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Bekämpfung von Spam: Microsoft kündigt neue Funktionen für Outlook an

DrWindows

Redaktion
Bekämpfung von Spam: Microsoft kündigt neue Funktionen für Outlook an
von Martin Geuß
Outlook Titelbild


Spam ist beinahe so alt wie die E-Mail selbst. Die unerwünschten E-Mails schwanken zwischen lästig und gemeingefährlich, in jedem Fall aber verursachen sie unnötigen Aufwand. Mit neuen Funktionen für Outlook will Microsoft die Nutzer dabei unterstützten, Spam-Mails zuverlässiger zu erkennen und einzudämmen.

Die nachfolgend beschriebenen Neuerungen kommen in den mobilen Outlook-Apps sowie bei Outlook im Web, Outlook für Mac und dem neuen Outlook für Windows zum Tragen. Das klassische Outlook, nach wie vor die am weitesten verbreitete Version, wird in der Ankündigung nicht erwähnt, hier gibt es aber zum Teil bereits ähnliche Funktionen.

Um schneller auf den ersten Blick erkennen zu können, ob es sich bei einer als Spam klassifizierten Nachricht auch wirklich um eine unerwünschte E-Mail handelt, wird in der Nachrichtenliste künftig die Adresse des Absenders zusätzlich mit angezeigt:

Anzeige der Absenderadresse in der Liste der Spam-Mails

In Spam-Mails sollte man möglichst keine Links anklicken, das ist altbekannt. Darum zeigt Outlook künftig eine entsprechende Warnung, die man explizit bestätigen muss, wenn man einen Link öffnen möchte. So werden versehentliche Klicks abgefangen (das aktuelle Outlook für Windows konvertiert Spam-Nachrichten ins Textformat, so können Links gar nicht erst geklickt werden).

Um die Erkennung von Spam-Mails zu verbessern, können Nachrichten als Spam oder Phishing gemeldet werden. Für verschiedene Absender, die dafür bekannt sind, eine große Anzahl von E-Mails zu verschicken, bietet Outlook eine Option zur Abmeldung an. Wo das nicht möglich ist, wird der Absender einer gemeldeten E-Mail blockiert.

Absender blockieren und von Newslettern abmelden

Spam-Versender “tarnen” sich gerne. Nach wie vor ist es ein Leichtes, sich beim Verschicken einer E-Mail als jemand anders auszugeben, zumindest auf den ersten Blick. Die Header-Informationen sind allerdings unbestechlich und hier lässt sich eine versuchte Täuschung gut erkennen. Outlook weist künftig darauf hin, wenn beim Absender möglicherweise getrickst wurde:

Nicht verifizierte Absender einer E-Mail


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Die Header-Informationen sind allerdings unbestechlich und hier lässt sich eine versuchte Täuschung gut erkennen. Outlook weist künftig darauf hin, wenn beim Absender möglicherweise getrickst wurde:
100% funktioniert es nicht, wenn gecrackte Accounts von legitimen Domains wie z.B. von Hochschulen und anderen Organisationen etc eingesetzt werden.
 
@-prh das ist durchaus üblich, inzwischen wird ja alles nur noch "gestaffelt" ausgerollt. Während es für die Einen schon wieder kalter Kaffee ist, sehen Andere noch nichts davon. Aus der Sicht des Berichterstatters maximal unglücklich...

@Webwatcher gehackte oder feindlich übernommene Accounts sind wieder eine ganz andere Hausnummer. Die werden dann allerdings eher für gezielte Angriffe denn für Spam verwendet.
 
@Webwatcher gehackte oder feindlich übernommene Accounts sind wieder eine ganz andere Hausnummer. Die werden dann allerdings eher für gezielte Angriffe denn für Spam verwendet.
Insbesondere Geschäftsemails werden gezielt damit belästigt ( Infos bei antispam-ev.de ) Weniger Trojaner im Gepäck, mehr die Nigeria Mugu Masche: Wir suchen Empfänger von 50Mio o.ä
 
Die Frage dabei ist doch wieder, wie erfolgreich Microsoft in der Spam-Erkennung ist. Bei mir ist es seit Jahr und Tag so, dass Microsoft sämtliche Newsletter - selbst solche mit überschaubarem Empfängerkreis - früher oder später als Spam qualifiziert, während die übelstmögliche Werbung unhinterfragt als "gute" Mails durchgelassen werden. Soll heißen: Die elende Beschäftigung, wichtige Informationen nach der Spam-Einteilung wieder lesbar und funktionstüchtig zu machen, kostet viel mehr Zeit als eine eigene Sichtkontrolle über die eingegangenen Mails erfordert hätte. Wo ist eigentlich die KI wenn sie mal wirklich sinnvoll gebraucht würde? Und vor allem - denn ich gehe davon aus, dass da ja ohnehin schon Algorithmen am Werke sind - an welchen besch... Daten wird da geschult?
 
Da hast Du leider vollkommen recht. Bei mir werden selbst E-Mails von als manuell vertrauenswürdig markierten Absendern bisweilen in den Junk-Ordner einsortiert.
 
Dass Microsoft die Whitelist/Blacklist der Nutzer ignoriert oder bestenfalls nachrangig behandelt, kann ich nur bestätigen. Wobei ich mittlerweile davon ausgehe, dass da auch eine gewisse Verfallszeit einprogrammiert ist. Ich habe neulich in meine älteren Einstellungen geschaut und gesehen, dass die entsprechenden Listen, wenn sie älter als ein, zwei Jahre sind, komplett außen vor bleiben. Wenn ich alles kopiere und neu einsetze, hat es wenigstens für einen begrenzten Zeitraum eine gewisse Wirkung.
 
Bedenklich ist, dass ähnlich wie bei AVs eine sehr hohe Sicherheit suggeriert wird, die bei genauerer Betrachtung nicht gerechtfertigt ist. Eine einzige Spammail mit Anhang, die irrtümlicherweise durchgelassen wird, kann sehr gefährlich sein, wenn im Vertrauen darauf, dass alles sauber ist, doch der Anhang angeklickt werden könnte.
 
Das stimmt zwar, aber dann war es wenigstens meine eigene Dummheit, mit der habe ich leben gelernt :D.
Viel schlimmer finde ich, wenn mir eine E-Mail verloren geht, weil sie irrtümlich als Spam klassifiziert wurde und mir das bei der manuellen Durchsicht nicht auffällt.
 
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