann die Funktion in Edge unter Einstellungen /Barrierefreiheit. Sie ist nur in der Desktop-Version und nicht in den mobilen Apps für Android und iOS enthalten.

Automatische Bildbeschreibungen in Microsoft Edge

Leider hat diese Funktion aber auch einen Haken: Es werden nämlich nur fünf Ausgabesprachen unterstützt: Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Japanisch und traditionelles Chinesisch. Es erscheint ein wenig unverständlich, warum man den Inhalt von Bildern maschinell analysieren, die generierte Beschreibung dann aber nicht in verschiedene Sprachen übersetzen kann. Letzteres scheint mir die deutlich einfachere Aufgabe zu sein.


Hinweis: Der Artikel wird möglicherweise nicht vollständig angezeigt, eingebettete Medien sind in dieser Vorschau beispielsweise nicht zu sehen.

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